KRYPT06AMENFL0RA FÜR ANFÄN6ER bd » -'- j 1 DIE MIKROSKOPISCHEN PI LZE VON PROF. DR, Q. LINDAU ZWEITE AUFLAG Kryptogamenflora für Anfänger Eine Einführung in das Studium der blütenlosen Gewächse für Studierende und Liebhaber Herausgegeben von Dr. Gustav Lindau a. ö. Professor an der Universität Berlin Kustos am Botan. Museam zu Dahlem Zweiter Band, 1. Abteilung Die mikroskopischen Pilze (Mj'^xomyceten, Phycomyceten und Ascomyceten) Berlin Verlag von Julius Springer 1922 Die mikroskopischen Pilze (Myxomyceten, Phycomyceten und Ascomyceten) Von Dr. GiistaA^ Lindau a. ö. Professor an der Universität Berlin Kustos am Botan. Museum zu Dahlem Zweite, durchgesehene Auflage Mit 400 Figuren im Text •'•(' \ Berlin Verlag von Julius Springer 19 2 2 Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Vorwort zur ersten Auflage. m Die Begrenzung des vorliegenden 2. Bandes der Kryptoganien- flora für Anfänger geschah nach rein praktischen Gesichtspunkten, indem hier alle diejenigen Pilze behandelt werden, für deren Be- wertung der Gebrauch des Mikroskopes eine unerläßliche Vorbe- dingung ist. Das richtige Maß darin zu finden, wie weit man in der Beschreibung der Arten zu gehen hat, bot die größten Schwierigkeiten, denn der Anfänger soll nicht Spezialstudien treiben, sondern sich erst in die Formenkreise einarbeiten und einleben. Die Behandlung der einzelnen Grupj)en mag deshalb etwas ungleichmäßig ausgefallen sein, was besonders dem Spezialisten auffallen wird. Aber ich habe nach reiflicher Überlegung verschiedene Gruppen, namentlich die der Parasiten, deren nähere Unterscheidung ja doch nur durch die Xähr- pflanzen möglich ist, weniger eingehend in bezug auf ihre mikro- skopischen Merkmale behandelt. Auch größere Gattungen der Pyreno- myceten, deren Arten nur dem Spezialforscher klar vor Augen stehen, sind etwas skizzenhaft behandelt. Man wird mich deshalb kaum tadeln können, da eine eingehende Bearbeitung weit über den ge- steckten Rahmen hinausgegangen wäre und dem Anfänger doch nicht die volle Klärung gebracht hätte. Will sich also jemand näher mit einzelnen Gruppen befassen, so muß er die Spezialliteratur berück- sichtigen, wofür ich einige Hinweise in den einleitenden Kapiteln gegeben habe. Die sogenannten Fungi imperfecti habe ich nicht behandelt, weil dadurch der Umfang des Bandes allzusehr angeschwollen wäre^ Sollte sich das Bedürfnis, auch diese Pilzformen dem Anfänger zu- gänglich zu machen, herausstellen, so kann das später immer noch geschehen. Herr Prof. Dr. Jahn hat auf meine Bitte sich der Mühe unter- zogen, die Myxomyceten im Manuskript durchzusehen, wofür ich ihm meinen Dank ausspreche. Dem Anfänger, der diesen Band benutzt, möchte ich besonders sagen, daß die hier behandelten Pilzabteilungen in der Wissenschaft noch durchaus nicht in allen Punkten geklärt sind. Ob das jetzt an- genommene System überall der späteren Kritik standhält, dürfte VI A'oiwort. man mit Kecht bei der unablässig tätigen Spezialkritik al« zweifel- haft annehmen. Viele GTruppen sind überhaupt noch nie einer groß- zügigen systematischen Kritik unterworfen w^orden, viele sind durch die intensive Arbeit der vielen Forscher mehr verbreitert als vertieft worden. Wenn deshalb der Anfänger glauben mag, daß manches aphoristisch und vielleicht etwas unklar für ihn behandelt worden ist, so möge er sich die Schwierigkeit der Bearbeitung vor Augen halten, die möglichst viel bringen soll, dem Anfänger nicht Unfaßbares bieten darf und doch sich auf der wissenschaftlichen Höhe halten muß, die den Grundsatz hat, daß gerade das Beste gut genug ist, um zur Ein- führung zu dienen. Ich meine, daß es auch nicht notwendig ist, überall Abgeschlossenes bringen zu müssen, es ist im Gegenteil besser, manche Unklarheiten zu lassen wie sie sind, weil gerade diese Punkte zum Weiterarbeiten mehr Anregung zu geben imstande sind, als es abgeschlossene Gebiete können, die viel zu sehr ins einzelne gehen, als daß sie zur Einführung geeignet wären. Für die Ausstattung bin ich der Verlagsbuchhandlung zu Dank verpflichtet. Die Figuren, deren Herstellung ungleich schw^ieriger als beim 1. Bande war, hat Herr J. Pohl mit gewohnter Meisterschaft nach meinen Angaben gezeichnet. Groß -Lichterfelde, im Februar 1912. G. Lindau. Vorwort zur zweiten Auflage. Schneller als ich gedacht hätte, ist auch für dieses Buch eine neue Auflage notwendig geworden. Im ganzen habe ich außer einigen Korrekturen nichts notwendiges zu ändern gehabt, aber die Begren- zung wurde doch wesentlich verringert. Es blieben nur die niederen Pilze und die Assomyceten darin, während ich die Ustilagineen und Uredineen herausnehmen mußte und sie mit der Fungi imperfecti als Abschluß des Pilzsystems zu einem neuen Buche verschmolz. Ich hoffe, daß das Buch auch in der neuen Gestaltung die Jünger der Pilze unter sich vereinigen und die Begeisterung, die sie bisher dafür empfunden haben, abermals verbreiten und auf neue Anfänger übertragen wird. Berlin -Lichterfelde, im Januar 1922. G. Lindau. Inhalts Verzeichnis. A. Allgemeiner Teil. ^eite I. Die mikroskopische Untersuclmng (1) IL Die Schleimpilze (Myxomyceten) (3) III. Tie Algenpilze (Pliycomyceten) (5) IV. Die parasitischen Pilze (Syuchytriaceen, Cladochytriaceen, Peronosporineen) (8) V. Die Schlauchpilze (Ascomyceten) (10) VI. System und BestimmungstabeUe der Hauptgruppen. . . (16) VII. Erklärung der wichtigsten Kunstausdrücke (19) B. Spezieller Teil. Schizomycetes 1 Myxomycetes 4 Eumycetes 24 OomYcetes 24 Zygomycetes 57 AsconiTcetes 64 Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen 205 / ? 9 7 y Kryptogamenflora für Anfänger. Von Prof. Dr. Gr. Lindau. I. Band. Die höheren Pilze. Zweite, durchgesehene Auf- lage. Mit 607 Textfiguren. 1917. geb. M. 8,60. II. Band. Die mikroskopischen Pilze. Zweite, durchgesehene Autlage. 1. Abteilung: Myxomyceten, Phycomyceten und Ascomyceten. Mit 400 Figuren im Text. 2. Abteilung : Ustilagineen, Uredineen, Fungi imperfecta In Vorbereitung III. Band. Die Flechten. Mit 306 Textfiguren. 1913. M. 8,— IV. Band. Erste Abteilung. Die Algen. Mit 489 Textfiguren 1914. M. 7,— IV. Band. Zweite Abteilung. Die Algen. Mit 437 Textfiguren 1914. M. 6,60 IV. Band. Dritte Abteilung. Die Meeresalgen. Von Prof. Dr Robert Pilger. Mit 183 Textfiguren. 1916. M. 5,60 V. Band. Die Laubmoose. V^on Dr. Wilhelm Lorch. Mit 265 Textfiguren. 1913. M. 7,— VI. Band. Die Torf- und Lebermoose. Von Dr. Wilhelm Lorch. Mit 296 Textfiguren. Die Farnpflanzen. (Pteridophvta). Von Guido Brause, Oberstleutnant a. D.. Mit 73 "^Textfiguren. 1914. M. 8,40. (Zu diesen Preisen treten Verlagsteuerungszuschläge) (Verlag von Julius Springer in Berlin W 9) I. Die mikroskopische Untersucliung. Im ersten Bande dieser Flora war bereits kurz drauf hingewiesen worden, in welcher Weise der Anfänger sich die notwendigen Kennt- nisse im Mikroskopieren und in der mikroskopischen Technik aneignen kann. Im allgemeinen kommt er bei den höheren Pilzen, namentlich bei den hutf örmigen Basidiomyceten, mit den elementarsten Kennt- nissen aus. Anders nun wird es bei den mikroskopischen Formen der Pilze. Hier häufen sich für den Anfänger die Schwierigkeiten dadurch, daß die Beobachtungsgabe mit der Technik Schritt halten muß, wenn überhauxjt die Bestimmung gelingen soll. In erster Linie also gehört ein etwas geschulter Blick dazu, um alles sehen zu können, was für die einzelnen Gruppen in Betracht kommt. Diese Übung wird wohl jeder bald bekommen, der etwas Lust und liebe zur Sache mitbringt. Anders aber steht es mit der Präparationstechnik. Bei allen nie- deren Pilzen wollen die Objekte erst zur Beobachtung hergerichtet sein. Diese Präparation erfordert große Übung, aber der Anfänger lasse sich durch anfängliche Mißerfolge nicht abschrecken. Häufig wird ein großer Fehler gemacht, indem versucht wird, ein bestimmtes vorliegendes Objekt nach allen Richtungen einwandfrei zu präparieren, so daß alle Verhältnisse daran hervortreten. Das möge der Geübtere machen, der Anfänger dagegen darf sich darauf nicht einlassen, son- dern für ihn muß als Hauptregel gelten, daß er zuerst überhaupt ein- mal etwas sieht. Wenn er also bei einer Art nicht sofort das Charak- teristische findet, so möge er lieber eine andere untersuchen. Schließ- lich wird er doch finden, was er sehen möchte und sehen muß, und dann wird es ihm ein Leichtes sein, auch an dem ersten Objekt das Ge- wünschte zu sehen. Bevor man bei den mikroskopischen Pilzen an das genaue Unter- suchen. Zeichnen und Bestimmen geht, empfiehlt es sich außerordent- lich, erst eine vorläufige L'ntersuchung anzustellen. Diese soll den Zweck haben, festzustellen, ob das erforderliche Reifestadium bereits vorhanden ist. Sind die Exemplare noch nicht reif, was sich bei einiger Übung sofort beurteilen läßt, so kann man sie zum Nachreifen aus- legen, also etwa Holzstücke mit Ascomvceten oder Mvxomvceten im Garten, Wasserpilze in einer Glasschale oder Aquarium usw., wovon weiter unten noch die Rede sein wird. Lindau, Kiyptogainenfioia II, 1. 2. Auf.. (1) (2) I^ie mikroskopische Untersuchung. Zu dieser vorläufigen Untersuchung genügt die Präparation mit Nadeln bei den fädigen Wasserpilzen, das Abheben der Sporen bei den Mucoraceen, das Abnehmen eines Stückes der Schlauchschicht bei den Ascomyceten usw. Die so gewonnenen Stückchen werden in Wasser, dem etwa 1/3 — 1/2 gewöhnlicher Alkohol zugesetzt ist, gelegt und mit einem Deckglase bedeckt. Um die Undurchsiclitigkeit der Stücke zu vermindern, drückt man dann das Deckglas vorsichtig fest und ver- schiebt es etwas hin und her. In den meisten Fällen genügen diese Quetschpräparate, um beurteilen zu können, ob das richtige Stadium vorliegt. Der Geübtere wird an solchen Präparaten allerdings noch etwas mehr sehen als der Anfänger, so daß in vielen Fällen sich für ihn eine weitere Präparation erübrigt, denn die Messung der Sporen im Verein mit den Lupenmerkmalen werden ihm vielfach schon Hinweise auf die Gattung geben. Sobald diese vorläufige Untersuchung die Brauchbarkeit des Materials gezeigt hat, muß nun die Präparation mittels feinerer Methoden beginnen. Hierzu ist das Schneiden mit dem Easiermesser erforderlich. Der Anfänger lasse sich deshalb die Handhabung des Messers zeigen und versuche durch fortwährenden Gebrauch mög- lichst große Übung zu erlangen. Jedes Objekt bietet andere Schwierig- keiten, so daß man sich in jedem Falle erst einschneiden muß, ehe es möglich ist, brauchbare und möglichst dünne Schnitte zu erlangen. Viele Objekte wird man in angefeuchtetem Zustande ohne weitere Präparation schneiden können (z. B. Stengel, Holz), andere dagegen, besonders Blätter, Halme usw., wird man zwischen Kork- oder Hol- lundermarkblättchen schneiden. Ganz kleine oder bröcklige Objekte bettet man am besten ein (vgl. dazu die Vorschrift auf S. (15)). Die Schnitte werden in Wasser mit Alkohol auf den Objektträger gelegt. In den meisten Fällen wird die Durchsichtigkeit zu wünschen übrig lassen. Trotzdem ist es zweckmäßig, in diesem Zustande das Messen der Sporen und Schläuche vorzunehmen. Um den Schnitt durchsichtiger zu machen, fügt man einen Tropfen einer Lösung von Chloralhydrat (1 Teil Wasser auf 4 Teile Chloralhydrat) hinzu und saugt das überschießende Wasser mit Fließpapier ab. Schon jetzt tritt meist eine w^esentliche Aufhellung ein, die noch größer wird, wenn man etwas Glyzerin hinzufügt und das Präparat bis zum nächsten Tage liegen läßt. Wenn man gelungene Schnitte hat, an denen man alles Wünschens- werte sieht, empfiehlt es sich, sie als Dauerpräparate aufzuheben. Zu diesem Zwecke setzt man dem Präparate an einem Eande des Deck- glases etwas Glyzeringelatine zu, wie man sie käuflich aus den Hand- lungen beziehen kann, und erhitzt dann vorsichtig über eine Flamme, bis die Glyzeringelatine schmilzt und unter das Deckglas fließt. Durch Saugen mit Fließpapier wird das Durchströmen beschleunigt. Nach dem Erkalten ist das Präparat fertig. Man kann das Deckglas noch mit einem schwarzen Lackring umziehen, damit das Präparat besser aussieht. Um bei der betreffenden Art im Herbar das Präparat immer Die Schleimpilze. (3) zur Hand zu haben, legt man es in kleine, käufliche Pappkästchen, die man den Exemplaren gleich beifügt. Das Anlegen einer besonderen Präparatensammlung empfehle ich nicht. Ebenso wichtigist, daß der Anfänger von vornherein alles zeichnet, was er sieht und sich sofort dabei die Maße notiert. Auch farbige Skizzen werden dem Gedächtnis besonders dann zu Hilfe kommen, wenn, wie etwa bei Discomyceten, die Exemplare durch das Ein- trocknen sich verfärben und verändern. Bei genauen Zeichnungen nach mikroskopischen Präparaten ist ein Zeichenapparat notwendig, in dessen Gebrauch man sich durch einen Geübteren einführen lassen möge. Wie ich schon in der Einleitung zum ersten Bande hervorhob, muß ^ich der Anfänger zuerst einem Geübteren anschließen, der ihm die gevv'öhnlichsten Formen und die Technik ihrer Untersuchung zeigt. Hat man von jeder Gruppe erst eine Form unter Anleitung untersucht und bestimmt, so wird es nicht schwer, die einzelnen Gruppen wieder- zuerkennen. Zweifellos wird das sofortige Erkennen der Ordnung oder Eeihe dem Anfänger am schwersten fallen, denn die Formenfülle wird ihn überraschen und die Beschreibungen ihn häufig da verlassen, wo seine Unsicherheit sich noch an sie anklammert. Das läßt sich aber nicht ändern, da es unmöglich ist, die großen Abteilungen nach allen Richtungen hin erschöpfend zu diagnostizieren. Es wäre ja sehr wünschenswert, wenn der Anfänger, bevor er die einzelnen Arten kennen lernt, die Entwicklungsgeschichte der haupt- sächlichsten Typen studieren könnte. Eine Schilderung davon, so wünschenswert sie auch wäre, kann hier nicht im einzelnen gegeben werden, denn sie würde den Umfang des Buches zu sehr anschwellen lassen. Um so mehr möge aber jeder, der sich in die mikroskopischen Pilze vertiefen will, bemüht sein, sich durch Lektüre und selbständige Untersuchungen diese breitere Basis anzueignen. Der Zauber, der sich um diese Studien schlingt, hat noch jeden gepackt, der mit offenem Auge und regem Interesse sich diesen Formenkreisen zugewendet hat. II. Die Schleinipilze (Myxomyceten). Trotz ihrer meist sehr geringen Größe gehören die Schleimpilze zu den zierlichsten organischen Gebilden, die wir kennen. Äußerlich erscheint ihr Bau sehr einfach, denn die meisten bilden ungestaltete Lager oder besitzen auf kurzem Stiel einen kugligen oder länglichen Kopf. Erst bei der Präparation sehen wir dann unter dem Mikroskop den feinen Bau des Kapillitiums, der Kalkinkrustationen, Sporen usw. Aus den Sporen, die in den Sporangien gebildet werden, kriechen kleine Amöben heraus, die sich nach kurzer Zeit zu einem Plasmodium ver- einigen. Dieses ernährt sich eine Zeitlang, indem es auf oder in dem Substrat herumkriecht, und schreitet dann zur Fruchtbildung. Die einzelnen zusammengeflossenen Amöben, die sich noch geteilt haben, bilden die verschiedenen Teile des Fruchtkörpers, z.B. den Stiel, an (1*) (4) Die Schleimpilze. dem die anderen empor krieclien, nm das Kapillitium iind die Sporen zu bilden. Auf den feineren Bau, die Kernteilungen usw. braucht der Anfänger nicht zu achten. Bei ganz reifen Fruchtkörpern, deren Sporen schon auszustauben beginnen, ist eine Präparation kaum notwendig, sie werden mit einer Nadel abgehoben und in Wasser mit Alkohol auf den Objektträger gelegt. In schwierigeren Fällen hilft vorheriges Aufzupfen mit den Nadeln, Bei den großen Fruchtkörpern können natürlich nur kleine Partien unters Mikroskop kommen. Wenn die SjDorangien noch nicht ganz reif sind, so läßt man sie in der Botanisierkapsel oder in Glas- schalen etwa einen Tag nachreifen. Oft aber kann man bei vorsich- tigem Zerlegen mit der Nadel den inneren Bau sehen, auch wenn die Ausstäubung der Sporen noch nicht begonnen hat. Die Myxomyceten finden sich überall, wo faulende Vegetabilien liegen, also im Laube, auf Stümpfen, auf faulenden Ästen, auf Kompost- haufen, Lohe, Gartenerde usw. Sie sind zu jeder Jahreszeit vorhanden, fruchten allerdings in der Zeit der größten Hitze und bei Frost nicht. Sobald aber im Sommer ein Eegen eintritt oder der Frost nachläßt, wird man gewisse Formen nicht vergeblich suchen. Mit wenigen Ausnahmen, etwa Fuligo, Si3umaria, Lycogala u. a. sind sie sehr unscheinbar, so daß nur bei genauem Suchen die kleinen kopfigen Sporangien zu sehen sind. Hat man erst einige selbst beob- achtet, so fällt es nicht schwer, auch andere, schwerer sichtbare zu finden. Vielfach wird man nicht die Sporangien, sondern die Plas- modien, die häufig durch auffällige Färbung hervortreten, an Laub und Holz auffinden. Da es in den meisten Fällen unmöglich ist, solche vegetative Formen zu benennen, so kann man versuchen, siezuFrucht- körpern zu erziehen. Man nimmt zu diesem Zw^eck das Plasmodium samt dem Substrat vorsichtig auf und steckt es in eine Glastube oder Blechhülse, oft tut denselben Dienst auch vorsichtiges Verpacken in Papier. Zu Haus legt man das Material in Glasschalen, die bedeckt w^erden und nicht zu warm und im Halbdunkel aufzubewahren sind. Wenn das Plasmodium nicht zu sehr gestört worden ist, fruchtet es meist bald in der Schule. Man lasse sich durch anfängliche Mißerfolge nicht beirren, sondern probiere unter den gegebenen Verhältnissen so lange, bis es gelingt. Da die zarten Fruchtkörper sehr leicht zerbrechen, so können die Exemplare nur ausnahmsweise in Papierkapseln allein aufbewahrt werden. Am besten nimmt man flache Schächtelchen, sog. Apotheker- schachteln, oder auch Streichholzschachteln und klebt mit etwas Gummi die Exemplare am Boden der Schachtel fest. Die Schachteln kann man dann in Papierkapseln tun und dem Herbar einverleiben oder zu einer besonderen Abteilung, vereinigen, indem man die Schach- teln oben mit Namen, Fundort und Bemerkungen versieht. Das eingehende Beobachten der Myxomyceten bildet ein beson- deres Studium, das nicht leicht ist. Dazu bedarf es dann weiterer literarischer Hilfsmittel. Als solche wären in erster Linie zu nennen Die Algen pilze. (5) die Bearbeitung von JScliroeter in der Schlesischen Kryptogamen- tlora im 1. Bande der Pilze und die Monographie von Lister, A mono- graph of theMycetozoa, London 1894, mit Abbildungen fast aller Arten der Welt (2. Aufl. 1911). ni. Die Algeiipilze (Phycomyceten). Zu den hier zu besprechenden Formen gehören die gesamten Phycomyceten (vgl. die Übersicht S. (IT)), ich trenne aber aus Zweck- mäßigkeitsgründen die Peronosporeen, Synchytrium und die Cladochy- triaceen ab und weise sie dem nächsten Kapitel zu, weil sie als Para- siten von Landpflanzen besser dort mit behandelt w^erden. Wenden wir uns zuerst den Wasserformen der Chytridiineen, Ancylistineen, Monoblepharidineen und Saprolegniaceen zu, so muß vorausgeschickt werden, daß mit Ausnahme etwa von Leptomitus keine einzige Art makroskopisch auffällig in die Erscheinung tritt. Freilich können gewisse Saprolegniaceen an Holz, Fischen, Insekten als zarte weiße Raschen auch mit bloßem Auge noch gerade gesehen werden, aber die übrigen Formen sind meist auch mit der Lupe un- sichtbar und das Suchen muß deshalb, namentlich beim Beginn des Studiums mit dem Mikroskop geschehen. Hat man erst die nötige Übung, so w^eiß man, wo man zu suchen hat und wird auch bei diesen Formen nicht mehr auf den blinden Zufall angewiesen sein. Die Chytridiaceen (ebenso die Ancylistineen und Monoblephari- dineen, die weiterhin nicht besonders erw^ähnt w^erden sollen) finden sich hauptsächlich an allen möglichen Wasseralgen. Man nehme also Algenrasen in Glastuben mit und untersuche zu Haus, ob sich diese Parasiten daran finden. Häufig wird man zuerst nichts entdecken, aber w^enn man die Algen eine Zeitlang aufbewahrt, so stellen sich häufig diese Pilze noch ein. Man werfe deshalb eine mitgenommene Algenprobe nach negativem Befunde nie sofort weg, sondern halte sie in Wasser in einer Kulturschale noch einige Zeit im halbdunklen Zimmer. Wenn man Chytridiineen sicher bestimmen will, so gehört dazu die Kenntnis des gesamten Entwicklungsganges von der Keimung des Schwärmers an bis wieder zur Sporangien- oder Dauersporen- bildung. Oft läßt sich die ganze Entwicklung innerhalb w^eniger Tage verfolgen, bisweilen aber bleiben die Beobachtungen lückenhaft, so daß dann häufig die Bestimmung unmöglich oder unsicher wird. Man darf sich dadurch nicht abschrecken lassen, denn die Eigenart der Beobachtung belohnt reichlich die Mühe, wenn auch schließlich sich kein sicherer Name ergibt. Vor allen Dingen zeichne man bei jeder Beobachtung und mache sich Präparate. Beides dient oft dazu, eine Art doch noch später bestimmen zu können, wenn sie ge- legentlich wieder aufgefunden wird und dann die fehlenden Stadien zeigt. Man hat vielfach versucht, diese Pilze einzufangen und zu kulti- (ß\ Die Algenpilze. vieren. Ich verweise auf das, was weiter unten von den Saprolegniaceen zu sagen ist. Die Saprolegniaceen stellen fädige Wasserpilze dar, die am Läufigsten auf toten Insekten, daneben aber auch an Holz, Fischen, Früchten im Wasser gefunden werden. Sie bilden weiße, schlaffe oder abstehende Käschen von kaum 1 — 2 mm Höhe und sind leicht zu übersehen. Auffälliger treten sie bisweilen an Fischen auf, wo sie weiße, lange Käsen bilden, und in Abwässern, wo der Leptomitus lacteus lange, flutende Vliesse erzeugt. Alle übrigen aber kann man erst würdigen, wenn man sie in Glastuben in Wasser mitnimmt und zu Haus in Glasschalen weiter kultiviert. Häufig gelingt es, bei solchen einfachen Kulturen Fruktifikationsorgane zu erzielen, welche die Be- stimmung ermöglichen. Häufig aber erhält man nur Schwärmspo- rangien, durch die man höchstens bis auf die Gattung kommt. Aber auch wenn nicht der ganze Entwicklungsgang sich darlegen läßt, so gehören die Saprolegniaceen doch zu den anziehendsten Beobachtungs- objekten unter den Pilzen. Die Beobachtung eines Schwärmsporan- giums kurz vor und nach dem Öffnen bietet so viele Anregung, daß der Anfänger sich mit solchen Objekten möglichst eingehend be- schäftigen sollte. Er schärft daran seine Beobachtungsgabe und wird es nicht als verlorene Zeit rechnen, wenn er einige Stunden darauf wartet, bis das Ausschwärmen unter dem Deckglase beginnt. Um möglichst lückenlose Beobachtungen des Entwicklungs- ganges zu erhalten, wird in vielen Fällen die Reihenkultur notwendig sein. Die ersten Rasen sterben häufig durch Bakterienwachstum ab, so daß die geschlechtliche Fortpflanzung nicht zur Entwicklung kommt ; häufig auch bilden sich diese erst nach dem Abblühen mehrerer Generationen von Schwärmsporangien. Zur Erzielung von Rein- kulturen verfährt man im allgemeinen so, daß man in die Ausgangs- kultur durch Auskochen sterilisierte Beine von Fliegen, Mücken, Ameiseneier oder auch kleine Stückchen von Schweinsblase wirft und wartet, bis sich daran feine Raschen zu bilden beginnen. Man fischt diese Stückchen heraus und legt sie in Petrischalen, die mit abgekochtem Wasser beschickt sind. In diese Kulturen kann man dann abermals sterilisierte Ameiseneier usw. legen, die wiederum in steriles Wasser übertragen werden. Schließlich wird man, wenn gleich- zeitig mit dem Mikroskop Kontrolle ausgeübt wird, Kulturen von einer einzigen Art erhalten, die man dann weiter studieren kann. Im allgemeinen wird man auf diese Weise immer noch keine völlig bakterienfreie Kulturen bekommen: dies ist erst bei Anwendung von festem Substrat, etwa Gelatine, möglich. Wenn es auch nicht Sache des Anfängers sein kann, sich mit solchen subtilen Untersuch- ungen zu beschäftigen, so möchte ich doch, weil die Methodik sehr einfach ist, hier darauf eingehen. Man gießt in der gewöhnlichen Weise eine durch Auskochen sterilisierte Petrischale mit einer dünnen Gelatineschicht aus. Aus dem mehrmals umgezüchteten Material wird dann ein Ameisenei usw. auf die Gelatineschicht unter An- Die Algenpilze. (7) Wendung von möglichst aseptischer Methodik (sterilisierte Nadel, möglichst schnelles Übertragen, geringes Lüften des Deckels der Petrischale usw.) übertragen. Schon nach kurzer Zeit wächst ein großer Rasen um das Substratstückchen. Aber auch dann werden noch Bakterien im Rasen sich finden und ihn in kurzer Zeit zerstören. Man verfährt dann w'eiter so, daß man die Petrischale senkrecht stellt, Finden sich noch Bakterien, so wird die von ihnen verflüssigte Gelatine nach unten sinken und die nach oben wachsenden Saprolegnienfäden werden rein bleiben. Man schneidet dann von diesem reinen Teil mit sterilem Messer ein kleines Gelatinestückchen heraus und über- trägt auf eine sterile Petrischale. Sollte der Rasen dann noch nicht rein sein, so verfährt man, wenn er erwachsen ist, noch einmal in der- selben Weise. So kann man innerhalb von w^enigen Tagen zu absolut reinen Kulturen gelangen. Vorausssetzung für die oben geschilderte Methode w^ar, daß be- reits voll ausgew^achsene Rasen als Ausgangsmaterial dienten. Man kann nun aber auch von einzelnen Schw^ärmern, wie sie sich in jedem Wasser, besonders aber von Teichen, Gräben usw. vorfinden, aus- gehen. Man nimmt sich etw^as Wasser von einem solchen Standort mit, tut es in eine sterilisierte Schale und wirft sterile Ameiseneier, Fliegen - beine usw. hinein. Dann wird man ebenfalls nach einigen Tagen Saprolegnienrasen erhalten und kann nun von diesem, meist viel reinerem Material aus mit derselben Methodik zu Reinkulturen ge- langen. Auch Chytridineen kann man oft auf solche Weise erlangen, wenn man winzige Apfelstückchen als Köder benutzt. Da die ganze Methode nur einfacher Hilfsmittel bedarf, so wird derjenige, der sich für Wasserpilze interessiert, sie auch ohne den Apparat eines Laboratoriums zur Anwendung bringen können. Die geringe Mühe wird ihm reichlich gelohnt durch das anziehende und lehrreiche Studium, das er diesen Pilzen widmen kann. Der andere Zweig der Phycomyceten, der sich dem Landleben ausschließlich angepaßt hat, umfaßt die Mucorineen und Entomoph- thorineen. Für das Studium der ersteren Gruppe geht der Anfänger zweckmäßig von Kulturen aus, die er sich mit Pferdemist einrichtet. Unter eine größere Glocke wird möglichst frischer und feuchter Pferdemist gelegt. Am besten legt man die Schale oben und unten mit Fließpapier aus, das man je nach Bedarf mit Wasser anfeuchtet, um immer einen dampfgesättigten Raum zu haben. Schon nach wenigen Tagen wird sich der gemeine Kopfschimmel zeigeii (Mucor mucedo), bald treten die verschiedenen auf ihm parasitisch lebenden Arten von Thamnidium, Chaetocladium u. a. auf, den Beschluß bilden Piptocephalis, Syncephalis u. a. Nicht jede Kultur verläuft mit gleichem Artenreichtum, aber im allgemeinen wird man immer 5 — 6 verschiedene Arten auf ihr beobachten können. Wenn dann die Coprinus-Arten und die Sordariaceen oder Ascobolaceen erscheinen, ist die Mucorineenflora erschöpft. Stellt man in fi^'leicher Weise stark befeuchtete Brotscheiben (8) Die x^a^^asitischeii Pilze. unter eine Glocke, so erhält man neben dem Mueor mvcedo andere Arten von Mucor oder Rhizopus, bis dann Penicillium oder Asper- gillus diese Flora überwuchert. Auch faulendes Obst oder andere Nahrungsmittel kann man als Ausgangspunkte von Mucorineen- kulturen benutzen. In der freien Natur wird man solche Formen nur ausnahmsweise in sichtbarer Entwicklung antreffen, aber wer sie sucht, findet schließ- lich doch manches. Auf die w^eitere Methodik der Reinzüchtung von Mucorineen kann ich mich hier nicht einlassen, man findet näheres darüber bei Brefeld in dem unten angegebenen Werke. Die Entomophthorineen endlich finden sich hauptsächlich auf Insekten und ihren Larven. Als bestes Studienobjekt möchte ich den Pilz der Stubenfliege, der sie im Herbst vernichtet, empfehlen. Auch Raupen, die man in Glasschalen in größerer Menge hält, w^erden häufig von solchen Parasiten befallen. Die Literatur über die in diesem Kapitel behandelten Pilze ist außerordentlich reichhaltig, aber es sind nur wenige zusammen- fassende Werke vorhanden. Für die gesamten Phycomyceten kommen in Betracht die Bearbeitungen von A. Fischer, Phycomyceten in Rabenhorsts Kryptogamenflora von Deutschland und Schroeter in der Kryptogamenflora von Schlesien. Die Chytridiineen u. Sai:)ro- legniaceen behandelt v. Minden in der Kryptogamenflora der Mark Brandenburg. Die Kultur und Entwicklung einzelner Zygomyceten hat Brefeld in seinen Mykologischen Untersuchungen Heft I, IV, VI, IX, XIV geschildert. Wer sich weiter in diese interessanten Kapitel der Mykologie einarbeiten will, wird, von diesen Werken aus- gehend, die weitere Literatur finden. lY. Die parasitischen Pilze. (Synchytriaceen, Cladochytriaceen, Peronosporaceen.) Die hier behandelten Pilzgruppen gehören ganz verschiedenen Reihen an, bieten aber bei der Technik des Einsammelns u. Präpa- rierens so viele gemeinsame Züge, daß sie zweckmäßig zusammen behandelt werden können. Ihre parasitische Lebensweise haben sie mit vielen Ascomyceeten und Basidionsceten gemein, sie unterscheiden sich aber von diesen doch wesentlich durch ihr Auftreten. Wenn wir von den beiden blattbew^ohnenden Familien der Exoascaceen (s. S. 18) und Exobasidiaceen (s. Bd. I S. 6) absehen, so bieten nur ganz wenige Ascomyceten ähnliche Züge (etwa Polystigma, Rhytisma usw.) im Habitus. Für den Anfänger wird das Suchen der Parasiten nicht leicht. Es bieten sich gewiß viele auffällige Formen, wie die Getreide- brande, zugleich der Maisbrand, viele Rostpilze (s. Bd. II, Ab- teilung 2), aber die meisten sind so unscheinbar, daß schon ein geübtes Auge dazu gehört, um sie selbst auf kleinere Ent- Die parasitischen Pilze. (9/ feriiungen zu sehen. Dazu kommt noch, daß die allermeisten ihre etwas auffälligeren Fortpflanzungsorgane auf der Unter- seite der Blätter ausbilden. Und doch bietet gerade das Suchen solcher Formen die größte Abwechslung und die meiste Befriedigung, denn der Sammler findet während der Vegetationsdauer stets reichste Beute. Für den Anfänger ist das Suchen der Parasiten im Anfang eine schwierige Sache. Es gibt zwar viele Arten, wie Chytridium taraxaci, Ch. aureum, viele Urophlyctis-Arten, Saprolegniaceen und gewisse Al- bugo- und Peronospora -Arten, die sich leicht an den Flecken auf den Xährpflanzen, an Verbildungen des Wirtes, an schimmelartigem Wachstum auf den Unterlagen erkennen lassen, aber die Hauptzahl der Arten läßt sich nur mikroskopisch erkennen. Deshalb verweise ich auf die Algenpilze (S. (5)), bei denen das meiste schon gesagt ist, aber diejenigen Pilze, die hier erörtert werden sollen, greifen die Pflanzen, die an das Landleben angepaßt sind, ganz besonders an. Hauptsächlich kommen die Gattungen Synchytrium, Physoderma, Urophlyctis und die Peronosporineae in Betracht, die hauptsächlich in ihren Nährpflanzen von diesen Pilzen bewohnt werden. Die Synchytrien kommen in ihren Fortpflanzungsorganen besonders auf sumpfbewohnenden Pflanzen vor. DieOogonien nisten in den Blättern an gelben oder misfarbenen Flecken im Innern der Pflanzen und treten außer der Färbung der Blatt- oder Zweigstellen nicht weiter hervor. Die Peronosporaceen bedecken die Blätter oder die Zweige mit einem grauen, meist sehr deutlich sichtbaren Rasen, Avährend die Oogonien und Antheridien im Innern verborgen bleiben. Für die Synchytrien gentigt es, die Blätter von den gesammelten Phanerogamen in Wasser zu legen. Wenn die Pilze ziemlich ausge- reift sind, so genügen schon wenige Stunden, um ihre Schwärmsporen fi'ei zu machen. Um die Entwicklung derselben und die Mycelbildung in den Nährpflanzen zu sehen, dazu gehören allerdings Vorrichtungen, über die der Anfänger nicht verfügen kann. Bei Physoderma und Urophlyctis dürfte die Entwicklung nicht einfach sein, denn bisher ist von der Entwicklung nur wenig gesehen worden, weshalb die Rückschlüsse auf die Entwicklung aus den anatomischen Tatsachen gefolgert worden sind. Bei den Peronosporaceen sind die äußeren Entwicklungsorgane leicht zu sehen, denn es genügt ein Abschaben mit dem Messer oder einer Xadel vollständig, um die Konidienträger auf das deutlichste zu bemerken. Schwieriger dürfte es sein, die Oogonien und Antheridien so zu präjDarieren, daß sie nach jeder Richtung hin zu sehen sind. Es ge- nügen dazu im allgemeinen anatomische Schnitte, welche die Organe zeigen. Dazu gehört aber ein längeres Suchen und Beobachten, das nicht gleich im Beginne der Studien zu machen ist. Am besten ist, wenn der Anfänger hier die geschickte Hand eines Geübten braucht und einen Kursus im Präparieren nimmt. Schon nach kurzer Zeit (10) I^ie Schlauchpilze. wird sich dann an den Schnitten alles zeigen, was er zu sehen wünscht. Wenn sich auch auf Schnitten der Nährpflanze das Wesentliche, wie die Beobachtung der Konidien und das Wachstum im Innern der Gewebe zeigt, so weist doch erst die Beobachtung im Wasser die Oogonien und Antheridien auf. Da die inneren und höheren Organe des Pilzes schwerer zu präparieren sind und erst nach vielen vergeb- lichen Versuchen das Richtige gefunden wird, so besucht der An- fänger am besten einen Kursus, in dem er auf die verschiedenen Prä- parationsmethoden hingewiesen wird. Es gibt ja Practica, in dem auch der Anfänger das Notwendige lernt und sich bald die Übung aneignet, die zum Präparieren der Parasiten nötig erscheint, V. Die Schlauchpilze (Ascomyceten). Die Zahl der im Gebiete beobachteten Ascomyceten übertrifft die Gesamtsumme aller übrigen Pilze, wenn wir die Konidienformen ausnehmen. Man kann fast 4000 Arten annehmen, während die höheren Basidiomyceten noch nicht halb so viele umfassen. Aber trotz dieser großen Zahl tritt die Ascomycetenflora gegen die Hutpilze zu- rück, weil mit wenigen Ausnahmen nur mikroskopische Pilze hierher gehören, die wohl bisweilen auffällige Färbung besitzen und auf ganz eng begrenzten Gebieten auffallen, aber niemals einer ganzen Gegend zu gewissen Zeiten einen bestimmten Charakter aufzudrücken ver- mögen. Wenn daher das Sammeln der Hutpilze nicht schwer ist, weil sie sich auffällig in die Erscheinung drängen, so wollen die Ascomyceten im Gegensatz dazu sorgfältig gesucht sein. Dazu reicht oft das bloße Auge nicht aus, sondern es muß die Lupe zu Hilfe ge- nommen werden, ja manche Arten sind so klein, daß sie im Freien auch bei Lupenbetrachtung wenig auffallen und erst zu Haus bei sorg- fältiger Betrachtung des Substrates richtig gewürdigt werden können. Indessen gehen diese winzigen Formen vorläufig den Anfänger wenig an, sondern ihm muß zuerst daran liegen, sich mit den etwas größeren durch Farbe oder sonstige Merkmale auffälligeren Formen bekannt zu machen. Es gibt unter den Discomyceten große Pilze, wie die Morcheln, Trüffeln, Pezizineen usw., die leicht auffindbar sind, zumal sie auf dem Erdboden wachsen und höchstens in ihrem Vorkommen von der Be- schaffenheit des Bodens selbst abhängig sind (Lehm- und Sandboden, Humuserde, mit Gras bewachsener Boden usw.). Wenn wir aber von diesen Arten absehen, so erscheinen alle übrigen an ein bestimmtes oft an ein einziges pflanzliches oder seltner tierisches Substrat ge- bunden. Deshalb wird der Sammler in erster Linie Rücksieht auf diese Anpassungen zu nehmen haben und nicht Arten an Standorten suchen, denen sie nicht angepaßt sind. Man wird deshalb Sordariaceen und Ascobolaceen nur auf Mist erwarten können, Exoascaceen nur auf lebenden Pflanzen, Cordiceps nur auf tierischem Substrat (Insekten Die Schlauchpilze. (11) und ihren Larven), viele stromatischen Pyrenomyceten nur auf fau- lem Holz, Mycosphaerellacen nur auf Stengel und Blättern usw. Wenn hier ganz im allgemeinen von Ascomyceten gesprochen wird, so ist darunter nur die Schlauchform als die höchst ausgebildete und den Entwicklungskreis abschließende Fruchtform zu verstehen. Bei den meisten gehen aber noch niedrigere Fruchtformen (Konidien mit allen ihren verschiedenen Typen) voraus. Wenn wir auch von den meisten Schlauchformen noch nicht wissen, mit welchen Konidien- f ormen sie zusammenhängen, so kennen wir doch wenigstens von vielen ihren Entwicklungskreis und wissen, welche andere Fruchtformen zu ihnen gehören. Erleichtert wird dies Erkenntnis, wenn die Konidien - behälter oder -lager sich auf demselben Stroma wie die Schlauch- frücht-e finden (Valsaceen und verwandte Familien). Als ganz allge- meine Eegeln können wir feststellen, daß mit ganz wenigen Aus- nahmen die Schlauchfrüclite sich stets im oder am toten Substrat finden, höchst selten schon in der lebenden Pflanze. Viele Konidien- fruchtformen dagegen kommen nur auf der lebenden Pflanze vor. Wir haben also hier die eigentümliche Erscheinung,, daß eine Art während des ersten Teiles ihres Entwicklungsganges parasitisch wächst: das Myzel lebt also im lebenden Blatt- oder Stengelgewebe und bringt hier Konidien hervor. Wenn das Substrat dann abgestorben ist. Avächst das Myzel im toten Gewebe weiter und kringt als Abschluß die Schlauchfrüchte hervor. Im zweiten Teile des Lebenskreises wird also der Pilz zum Saprophyten und in diesem Zustande lernen wir ihn denn auch gewöhnlich kennen. Als besonders auffälliges Bei- spiel für dieses Verhalten nenne ich die bekannten schwarzen Flecken der Ahornblätter, die durch Rhytisma acerinum verursacht werden. Bis zum Abfallen der Blätter finden sich nur die Konidienlager, erst im Frühjahr kommen dann bei den am Boden liegenden, vermoder- ten Blättern die Schlauchfrüchte zur Reife. Wir sehen aus diesem Beispiele, dem sich noch viele andere an- fügen ließen, daß bei solchen parasitisch-saprophpytischen Arten die Schläuche erst im Frühjahr reif werden, wenn die Sporen Gelegenheit haben, wieder junge Blätter zu infizieren. Die Schlauchformen aller dieser Pilze, die auf Blättern und Stengeln vorkommen, wird man des- halb vielfach erst im Frühjahr reif antreffen. Bei den ausschließlich saprophytischen Holzformen findet meist die Überwinterung der reifen Fruchtkörper statt. Deshalb trifft man reife Pyrenomyceten und Discomyceten besonders im Herbst bei feuchter und warmer Witterung. Bei vielen aber scheint die Ent- wicklung während des Winters still zu stehen und erst im Frühjahr wieder einzusetzen. Man findet sie daher in schönster Entwicklung im Frühjahr, besonders die alpinen Formen, bei denen der lange Winter die Fortentwicklung unterbricht. Für die meisten Arten sind diese biologischen Verhältnisse noch unbekannt, daher bietet sich selbst dem Anfänger, sobald er nur einige Formen sicher kennt, noch ein reiches Feld der Beobachtung. (12) Die Schlauchpilze. Auf alle Fälle mache es sich der Anfänger zur Eegel, nur wirklich reife Sclilauchfrüchte zur Bestimmung zu verwenden. Es ist selbst bei geringer Übung leicht zu erkennen, ob ein Fruchtkörper reife Schläuche besitzt. Sobald die Sporen scharf umgrenzt sind und ihre gut ausgebildeten Öltropfen enthalten oder dunkel gefärbt oder mit deutliohen Scheidewänden versehen erscheinen, kann man sie als reif ansprechen. Solange die Schläuche noch unklar erscheinen und in ihrem Innern undeutlich ausgebildete Sporen und viele Öltropfen zeigen; wird meist keine sichere Bestimmung auszuführen sein, wenn nicht etwa andere spezifische Merkmale noch vorhanden sind. Bis- weilen reifen die Fruchtkörper noch nach, wenn sie ins Freie gelegt w^erden (etwa unter feuchtem Laub), meist ist aber die Mühle vergebens. Ebenso sind auch zu alte Perithecien unbrauchbar für den Anfänger, w^ährend der Kenner natürlich damit noch etw^as anzufangen weiß. Bei den Discomyceten kann man auf Ausreifung von vornherein rechnen, wenn die Scheibe ganz geöffnet ist. Aus dem Gesagten geht hervor, daß man Ascomyceten eigentlich überall erwarten kann. Man suche deshalb in erster Linie Mist ab, der im Freien liegt (für Sordariaceen und Ascobolaceen), ferner lehmige, feuchte Waldböden, besonders Wegeabstiche (für Discomy- ceten), tiefgründige Humuserde, namentlich auf kalkigen Böden (nach hypogaeischen Arten), Gebüsche und wenig bew^achsene Waldstellen (nach Helvellaceen im Frühjahr), feuchte Moosrasen und ähnliche Standorte (nach Cordiceps, Geoglossaceen usw.) Besonders aber sind Blätter, Stengel u. Holz zu beachten. Man wird auf offenen For- mationen (wie Heideflächen, alpinen Wiesen, Niederungswiesen, Dämmen usw.) gewiß stets die Arten finden, die an den dort w^acli- senden Pflanzen vorkommen, wenn man zur richtigen Jahreszeit kommt, ebenso an alleinstehenden hohlen Bäumen, wie Weiden, Pappeln usw. selten vergeblich nach Pyrenomyceten suchen, aber die Hauptfundstelle wird doch der Wald bleiben, und zwar ein solcher, der möglichst viele verschiedenartige Bäume in sich birgt und eine dicke, feuchte Laubdecke besitzt. Demnach wird ein Mischwald mit tiefgründiger, feuchter Laubdecke stets die reichste Ausbeute ge- währen. Schon in feuchten Sommermonaten wird man kaum einen faulen Ast, eine Frucht oder feuchtes Laub aufnehmen, woran nicht irgendein Discomycet oder Pyrenomycet sitzt, im günstigen Herbst entwickelt sich dann das Pilzleben zu einer unheimlichen Fülle. Man möge es sich zur feststehenden Regel bei Exkursionen machen, jedes Stück Holz aufzunehmen und zu betrachten, jeden Stumpf genau zu untersuchen, häufig eine Handvoll Laub, namentlich aus den unteren Schichten aufzuheben, immer wird das Auge auf neue und zierliche Formen stoßen. Wenn man auch wiederholt auf dieselbe Art trifft, so schadet das nicht, sondern das Auge gewöhnt sich all- mählich an die Formenfülle und wird bald die charakteristischen Unterschiede erfassen und behalten. Ferner mache man sich zur Eegel, möglichst viel und verschiedenerlei Material mitzunehmen. Bei ruhiger Die Schlauchpilze. (13) Untersuchung zu Haus gibt sich doch manche, vielleicht einer anderen äußerlich gleichsehende Art als etwas Verschiedenes zu erkennen, nach der Untersuchung kann man dann das Material immer noch vernichten. Auch sammle man nie zu wenig Material, sondern suche möglichst reichlich von derselben Art zu erlangen, damit man für die Untersuchung und Sammlung zu Haus das Beste aussuchen kann. Zum Transport auf der Exkursion wickle man jedes Exemplar in Papier. Wenn große u. zarte Fruchlkörper von Discomyceten in Frage kommen, so kann man sie zweckmäßig in Moos verpacken. Größere Zweige kann man an Ort und Stelle mit einem starken Messer {am besten Gärtnerhippe) zurechtschneiden. Bei den allermeisten Objekten braucht man keine besondere Sorgfalt auf das Einpacken zu verwenden. Die Papierkon volute mag man dann in eine Botani- sierkapsel oder auch in die Tasche stecken. Zweckmäßig ist es, sich an Ort und Stelle Notizen zu machen und diese gleich mit in das Paketchen zu legen. Wichtig ist vor allen Dingen die Feststellung der Holzart. Dies läßt sich im Walde meist leicht vornehmen, da man die in der Nähe des Fundortes wachsenden Bäume sieht. Schwierig bleibt es immer, einen entrindeten Ast sicher zu bestimmen. Viele Holzarten, haben ja sehr charakteristische anatomische Merkmale, aber es ist oft sehr zeitraubend, aus diesen Merkmalen allein die Baumart fest- zustellen. Deshalb möge man besonders darauf achten, möglichst berindete Stücke mitzunehmen, weil sich durch die Rindenmerkmale gewöhnlich die Holzart leichter ausmachen läßt, besonders wenn man festgestellt hat, welche Hölzer an der Fundstelle vorhanden sind. Sammelt man Stengel, so wird man danach suchen müssen, von welchen Pflanzen sie stammen. Das wird oft leicht sein, aber im Frühjahr wird es doch seine Schwierigkeiten haben und man wird oft gezwungen sein, den Fundort während der Vegetationszeit der Kräuter noch einmal zu besuchen, um die Art zweifelsfrei festzustellen. Deshalb möge gerade der Anfänger alle diese Punkte beachten, weil dadurch die Beobachtungsgabe gestärkt und die spätere Bestimmung erleichtert wird. Da das Einsammeln und Beobachten im Freien eine große geistige Anspannung bedeutet, so mache man namentlich im An- fange des Studiums niemals örtlich und zeitlich zu ausgedehnte Ex- kursionen. Eine intensive, zweistündige Exkursion genügt allermeist, namentlich wenn es sich um Lokalitäten handelt, die man bequem von einem Standort erreichen kann. Dafür aber kann man um so öfter gehen, wenn man Ascomyceten sucht, da das Material nicht sofort bearbeitet zu werden braucht. Hat man genügendes Material im Herbst angehäuft, so kann man die Wintermonate, in denen nur wenig zu finden ist, für die Untersuchung verwenden. Wie schon oben hervorgehoben wurde, kann man unreifes Material im Freien oder unter Glasglocken im kühlen Räume zum Nachreifen auslegen, wenn auch bei manchen Arten der Erfolg aus- bleiben wird. Bei mistbewohnendeii Formen wird man dies zur Regel (14) I^ie Schlauchpilze. machen müssen, da erst im Laufe der Zeit alles zum Vorschein kommt, was auf dem betreffenden Mist vorhanden ist. Wer sich also für diese Arten interessiert, der nehme möglichst von verschiedenen Fundorten und Tieren Mist mit u. lege ihn unter Glasglocken aus. Man muß aber dabei beachten, daß der Mist einen möglichst gleichmäßigen und den Verhältnissen im Freien entsprechenden Feuchtigkeitsgrad behält. Deshalb lege man die Schalen unten und oben mit Fließpapier aus und halte dieses feucht. Den Mist befeuchte man höchstens beim Beginn der Kultur tüchtig, nachher aber nicht mehr. Derartige Mistkulturen sind sehr interssant und bieten gewöhnlich eine Fülle von verschiedenen Arten, die nacheinander zum Vorschein kommen. Man könnte ja Äste und Laub in ähnlicher Weise in Kultur nehmen, aber für den An- fänger ist es nicht ratsam, solche Kulturen anzusetzen, weil gew^öhnlich mehr Schimmelpilze als Ascomyceten zum Vorschein kommen. Hat man von der Exkursion seine Schätze nach Haus gebracht, so müssen sie untersucht werden. Läßt sich dies nicht sofort machen, so schadet es nicht, aber es ist dann notwendig, die Papierkonvolute zu öffnen und die Substrate austrocknen zulassen, da sie sonst schim- meln. Bei Zimmertemperatur geht dies in wenigen Tagen vor sich. Wenn dabei die Fruchtkörper der Discomyceten einschrumpfen, so kann man sie später mit Wasser leicht wieder vollständig zur Ent- faltung bringen. Bei den Pyrenomyceten bringt das Eintrocknen keinerlei Schaden mit sich. Blattbewohnende Formen, wie die Exo- ascaceen, Polystigma, Ehytisma usw. müssen wie Phanerogamen ge- preßt und behandelt werden. Für die Untersuchung gilt es in erster Linie, das Eeifestadium festzustellen. Zu diesem Behufe nehme man ein Perithecium oder ein Stück eines Apotheciums und zerdrücke es mit der Nadel oder dem Deckglase. In den meisten Fällen wird man dadurch beobachten können, ob reife Stadien vorhanden sind. Kiemais aber wende man diese rohe Methodik für die Bestimmung und nähere Untersuchung an, weil dabei zu oft Fehlerquellen unterlaufen. Deshalb gewöhne sich der Anfänger an den Gebrauch des Easiermessers, mit dem er möglichst feine Schnitte durch den Fruchtkörper und das Substrat machen muß. Bei einiger Übung wird man bald den Vorteil dieser etwas umständlichen Präparation einsehen. Die Schnitte müssen senkrecht durch die Fruchtkörper, bei Perithecien möglichst durch die Mündung, bei Apothecien durch die Mitte der Scheibe geführt werden. Sie kommen dann in Wasser, dem man unter Umständen etwas Chlor alhydrat zusetzen kann (siehe oben S. (2)). Man sei aber mit diesem Aufhellungsmittel vorsichtig, da häufig zu starke Quellun- gen eintreten, die das Messen problematisch machen. Man messe deshalb Sporen und Schläuche stets in Wasser. Ist man erst geübt, so kann man auch Sporenmessungen an Quetschpräparaten vor- nehmen. Bei der Untersuchung der Stromaverhältnisse läßt sich ohne Schnitte überhaupt nicht auskommen (Valsaceen und ähnliche stroma- tische Familien). Die Schlauchpilze. ( \ 5 Will man trockenes Material zur Präparation verwenden, so muß es vorher mit Wasser aufgeweicht w^erden. Man kann dem Wasser von vornherein etwas Alkohol zusetzen oder die Fruchtkörper erst in Alkohol u. dann in reines Wasser legen. Da nun häufig, namentlich bei Discomyceten und in der Rinde nistenden Pyrenomyceten, das Material sehr bröcklig wird u. beim Schneiden ausspringen würde, so kann man es mit Gummi arabicum auf dünne kleine Korkstückchen aufkleben. Man nimmt die zu schneidenden, in Wasser mit Alkohol luftfrei gemachten Fruchtkörper oder Substratstücke und klebt sie mit Gummi arabicum auf Kork fest. Zweckmäßig bereitet man sich dazu eine wässerige Lösung aus feinstem Gummi arabicum, wie es gepulvert in jeder Drogenhandlung zu haben ist, und setzt einige -Tropfen Glyzerin zu, um zu verhindern, daß das Gummi zu spröde wird. Bereitet man sich eine größere Menge vor, so empfehle ich, um das Schimmeln zu verhüten, den Zusatz von einem Tropfen Phenol oder Lysol. Man muß ausprobieren, wieviel Glyzerin man zu- setzen muß. Beim Schneiden muß durch Anhauchen die Schnitt- fläche jedesmal angefeuchtet werden. Das zu schneidende Material muß ganz in Gummi eingebettet sein. Die Schnitte werden zuerst in einen großen Tropfen Wasser gelegt, das unter Umständen mehr- mals erneuert und abgesaugt werden muß, bis das Gummi ganz heraus- gelöst ist. Wenn das Material von vornherein bröcklig ist, nimmt man diese Prozedur unter dem Deckglas vor. Nachdem man die mikroskopische Beobachtung (event. unter Zusetzung von wenig Chloralhydrat) gemacht und die Messungen vor- genommen hat, setze man, namentlich für Discomyceten wichtig, etwas wäßrige Jodlösung zu, um zu beobachten, ob die Schläuche sich bläuen. Dies ist für die Bestimmung von Pezizaceen unerläßlich, weil sich auf der Bläuung oder Nicht bläuung die Gattungsunterschiede aufbauen. Im Text ist diese Reaktion| durch J + oder J — be- zeichnet. Für die Sammlung bedarf es keiner weiteren Präparation, als daß man die Zweige oder Holzstücke spaltet oder zurechtschneidet, damit sie nicht allzusehr auftragen. Die Exemplare werden am besten in Kapseln von festem, dünnem oder dickerem Papier gelegt, die dann dem Herbar einverleibt werden. Man achte ja darauf, daß die Exemplare ganz steril ins Herbar kommen, da häufig im Holz Insekten oder ihre Larven sitzen, die später ihre verderbliche Tätig- keit entfalten. Es müssen deshalb die Exemplare vergiftet werden und zwar am schnellsten und sichersten nach der im 1. Bande S. (12) angegebenen Methode. Die Gefahr, daß später bei trockener Auf- bewahrung noch Insekten in die Sammlung kommen, ist gering. Man tut am besten, w^enn man gleich nach der Sterilisierung ein wenig Naphthalin in jede Kapsel oder aber in einer Ka]3sel eine größere Menge in jede Mappe hineintut. Sollte sich trotzdem einmal Fraß zeigen, so muß der Prozeß in der Vergiftungskiste wiederholt w erden : (16) System und Bestmimungstabelle der Hauptgruppen. Als größere Handbücher für die Ascomyceteii Ksind zu empfehlen: Schroeter in der Schlesischen Kryptogamenflora, Kirschstein in der Kryptogamenflora der Mark (im Erscheinen), Winter u. Eehm in Rabenhorsts Kryptogamenflora von Deutschland. Als Hilfsbuch für das Sammeln kann zweckmäßig: Lindau, Hilfsbuch für das Sammeln der Ascomyceten (Berlin 1903) in Betracht gezogen werden. VI. System und Bestimniuiigstabelle der Hauptgiiippen. Wenn wir das Pflanzenreich in einen grünen und einen nicht grünen Stamm zerlegen, so gehören zu letztere jn Stamme alle die- jenigen Abteilungen, die man gemeinhin als Pilze bezeichnet. Das gemeinsame Merkmal der bisher gehörigen 3 Abteilungen ist das Fehlen des Chlorophylls, im übrigen gehen sie weit auseinander in ihren Merkmalen und zeigen dadurch, daß sie A^erwandtschaftlich nichts miteinander zu tun haben. Die erste Abteilung umfaßt die Schizomyceten (Spaltpilze, Bakterien). Sie konnten nur in wenigen auffälligen Foimen berührt werden, da die Beschäftigung mit diesen winzigen Organismen eine große Vorbildung und einen nicht überall zur Verfügung stehenden Laboratoriumsapparat als Voraussetzung hat. Die zweite Abteilung, die Myxomyceten (Mycetozoen, Schleim- pilze), ist charakterisiert durch den eigenartigen vegetativen Zu- stand, den man als Plasmodium bezeichnet. Das Plasmodium kriecht auf dem Substrat hin und her und umfließt nach Art der Amoeben die aufzufressende Nahrung. Bei der Fruktifikation entstehen meist sporangienartige, oft hoch organisierte Gebilde, die mit außerordent- lich zierlichen Netzgeweben, Kapillitiumfasern usw. ausgerüstet sein können. Man muß aber festhalten, daß alle fadenartigen Stücke aus einzelnen Amoebenzellen gebildet w^erden, die sich zu Strängen zusammenschließen . Im Gegensatz zu den beiden ersten Abteilungen zeigt nun die der Eumycetes (Faden pilze) Faden- oder Hyphenbildung mit echter Verzweigung. Der gesamte vegetative Teil, der Thallus sowie die Fruchtkörper werden also lediglich aus Fäden aufgebaut, die duich mannigfache Verfleclitung einen großen Reichtum von verschiedenen Flechtgeweben (Plectench^Muen) hervorbringeni). Da der größte Teil der Fadenpilze nur mikroskopisch zu würdigen ist, "So behandelt der vorliegende Band alle diese kleinen Formen der Phyco- und Ascomyceten. Die Brand- und Rostpilze, sowie die fungi imperfecti behandelt der folgende Band. Bereits im 1. Bande S. (12) u. ff. hatte ich das heute in der Wis- senschaft geltende System der Pilze in den Hauptabteilungen charak- terisiert. Es waren die beiden Hauptabteilungen der Phycomyceten und Mycomyceten unterschieden worden, letztere zerfielen wieder, wie wir sahen, in die Ascomyceten u. Basidiomyceten. Da von den System und Bestimmungstabelle der Hauptgruppen. (17) letzteren Fornien nur die Brand- und Rostpilze zu berücksichtigen sind, so werden sie mit den Fungi imj)erfecti zusammen in einem 2. Teile des Bandes 2 vereinigt. Demnach umfassen die zu behandelnden Familien die gesamten PliYComvceten u. Ascomyceteni). I. Kla>sse: Phycomycctes. Mvzel wenig entwickelt od. wenn entwickelt, dann stets ohne Scheidewände. Häufig geschlechtliche Fortpflanzung. Bei den Wasserformen Schwärmsporangien, bei den Tjandformen Sporangien oder Konidien. I. Unterklasse: Ooinyeotes. Myzel entweder wenig entwickelt oder sich auf eine Zelle redu- zierend od. häufiger schlauchförmig, verzweigt od. nicht, unsep- tiert. Geschlechtliche Fortpflaznung durch Oosporenbildung. Meist Wasserformen (außer Pernosporineen). Schwärmsporangien oder bei Landformen auch Konidien. A. Myzel meist sehr dünn, zart, oft wenig entwickelt oder auf eine Zelle reduziert. Wasserformen. a) Thallus meist nur ein Sporangium bildend, seltner mehrere an demselben Thallus. Geschlechtliche Fortpflanzung sehr selten, meist nur Schwärmsporen od. Dauersporenbildnng. 1. Reihe Chytridiineae (Seite 24) b) Thallus meist restlos durch Querteilung in eine Kette von Zellen zerteilt, die teils zu Schwärmsporangien, teils zu Antheri- dieii u. Oogonien werden. Im Oogon nur eine Oospore. 2. Reihe Ancylistiiieao (Seite 44) 1). Myzel schlauchförmig, stets deutlich vorbanden. a) Antheridien bewegliche Spermatozoiden bildend, die in das Oogon eindringen. Wasserformen. 3. Reihe Monoblepharidinoae (Seite 45). h) Keine beweglichen Spermatozoiden gebildet. 1. Wasserformen. Schwärmsporangienbildung. Oogon mil mehreren Eizellen. 4. Reihe Saprolegniiueae (Seite 45). II. Landformen. Konidienbildung an Trägern, oft die Konidien sich in Schwärmsporangien umbildend. Oogon mit einer Eizelle. 5. Reihe Poronosporineae (Seite 49). 1) Wenn der Anfänger sich über die anatomischen und biologischen Ver- hältnisse unterrichten will, so möge er die einleitenden Kapitel zu: Lindau, Die Pilze (Sammlung Göschen, Heft 574) lesen. J.indau, Kryptogainenfloia Tl. 1. 2. Aiii'l. (2) n8) System und Bestimnuingstabelle der Hauptgruppeii. II. Uiiterkfasse: Zygomycetes. Myzel sclila\u'lif()iniiti'. meist reich verzweigt, iiu ;illgeiiieiiieii ini- septiert. C-esclilecli< liehe Fortpflanzung durch Zygo8porenl)ildung. rngeschlechtliche diirch Sporangien od. Konidien, oft auch Chlauiy- dosporen vorhanden. Landformen. A. Zygosporenbildung. Sporangien od. Konidien. Saprophyieii aut Mist und Abfällen. 1. Reihe Mucorineae (Seite 57). W. Zygosporenbildung im Schwinden begriffen, daher meist nur Azygosporen. Sporangien fehlen. Konidien einzeln endständig auf myzelialen Sterigmen, meist durch Abschleudern frei werdend. Parasiten auf Tiereii, seltner auf anderen Substraten. 2. Reihe Eiitoiiiophthorinoao (Seite 08). II. Klasse: Mycomycotos. Myzel reich verzweigt, septiert, selten auf Sproßzellen reduzierl. CJeschlechtliche Fortpflanzung fehlt (im Sinne der Phycomyceten). Ungeschlechtliche Fortpflanzung durch Konidien und Konidienfrüchi e od. (!hlamydosporen, Oidien, Gemmen. Landformen. III. Unterklasse: Aseomycetes. Haui)tfruktifikation in Schläuchen (Asci). Xebenfrurhl form wie vorher. A. Schläuche ganz unverhüllt. a) Schläuche noch ohne den typischen Charakter, etwas unregel- mäßig in Form u. Sporenzahl. 1. Reihe Hcmiascinae (Seite 64) b) Schläuche tj^pisch. regelmäßig, einzeln od. in nackten Lagern. 2. Reihe Exoaseineao (Seite 65). P). Schläuche mit irgend welcher Umhüllung, daher Fruchtkomplexe; Schlauchfr ächte, bildend. ;i) Schläuche im ganzen Fruchtkörper an beliebigen Stellen als seitliche Zw^eige der Hyplien entstehend. Umhüllung locker fädig oder fest geschlossen. 3. Reihe IMectasciiieae (Seite 70). h) Schläuche nur am Clrunde des geschlossenen Fruchtkörpers (Perithecium) an bestimmten Stellen entstehend. Umhüllung des Fruchtkörpers :^ kugelig, fest. 4. Reihe Pyronornycotes (Seite 74). I. Perithecium + kuglig, geschlossen bleibend, schwarz. 1. Unterreihe Perisporiiueae (Seite 74). IL Perithecium + kuglig, oft schnabelartig ausgezogen, an iich vom Gewebe des Stroiuas nicht abhebend. Asken mehrere m den Loknli. 3. Unterreihe Dothideinoao (Seite 87). Asku8 einzeln u. allein in jedem Lokulus. 4. Unterreihe Pseudosphaerilnoac (Seite 00). y) Perithecienwandung stets tyjiisch ansgebildet, .schwarz, ledrig bis brüchig kohlig. Mit od. ohne Stroma. 5. Unterreihe Sphaeriiiioae (Seite 90). 111. Perithecien länglich, strichförmig od. senkrecht abstehend, muschel- od. stäbchenförmig, sich am Scheitel mit Längs- riß öffnend, schwarz. 6. Unterreihe Hystcriiiioao (Seite 137). c) Schläuche am Grriinde des zuletzt weit offenen Fruchtkörpers (Apothecium) od. in einer flachen Schicht von vornherein (dien liegend oder Kammern bei hypogaeischen Fruclilkrtipcrn Muskleidend. ö. Reihe Discoinycetes (Seite 141). I. Apothecien zuerst geschlossen, dann sich - weit napfig od. schüsseiförmig öffnend. 1. xVpothecien sich am Scheitel lappig öffnend, indem eine Deckhülle (die oft noch mit dem deckenden Substrat verwachsen ein kann) einreißt u. sich zurückkla])i)t. 1. Unterreihe Phacidilnoae (Seite 141). 2. Apothecien am Scheitel mit einem Loch geöffnet, das sich gleichmäßig erweitert, so daß zuletzt das Hymenium frei steht, ohne von Lappen umgeben zu sein. 2. LTnterreihe Pezizineao (Seite 152). 11. rruclitkörper — kuglig geschlossen bleibend, im Innern Kammern enthaltend, die von der Schlauclisehicht ausge- kleidet werden. Unterirdische Pilze. 3. Unterreihe Tuberiiieae (Seite 192). III. Fruchtkörper von vornherein mit offener Fruchtscliicht, meist gevstielt. 4. Unterreihe Helvollinoae (Seite 197). Die IV. Unterklasse, die Basidiomvcetes , soweit sie nicht in P>and I behandelt sind, sowie die V. Unterklasse derFungi imper- ICcti werden in einem Bande IL 2. Abteilung, behandelt werden. MI. Erklärung der wichtigsteii Kimstaiisdrücke. L^nter Thallus versteht man den gesamten Pilzkörper, der aus Hyplien gebildet wird. Bei größeren Formen unterscheidet man noch den vegatativen Ilyphenteil, das Myzel, und den fruktifikativen Teil. Dieser letztere trägt zwar im allgemeinen den Namen Fruchtkörper, aber man belegt ihn bei den einzelnen Gruppen noch mit besonderen Benennungen, wenn er eine charakteristische makroskopische Aus bildung zeigt, z. B. Hut, Perithecium, Apothecium usw. Die lly])hen (2*) (20) Erklärung der wichtigsten Kunstausdrücke. verilechteu sicli und l)ilden ein Plectencliyni. Bei dichterer Ver lleclitung entstehen zellenartige Gewebe, man unterscheidet para- plectenchyniatische Gewebe mit ungefälir isodiametrisclien Zel- len und prosoplectenchymatische mit langgestreckten Zellen. Dazwischen finden sich alle Übergänge. Bei der Fruktifikation unterscheidet man Hauptfruchtformen, z.B. Schläuche, Basidien, geschlechtliche Fruchtformen und Kebenfruchtf ormen, wozu die verschiedenen Arten der Konidienfruktifikation und die Sporangien gehören. Demnach hat jede Art nur eine Hau])tfruchtform aber unter Umständen mehrere Nebenfruchtformen. Myxomyceten. Aus der Spore geht ein Schwärmer hervor, der bald zur Ruhe kommt und zur Amoebe wird, die sich mit Pseudo- podien fortbewegt u. ihre Nahrung umfließt. Die zusammenfließenden Amoeben bilden das bewegliche Plasmodium, das sich eine Zeit- lang ernährt und dann zur Fruktifikation schreitet. Bisweilen wird nicht das ganze Plasmodium zur Fruktifikation verbraucht, sondern ein Teil Avird sum Hypothallus. Die übrigen Amoeben kriechen auf einander und aneinander hoch und bilden den Stiel des Sporan- giums, der sich oft in einer Columella im Innern des Sporangiums fortsetzt. Auch die Wandung des Sporangiums, die Kapillitium- fasern, die im Innern zwischen den Sporen liegen und zur Sporen- ausstreuung dienen, sowie die Sporen entstehen aus Amöben. Bei manchen Arten kommen flache Sporangien vor (plasmodiokarpe Sporangien). Diebei vielen Arten vorhandenen Kalkinkrustationen auf der Sporangienwand, den Kapillitiumfasern usw. können amorph oder kristallinisch sein. Die großen Fruchtkörper, die außen keinerlei Differenzierungen besitzen, bezeichnet man auch als Aethalien (z. B. Fuligo). Oomyceten. Das unseptierte Myzel bringt als ungeschlechtliche Fortpflanzungsform Schwärmsporangien (Zoosporangien) mit beweglichen Schwärmsporen (Zoosporen) hervor. Daneben finden sich oft Dauersporen (bei Chytridiineen besonders), die nach der jvuhepause ebenfalls Schwärmsporen bilden. Als weibliche Organe dienen die Oogonien, die ein bis mehrere Oosphaeren (Eizellen) enthalten, aus denen nach der Befruchtung die Oosporen hervor- gehen. Die männlichen Organe Antheridien sind meist fädig, verzweigt und legen sich an das Oogan an, mit einem Ast hinein- wachsend, sich auch verzweigend und den Kern in die Oosphären übertreten lassend. Sehr selten (Monoblepharis) bilden die Antheri- dien bewegliche Antherozoiden aus, die nach Art der Schwärm- sporen ausschwärmen und in das Oogon eindringen. Konidientr äger verschiedener Art kommen nur bei den Peronosporineen vor. Die an ihnen gebildeten Konidien keinem mit Keimschlauch aus oder bilden sich häufiger zu einem Schwärmsporangium aus. Zygomyceten. Die ungeschlechtlichen Nebenfruchtformen kiuinen Konidien oder Sporangien sein, beide an einfachen oder /u- sanimengesetzten 'i'rägern. Die Columella in manchen Sporangien Erklärung der wichtigsten Kunstausdiücke. (21) entstellt liier durch einfache Einstülpung der Scheidewand, die das eigentliche Sporangium von dem Stiel trennt. Selten kommen da- eben auf Trägern gebildete Myzelkonidien vor, die zu den Chlamy- dosporen einen Übergang bilden. Am Myzel finden sich häufig Dauer Zellen, Chlamydosporen oder Gemmen, von denen erstere ruhende Fruchtstände sind, da sie sofort in Sporangien auskeimen (vgl. nachher bei den Uredineen), Die geschlechtliche Fortpflanzung entsteht, indem 2 Seitenzweige gegeneinander wachsen (Suspen- soren); von diesen teilen sich die beiden Enden durch Scheide- wand ab (Zygonteii) und bilden durch Vereinigung die Zygospore. Häufig sind Azygosporen, bei denen der eine Entstehungsast fort- fällt. . Die Keimung der Zygospore erfolgt durch Keimschlauch, oft mit unmittelbarer Bildung eines Sporangiums. Ascomyceten. Aus der keimenden Schlauchspore od Konidie geht ein septiertes Myzel hervor, das im Substrat (parasitisch oder saprophytisch) wächst. Bei vielen Gattungen wird, bevor die Fruclit- körperbildung vor sich geht, ein festes, aus dicht verflochtenen Hyphen bestehendes Gewebe erzeugt, das Stroma genannt wird. In od auf ihm entstehen die Schlauchfrucht kör per od Konidienbehälter od. -lager. Auf die verschiedenen Arten der Stromata kann hier nicht eingegangen werden. Viel seltener (z. B. Claviceps) werden Sklero- tien gebildet, die ebenfalls aus direkt verflochtenen Hyphen bestehen, aber vor ihrer Auskeimung eine Kuheperiode durchmachen müssen. Meistens gehen nun der Hauptfruchtform (Schlauchfrüchte, Ascus- früchte) Xebenfruchtformen voraus, die aus Konidienlagern oder Konidienbehältnisseii (Pykniden mit Pyknosporen) bestehen können. Man nennt diese Erscheinung Pleomorphie od. Pleomorphismus. Als Abschluß des Entwicklungsganges erscheinen dann bei der Pyrenomycetenreihe die Perithecien, bei der Discomycetenreihe die Apothecien. Die Perithecien sind geschlossene Fruchtkörper, die von einem festen Gehäuse (von sehr verschiedener Konsistenz je nach der Art) umgeben werden. Das Gehäuse ist entw^eder ganz ge- schlossen od. oben mit einer lochartigen od. mehr weniger halsartig vorgezogenen Mündung (Ostiolum) versehen. Im Innern werden an der Basis, wo das Gehäuse oft u. besonders in der Jugend unter- brochen ist und mit dem übrigen Myzel in Verbindung steht, die Schläuche aus dem ascogenen Gewebe erzeugt. Der Ascus (Schlauch) ist ein in allen seinen Teilen regelmäßig gewordenes Sporangium. Zwischen die Schläuche eingemischt stehen meist Paraphysen, einfache od. verzweigte zarte Fäden. An der Mündung stehen oft nach innen hin zarte Fäden (Periphysen). Die Zahl der Sporen (Ascosporen) beträgt meist 8, seltner 16, 32, 64 usw. od. nur 2, 4, 6, ist aber konstant für die Art. Das Apothecium ist ein Fruchtkörper, der zwar angiokarp entsteht, aber zuletzt weit geöffnet ist u. die Scheibe (Discus), die aus Schläuchen u. Paraphysen besteht, weit entblößt. Das Apothecium ist außen von einer meist besonders aus- gebildeten halbkugligen Hülle (Gehäuse, auch bloß Eaiid genannt) (22) Erklärung der wichtigsten Kunstausdrücke- umgeben. Unter der Scheibe befindet sich ein zartes Gewebe, ans dem die ascogenen Hyphen ihren Ursprung nehmen u. unter diesen ein weit abweichend zusammengesetztes Gewebe (Hypothecium). Die Paraphysen ragen sehr häufig über die Schläuche hinaus, ver- zweigen sich und bilden eine Schutzschicht (Epithecium), die oft charakteristisch gefärbt ist. Bei der kleinen Abteilung der Hemiascineen nennt man den sporangienartigen Schlauch auch Hemiascus. Abkürzungen im Text. Fk. = Fruchtkörper. H. = Herbst. Th.. = Thallus. W. = Winter. f. = -förmig. Lb. = Laubholz, Laub. br. = breit. Nd. = Nadelholz, Nadel. lg- = lang. u. = und. F. = Frühjahr. od. = oder. S. = Sommer. -^ = mehr od. weniger I. Abteilung: Scllizomycetes (Bakterien, Spaltpilze). Sehr kleine, farblose Organismen, die sich von den cehten Pilzen nur durch das Fehlen des Zellkernes sicher unterscheiden lassen. Zellen einzeln, verschieden gestaltet od. in Fäden zusammenhängend, die unverzweigt sind od. sogen, falsche Verzweigungen besitzen. Die Zellen wachsen bis zu einer gewissen Größe heran und teilen sich dann in zwei, sie besitzen Geißeln od. sind bewegungslos. Sporenbildung im Innern der Zellen. — Von den zahllosen Arten, die sich überall finden, können hier nur wenige auffallende berücksichtigt werden, da die weitere Unterscheidung nur durch Kultur- und Färbungsmethoden möglich ist, was ein Spezialstudium erfordert. Übersicht der Familien und wichtigsten Gattungen A. Zellen kuglig, selten über 1 — 2 1.1 groß. bewegungslos und ohne Sporenbildung. Fam. Coccaeeae. a) Teilung der Zellen immer in der- selben Richtung, so daß perlschnur- artige Fäden entstehen. b) Teilung der Zellen abwechselnd in zwei auf einander senkrechten Rich- tungen einer Ebene, so daß Zellplat- ten entstehen, c) Teilung in 3 zueinander senkrechten Richtungen des Raumes, so daß Zell- pakete od. unregelmäßige Zellhaufen entstehen. Sarcina. Lindau, Kryptogamenflora 11,1. 2. Aufl. 1 Streptococcus. Microcoecus. Schizomycetes. B. Zellen stäbchenf., beweglich od. nicht, mit od. ohne Sporenbildung. a) Zellen bewegungslos. b) Zellen beweglich. I. Geißeln über den ganzen Körper zerstreut. II, Geißeln nur an den Polen C. Zellen korkzieherf., mehrere od. nur einen Teil einer Windung umfassend. Geißeln polar od. fehlend. a) Zellen unbeweglich, b) Zellen beweglich. I. Zellen mit meist nur einer polaren Geißel. II. Zellen mit polaren Geißelbüscheln. D. Zellen zu Fäden vereinigt, mit od. ohne Scheide. Vermehrung durch einzelne Fa- denstücke (Hormogonien) od. durch be- wegliche od. unbewegliche Sp.oren, die durch Teilung vegetativer Zellen ent- stehen, a) Fäden un verzweigt, meist Eisen spei- chernd, daher meist braun gefärbt. I. Fäden nur sehr dünn, höchstens einige [^ dick. a) Fäden fast stets gerade. ß) Fäden schraubig gewunden. II. Fäden, mindestens im oberen Teil, 10 u. mehr ^ dick b) Fäden mit unechten Verzweigungen. I. Fäden zu flutenden Easen ver- bunden, wenig verzweigt, in stark verschmutztem Wasser. II. Fäden nicht zu solchen Rasen vereinigt, fast dichotom verzweigt, in reinem Wasser. E. Fäden un verzweigt, mit amorphen Schwe- felkörnchen in den Zellen, stets mit glei- tender, bohrender Bewegung. Fam. : Bacteriaceae. Bacterium. Bacillus. Pseudomonas. Fam.: Spirillaceae. Spirosoma. Microspira. Spirillum. Fam. : Chlamydo- bacteriaceae. Chlamydothrix. Oallionella. Crenothrix. Sphaerotilus. Cladothrix. Fam. Beggiatoaceae. Beg'g'iatoa. Von den genannten Gattungen wird man bei Untersuchung von Wasser, faulenden Pflanzenteilen usw. fast immer Vertreter finden, aber sie werden sich selten in auffälliger Weise bemerkbar machen. Auf Fleisch u. Fischen trifft man häufig Bakterien, die schleimige, im Dunkeln phosphoreszierende Überzüge bilden (z. B.Microc. plios- phorescens), auf Brot den roten Farbstoff erzeugenden Bacillus Schizomycetes. 3 prodigiosiis, in faulenden Flüssigkeiten häufig neben Kokken u. Stäbchen Spirillum undula. Auffälliger sind die fadenf. Chlamydo- bacteriaceen, von denen einige Arten genannt sein mögen. Chlamydothrix ochracaea (Kütz.)- Fäden mit Scheide, nur wenig über 1 .« dick, zuerst farblos, dann durch Einlagerung von Eisenoxyd mit brauner Scheide. In eisenhaltigen Grund- und Graben- wässern, häufig. Chlamydothrix epiphytica Mig. Fäden kurz, mit dicker gallertiger Scheide, auf Wasser algen festsitzend. Häufig. Gallionella ferruginea Ehrenb. Fäden c. 1 /< dick, schraubig um u. in einander gewunden. In eisenhaltigen Wässern, häufig. Crenothrix polyspora Colin. Fäden wenige mm lg., unten bis 5 ii oben über 6^" dick. Scheiden farblos od. durch Eisenoxydein- lagerungen braun. Dicke Rasen in W^asserleitungsr Öhren, Brunnen, Gräben usw. bildend, oft sehr häufig und lästig. Sphaerotilus natans Kütz. Fäden festsitzend, mit schlei- miger Scheide, 6 — 10 /< dick, zu schleimigen, zottigen od. flutenden Rasen vereinigt, von Leptomitus leicht mikroskopisch unterscheid- bar. Sehr häufig in stark bewegten u. verschmutzten W^asserläufen, Rieselgräben, Zuckerfabrikabwässern usw. festsitzend an Holz, Was- serpflanzen usw. (Fig. 1.) Cladothrix dichotoma Cohn. Fäden durch falsche Ver- zweigungen fast dichotomisch, zart bescheidet, mit Haftscheibe fest- sitzend. Einzeln od. in sammet arten, feinen Überzügen in reinerem Wasser auf Pflanzenteilen, häufig. Beggiatoa alba (Vaucher). Fäden 2,ö — 4 ^t dick. Im Schlamm sitzend u. durch die auffällige Bewegung leicht unter dem Mikroskop zu sehen, häufig. Beggiatoa leptomitif ormis (Menegh.). Wie vor. Art. aber die Fäden nur 1,5 — 2,5 /^ dick. In verschmutzten Wässern findet man an Holz, Schilf usw. häufig die Zoogloea ramigera Itzigs. Sie stellt geweihartig verzweigte Gallertbäumchen von 1 — 1,5 mm Länge dar, die zahllose in Schleim gebettete Stäbchen enthalten. Die Zugehörigkeit ist unbekannt. Eine Zwischenstellung zwischen den eigentlichen Schizomvceten und den Acrasiineen nehmen die 3Iyxobacteriaceae ein. Im vegetativen Zustande bestehen sie aus einem Schwärm von Stäbchen, der von einer Schleimhülle umgeben ist. Im fruktifikativen Zustande kriechen sie übereinander u. bilden Häufchen od. gestielte Fk. ö" Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Vegetative Stäbchen sich verkürzend u. in kugelf. Sporen umwandelnd. Die Fk. be- stehen aus Anhäufungen von Sporen, die in Schleim eingebettet sind. 1. Myxocoeou'<. 1 * 4 Myxomycetes. B. Vegetative Stäbchen sich nur wenig ver- kürzend, in echte Cysten von bestimmter Form u. Größe eingebettet. a) Cysten frei, einzehi od. neben einander liegend od. zu mehreren auf gemein- samem Stiel. 2. Choiulromyces. b) Cysten noch einmal von einer gemein- samen Hülle umgeben. 3. Polyangium. 1. Gattung: Myxococeus Thaxter. Fk. weißlich bis dunkel bräunlich rot, bis 1 mm br. Auf altem Mist von Pflanzenfressern, häufig, M. fiilviis (Colin) 2. Gattung: Choiidromyces Berkeley. Fk. aus gekröseartig verschlungenen Schläuchen bestehend, bis 1 mm br., dunkelrot bis bräunlich. Auf Kaninchenmist, zerstreut. C. serpens Thaxt. Fk. mit oft verzweigtem Stiel, Cysten rundlich, hell orangerot. 30 /" lg., 10 — 15 ^* br., in kugligen Köpfchen. Auf Mist von Damwild usw., zerstreut. (Fig. 2.) C. crocatus (Berk. et Curt.) 3. Gattung: Polyangium Link. Cysten gehäuft, weiß, später braunrot, meist von einer gemein- samen weißlichen Hülle umgeben, 50 — 150 f^i lg., 70 |W br. Auf altem Mist, häufig. P. fiisciiin (Schroet.) Cysten 100 — 300 n groß, eif., goldgelb, zu 6 — 8 in einer weißlichen Hülle eingebettet. Auf altem, feucht liegendem Holz, zerstreut. (Fig. 3.) P. vitellinnm Link 2. Abteilung: Myxomycetes (Schleimpilze). Vegetative Zustände durch hautlose bewegliche Protoplasmen- massen (Plasmodien) gebildet, deren einzelne Zellen verschmelzen od. unter sich getrennt bleiben. Sporen fi-ei od. in geschlossenen Behältern gebildet. Fk. sehr verschiedenartig, bis auf wenige Ausnahmen sehr klein. Sporen in Schwärmer auskeimend, die zu beweglichen Amoeben werden, aus deren Zusammenschluß wieder Plasmodien resultieren. Übersicht der Reihen. A. Reife Fruchtzustände nur aus Anhäufungen freier Sporen be- stehend. a) Saprophyten. Die Amoeben bleiben getrennt von einander u. bilden nur Aggregatplasmodien. I. Acrasiinae. b) Parasiten im Lmern von Pflanzen - Zellen. Echte Plasmodien in den Zel- len bildend. IL Phytoniyxinae. Myxomycetes. B. Sporen in geschlossenem Fk. gebildet. Echte Plasmodien, die meist oberflächlich leben III. Mvxocasteres. I. Reihe: Acrasiinae. Die Amoeben treten zu Plasmodien zusammen, verschmelzen aber nicht. Sporen in Ballen gebildet, die hüllenlos sind u häufig von Stielen getragen Averden. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. ßporenhaufen ungestielt od. kaum ge- stielt. (Fani. Guttulinaceae). a) Amoeben mit lappigen Pseudopodien. 1. Outtulinopsis. b) Amoeben ohne Pseudopodien. 2. Guttuliiia. B. Sporenhaufen deutlich gestielt. (Fam. Dictyosteliaceae). a) Stiele nicht od. nur wenig u. unregel- mäßig verzweigt. 3. Dictyostelium, b) Stiele sehr reichlich u. + regelmäßig verzweigt. 4. Polysphondylium. 1. Gattung: (ruttuliuopsis Olive. Sporenhaufen oft etwas gestielt. Sporen unregelmäßig kuglig, die des Stiels meist etwas länglich. Haufen 150 — 500 ," hoch und 150 — 400 i^i br., weiß bis gelblich. Auf Tiermist, zerstreut. G. vulg'aris Olive. 2. Gattung: Guttulina Link. Kleine, tröpfchenähnliche Schleimklumpen die sich später zu Sporen umbilden u. von einem kurzen Stiel getragen werden. Rote, kaum 1 mm große Köpfchen mit kurzem Stiel. Auf faulem Holz, zerstreut. G. rosea Link. 3. Gattung: Dictyostelium Bref. Fk. weiß, lang gestielt. Stiele selten etwas verzweigt, schaumig netzartig aussehend. Stiel 3 — 8 mm lang, Sporenhäufchen kuglig. Auf altem Mist nicht selten. (Fig. 4.) D. mucoroides Bref. 4. Gattung: Polysphondylium Bref. Fk. violett, lg. gestielt u. verzweigt. Sporen in Köpfchen am Ende der Äste u. des Stieles. Stiel bis 1 cm lg., von der Mitte aus mit wirteligen Ästen. Auf Mist in Südeuropa, vielleicht auch im südlichen Gebiet. (Fig. 5.) P. yiolaceum Bref. 6 Myxomj'cetes. Tl. Reihe: Phvtomvxiiiae. Parasiten in lebenden Zellen, zuerst Plasmodien bildend, die sich durch Teilung zu Sporenliaufen umformen. Gallen verursachend. Einzige Familie Plasmodiophoraceae. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Sporen in größeren unregelmäßigen Bal- len verbunden, unter sich frei. 1. Plasmodiophora. B. Sporen zu kleineren Gruppen vereinigt, die durch eine zarte Haut umschlossen werden. a) Sporen zu 4 in einer Gruppe vereinigt. 2. Tetramyxa. b) Sporen in größerer Zahl zu Ilohl- kugeln vereinigt. 3. Sorosphaera. 1. Gattung: Plasmodiophora Woronin Plasmodien in den Parenchymzellen der Wurzeln, die von dem Sporenliaufen fast völlig ausgefüllt we/den. In Wurzeln des Kohls + unregelmäßige, knollige Anschwellungen verursachend (Kohlhernie), häufig. P. brassieae Wor. 2. Gattung: Tetramyxa Göbel. Plasmodien in den Zellen, bei der Sporenbildung in einzelne Teile zerfallend, die zuletzt aus 4 Sporen zusammengesetzt sind. An Stämmchen u. Blütenstielen von Wasserpflanzen z. B. Ruppia kleine Knötchen bildend, zerstreut. T. parasitiea Göb. 3. Gattung: Sorosphaera Schroeter. Sporen ellipsoidisch keilf., in größerer Zahl zu Hohlkugeln ver- bunden. An Stengeln u. Blattstielen von Veronica -Arten Auftreibungen u. Verbiegungen verursachend, zerstreut. S. veroiiicae Schroet. III. Reihe: Myxogasteres. Sporen in eingeißlige Schwärmer auskeimend, die später zu echten Amöben werden u. durch Zusammenfließen echte Plasmodien bilden. Die Plasmodien sind beweglich und bilden nach einer Zeit vegetativer Ernährung Sporen aus. Die Sporen sind zuletzt entweder frei od. von einer strukturlosen Haut umgeben, bilden also eine Art Sporangium. Meist befinden sich in den Sporangien Kapillitiumfasern od. säulenf. Gebilde (Kolumella), die aus Amöben entstehen, oft ist das Sporan- gium gestielt. Saprophyten. Myxomycetes. Bestimmungstabelle der Familien A. Sporen frei entstehend, nicht in Sporan- gien (Exosporeae). B. Sporen innerhalb eines Sporangiums ent- stehend (Endosporeae). a) Sporen verschieden gefärbt, aber nie- mals dunkel violett. 1. Kapillitium ganz fehlend od. kein System von ganz gleichmäßigen Fäden bildend. 1. Sporangien gestielt od. nicht, stets getrennt von einander, einzeln stehend od. zu Gruppen verbunden, aber nicht zu gleichf. Äthalien vereinigt. a) Sporangien membran häutig. § Sporangien membran mit mikroskopischen rundli- chen Körnchen besetzt. Sporangien einzeln (exkl. Lindbladia u. Cribraria argillacea) §§ Sporangien membran nackt. Sporangien dicht gehäuft ß) Sporangienmembran knorpe- lig, härter, Sporangien einzeln Sporangien zu einem gleich- mäßigen Äthalium zusammen- fließend. 1. Fam. : Ceratio- myxaceae. 9 II. Kapillitium stets vorhanden, ein Geflecht von gleichmäßigen Fäden bildend. 1. Sporangien zu einem gleich- mäßigen Äthalium zusammen- fließend. Kapillitiumf asern glatt od. unregelmäßig schrumpf ig. 2. Sporangien kein Äthalium bil- dend. Kapillitiumf äden mit spiraligen od. ringf. od. stach- ligen Verdickungen. 2. Fam. : Hetero- dermataeeae. 3. Fam. : Tubuli- naeeae. 4. Fam. : Lieeaeeae. ö. Fam. : Retieula- riaeeae. 6. Fam. : Lycosala- ceae. 8 Myxomycetes. a) Kapillitium mit Spiral- od. Ring Verdickungen, aus freien od. lose netzf. ver- bundenen Fäden (vgl. Hemi- tricliia) bestehend. ß) Kapillitium mit Zähnen, Warzen, Halbringen ver- sehen, stets ein vollständiges Netzwerk bildend, b) Sporen stets dunkelviolett gefärbt, wenn nicht (Stemonitis u. Comatricha) dann Sporangien gestielt mit netzf. Kapillitium. I. Sporangien mit Einlagerungen von kohlensaurem Kalk versehen. 1. Kalk in kleinen amorphen Körnchen. 2. Kalk in kristallisierten Ablage- rungen. II. Sporangien ohne Kalkeinlagerun- gen. 1. Sporangien getrennt von ein- ander (vgl. Stem. flaccida) 2. Sporangien zu einem Äthalium vereinigt. 7. Fam. : Trichiaceae. 8. Fam. : Arcvriaceae. 9. Fam.:Physaraceae. 10. Fam.: Didymia- ceae. 11. Fam.: Steino- nitaceae. 12. Fam. : Amaiiro- ohaetaceae. 1. Familie: Ceratiomyxaceae. Eeife Fk. säulen- od. plattenf., zu mehreren büschel- od. zellen- artig zusammentretend, auf feinen Stielchen außen die Sporen bildend. Einzige Gattung: Ceratiomyxa Schroet. Plasmodien farblos, in moderndem Holz. Fk. feine Büschel von 1 mm Höhe od. mehr wabenf. aus stumpfen Platten bestehend (var. sporioides), rein weiß, sehr zart schleimig. Häufig. (Fig. 6.) C. mucida (Pers.) 2. Familie: Heterodcrmataceae. Kapillitium fehlend. Sporangien entweder dicht zusammen- stehend od. einzeln stehend, gestielt. Sporangienmembran un durch- brochen od. netzf. durchbrochen, häutig. A. Sporangien dicht vereinigt, Membran nicht durchbrochen. 1. Lindbladia. Myxomycetes. 9 B. Sporangien einzeln, gestielt, Membran fein durchbrochen. a) Sporangienwand im obern Teil zart netzf. durchbrochen. 2. rribraria. b) Sporangienwand bis zum Grunde in zarte Parallelrippen aufgelöst, die durch feine Fädchen verbunden wer- den. 3. Dictydiiun. 1. Gattung: Lindbladia Fries. Sporangien zu einem äthalienartigen, polsterf. od. ausgebreiteten Gebilde vereinigt, 1 — 10 mm dick. Membran ganz, gelbbraun, mit dunklen Körnchen besetzt. Auf moderndem Holz, selten. (Fig. 7.) L. effiisa (Ehrbg.) 2. Gattung: Cribraria Pers. Sporangien kuglig od. fast birnf., gestielt. Sporangienwandung in der unteren Hälfte ganz, in der oberen zuletzt ein feines Netzwerk mit Knoten in den Ecken bildend. 1. Knoten des Netzwerkes nicht ausgedehnt. 2. Knoten des Netzwerkes ausgedehnt. 3. 2. Sporangien lehmfarben, kuglig, mit Stiel bis 1,5 mm lg. Auf altem Holz, zerstreut. (Fig. 8.) C. ar^lUaeea Pers. Sporangien rotbraun, fast kuglig od. kreiselt., mit Stiel bis 2 mm lg. Auf altem Holz, zerstreut. C. riifa (Roth) 3. Sporangien nußbraun. 4. Sporangien purpur- od. rotbraun. 6. 4. Unterer Teil der Sporangienwandung ganz bleibend, nur oben nach dem Eande zu durchbrochen od. nicht. 5. Unterer Teil der Sporangienwandung bis zum Grunde rippenf. durchbrochen, Netzknoten br. Sporangien kuglig, mit Stiel 1,5 mm hoch. Auf faulem Tannenholz, selten. C. splendens Pers. 5. Unterer Teil der Sporangienwandung ganz, oben in das Netzwerk mit feinen Strängen übergehend, Netzknoten verbreitert, eckig, sich verzweigend u. in die feinen Stiänge übergehend. Sporangien kuglig, mit Stiel 1 — 2 mm hoch, herdig. Auf faulem Tannenholz, nicht selten. (Fig. 9.) C. aiiraiitiaca Schrad. Unterer Teil der Sporangienwandung am oberen Rand durch- brochen u. allmählich in das Netz übergehend, Netzknoten ver- breitert, verzweigt. Sporangien kuglig od. kreiselt., 2 mm hoch mit Stiel. Auf faulem Tannenholz, selten. C. macrocarpa Schrad. (5. Stiel 2 bis 3 mal länger als das kugel- od. kreiselt. Sporangium, im ganzen 1 — 1,7 mm hoch. Auf faulem Tannenholz, selten. C. piriformis Schrad. 10 Myxomycetes. Stiel 4 bis 6 mal länger als das kugelige Sporangium, im ganzen 0,7 — 2 mm hoch. Auf faulem Holz, selten. C. microcarpa Pers. 3. Gattung: Dictydium Sclirader. Sporangien gestielt, kuglig, Wandung bis zum Grunde in feine Rippen aufgelöst, die durch feine Querfädchen verbunden werden. Plasmodium purpurn. Gesamthöhe 1 — 2 mm. Auf faulem Holz, zerstreut. (Fig. 10.) D. caneelhitum (Batsch) 3. Familie: Tubulinaceae. Sporangien röhrig, sitzend, dicht zusammengedrängt. Spcran- gienmembran häutig, blaß rötlich, ohne Körnchen. Sporen fein netzig. Kapillitium fehlend. Einzige Gattung: Tubiiliiia Persoon. Sporangien 3 mm lg.. 0,4 mm br., zu einer braunrötlichen, honig- ähnliclien, 2 — 7 cm großen Masse vereinigt. Auf faulem Holz, zer- streut. (Fig. 11.) T, iragiformis Pers. 4. Familie: Liceaceae. Sporangien einzeln stehend, sitzend, mit horniger Membran. Kapillitium fehlend. Einzige Gattung: Licea Schrader. Sporangien dunkelbraun, kuglig od. plasmodienähnlich unregel- mäßig. Sporangien kissenf. flach od. verlängerte plasmodienf. Körper bildend, 2 — 4 mm lg. Sporen warzig. Plasmodium dunkelgelb. Auf faulem Holz, selten. (Fig. 12.) L. ficxuosa Pers. Sporangien halbkuglig od. kissenf., 0,6 — 1 mm im Durclim. Sporen glatt. Auf faulem Holz, selten. L. pusilla Schrad. 5. Familie: Reticiilariaceae. Sporangien röhrig od. faltig, zu einem Äthalium zusammen- fließend. Wandungen der einzelnen Sporangien seitlich durchbohrt. Kapillitium fehlend od. nur unvollkommen ausgebildet. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Seitenwände der Sporangien locht, durch- brochen, wodurch im Innern des Ätha- liums ein maschiges Gerüst entsteht, in dem die Sporen liegen. 1. Enteridium. B. Seitenwände der Sporangien unvoll- ständig, nur zahlreiche anastomisierende Fäden davon übrig bleibend. 2. Reticiilaria. Myxomycetes. 1 1 1. Gattung: Eiiteridiiim Ehreiib. Sporangien gewunden. Kapillitium fehlend. Sporen meist in fest verbundenen Ballen. Plasmodium rosenrot. Äthalium 1 — 3 cm br., dunkel olivengrün, glatt od. rauh. Auf faulem Holz, zerstreut. (Fig. 13.) E. olivaeeiim Ehrenb. 2. Gattung: Retieularia Bulliard. Äthalien aus gewundenen, dicht verwebten Sporangien ent- stehend, deren Seitenwände z. T. verschwinden, z. T. als kapillitium- artige Fasern bleiben. Sporen einzeln, warzig. Plasmodien weiß. Äthalien 2 — ß cm br., kissenf., von einer silberglänzenden Haut umgeben, dunkelbraun. Auf totem Holz, über Moosen, besonders auf Stümpfen, gemein. (Fig. 14.) R. lycoperdon Bull. 6. Familie: Lycogalaceae. Sporangien zu einem Äthalium zusammenfließend. Kapillitium- fasern aus glatten od. schrumpfigen, verzweigten Röhren bestehend. Einzige Gattung: Lycog'ala Micheli. Äthalium fast kuglig, oft mehrere dicht beisammenstehend. Äthalien abgerundet, sitzend od. kurz gestielt, außen glatt od. fein areoliert, 2 — 5 cm im Durchm., ocker- od. purpurbraun. Auf faulem Holz, selten. L. flayofusciim (Pers.) Plasmodium rot. Äthalien fast kuglig, sitzend, meist herdig, 0,2 — 1 cm im Durchm., außen warzig, graugrün, gelb- od. rotbraun. Auf faulem Holz, besonders auf Stümpfen, häufig. (Fig. 23.) L. epidendruiu (L.) 7. Familie: Trichiaceae. Sporangien einzeln. Kapillitium aus freien Fäden bestehend od. zu einem Netzwerk verbunden, mit Spiral- od. Ringverdickungen. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Kapillitiumfasern frei. a) Kapillitiumfasern mit regelmäßigen Spiralverdickungen. 1. Trichia. b) Kapillitiumfasern mit unvollstän- digen u. unregelmäßigen Spiralver- dickungen 2. Olig'oiiema. B. Kapillitiumfasern zu einem Netzwerk verbunden a) Mit Spiralverdickungen 3. Hemitrichla. b) Mit Ringverdickungen. 4. Coruuvia. 12 Myxomycetes. 1. Gattung: Triehia Haller, Sporangien gestielt od. sitzend. Kapillitiumfasern braun od. gelb, beidendig zugespitzt, mit 2 — 5 Spiralbändern versehen. Sporen netzig od. warzig. 1. Sporen mit regelmäßiger od. unterbrochener Netzzeichnung 2. Sporen fein warzig. 4. 2. Kapillitiumfasern 7 — 8 f^ br. Sporangien kuglig, eif. od. keulig, gedrängt stehend, sitzend od. kurz gestielt, braungelb, 0,6 — 0,7 mm br. Sporenmasse gelborange. Sporen netzig. Auf faulem Holz, ziemlich selten. T. favosinea (Batsch) Kapillitiumfasern 4 — 6 /* br. Sporangien sitzend, kuglig, ge- häuft. 3. 3. Plasmodium weißlich. Sporangien 0,6 — 1 mm im Durchm., gold- oder braungelb. Sporenmasse glänzend gelb. Sporen netzig. Auf faulem Holz, selten. T. affinis de By. Plasmodium weißlich. Sporangien 0,5 — 0,8 mm im Durchm., braun od. gelbbraun, glänzend. Sporenmasse gelb od. gelbbraun. Sporen durchbrochen netzig od. unregelmäßig warzig. Auf faulem Holz, stellenweise nicht selten. T. persiniiiis Karst. Plasmodium weißlich. Sporangien 0,6 — 0,9 mm im Durchmesser, gelbbraun. Sporenmasse glänzend orangegelb. Sporen + unregel- mäßig netzig. Auf faulem Holz, zerstreut. T. seabra Rostaf. 4. Kapillitiumfasern mit 3 od. mehr Spiralbändern. 5. Kapillitiumfasern mit 2 Spiralbändern, mit gebogenen Enden. Plasmodien weiß. Sporangien kuglig bis eif.. sitzend od. gestielt, 0,6 — 0,9 mm im Durchm., meist gehäuft. Auf faulem Holz, häufig. (Fig. 15.) T. varia Pers. 5. Kapillitiumfasern ganz allmählich beidendig zugespitzt. 6. Kapilitiumfasern kurz zugespitzt, oft mit Höckern versehen. Plasmodien weißlich. Sporangien + kuglig sitzend, meist gehäuft, 0,5 — 0,8 mm im Durchm. od. selten plasmodienartige, gewundene Körper bildend, dunkel gelb- oder rotbraun. Sporenmasse gelb od. braun. Auf faulem Holz u. Rinde nicht selten. (Fig. 16.) T. coiitorta (Ditm.) 6. Plasmodien rosa od, w^eiß Sporangien kreiselt., oliv- od. gelbgrün, mit Stiel 1,5 — 3 mm hoch, Stiel hohl, mit sporenähnlichen Zellen erfüllt. Sporen feinwarzig od. auf einer Seite entfernt netzig. Auf faulem Holz, nicht selten. T. fallax Pers. Plasmodien purpur braun. Sporangien birn- od. kreiselt., einzeln od. zu mehreren auf einem soliden Stiel, 0,6 — 0,8 mm im Durchm., mit Stiel 1,5 — 5 mm hoch. Sporenmasse gelbbraun od. rötlichbraun. Sporen fein stachlig. Auf faulem Holz, besonders sehr alter Stümpfe, nicht häufig. (Fig. 17.) T. botrytis Pers. Myxomycetes. 1 3 2. Gattung: Olig'onema Rostafinski. Sporangien dicht gehäuft, sitzend. Kapillitiumfasern mit un- regelmäßigen od. undeutlichen Spiralverdickungen. Sporen engnetzig. Sporoangien 0,3 — 0,4 mm im Durchm., gelb od. grünlichgelb. Auf faulem Holz, selten. 0. nitens (Lib.) 3. Gattung: Hemitrichia Eostafinski. Sporangien gestielt od. sitzend. Kapillitium ein Netzwerk von + verzweigten Fäden mit 2 — 6 Spiralbändern bildend. Sporen fein warzig od. netzig. 1. Sporen fast glatt od. fein warzig. 2. Sporen netzig. Sporangien längliche, gewundene, oft verzweigte Körper bildend, 0,4 — 0,6 mm br., oft netzartig verbunden, gold- gelb. Auf faulem Holz und Blättern, sehr selten. H. serpiila (Scop.) 2. Plasmodien purpurrot. Sporangien keulig bis fast zylindrisch, sitzend od. gestielt, gehäuft, mit Stiell;3 — 2, 5mm hoch, dunkelrot, rot- od. grünbraun. Sporen warzig. Auf faulem Holz, zerstreut. (Fig. 18.) H. riibiformis (Pers.) Plasmodium weißlich. Sporangien keulig od. kreiselt., gestielt, herdig, mit Stiel 1 — 3 mm hoch, braun od. grüngelb. Sporen fein- warzig. Auf faulem Holz, zerstreut. H. olavata (Pers.) 4. Gattung: Coriiuvia Eostafinski. Sporangien sitzend. Kapillitiumfasern ein Netzwerk bildend, mit Eingfasern. Sj)oren netzig. Sporangien gebogen od. verzweigt, ca. 0,3 mm br. od. etwas kuglig, goldgelb. Auf Lohe, selten. (Fig. 19.) C. serpula (Wiegand) 8. Familie: Arcyriaceae.' Sporangien einzeln od. herdig, sitzend od. gestielt. Kapillitium ein vollkommenes Netzwerk bildend, mit Verdickungen in Form von Halbringen, Zähnen od. Warzen. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Sporangien sitzend. a) Sporangienwand bleibend, ohne eckige Knötchen. 1. Lachuobohis. b) Sporangienwand doppelt, außen mit dunklen, eckigen Körnchen. 2. Periehaena. B. Sporangien gestielt. Oberer Teil der Spo- rangienwandlung schwindend. 3. Arcyria. 1. Gattung: Laehnobolus Fries. Sporangien gehäuft. Sporangienwand einfach, ohne Knötchen. Kapillitiumfasern mit dicht stehenden Wärzchen. 14 Myxomycetes. Sporangien fast kuglig, 0,5 — 0,8 mm im Durclim. ockerbraun. Sporen blaßgelb, glatt od. mit einzelnen Wärzchen. Auf faulem Holz, zerstreut. (Fig. 20.) L. ineariiafus (Alb. et Sehw.) 2. Gattung: Porichaena Fries. Sporangien etwas kuglig od. plasmodienälinlich. Sporangien - membran zweiscliiclitig, die äußere Schicht mit dunklen eckigen Körn- chen besetzt. Kapillitiumfasern stachlig, feinwarzig od. fast glatt, mit unregelmäßigen Einschnürungen. Sporen gelb, feinwarzig. 1. Sporangien mehr rötlichbraun. Innere Schicht der Wandung glatt. ■ 2. Sporangien kuglig, 0,5 mm im Durchm. od. bisweilen plasmodien- artig gekrümmt od. netzig, bräunlichgelb od. dunkelbraun, innere Schicht papillös. Sporen 10 — 15 /* im Durchm. Auf Holz, häufiger auf alten Kübenstrünken u. Kartoffelkraut. P. verniicularis (Schwein.) 2. Sporangien gehäuft, eckig, niedergedrückt, 0,5 — 1 mm im Durchm., purpur- od. rotbraun, am Eande mit Spalte aufspringend. Sporen 8 — 12 ,« im Durchm. Auf faulem Holz u. Kinde, selten. P. depressa Libert Sporangien kuglig, flachgedrückt od. bandf., gehäuft, 0,5 — 1 mm im Durchm.. dunkel purpur- od. rötlichbraun, nußbraun od. grau od. weiß, horizontal od. lappig aufreißend. Sporen 12 — 14 /< im Durchm. Auf faulem Holz u. Einde, zerstreut. (Fig. 21.) P. corticalis (Batsch) 3. Gattung: Arcyria Wigg. Sporangien meist gesellig, gestielt. Sporangienmembran oben verschwindend, unten als Becher stehenbleibend. Kapillitiumfasern mit Halbringen, Zähnen, Dornen. 1. Sporangien irgend wie rot. 2. Sporangien grau od. gelblich. 4. 2. Sporen 9 — 11 fi im Durchm. Plasmodien rosenrot. Sporangien eif., herdig, mit Stiel 1 — 2 mm hoch, ziegelrot, verblassend, blaß gelb- braun. Auf faulem Holz, nicht häufig. A. ferruginea S auter Sporen 6 — 8 /< im Durchm. 3. 3. Plasmodien weiß. Sporangien eif. od. etwas zylindrisch, herdig, karminrot, mit Stiel 2 — 3 mm hoch. Kapillitiumfasern hier und da am Becher befestigt. Auf faulem Holz, häufig. (Fig. 22.) A. puiiicea Pers. Plasmodium weiß. Sporangien ellipsoidisch od. fast zylindrisch, mit Stiel 1 — 1,8 mm hoch, fleischfarben, Kapillitiumfasern nicht am Becher angeheftet. Auf faulem Holz, Einde, unter Blättern usw., häufig. A. incjiriiata Pers. Myxomycetes. 15 Plasmodium grau. Sporangien elf. bis zylindrisch, blaßgrau od. graurötlich, seltner gelb, mit Stiel 0,8 — 4 mm lg. Kapillitiumfasern am Becher befestigt. Auf faulem Holz u. Pflanzenresten, zerstreut. A. cinerea (Bull.) Plasmodium Aveißlich, Sporangien zylindrisch, herdig, 1,5 — 2 mm Is., bräunlichgelb. Kapillitumfasern frei vom Becher. Auf faulem 'ö*' Holz, zerstreut, A. nutaiis (Bull.) 9. Familie: Physaraceae. Sporen dunkel violett. Kalkablagerungen in kleinen amorphen Körnchen in der Sporangienwandung, oft in blasenf. Anschwellungen des Kapillitiums, im Stiel od. der Columella. Sporangien getrennt, selten zu Äthalien vereinigt. A. B. Bestimmungstabelle der Gattungen, einem Äthalium zusam- ^ Netz- Kalk- Sporangien zu menfließend. Sporangien getrennt voneinander a) Kapillitiumfasern ein grobes werk bildend, das ganz mit körnchen erfüllt ist. b) Kapillitiumfasern ein feines Netzwerk bildend, das keine Kalkablagerungen od. solche nur in den Netzecken ent- hält. I. Kapillitium in den Netzecken mit unregelmäßigen Anschwellungen, in denen Kalkkörnchen abgelagert sind. 1 o Sporangien ungestielt. Plasmo- dien artig ( vgl . auch Ph y sarum 2 ) Sporangien gestielt, kopfig od. becherf. a) Sporangien wie lackiert aus- sehend, eif., meist hängend. ß) Sporangien nicht wielackiert aussehend, fast immer auf- recht. § Sporangien + becherf. Kapillitium aus dicken, unregelmäßigen Auftrei- bungen mit Kalkahlager- rungen bestehend, die durch wenige hervortre- tende feine Stränge ver- bunden werden. 1. Fuliüo. «*/<::> 2. ßadhamia. 3, Cieiikowskia, 4. Leocarpiis. 5. C'rateriiuii. 16 Myxomycetes. §§ Sporaiigien iiiclit beclierf., kuglig, eif. od. plasmo- dienartig (P. bivalve u. diderma). Kapillitium aus feinen Fäden bestehend, die an den Netzecken sich in kleine, kalkfiihrende An- schwellungen erweitern. 6. Physarum. II. Kapillitium ohne erweiterte Netz- ecken u. ohne Kalkablagerungen. 1. Kalkablagerungen nur in der Sporangienwandung. 7. Choiidriodorina, 2. Kalkablagerungen nur im Stiel u. in der Kolumella. 8. Diaehea. I. Gattung: Fuligo Haller. Sporangien ein Äthalium bildend. Kapillitium mit Netzknoten u. darin Kalbablagerungen. Plasmodium gelb. Äthalium verschieden gestaltet, 0,2 — 20 cm br., gelb, rötlich od. rötlichbraun. Sporen glatt. Auf altem Laub, besonders aber auf Lohe, häufig. (Fig. 24.) F. scptica Gmelin 2. Gattung: ßadhamia Berkeley. Sporangien sitzend od. seltener gestielt, dicht gehäuft. Kolumella meist fehlend. Kapillitium ein grobes, von Kalkkörnchen erfülltes Netzwerk bildend. 1. Sporen in Ballen zusammenhängend. 2. Sporen einzeln, nicht Ballen bildend. 3. 2. Sporen in Ballen von 8 — 20. Plasmodium chromgelb. Sporangien kuglig od. birnf., sitzend od. gestielt, 0,7 — 1,5 mm br.; grauweiß. Auf Nd., zerstreut. (Fig. 25.) B. hyaliiia (Pers.) Sporen in Ballen von 7 — 10. Plasmodium chromgelb. Sporan- gien eif. kuglig od. zusammenfließend u. gelappt, 0,5 — 1 mm br., grau od. irisierend violett, sitzend od. an einem strohfarbenen, häutigen Stiel hängend. Hauptsächlich an faulenden Hutpilzen, zerstreut. B. utrieularis (Bull.) 3. Sporangien fleischrot, seltner weißlich, fast kuglig 0,5 mm im Durchm., sehr selten kurz gestielt, sonst sitzend, herdig. Plas- modium glänzend gelb. Auf Moosen u. Pflanzenabfällen, Zweigen usw., selten. B. lilacina (Fr.) Sporangien weiß od. grau. 4. 4. Sporangien gestielt od. sitzend, fast kuglig, herdig, 0,5 — 1 mm im Durchm., weiß. Sporen deutlich fein u. dicht stachelig. Auf fau- lem HolZ; selten. B. macrocarpa (Ces.) Sporangien nur sitzend. Sporen sehr fein warzig, fast glatt. 5. 5. Plasmodien gelb. Sporangien halbkuglig, 0,5 — 1 mm br., seltner Myxomycetes. 17 birnf. auf einem winzigen, braunen Stiel, dunkelgrau bis violett irisierend. An faulenden Blättern, sehr zerstreut. B. foliicola Lister Plasmodium weiß. Sporangien fast kuglig, 0,4 — 1,2 mm im Durchm., meist herdig, weiß od. grau. An Ulmenrinde u. über Laub, selten. B. panieea (Fr.) 3. Gattung: Cienkowskia Rostafinski. Sporangien plasmodienartig, verzweigt, bandartig. Kapillitium ein lockeres Netzwerk von starren Fäden mit vielen freien, gebogenen u. scharf zugespitzten Ästen bildend, die mit flachen kalkhaltigen durchbohrten Platten in Verbindung stehen. Sporangien 0,5 mm br., gelbbraun, blaß querstreifig, rotfleckig. Sporen fein stachelig. Auf faulem Holz, selten. (Fig. 26.) C. retlculata (Alb. et Schw.) 4. Gattung: Leocarpiis Link. Sporangien wie lackiert aussehend, mit 2 Membranen, die äußere knorpelig u. kalkhaltig, die innere hyalin. Kapillitium + in 2 Systeme getrennt, das eine ein Netzwerk von starren, hyalinen Fäden bildend, das andere giob verzweigt u. mit braunen Kalkkörnchen. Sporen stachelig. Plasmodium orangegelb. Sporangien 2 — 4 mm lg. kuglig od. obovat, meist kurz Aveißstielig, meist gehäuft u. hängend. Über Blättern, Moosen, Stengeln usw., häufig. (Fig. 27.) L. fra^Üis (Dicks.) 5. Gattung: Craterium Trentepohl. Sporangien gestielt, aufrecht becherf., mit einem dünneren Deckel od. fast kuglig, rauh, Wandung mit Kalkkörnchen u. knorpelig, wenigstens am Grunde. Kapillitium mit großen Kalkknolen, die durch + verzweigte hyaline Fäden verbunden sind. In der Mitte des Spor- angiums mehr Kalkknötchen, so daß eine Art Columella zustande kommt. Plasmodium gelb. Sporangien gestielt, aufrecht becherf., 0-7 bis 1,5 mm hoch mit Stiel, glatt, ocker- bis nußbraun od. grünlich braun. Auf faulem Holz, Laub usw., zer.streut. (Fig. 28.) L. minufiim (Leers) Plasmodium gelb. Sporangien gestielt, eif. od. kreiselt., 1 mm hoch mit Stil, rotbraun mit weißen Kalkablagerungen u. gelben Warzen auf der oberen Hälfte. Auf faulem Laub, nicht selten. C. leueoeephalum (Pers.) 6. Gattung: Physarum Person. Sporangien gestielt, sitzend od. plasmodienartig. Wandung doppelt, Kalkkörnchen gruppenweise eingelagert. Kapillitium ein hyalines Netzwerk mit kalkhaltigen Netzknoten. Lindau, Kryptogamenflora 11,1. 2. Aufl. 2 18 Myxomycetes. 1. Sporaiigien sitzend. 2. Sporangien gestielt. 6. 2. Kalkablagerungen gelb. Plasmodien lehmgelb. Sporangien fast kuglig od. + eif., 0,2 — 0,8 mm br., dicht gedrängt, rauh od. fast gl^tt, blaß gelblichgrün, gelb. Auf Laub, Gras, Holzstückchen usw., zerstreut. P. virescens Ditm. Kalkablagerungen weiß, Sporangien fast kuglig od. häufiger länglich, gewunden, verzweigt, etwa plasmodienartig. 3. 3. Sporangienwandung einfach, weiß od. grau, + warzig od. aderig. Plasmodium weißlich. Sporangien 0,3 — 0,5 mm br., einzeln od. herdig. Auf Laub u. Pflanzenabfällen usw., nicht selten. (Fig. 29.) P. ciiiereum (Batsch) Sporangienwandung doppelt. 4. 4. Sporangien dicht gedrängt, glatt, gelblich weiß od. ockerfarben, 0,4 — 0,6 mm im Durchm. Plasmodium gelb. Auf Laub u. Pflanzen - abfallen, zerstreut P. contextum Pers. Sporangien vereinzelt, Plasmodien weiß. 5. 5. Sporangien weiß, grau od. gelblich, innere Sporangienmembran zerbrechlich. Sporen 8 — 10 /*. Auf Laub usw., selten. P. sinuosiim (Bull.) Sporangien weiß od. braungelb, innere Sporenmembran bleibend. Sporen 10 — 12 /*. Auf Laub usw., selten. P. diderma Kost. 6. Kalkablagerungen weiß. 7. Kalkablagerungen nicht weiß. 8. 7. Plasmadium wäßrig od. gelbgrau. Sporangien fast kuglig, mit Stiel 1 — 1,5 mm hoch, weiß, grau- oder violettweiß, herdig, seltener ein- mal ungestielt. Sporen hell violettbraun. Auf alten Stümpfen u. über Pflanzenabfällen, nicht selten. (Fig. 30.) P. nutans Pers. Plasmodium weiß. Sporangien nierenf. od. unregelmäßig eif., zusammengedrückt, mit Stiel 1 — 1,5 mm hoch, weiß od. grau, ein- fach od. herdig, rauh od. warzig, seltner einmal ungestielt u. plas- modienähnlich. Sporen schwarz. Auf Holz, Laub usw., zerstreut. P. compressum Alb. et Schw. 8. Plasmodium orange. Sporangien kuglig od. etwas niedergedrückt, herdig, mit Stiel 1 mm hoch, purpurblau, rotfleckig, irisierend. Stiel zinnoberrot. Kalkablagerungen orange. Auf faulem Holz, selten. P. psittacinum Ditm. Plasmodium gelb. Sporangien kuglig, mit Stiel 1 mm hoch, gelb, grünlich od. orange. Kalkablagerungen gelb od. orange. Auf faulem Holz, nicht selten. P. viride (Gmel.) 7. Gattung: Chondrioderma Eostafinski. Sporangium sitzend od. gestielt. Wandung zweischichtig, die äußere + mit Kalkablagerungen bedeckt u. sich von der inneren ab- trennend od. nicht. Kapillitium ohne Kalkknoten. Columella meist halbkuglig. Myxomycetes. 19 20 Myxomycetes. 1. Äußere Sporaiigienmembran mit einer glatten Kruste von kugligen Kalkkörnclien bedeckt, von der inneren Membran sich + trennend (Euchondrioderma). 2. Äußere Sporangienwandung + mit feinen, eingewachsenen Kalk- körnchen versehen, von der inneren sich nicht trennend (Lean- gium). 4. 2. Sporangien weiß. 3. Sporangien rot, sitzend, 0,8 mm im Durchm., glatt. Columella fleischrot. Auf faulem Laub, selten. (Fig. 31.) C. testaeeum (Schrad.) 3. Plasmodium weiß. Sporangien flach, scheibenf., zentral gestielt, selten ungestielt, 1 — 1,25 mm br., weiß. Columella fleischrot. Auf faulem Laub, nicht selten. €. depressiim (Schum.) Plasmodium weiß. Sporangien herdig, 0,5 — 1 mm im Durchm. weiß. Columella weiß od. blaß fleischrot. Auf Laub usw\, zerstreut. C. spumarioides (Fries) 4. Plasmodium blaßgelb. Sporangien fast kuglig, abgeflacht od. genabelt, gestielt od. sitzend, 0,7 — 1 mm hoch mit Stiel, blaßgrau od. bräunlich od. rotbraun, herdig od. einzeln. Zwischen Laub, Zweigen, Lohe usw., nicht selten. (Fig. 32.) C. radiatiim (L.) Plasmodium grauweiß. Sporangien kuglig, gestielt, herdig, 1 — 2 mm hoch mit Stiel, weiß bis ockerbraun. Auf Eichenstümpfen, selten. C. floriforme (Bull.) 8. Gattung: Diachea Fries. Sporangjenmembran hyalin, irisierend, ohne Kalk. Stiel u. Colu- mella mit Kalkablagerungen. Kapillitium ein purpurnes Netzwerk ohne Kalkablagerungeii bildend. Plasmodium weiß. Sporangien zylindrisch, stumpf od. fast kuglig, mit Stiel 1 — 1,3 mm hoch, blau irisierend. Auf Laub, zerstreut. (Fig. 33.) D. leiicopoda (Bull.) 10. Familie: Didymiaceae. Kalkablagerungen kristallinisch od. linsenf. auf der Sporangien- membran. Kapillitium ohne Kalk. Sporangien getrennt od. in ein Äthalium zusammenfließend. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Sporangien ein Äthalium bildend. 1. Spumaria. B. Sporangien einzeln. a) Kalkkristalle sternf. 2. Didymiuni. b) Kalkkristalle linsenf., radiärstreifig. 3. Lepidoderma. 1. Gattung: Spumaria Persoon. Kalkkristalle sternf. Plasmodium weiß. Äthalium sehr verschieden gestaltet, 2 — 4 cm im Durchm,, ganz weiß von der Kalkbedeckung. Membran rötlich Myxomycetes. 21 od. weiß. Kapillitium weit netzf., purpurbraim. Auf Laub, Moosen, Gräsern usw., häufig. (Fig. 34.) S. alba (Bull.) » 2. Gattung: Didymlum Schrader. Sporangien gestielt, sitzend od. plasmodienähnlich. Kalkkristalle zerstreut auf der Oberfläche. Kapillitium netzf. mit Verdickungen, aber ohne Kalk. 1. Sporangien niemals plasmodienähnlich, stets gestielt. 2; Sporangien niemals gestielt, stets plasmodienähnlich od. pol- stert. 3. Sporangien sitzend od. plasmodienähnlich od. gestielt, niemals ab'er dann scheibig od. der Stiel hornartig. 4. 2. Plasmodium grau. Sporangien vereinzelt, scheibig, auf zentralem Stiel, 0,4 — 0,8 mm mit Stiel hoch, grauweiß, mit einzelnen braunen Kristallhaufen. Stiel blaßbraun od. schwarz, längsstreifig. Colu. mella + fehlend. Auf Laub, Moos usw., selten. D. elaviis (Alb. et Scliw.) Plasmodium grau. Sporangien halbkuglig, genabelt, herdig. 1 — 1,5 mm mit Stiel hoch, weiß. Stiel tief dunkelgrünbraun bis orange, hornartig durchscheinend, längsstreifig. Columella halb- kuglig. Auf Laub, zerstreut. D. iiigTipes (Link). 3. Plasmodium farblos od. blaßgelb. Sporangien kissenf. od. unregel- mäßig verlängert u. plasmodienartig, bis 2 mm lang, glatt, weiß, außen mit einer zusammenhängenden, porzellanartigen Lage von Kalkkristallen überzogen. Sporen 11 — 14 i^i Über Laub, Stengeln usw. .zerstreut. D. difforme (Pers.) Plasmodium lehmgelb. Sporangien niedergedrückt, ausgebreitet plasmodienähnlich, 2 — 8 mm br., od. netzf., wurmf., grau,, außen mit zerstreuten Kristallablagerungen. Sporen 7 — 9 /^. Auf Laub, zerstreut. (Fig. 35.) D. complanatum (Batsch) 4. Plasmodium grau. Sporangien halbkuglig, tief genabelt, gestielt, herdig, 0,5 — 1 mm hoch, od. fast sitzend u. zusammenfließend, weiß od. grau, außen mit zerstreuten braunroten Kristallhaufen. Stiel u. Columella dunkelbraun. Auf Laub, Rinde usw., nicht selten. D. farinaoeiim Schrad. Plasmodium grauweiß. Sporangien halbkuglig, genabelt, gestielt od. sitzend, 0,5 — 1 mm hoch, od. ausgebreitet plasmodienähnlich, herdig, schneeweiß durch die locker zusammenhängenden Kristall - ablagerungen od. grau, wenn die Kristalle spärlicher aufsitzen. Stiel u. Columella weiß. Auf Laub, häufig. (Fig. 36.) D. squamulosum (Alb. et Schw.) 3. Gattung: Lepidoderma de Bary. Sporangien gestielt, Membran knorpelig, zweischichtig, mit ober- flächlichen Kristallablagerungen. Kapillitium verflochten, ohne Kalk. 22 Myxomycetes. Sporangien fast kuglig, sitzend od. gestielt, 1 — 1,5 fi im Durchm., grün od. purpurgrau. Über Moosen, Rinde, Blättern usw., selten. (Fig. 37.) L. tiurinuin (Schrad.) 11. Familie: Stemonitaceae. Sporangien einzeln, gestielt, Membran zart, meist bald vergehend. Stiel sich als Columella in das Sporangium erstreckend, von der die verzweigten Fäden des Kapillitiums ihren Ursprung nehmen. 1. Lamproderma. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Stiel nur bis etwa zur Hälfte des Sporan- giums als Columella durchgehend, Mem- bran z. T. erhalten bleibend. B. Stiel bis zum Scheitel des Sporangiums als Columella durchgehend. Membran vergänglich. a) Kapillitiumfäden am Ende der etwas verbreiterten Columella entspringend. 2. Enerthenema. b) Kapillitiumfäden an der ganzen Colu- mella entspringend. I. Kapillitiumfasern nicht netzf. auf der Außenseite abschließend od. nur teilweise ein solches Netz bil- dend. Sporangien kuglig bis zy- lindrisch. 3. Comatiicha. II. Kapillitiumfasern außen zu einem vollständigen Netz zusammen- schließend, Sporangien nur zy- lindrisch. 4, Stemonitis. 1. Gattung: Lamproderma Rostafinski. Sporangien gestielt, kuglig od. ellipsoidisch. Membran häutig, z. T. stehen bleibend, Stiel schwarz. Columella bis zur Mitte des Sporangiums gehend. Kapillitium aus verzweigten, anastomosieren- den Fäden bestehend, die vom Scheitel der Columella ausstrahlen. 1. Sporangien 1 — 1,5 mm hoch. 2. Sporangien mit Stiel 2 — 3 mm hoch, purpurschwarz. Kapillitium purpurbraun, selten blasser. Auf Lohe, Moosen usw., zerstreut. (Fig. 38.) L. physaroides (Alb. et Schw.) 2. Plasmodium weißlich, Sporangien mit Stiel 1 — 1,5 mm hoch, stahlblau od. bronzefarben, irisierend. Kapillitium schwarz od. purpurbraun an der Basis blasser. Auf faulem Laub, stellenweise nicht selten. L. sciiitillaiis (Berk. et Br.) Plasmodium weißlich. Sporangien mit Stiel 0,6 — 1,5 mm hoch. Myxomycetes. 23 violett od. bronzefarben. Kapillitium farblos, seltner dunkler, an der Basis nicht blasser. Auf faulem Holz, Laub usw., zerstreut. L. arcyrioides (Somm.) 2. Gattung: Enerthenema Bowman. Sporangien gestielt. Columella durchgehend, vom Scheitel ihres erweiterten Endes entspringend. Plasmodium weißlich. Sporangien kuglig, mit Stiel 1 — 1,5 mm hoch, schwarz. Stiel u. Kapillitium schwarz. Auf faulem Holz, selten. (Fig. 39.) E. papillata (Pers.) 3. Gattung: Comatricha Preuß. Sporangien zylindrisch bis kuglig, herdig od. einzeln. Columella bis etwa zur Spitze sich erstreckend, auf ihrer ganzen Länge die Ka- pillitiumfasern entstehend, die sich netzf. vereinigen, aber kein ober- flächliches Netzwerk bilden. Stiel schwarz. Plasmodium weißlich. Sporangien kuglig bis zylindrisch, mit Stiel 1 — 6 mm hoch, purpurbraun. Kapillitium purpurbraun. Sporen fast glatt, 7 — 11 jf< Auf faulem Holz, zerstreut. (Fig. 40.) C. nigra (Pers.) Plasmodium weißlich. Sporangien zylindrisch, stumpf, mit Stiel 2 — 3 mm hoch, silbrig, dann braun, herdig, Kapillitium blaß braun. Sporen mit wenigen Wärzchen, 3,5 — 7 f^ Auf faulem Holz, häufig. C. typhina (Wiggers) 4. Gattung: Stemonitis Gleditsch. Sporangien zylindrisch, gestielt, herdig. Stiel durchgehend, Kapillitium auf der ganzen Länge der CoUumella ausstrahlend u. auch an der Oberfläche ein Netzwerk bildend. Stiel schwarz. 1. Sporen mit wenigen Wärzchen versehen. 2. Plasmodium weiß. Sporangien purpurschwarz, mit Stiel 2 — 5 mm hoch, meist büschelig. Kapillitium dunkelbraun, an der Oberfläche mit einigen Netzmaschen. Sporen grau od. rotviolett, stachlig, mit + netzf. Oberfläche. Auf Laub, Holz, Abfällen, häufig. (Fig. 41.) S. fusca Roth 2. Plasmodium gelblich weiß. Sporangien purpurbraun, mit Stiel 6 — 12 mm hoch, zuerst büschlig. Kapillitium purpurbraun, an der Oberfläche mit rundlichen Netzmaschen und anhängenden Resten der Sporangienwand. Sporen blaß rötlich purpurn, fast glatt. Auf faulem Holz, seltner. S. flaccida (List.) Plasmodium zitronengelb. Sporangien kurz gestielt, zimmet- braun 5 — 7 mm mit Stiel hoch. Kapillitium braun, an der Ober- fläche sehr feine eckige Netzmaschen bildend. Sporen blaßbräunlich, spärlich warzig. Auf Laub u. Holz, nicht selten. S. fiavos:enita Jahn 24 Eumycetes, 12. Familie: Amaiirochaetaceae. Sporangien zu einem Äthalium zusammenfließend. Kapillitium tief dunkelbraun, einfach fädig od. mit zelligen Zwischenstücken. A. Kapillitium aus unregelmäßig verzweig- ten Fäden bestehend. 1. Amaiirochaete. B. Kapillitium aus nicht verzweigten Fäden bestehend, die im Verlauf zellige Zwi- schenstücke tragen. 2. Brefeldia. 1. Gattung: Amaurochaete Rostafinski. Äthalien kissenf. Kapillitium von der Basis entspringend, aus verzweigten, meist parallelen Strängen bestehend, die unregelmäßig dick sind u. anastomosieren. Sporen dunkel purpurn, stachlig. Plasmodium gelblichweiß. Äthalien 0,2 — 4 cm br., bedeckt mit einer silberigen Haut. Auf Kiefern, nicht selten. (Fig. 42.) A. atra (Alb. et Schw.) 2. Gattung: Brefeldia Rostafinski. Äthalien kissenf., Einzelsporangien + unregelmäßig durch Wand- bildungen angedeutet. Kapillitium aus zahlreichen, + parallelen Fäden bestehend, die im Verlauf zellenartige Zwischenstücke tragen. Plasmodium weiß. Äthalien 2 — 16 mm br., 5 — 10 mm dick, pur- purbraun. Sporen fein stachlig. Auf faulem Holz, zerstreut. (Fig. 43.) B. maxima (Fr.) 3. Abteilung: Elimycetes (Fadenpilze). Vegetativer Teil (Thallus) aus Fäden bestehend. Fk. sehr ver- schiedenartig; bei den niederen Formen geschlechtliche, bei vielen noch nicht nachgewiesene Fortpflanzung. 1. Klasse: Phycomycetes, Myzel nicht septiert. Fortpflanzung mannigfach, geschlechtliche Befruchtung neben ungeschlechtlicher Fortpflanzung, I. Unterklasse: Oomycetes. I. Reihe: Chytridiineae. Mikroskopische, meist im Wasser wohnende, parasitische od. saprophytische Pilze. Thallus einzellig, restlos zum Schwärmsporan- gium w^erdend od. Myzel u. Sporangien resp. Dauersporen bildend. Fortpflanzung durch Schwärmsporen, die in Sporangien od. Dauer- sporen entstehen. Oomycetes. 25 B, (Myxoeliytridiiiieae) 1. Woroiiiiiaceae. 2. Olpidiaceae. Bestimmuugstabelle der Familien. Thallus nie myzelartig, sondern anfangs aus nacktem Plasma bestehend, das sieh eist kurz vor der Fruktifikation mit einer Haut umgib f, od. von Anfang an mit feiner Haut, bei der Reife ein Sporangium od. eine Dauerspore od. einen Haufen der- selben bildend. a) Th. lange nackt, amöboid, bei der Reife als ganzes od. in einzelnen Stücken zum Sporangium od. zur ' Dauerspore werdend. Schwärmspo- ren zweigeißlig. b) Th. sehr frühzeitig mit Membran um- geben. Schwärmsporen fast stets ein- geißlig. I. Th. sich in ein einziges Sporan- gium resp. Dauerspore umwan- delnd. Parasitisch, meist auf Algen. II. Th. meist kuglig, gefärbt, bei der Reife in eine Dauerspore um- gebildet od. nach Zerfall des Plas- mas eine Anzahl von Sporangien bildend. Parasitisch, meist in Landpflanzen. Th. in ein meist feines, dünnfädiges Myzel u. in Sporangien u. Dauersporen gegliedert, von Anfang an mit Membran a) Myzel dünnfädig, zart, wurzelartig verzweigt, mit spitzen Enden, wenig ausgedehnt u. mit den Sporan- gien (wenigstens anfangs) in offener Verbindung. Sporangien fast stets einzeln, selten mehrere durch Durcli- wachsung gebildet. Dauersporen ähn- lich wie die Sporangien. Meist Para- siten. b) Myzel mit stammartiger Hauptachse od. sehr reich verzweigt u. weit aus- gedehnt. I. Myzel aus Hauptstamm u. Seiten - zweigen bestehend, von den Spo- rangien durch Wand abgetrennt. Sporangien terminal, meist einzeln Saprophyten. 3. Syiiehytrlaeeae. (Mycoehytridiineae) 4. Rhizidiaeeae. o. Hyphochytriaceae 26 Eumycetes. II. Myzel dünn, reich verzweigt, sich weit erstreckend, stets mit inter- kalaren od. terminalen Anschwel- lungen versehen, die in 2 bis mehrere Sammelzellen geteilt werden. Parasiten u. Sapro- phyten 6. Cladochytriaceae. 1. Familie: Woroninaceae. Th. sehr lange aus nacktem Plasma bestehend, das oft von dem der Nährzelle nicht abgesetzt ist u. es mit pseudopodienartigen Fort- sätzen durchsetzt. Später umhüllt sich der Th. als ganzes mit einer Membran oder zerfällt in mehrere Teilstücke, von denen jedes sich mit Membran umhüllt, es bilden sich also Einzelsporangien (bzw. Einzeldauersporen) od. Sporangiensori (bzw. Cystosori). Schwärm- sporen zweigeißlig. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Th. sich in ein einziges Sporangium od. Dauerspore umwandelnd. a) Dauersporen mit Anhangszelle. 1. Olpidiopsis. b) Dauersporen ohne Anhangszelle 2. Pseudolpidhim. B. Th. in Sporangien od. Cystosori zerfal- lend. a) Jedes Sporangium eines Sorus von dem Wirt in einem Fache eingeschlossen u. mit dessen Wandung verwachsend, daher zylindrisch. Dauerzellen einzeln stachlig. 3. Rozella. b) Alle Sporangien eines Sorus in einem, vom Wirt gebildeten Fach, kuglig, Dauerzellen in Haufen. 4. W^oronina. 1. Gattung: Olpidiopsis Cornu. Th. nackt, dann sich zu einem Sporangium umbildend, das mit ein od. mehreren Entleerungsschläuchen versehen ist. Dauersporen dickzellig, warzig od. stachlig u. mit meist einer od. mehreren, kleinen, leeren Anhangszellen. Sporangien zu mehreren in blasig aufgetriebenen Enden von Saprolegniaschläuchen, mit einem + vorragenden Entleerungshals. Dauersporen dunkel graubraun, kuglig bis ellipsoidisch warzig, 68 — 78 /< lg. u. br., mit hügliger Anhangszelle. In Saprolegniaarten, häufig. 0. saprolegniae Coinu Sporangien ähnlich. Dauersporenkuglig, mit gelbbrauner, dicker Ooinycetes. « 27 Membran u. spitzen Stacheln, 60 — 40 i^ Durchm., mit kugliger od. ellipsoidischer xA.nhangszelle. In Achlyaarten, selten. (Fig. 44.) 0. minor A. Fisch. 2. Gattung: Pseudolpidium A. Fisch. Von vor. Gatt, durch das Fehlen der Anhangszellen bei den Dauersporen verschieden. In Saprolegniaarten, nicht selten. (Fig. 45.) P. saproleg:iiiae (A. Br.) In Achlyaarten, ebenso. P. fusiforme (Cornu) In Aphanomycesarten, ebenso. P. aphanomycis (Cornu) « 3. Gattung: Rozella Cornu. Der Inhalt der Schwärmspore tritt in die Wirtszellc durch den feinen Infektionsschlauch ein u. teilt sich nach vollendetem Wachs- tum in viele Einzelpartien, die die Wirtszelle mit einer Wand von- einander abschließt. Jede so abgeschlossene Plasmaportion umgibt sich mit einer Wand, welche mit den von der Wirtszelle gebildeten Wandungen eng verwächst, u. wird zum Sporangium. Dauersporen lose in den Fächern einzeln liegend, braun, kleinstachelig. In Saprolegnia, zerstreut. R. septigena Cornu 4. Gattung: Woroniiia Cornu. Der eingedrungene Parasit wird im ganzen durch Wandungen isoliert und bildet im Fach einen Sporangien- od. Cystosorus. In Saprolegnia, nicht selten. (Fig. 46.) W. polycystis Cornu In Vaucheria terrestris u. sessilis, seltner. W. g'lomerata (Cornu) 2. Familie: Olpidiaceae. Th. zehr frühzeitig od. von Anfang an mit Membran umgeben u. vom Plasma des Wirtes abgegrenzt, bei der Reife sich in ein einziges Sporangium (bzw. Dauerspore) umwandelnd. Schwärmsporen ein- geißlig. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Dauersporen mit Anhangszelle. 1. Pseudolpidiopsis. B. Dauersporen ohne Anhangs zelle. a) Sporangien frei in der Nährzelle liegend. I. Sporangien mit vielen Entleerungs- schläuchen . 1. Sporangien schlauchf., Entlee- rungsschläuche kurz, in Reihen stehend. 2. Ectrouelia. 28 • Eumycetes. 2. Sporangienkuglig, Entleerungs- schläuche lg., allseitig ausstrah- lend 8. Pleotrachelus. IT. Sporangien mit wenigen (1 — 3) Entleerungsscliläuchen, 1. Sporangien meist mit 2 polar ge- legenen, kurzen Entleerungs- papillen. 4. Sphaerita. 2. Sporangien meist nur mit einem langen Entleerungshals. 5. Olpldium. h) Sporangienwand mit der Wand der Nährzelle verwachsen. 6. Pleolpidium. 1. Gattung: Pseudolpidiopsis v. Minden. Th. von Anfang an mit feiner Membran umgeben und als ganzes zum Schwärmsporangium werdend, das einen + langen Entleerungs- schlaucli besitzt. Dauersporen durch Vereinigung zweier Individuen entstehend, das Plasma des einen in das andere überfließend. Die leere Zelle bleibt dann als Anhangszelle den Dauersporen anhaften. Dauersporen glatt, dickwandig. In vegetativen od. Zygotenzellen von Konjugaten (Spirogyra, Mougeotia, Mesocarpus), zerstreut. (Fig. 47.) P. Schenkiana (Zopf) 2. Gattung: Ectrog'ella Zopf. Th. meist wurmf., wohl von Anfang an mit Membran, sich zum wurmf. Sporangium mit mehreren kurzen Entleerungsschläuchen umbildend. Dauersporen unbekannt. In Zellen von Synedra od. Pinnularia, selten. E. bacillariaeearum Zopf 3. Gattung: Pleotrachelus Zopf. Th. nackt, mit pseudopodienartigen Fortsätzen, dann sich mit einer Membran umgebend u. ein Sporangium werdend, das meist kuglig ist u. viele Entleerungsschläuche besitzt. Dauersporen un- bekannt. In dem Myzel u. Gemmen von Pilobolus cristallinus, selten. (Fig. 48.) ' - P. fulgens Zopf 4. Gattung: Sphaerita Dang. Th. kuglig, von Anfang an mit Häutchen umgeben, sich dann zu einem ellipsoidischen Sporangium umwandelnd, das an beiden Enden eine Entleerun gspapille trägt. Dauersporen ähnlich, aber mit dickwandiger, bräunlicher, oft feinstachliger Membran. Sporangien und Dauersporen ca. 12 ^m lg., 8. /* br. In Euglena u. anderen Flagellaten, nicht häufig. S. eiidogena Dang. Oomycetes. 29 5. Gattung: Olpidium A. Braun. Tli. nackt, sich später mit Membran umgebend u. zum Sporen- gium (bzw. Dauerspore) werdend. Sporangien kuglig od. ellipsoidisch, fein wandig, mit einem langen Entleerunglials. Dauersporen kuglig, glatt od. warzig. 1. In vegetativen Zellen von Plianerogamen vorkommend. 2. In Pollenkörnern u. Pilzsporen vorkommend. 3. In Algenzellen vorkommend. 5. In tierischen Eiern vorkommend. 7. 2. In den Lellen des Wurzelhalses junger Kohlptlanzen, die dadurch fa\ilen u. umfallen (schwarze Beine des Kohl), bei zu dichtem Stande in den Frühbeeten, nicht selten. F. (Fig. 49.) 0. brassicae (Woron.) In den Zellen von Blättern, Blatt- u. Blütenstielen von Tri- folium repens, Schwielen u. Auftreibungen verursachend. Sehr zerstreut. 0. trifolii Schioet. In den Zellen von Lemna minor u. poylrrhiza, selten. 0. lemiiae (Fisch) 3. In den Uredosporen von Puccinia- Arten selten. 0. iirediiiis (Lagli.) In Pollenkörnern. 4. 4. Sporangien zu 1 — 12 in einem Pollenkorn. Zoosporen 4 — 5^ im Durchm. Dauersporen mit glatter, doppelt konturierter, dicker Membran. Auf Pinuspollen in Wasser, selten. (Fig. 50.) 0. penduluiii Zopf Sporangien zu 1 — 30 in einer Zelle. Zoosporen ca. 2 /* im Durchm. Dauersporen mit einer eng anliegenden Innenhaut u. weit davon abstehenden, glatten Außenhaut. Auf in Wasser liegenden Pollen- körnern der verschiedenestn Pflanzen, häufig. 0. luxuriaiis (Tomasch.) 5. Entleerungshals der Sporangien nicht blasig anschwellend. 6. Entleerungshals der Sporangien vor dem Austritt aus der Xähr- zelle blasig anschwellend, dann wieder verengt. Dauersporen mit glatter Membran u. weiter, blasenf. Hülle. In Zellen von ver- schiedenen Desmidiaceen häufig. 0. endogeiuim A. Braun 6. In Zellen von Zygnema, selten. 0. zygnemieola Magn. In Zellen von Spirogyra, Cladophora, Vaucheria, nicht selten. 0. entophytum (A. Braun) 7. Sporangien einzeln in einer Nährzelle, ellipsoidisch, 55 [a. lg. u. 30 ,/i br., mit sehr langem Entleerungshals. In Eotatorieneiern. selten. 0. macrosporum (Xowak.) Sporangien zu 12 u. mehr in einer Nährzelle, kuglig bis ellipsoi- disch, 30 — 70 C im Durchm., mit sehr kurzem, schnabelf. Ent- leerungshals. In Eotatorieneiern zerstreut. 0. gresarium (Nowak.) 30 Eumycetes. 6. Gattung: Pleolpidiiim A. Fisch. Plasma aus der Schwärmspore in die Nährzelle durch einen kurzen Keimschlauch übertretend u. eine kleine Anschwellung der Membran bildend, nackt, später sich mit Membran umgebend, die mit der Nährzelle vollständig verwächst. Dauersporen an demselben Ort wie die Sporangien entstehend, kuglig, mit bräunlicher, fein stachliger Membran. Sporangien nur in den Sporangien der Wirtspflanze auftretend. In Araiospora spinosa, selten. P. araiosporae (Cornu) Sporangien in den Zellen der Nährpflanze tonnenf. Anschwel- lungen erzeugend. In Monoblepharis polymorpha, selten. (Fig. 51.) P. monoblepharidis (Cornu) 3. Familie: Synchytriaceae. Th. sehr frühzeitig von einem feinen Häutchen umgeben, als ge- färbter Körper vom Inhalt der Nährzelle unterscheidbar. Aus solchem Th. entsteht nach dem Wachstum entweder eine Dauerspore od. durch Zerklüftung des Inhaltes ein Sporangiensorus. Öfter tritt das Plasma aus der ursprünglichen Thzelle heraus, umgibt sich mit einer Membran und bildet durch Zerklüftung einen Sporangiensorus. Schwärmsporen eingeißlig, gefärbt. Einzige Gattung: Syiiehytrium de By. et Wor. Der Th. eines Individuums sitzt in einer Zelle u. füllt sie all- mählich völlig aus. Meistens vergrößert sich die befallene Zelle ab- norm und ragt über ihre Umgebung hinaus, sehr häufig vergrößern sich auch die Nebenzellen stark u. dadurch werden schwielenartige Anschwellungen od. Gallen gebildet, die meist noch gefärbt sind. Parasiten in höheren Pflanzen auf feuchten Standorten. 1. Dauersporen u. Sporangiensori gebildet, die innerhalb der ur- sprünglichen Thzelle entstehen, Inhalt gelbrot (Eusynchy- trium. 2. Dauersporen u. Sporangiensori gebildet, letztere aber nach Austritt des Plasmas der ursprünglichen Thzelle entstehend. Inhalt gelbrot. (Mesochytrium.) 3. Dauersporen allein vorhanden, keimend nach Hervortritt des Plasmas unter Bildung eines Sporangiensorus. (Pycenochy- trium). 4. 2. Gallen krustig, etwas hervorragend. Sori mit dicker, gelbrötlicher Membran im Gewebe der Nährpflanze, kuglig, 40 — 50 /< im Durchm. Dauersporen mit dicker Membran, gelbrot. Zoosporen eiförmig, 2 ^i- lg. Auf Kartoffeln und Rhizomen derselben häufig im Westen. S. S. endobioticum (Schilb.) Gallen knötchen- od. punkft., gelb-, orange- od. blutrot, einzeln od. zu Schwielen zusammentretend. Sporangiensori zu 1 — 4 in Oomycetes. 31 der Nährzelle, etwa kuglig, 40 — 250 a* im Durchm., rot. Dauer- sporen kuglig, braun, 50 — 80 /< im Durchm. Schwärmsporen rot. An allen oberirdischen Teilen von Taraxacum officinale, zerstreut. S. taraxaci de By. et Wor. Gallen ähnlich. Sporangiensorus 60 — 100 ;" im Durchm. Dauer- sporen ähnlich, 60 — 82 /< im Durchm. In den Blättern von Oeno- thera biennis, nicht häufig. S. fulgens Schroet. 3. Gallen einzeln, als goldgelbe Punkte erscheinend od. zu Streifen u. Krusten verschmolzen. Hervortretende Plasmakörper rot, 100 — 170// im Durchm. Dauersporen mit brauner Membran u. rotem Inhalt. Schwärmsporen rot. Auf allen oberirdischen Teilen von Succisa pratensis, nicht selten. (Fig. 52.) S. suecisao de By. et Wor. Gallen länglich halbkuglig, einzeln punktf. oder zu Krusten zusammenfließend, gelbrot od. kastanienbraun, je nach dem Vorhandensein von Sporangiensori od. Dauersporen. Hervor- tretender Plasmakörper rot, 80 — 150 /< im Durchm. Dauersporen u. Schwärmsporen ähnlich. An den oberirdischen Teilen von Stellaria media u. nemorum, nicht häufig. S. stellariae Fuck. 4. Inhalt der Dauersporen gelb od. rot gelb (Chrysochytrium) 5. Inhalt der Dauersporen farblos (Leucochytrium) 9. 5. Dauersporen die ganze Nährzelle voll anfüllend. Gallen halb- kuglig oder zylindrisch, zusammengesetzt. 6. Dauersporen lose in der Nährzelle liegend. Gallen klein, einfach, nur aus vergrößerten Epidermiszellen bestehend. 7. 6. Gallen knötchenf., orange- od. goldgelb, gleichmäßig verteilt, selten zusammenfließend. Dauersporen mit kastanienbrauner Membran u. goldgelbem Inhalt. Bei der Keimung tritt das Plasma in Form einer umrandeten Blase hervor u. zerfällt in zahlreiche Sporangien, die durch Platzen der Membran frei werden. Am häufigsten auf Lysimachia nummularia, aber daneben auf zahl- reichen anderen Pflanzen feuchter Standorte, häufig. S. aureum Schroet. Gallen halbkuglig bis zylindrisch, einzeln od. zusammenfließend, auf dem Scheitel mit einem Büschel einzelliger Haare. Dauer- sporen ähnlich. Auf den oberirdischen Teilen von Potentilla tor- mentilla sehr zerstreut. S. pilifieum Thomas 7. Gallen haarartig vorspringend. 8. Gallen flach punktf., schwefel- bis goldgelb, nur aus einer einzigen, wenig vergrößerten Zelle bestehend. Dauersporen zu 1 — 3 locker in der Nährzelle, goldgelb, 28 — 200 /< im Durchm. Auf den oberirdischen Teilen von Gagea- Arten, nicht selten. S. laetiim Schroet. 8. Gallen aus haarartig auswachsenden Epidermiszellen bestehend, die oft krustige Knötchen bilden, gelbrot bis schwarzbraun. Dauer- sporen meist einzeln, 70 — 136 n im Durchm., mit brauner Meni- 32 Eumycetes. brau und rotem Inlialt. Auf Myosotis stricta u. Lithospermum arvense, selten. S. niyosotidis Kühn Gallen ähnlich haarartig, in W. od. F. bricht der obere Teil der Gallenzelle deckelartig ab u. es bleibt ein kleiner Becher zurück. Dauersporen 50 — 150/" im Durchm., ähnlich wie vor. Auf Poten- tilla argentea u. Dryas octopetala, sehr zerstreut, in höheren Ge- birgslagen häufiger. S. poteiitillae (Schroet.) 9. Auf Monokotyledonen. 10. Auf Dikotyledonen. 11. 10. Gallen sehr klein, punktf., braun, aus einer wenig hervoiragenden Epidermiszelle gebildet. Dauersporen 50 — 70 i^i in Durchm. Auf den Blättern von Gagea pratensis, zerstreut. S. piiiictatum Schroet. Gallen schmutzig weiß, braun berandet, punktf., Dauersporen 50 — 160 /< im Durchm. Auf Ornithogalum umbellatum, selten. S. Niesslii Bub. 11. Nährzellen mit rotem od. braunrotem Zellsaft erfüllt, oft auch noch die benachbarten Zellen. 12. Nährzellen mit farblosem Zellsaft. 13. 12. Gallen rot punktf., nur aus einzelnen Epidermiszellen bestehend. Dauersporen kuglig, mit dicker, hellgrauer, unebener Membran. Auf Saxifraga granulata, selten. S. rubroeinctiim Magn. Gallen in Form kleiner, schwarzroter Knötchen, einzeln od. größere Schwielen bildend. Dauersporen kuglig, ca. 125 — 170 n im Durchm., mit gelbbrauner, dicker, glatter od. wenig warziger Membran. Auf Anemone nemorosa u, ranunculoides, häufig. S. anemoiies de By. et Wor. 13. Dauersporen sehr wechselnd in Form u. Größe. Gallen meist einfach, selten zusammengesetzt, aber dann wenig vorspringend. 14. Dauersporen kuglig od. ellipsoidisch. Gallen zusammengesetzt, stets deutlich + vorspringend. 15. 14. Auf Yiola biflora in den Alpen. S. alpiiium Thomas Auf Adoxa, Ficaria, Isopyrum u. Kumex acetosa zerstreut. S. anomahini Schroet. 15. Gallen halbkuglige Knötchen bildend, einzeln od. höckerig- krustig, braun. Dauersporen mit hellbrauner, glatter Membran, meist 60 — 80 /" im Durchm. Auf Viola -Arten, Veronica -Arten, Potentilla reptans, Galium mollugo, Sonchus asper, Cirsinm oleraceum, Achillea millefolium, Myosotis palustris, nicht selten. S. globosum Schroet. Gallen glasperlenartig, ± kuglig, oft gestielt, einzeln od. krustig. Dauersporen mit streifiger Membran, meist kurz ellipso- idisch, 100 — 170 /< lg., 71 — 100 /' br. An den oberirdischen Teilen von Mercurialis perennis, zerstreut. S. mercurialis (Lib.) Oomycetes. 33 4. Familie: Rhizidiaceae. Myzel dünn, zart, meist wurzelartig, mit spitzen Enden, wenig ausgedehnt, meist nur auf eine Nälirzelle beschränkt, mit den Spo- rangien meist bis zur Eeife in offener Verbindung. Sporangien stets in der Einzahl, selten mehrere durch Durchwachsung nacheinander. Dauersporen meist wie die Sporangien entstehend. B. 1. 2. Entophlyctis. Diplophlyctis. Bestimmungstabelle der Gattungen^) Sporangien u. Dauersporen in der Xähr- zelle entstehend (Entophlycteae). a) Dauersporen glatt. Sporangien u. Dauersporen ohne subsporangiale Blase. b) Dauersporen stachlig. Subsporangiale Blase vorhanden. Sporangien u. Dauersporen außerhalb des Substrates gebildet, selten letztere intra- matrikal. a) Myzel nur aus dem zarten Stiel (Keim- schlauch der Spore) u. einem winzigen scheibigen H austor bestehend ( H a r p o- chytrieae). b) Myzel verzweigt, fädig, zart od. gröber, wenn nur haustorienartig, dann gröber u. größer. Myzel äußerst zart, wurzelartig, wenig ausgedehnt, seltener aus büschligen Haustorien bestehend (Ehizophidieae). 3. Harpochytrium. I. 1, 9 Myzel auf ein un verzweigtes, nadel- od. bläschenf. Haustor beschränkt. Myzel stets verzweigt wurzel- artig. a) Sporangien ohne subsporan- giale Blase. § Schwärmsporen hüpfend, Geißel nachschleppend. §§ Schwärmsporen nicht hüp- fend, Geißel vorn befestigt. ß) Sporangien mit einer sub- 4. Phlvctidiiim. o. 6. Rhizophidium. Latrostiiim, 1) Da sich die Unterfamilien nur durch minimale Unterschiede charak- terisieren, die oft noch variieren, so vergleiche man bei der Bestimmimg die Abbildungen. Lindau, Kryptogamenflora II, 1. 2, Aufl. 3 34 Eumycetes. sporangialen, meist intra- matrikalen Blase y) Sporangium ohneBlase,aber mit deutlichem Stiel. § Sporangien mit scheitel- ständigem Stachel, mitdem Stiel in offener Verbindung. §§ Sporangien stachellos, vom Stiel durch eineWand ge- trennt. II. Myzel schlauchf., dicker, einfach od. wurzelartig verzweigt, weit ausgedehnt, seltener extramatrikal 1 . Myzel nur intramatrikal, büsche- lig-fädig od. dick schlauchf. Sporangien aus den erstarken- den Sporen extramatrikal gebil- det, Dauersporen intramatrikal (Chytridieae). a) Sporangien sich am Scheitel mit Loch öffnend, Dauer- sporen stachlig. ß) Sporangien sich am Scheitel mit Deckel öffnend, Dauer- sporen glatt. 2. Myzel intramatrikal, pfahl- wurzelartig od. extramatrikal u. nur mit den Spitzen eindrin- gend, weit ausgebreitet. Sporan- gien aus der erstarkenden Spore extramatrikal gebildet od. als sackf. Auswüchse derselben ent- stehend. Dauersporen ähnlich od. durch einen Fusionsprozeß entstellend. (Rhizidieae). a) Sporangien u. Dauersporen direkt aus der erstarkenden Spore entstellend. § Myzel pfahlwurzelartig, in- tramatrikal. §§ Myzel extramatrikal, nur mit den äußersten Zweig - enden eindringend. ß) Sporangien als seitliche Aus- sackungen der Spore ent- stehend. Dauersporen durch Fusion gebildet. 7. Phlyctochytrium. 8. Obelidium. 9. Podochytrium. 10. Dangeardia. 11. Chvtridium. 12. Rhizidium. 18. Rhizophlyctls. 14. Polyphagus. Oomycetes. 35 1. Gattung: Eiitophlyctis A. Fischer. Die keimende Scliwärmspore umgibt sich mit einer Membran u. sendet einen feinen Keimschlauch in die Nährzelle, der am Ende zum Sporangium anschwillt u. von dem ein feinfädiges, wurzelartiges Myzel entspringt. Der Keimt'aden wird zum Entleerungshals des Sporangiums. Dauersporen intramatrikal, wie die Sporangien ent- stehend, mit dicker, glatter, gelblicher od. bräunlicher Membran. In Gloeococcus mucosus, zerstreut. F. E. apiculata (A. Braun) In Vaucheria u. Spirogyren, zerstreut. E. rhizina (Schenk) In vegetativen Zellen von Spirogyra crassa, selten. E. bulligera (Zopf) In Cladophora, selten. (Fig. 53.) E. Cienkowskiana (Zopf) 2. Gattung: Diplophlyctis Schroet. Wie vor. Gatt., aber die gekeimte Spore verschwindet, u. unterhalb, des Sporangiums bildet sich zuerst eine blasige Anschwellung, von der die Rhizoiden ausgehen. Dauersporen wie bei vor. Gatt., aber stachlig. In toten od. absterbenden Zellen von Nitella-Arten u. Chara polyacantha, selten. (Fig. 54.) D. intestina (Schenk) 3. Gattung: Harpochytrium Lagerheim. Die zur Ruhe gekommene Schw^ärmspore bildet einen feinen, am Ende plattenartig anschwellenden Keimfaden u. bildet sich selbst zu einem langen, spindelf. gebogenen Sporangium um. Dauereporen unbekannt. Sporangien 80 — 150 i-i lg. u. 4 — 6 [^ br. Auf Spirogyra, Zygnema u. Oedogonium, selten. (Fig. 55.) H. Hedenii Wille 4. Gattung: Phlyctidiuni A. Braun. Die Schwännspore entsendet in die Nährzelle ein unverzweigtes, meist kurzes Haustor u, bildet sich zu einem verschieden gestaltigen Sporangium mit einem oder mehreren Entleerungshälsen um. Dauer- sporen kuglig, dickwandig, ebenso gebildet. Auf Ulothrix zonata, selten. P. laterale A. Braun 5. Gattung: Rhizophidium Schenk. Wie vor. Gatt., aber ein zartfädiges, verzweigtes Wurzelsystem gebildet. Sporangien mit ein od. mehreren, meist etwas vorspringen- den Löchern sich öffnend. Dauersporen ebenso gebildet, mit bräun- licher Membran. 1. Sporangien (besonders die größeren) sich stets mit 2 — 5 Löchern öffnend, die als Papillen od. Tüpfel erkennbar sind. 2. Sporangien sich stets nur mit einem Loch öffnend. 6. 2. Sporangien kuglig od. fast kuglig. 3. 3* 36 Eumycetes. Sporangien durch die vorspringenden Entleerungswarzen eckig u. unregelmäßig gestaltet. 5. 3. Auf Algen. 4. Sporangien 8 — 36 [^ im Dur ehm., mit 2 — 4 Löchern. Dauer- sporen dickwandig, farblos. Auf Pollen von Pinus, aber auch von anderen Pflanzen im Wasser, nicht selten. (Fig. 56.) R. pollinis (A. Braun) 4. Sporangien 15 — 50 (meist 25) /« im Durchm. mit 1 — 5 stumpf - liehen Entleerungswarzen. Dauersporen braun, kleinstachlig. Auf vielen Diatomeen, Desmidiaceen, Oedogonium, Clado- phora, Sphaeroplea, nicht selten. R. globosum (A. Braun) Sporangien bis \2 f^i im Durchm. bald zusammenfallend., mit 1 — 3 Löchern. Auf einer Cyclotella-Art selten. R. cyclotellac Zopf 5. Sporangien eckig, mit 2 — 3 vorspringenden Entleerungsw^arzen, 20 — 25 i" im Durchm. Auf den Spitzen der Fäden von Oscillatoria u. Lyngbya, selten. R. siibaiig-ulosum (A. Braun) Sporangien durch zwei seitliche Entleerungspapillen quer, Spindel- od. halbmondf. gekrümmt, ca. \1 i^t Querdurchmesser. Auf Chlamydomonas pulvisculus u. obtusa, selten. R. traiisversum (A. Braun) 6. Sporangien kuglig od. etwas ellipsoidisch, mit flachem Loch od. mit + vorgestrecktem Hals. 7. Sporangien spindelf. od. eckig. 11. 7. Auf Algen u. Flagellaten. 8. Sporangien kuglig, mit weitem Loch sich öffnend u. dann schüsself., höchstens 20 /< im Durchm. Auf den Oogonien von Saprolegnia u. Achlya, nicht häufig. R. carpophilum Zopf 8. Sporangien nur mit Entleerungspapille 9. Sporangien mit + langem Entleerungshals. 10. 9. Sporangien kuglig bis zitronenf., 6 — 16 /^ im Durchm. Auf Flagellaten, selten. W. R. acuforme (Zopf) Sporangien birn- od. zitronenf., 12 — 30 fi lg., 11 — 22 A< br. Auf Coleochaete pulvinata, Conferva bombycina, Draparnaldia glomerata, ülotlirix zonata, Stigeoclonium. zerstreut. R. mamillatum (A. Braun). 10. Sporangien kochflaschenf., mit kugligem Anhängsel, 14 ^ lg., 11 ;W br. Auf Chlamydomonas, selten. R. appendiculatiim (Zopf) Sporangien kuglig, 7 ;" im Durchm., mit langem, in eine feine kugelf. Spitze auslaufendem Hals. Auf Mougeotia selten. W. R. ampullaceum (A. Braun) 11. Sporangien spindelf. 12. Sporangien eckig. 13. 12. Auf Synedra, Cymbella u. Gomphonema, selten. R. fusus (Zopf) Auf Melosira, selten. R. lageiuila (A. Braun) 13. Sporangien mit buckelartigen od. hornartigen Auftreibungen. 14. Oomycetes. 37 Spornngieii stumpfeckig kuglig od. birnf., 10 — 15 /^ im Durclim. Auf Chroococcus turgidus in Moortümpelii des Riesengebirges. R. agile (Zopf) 14. Sporangien ei-, birn- od. spindelf. im Umriß, mit mehreren buckelartigen Hervortreibungen, ca. ll/t lg,, S fi dick. Auf Desmidiaceen, Diatomeen, Palmellaceen u. Rotatorieneiern in Moortümpeln des Riesengebirges. R. dbbosuin (Zopf) Sporangien zuerst kuglig, dann mit + zahlreichen, ungleich lg. oft gespaltenen, hornartigen Fortsätzen, dadurch sternf.- lappig erscheinend, 10 — 13 i^i im Durchm. Auf Sphaerozyga circinnalis, selten. S. R. cornutiim (A. Braun) 6. Gattung: Latrostium Zopf. Sporangien aus der erstarkenden Spore entstehend, mit vielen zarten Würzelchen, seitlich sich mit einem Loch öffnend. Dauer- sporen mit sehr dicker, fein radial streifiger Wandung u. riesigem Fettropfen. In den Oogonien von Vaucheria sessilis u. terrestris, selten. F. L. comprlmeiis Zopf 7. Gattung: Phlyctochytrium Schroet. Die zur Ruhe gekommene Schwärmspore treibt ins Innere der Nährpflanze einen feinen Sclüauch, der am Ende blasig anschwillt u. an der Blase feine Würzelchen bildet. Sporangien aus der Spore hervorgehend, durch ein meist scheitelwärts gelegenes, oft gezähntes Loch sich öffnend. Dauersporen unbekannt. 1. Mündung der Sporangien ganz migezähnt. 2. Mündung der Sporangien mit knopfiger Verdickung od. zahnf. Vorsprüngen. 3. 2. Auf Oedogonium, Bulbochaete, Spirogyra, Zygnema. Closterium u. Cladophora, zerstreut. P. Scheiikii (Dang.) Auf Hydrodictyon utriculatum, selten. P. hydrodictyi (A. Braun) Auf Ruhezuständen von Eugiena, selten. P. eugieiiae (Schenk) 3. Auf Zygnema cruciatum u. stellinum, zerstreut. W. F. P. zygnematis (Rosen) Auf Oedogonium rivulare, selten. W. (Fig. 57.) P. quadricoriie (de By.) Auf Spirogyra orthospira, selten. P. dentatiim (Rosen) 8. Gattung: Obelidium Nowakowski. Die ausgekeimte Schwärmspore schickt in die Nährzelle 5 — 7 kräftige, verzweigte Rhizoiden u. bildet sich zu einem Sporangium mit Stiel u. solidem, spitzem Stachel am Scheitel um. Sporangien unter dem Scheitel mit Loch sich öffnend. Dauersporen unbekannt. Sporangien 32 — 56 ,u lg., 8 — 15 ,u br. Auf leeren Hüllen von Mückenlarven, selten. (Fig. 58.) 0. mucronatiim Nowak. 38 Eumycetes. 9. Gattung: Podochytriiim Putzer. Scliwärmspore in die Nährzelle ein wurzelartiges Myzel aus dem Keimsclilaucli entsendend, am Scheitel aber zu einem keulig an- schwellenden, nicht mit Stachel versehenen Sporangium auswachsend^ Sporangium sich durch eine Wand von der zum Stiel werdenden Schw^ärmspore abgienzend, am Scheitel sich öffnend. Auf Pinnularia- Zellen im Riesengebirge. (Fig. 59.) P. elavatiim Pütz. 10. Gattung: Dangeardia Schröder. Die Schwärmspore bildet einen feinen Keimschlauch, der sich mit der Schwärmsporenzelle zu einem f laschen!. Sporangium um- bildet, das am Grunde büschelige Saugfäden besitzt. Dauersporen intramatrikal, ohne Saugwürzelchen, mit dicker, stacheliger Membran. Auf Pandorina morum, selten. (Fig. 60.) D. mamillata Schröd. 11. Gattung: Chyfridium A. Braun. Die Schw^ärmspore bildet ein Sporangium ; der Keimfaden bildet direkt ein schlauchf. od. wurzelf. Myzel, selten erst eine Blase. Spo- rangien flaschen- od. eif., an der Spitze mit Deckel sich öffnend. Dauersporen intramatrikal. 1 . Ohne subsporangiale Blase. 2. Sporangien kuglig od. eif., durch einen zarten, die Membran der Nährzelle durchsetzenden Schlauch mit einer Blase in Verbindung stehend, von der wenige zarte Rhizoiden entspringen. Auf Zygnema stellinum, Spirogyra crassa, Oedogonium, Vaucheria u. Nitella flexilis, zerstreut. C. lagenaria Schenk 2. Auf Oogonien von Oedogonium -Arten, nicht selten, (Fig. 61.) :, C. olla A. Braun Auf Mesocarpus, selten. C. mesocarpi (Fisch) Auf Epithemia zebra, selten. C. epithemiae Nowak. 12. Gattung: Rhiziduim A. Braun. Die Schwärmspore wird zum Sporangium u. der Keimschlauch bildet ein pfahlwurzelartig sich verzw^eigendes Wurzelsystem. Spo- rangien kuglig od. länglich, mit meist schnabelf. vorspringender Entleerungspapille. Schwärmsporen sich vor der Mündung ansam- melnd u. dann einzeln fortschwimmend. Dauersporen wie die Sporan- gien entstehend, oft fein behaart. Im Schleim von Chaetophora elegans, selten. (Fig. 62.) R. mycophihim A. Braun 1.3. Gattung: Rhizophlyctis A. Fischer. Sporangien aus der Schwärmspore hervorgehend, am Umfange mit mehreren Rhizoidenbüscheln versehen, deren Enden in die Nähr- zelle eindringen, am Scheitel mit vorgestrecktem Hals od. kurzer Entleerungspapille. Dauersporen mit dicker Membran. Die Pflanz- Oomycetes. 39 40 Eumycetes. clien sitzen frei auf u. die weit verbreiteten Rhizoiden dringen in mehrere Nälirzellen ein. Auf Diatomeen in Salzwasser, seilen. (Fig. 63.) R. Brauiiü (Zopi) Auf Mastigothrix aeruginea, die Zellen gelb färbend, selten. R. mastigotrichis (Nowak) Auf sehr feuchten Blumentöpfen rosenrote Färbung verursachend, selten. R. rosea (de By. et Wor.) 14. Gattung: Polyphagus Nowakowski. Aus der Schwärmspore entwickeln sich weithin kriechende Rhizoiden, die nur mit den äußersten Enden in die Nährzellen ein- dringen. Ebenfalls an der Schwärmspore tritt ein Schlauch heraus, der in beliebiger Form anschwillt, alles Plasma in sich aufnimmt u. sich durch eine Wand abschließt; aus ihm wird das Sporangium, das sich am Scheitel mit enger Öffnung auf tut. Dauersporen durch die Vereinigung des Inhaltes eines kleineren u. größeren Pflänzchens ge- bildet, kuglig, glatt od. feinstachlig. Auf Ruhezuständen von Euglena viridis, zerstreut. (Fig. 64.) P, eugleiiae Nowak. 5. Familie: Hyphochytriaceae. Myzel weitlumig, schlauchf., aus Hauptachse u. wurzelf., im Substrat sich ausbreitendem Teil bestehend. Sporangien durch Quer- wand abgetrennt, in Einzahl an einem Seitenzweig terminal gebildet, mit Deckel sich öffnend. Schwärmsporen eingeißlig. Saprophyten. Einzige Gattung: Macrochytrium v. Minden. Sporangien nur eines an jedem Pflänzchen, br. ellipsoidisch, bis 900 1^1 lg. u. 750 !^i br. Auf faulenden, im Wasser liegenden Früchten z. B. Äpfeln, selten. (Fig. 65.) M. botrydioides v. Mind. 6. Familie: Cladochytriaceae. Myzel dünn, reich verzweigt u. weit ausgebreitet, stets mit terminalen u. interkalaren Anschwellungen, die oft in 2 od. mehr Sammelzellen geteilt werden. Sporangien zu vielen aus Anschwel- lungen entstehend, oft mit Anhangszellen. Dauersporen meist am Beiben Myzel ähnlich entstehend. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Nur in Kryptogamen od. Tieren wach- send. a) Sporangien interkalar od. terminal am Myzel aus Anschwellungen hervor- gehend, nicht reihenweise hinterein- ander. Auf Chaetophora. I. Schwärmsporen unbegeißelt, stark amöboid. 1. Amoebochytrium. Oomycetes. 41 IL Schwärmsporeu eingeißlig, nicht amöboid. 2. Nowakowskiella. b) Sporangien durch ziemlich gleich lange, kurz zylindrische Fadenstücke voneinander getrennt. Auf Tieren u. Nitella 3. Catenaria. B. Nur in höheren Pflanzen vorkommend. a) Dauersporen unbekannt. Sporangien mit Entleerungshals. Keine Gallen bildend. 4. C'ladochytriiim. b) Dauersporen bekannt. Gallen od. Ver- färbungen bildend. . I. Dauersporen kuglig od. ellipsoi- disch, seltener einseitig abgeflacht. Anhangszellen an beliebiger Stelle mit kürzerem Schlauch angeheftet 5. Physoderma. IT. Dauersporen kuglig, stets ein- seitig flach u. vertieft u. hier mit einer an kurzem Stiel befestigten Anhangszelle. 6. Urophlyctis. 1. Gattung: Amoeboehytrium Zopf. Myzel dünn, weit verbreitet im Substrat, mit interkalaren An- schwellungen. Sporangien aus der erstarkenden Spore u. aus den interkalaren Anschwellungen hervorgehend, flaschenf., mit ziemlich langem Entleerungshals. Schwärmsporen groß, stark amöboid be- weglich, unbegeißelt. Dauersporen unbekannt. Im Schleim von Chaetophora saprophytisch, selten. (Fig. 66.) A. rhizidioides Zopf 2. Gattung: Nowakowskiella Schroet. Myzel reich verzweigt, weit ausgebreitet, mit Anschwellungen, besonders an den Verzweigungsstellen. Sporangien terminal od. inter- kalar aus Myzelanschwellungen entstehend, durch Wand abgegrenzt, mit Deckel sich öffnend. Schwärmsporen kuglig, eingeißlig. Sekundär- sporangien durch die leere Hülle des Primärsporangiums durch- wachsend. Dauersporen unbekannt. Im Schleim von Chaetophora elegans, selten. (Fig. 67.) N. eleg'aiis (Nowak.) 3. Gattung: Catenaria Sorokin. Myzel intramatrikal, aus zylindrischen, einzelligen Fäden be- stehend, die an den Enden wurzelartig auslaufen, später spindel- od. tonnenf. Anschw^ellungen zeigend, die durch dünnere, I — 2 zellige Fadenstücke getrennt sind. Sj)orangien aus diesen Anschwellungen hervorgehend, mit kurzem Entleerungshals. Schwärmsporen kuglig, eingeißlig. 42 Eumycetes. In Anguillula, Infusoriencysten, Rädertiereiern u. Nitella, sehr zerstreut C. aiiguilliilae Sorok. 4. Gattung: Cladochytrium Nowakowski. Myzel im Zellgewebe von Zelle zu Zelle ziehend, reich verzweigt. Sporangien terminal od. interkalar im Substrat am Myzel gebildet, entweder direkt aus den Anschwellungen hervorgehend od. erst nach Zerfall der Anschwellungen in 2 Sammelzellen, von denen die eine zum Sporangium wird, die andere dagegen als leere Anhangszelle bleibt. Entleerungshals zylindrisch od. schnäbelt. Dauersporen un- bekannt. Im Gewebe von Acorus, Iris pseudacorus, Glyceria i'luitans wachsend u. auch daraus hervortretend, zerstreut. (Fig. 68.) C. teiiue Nowak. 6. Gattung: Physoderma Wallr. Myzel dünnfädig, von Zelle zu Zelle ziehend, oft einfache od. aus 2 — 3 Zellen bestehende Sammelzellen bildend. Sporangien wenig bekannt, extramatrikal, wie ein Rhizophidium-Sporangium mit Rhizoiden aufsitzend. Dauersporen meist allein bekannt, kuglig od. ellipsoidisch, selten einseitig flach, meist mit einer Anhangszelle in Verbindung, mit glatter, brauner Membran. Keimung mit oder ohne Deckel, unter Schwärmsporenbildung. Nur Verfärbungen od. pustelf. od. schwielenf. Anschwellungen erzeugend. 1. In Monokotyledonen. 2. In Dikotyledonen. 3. 2. Auf Alisma plantago u. ranunculoides bräunliche, kreisf. od. längliche Pusteln od. Flecken hervorbringend, häufig. (Fig. 69.) P. maculare Wallr. Auf den Blättern von Butomus umbellatus blaßgelbe, dann dunkle Flecken erzeugend, zerstreut. P. butomi Schroet. Auf Phleum pratense, Dactylis glomerata u. Triticum repens hellbraune, parallele Längsstreifen in den Blättern bildend, zer- streut. P. gTaminis (Büsgen) Auf Phalaris arundinacea, Glyceria- Arten, Alopecurus pratensis längliche Flecken in Blättern u. Scheiden bildend, zerstreut. P. Gerhardt! Schroet. Auf Scirpus maritimus schwarze Flecken od. Streifen bildend, selten. P. Schroeteri Krieger Auf Scirpus palustris flache Schwielen bildend, selten. P. heleocharidis Schroet. An den Blättern von Iris pseudacorus bräunlich schwärzliche Flecken bildend, selten. P. iridis (de By.) In den oberirdischen Teilen von Allium schoenoprasum schwarz- braune Schwielen bildend, selten. P. allii Krieger An Acorus calamus braune längliche Flecken erzeugend, selten. P. calami Krieger Oomycetes. 43 3. Auf Eanunculaceen, Umbelliferen, Potentilla anserina, Nastiirtium amphibium Pusteln, Schwielen u. Verkrümmungen od. Ver- kümmerungen bildend, zerstreut. P. vag'ans Seliroet. Auf den langgestielten Wasserblättern von Eanunculus flam- mula schwarzbraune Pusteln od. Flecken bildend, selten. F. flammulae (Büsgen) Auf den Blattstielen ii. Blättern flache od. punktf. Schwielen erzeugend, selten. P. Magnusianum Krieger Auf den Blättern u. Blattstielen von Menyanthes trifoliata weiß- liche, rötliche, zuletzt dunkelbraune Schwielen bildend. P. menyaiithis de By. An Blättern, Blattstielen u. Stengeln flache rötliche bis dunkel- braune Schwielen bildend, selten. P. speciosum Schroet. An den Stengeln von Mentha aquatica dicke, schwarzbraune Schwielen bildend, selten. P, menthae Schroet. 6. Gattung: Urophlyctis Schroeter. Myzel dünn, reich verzweigt, mit Anschwellungen versehen, ent- weder in einer sich stark vergrößernden Wirtszelle lokalisiert od. sich über viele Zellen ausbreitend, oft große Gewebepartien ganz zerstörend. Sporangien sehr selten, aufsitzend, aber stets im Gewebe eingesenkt. Dauersporen durch Kopulation zweier Anschwellungen entstehend, kuglig od. ellipsoidisch, einseitig abgeflacht u. hier mit einer Anhangs- zelle (wenigstens in der Jugend) in Verbindung, mit brauner, glatter Membran. Parasiten in ober- od. unterirdischen Organen höherer Pflanzen, z. T. große Gallen, Deformationen usw. verursachend. 1. Myzel auf eine sich riesig vergrößernde Wirtszelle beschränkt bleibend, nicht in die Nachbarzellen übergehend. 2. Myzel in die Nachbarzellen unter charakteristischen Durch- brechungen der Membranen übertretend, große Hohlräume durch Zerstörung der Zellen entstehend. 3. 2. Glashelle, knotige od. perlähnliche Gallen mit dunklem Kern auf den oberirdischen Organen von Carum carvi erzeugend, zerstreut. (Fig. 70.) U. Kriegeriana Magnus In Kübenwurzeln riesige knollige, lepraartige Anschwellungen bildend, vielleicht im Westen des Gebietes. U. leproidea (Trabut) 3. In oberirdischen Organen. 4. In unterirdischen Organen. 5. 4. Auf Blättern u. Stengeln von Chenopodium giaucum, rubrum, urbicum u. Atriplex patulum, hastatum Auftreibungen u. Ver- krümmungen verursachend, zerstreut. U. piilposa (Wallr.) Auf den Blättern u. Stengeln von Rumex acetosa, arifolius u. maritimus rotbraune, halbkuglige, kleine Pusteln bildend, selten. U. major Schroet. 5. An den Wurzeln von Rumex scutatus knollige Auswüchse bildend, selten. U. Rübsaameni Magnus Am Stengelgrund und den oberen Wurzelteilen von Medicago 44 Eumycetes. sativa erbsengroße Anschwellungen, die zu traubigen Gebilden zu- sammentreten, erzeugend, selten. U. alfalfac (Lagli.) II. Keilie Ancylistineae. Myzel intramatrikal, schlaucht., selten verzweigt, durch Quer- wände in Zellen zerfallend, die entweder zu Sporangien od. zu Oogo- nien u. Antheridien werden. Sporangien mit Entleerungsschlauch. Antheridien u. Oogonien abwechselnd entstehend, durch einen Kopu- lationsschlauch in Verbindung tretend. Oosporen stets in der Ein- zahl, mit Schwärmern od. Keimschlauch auskeimend. Schwärmer zweigeißlig. Einzige Familie: Aneylistaceae. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Th. restlos in Sporangien od. Geschlechts- zellen zerfallend. Sporangien u. Oosporen nur Schwärmsporen bildend. a) Schwärmsporen im Sporangium ge- bildet u. sich vor der Mündung häu- tend. 1. Achlyogeton. b) Inhalt der Sporangien in einer Blase austretend u. erst dann in Schwärm- sporen zerfallend. I. Th. ganz un verzweigt. 2. Myzocytium. II. Th. mit Seitenästchen od. An- stülpungen 8. Lagenidium. B. Thglieder u. Oosporen vegetativ in Hyphen auskeimend. Schwärmsporen ganz feh- lend. 4. Ancylistes. 1. Gattung: Achlyogeton Schenk. Th. schlaucht., mit Querwänden. Jede Zelle wird zum Sporan- gium, das mit einem Entleerungsschlauch nach außen mündet. Schwärmsporen ausschlüpfend und vor der Mündung sich ansammelnd u. häutend. Geschlechtszellen unbekannt. In Cladophora-Zellen, selten. (Fig. 71.) A. entophytum Schenk 2. Gattung: Myzocytium Schenk. Wie vor. Gatt., aber der Inhalt der Sporangien in einer Blase austretend u. sich dann erst in Schwärmsporen sondernd. Geschlechts- zellen nebeneinander, Oosporen in Schwärmsporen auskeimend. In den Zellen von Conjugaten, Oedogonium u. Cladophora, nicht selten. M, proliferum Schenk In Anguillula, zerstreut. M, vermieolum (Zopf) Oomycetes. 45 3. Gattung: Lagenidium Schenk. Th. schlauclif. mit kurzen Seitenästchen u. Ausstülpungen, ebenso in Sporangien od. Geschlechtszellen ohne Einschnürung zer- fallend. Schwärmsporenbildung beim Sporangium wie bei vor. Gat- tung. Antheridien zylindrisch, schlauchf., Oogonien meist + kuglig, beide auf derselben od. auf verschiedenen Pflanzen. In den vegetativen Zellen von Spirogyra, Mesocarpus, Mougeotia, nicht selten. (Fig. 72.) L. Rabeiihorstii Zopf In den Zygoten von Spirogyra, zerstreut. L. entophytum (Pringsh.) In Oedogonium Boscii, selten. L. syncytionim Kleb. In größeren Diatomeen, zerstreut. L. eneeaus Zopf Tn Pinuspollen, selten. L. pygmaeiim Zopf 4. Gattung: Aiicvlistes Pfitzer. Th. schlauchf., unverzweigt, in einzelne Teilstücke zerfallend, jedes die Wandung durchbohrend, auswachsend u. in neue Zellen ein- dringend. Diözisch. Oosporen mit Keimschlauch keimend. In Closterium-Zellen, zerstreut. (Fig. 73.) A. elosterii Pfitz. III. Reihe: Monoblepharidineae. Myzel dünn, wenig verzweigt, Sporangien zylindrisch, Schwärm- sporen fertig ausschwärmend, eingeißlig. Oogonien an der Spitze der Fäden gebildet, mit einer Oospore. Antheridien zylindrisch, unterhalb der Oogonien, in ihnen eingeißlige Spermatozoiden gebildet, die am sich öffnenden Scheitel des Oogons eindringen u. die Oosphäre befruchten. Oospore kuglig, meist warzig, mit Schlauch auskeimend. Einzige Familie: 3Ionoblepharidaceae. Gattung: 3Ioiioblepharis Cornu Oogonien einzeln od. zu mehreren, oft reihenweise, Antheridien als kleine Zelle am Oogon ansitzend, seltener unter demselben. Auf untergetauchten Zweigen, selten. (Fig. 74.) M. polymorpha Cornu Oogonien reihenweise, viele hintereinander. Antheridien an od. unter den Oogonien, bisweilen reihenweise u. dann getrennt von den Oogonien. Ebenda. M. maerandra (Lagh.) IV. Reihe Saprolegniineae. Myzel schlauchf., verzweigt, nur zur Abgrenzung der Frukti- fikationsorgane mit Querwänden. Schwärm sporangien + lg., zylin- drisch. Schwärmsporen zweigeißlig. Oogonien an kurzen Seitenästen, gewöhnlich mit mehreren Oosphären. Antheridien fädig, unterhalb der Oogonien od. an anderen Individuen (diözisch) entstehend, in die Oogonien hineinwachsend u. sich verzweigend. Die Befruchtung er- 46 Eumycetes. folgt durch Austreteii der Kerne aus den Antheridialästen u. Ver- einigung mit denen der Oosphären. Wasserpilze auf Tieren u. Pflanzen - resten. B. Farn. Saprolegniaceae. Bestimmungstabelle der Familien und Gattungen. Myzel überall gleich dick, ganz unge- gliedert. a) Schwärmsporen aus dem Sporangium ausschwärmend. I. Sporangien keulig, Schwärmsporen in mehreren Reihen liegend. 1. Schwärmsporen sich nach dem Austritt sofort zerstreuend, Spo- rangien durchwachsend. 2. Schwärmsporen sich vor der Öffnung sammelnd u. dann erst ausschwärmend. Sporangien nicht durchwachsend. 3. Schwärmsporen nicht durch eine gemeinsame Öffnung aus- tretend, sondern jede einzelne die Membran durchbohrend. II. Sporangien fädig, Schwärmsporen nur in einer Reihe liegend. 1. Schwärmsporen nach dem Aus- tritt sich zerstreuend. 2. Schwärmsporen nach dem Aus- tritt zuerst als Köpfchen liegen bleibend. b) Schwärmsporen bereits im Sporan- gium mit Keimschlauch keimend. Myzel durch Einschnürungen in einzelne Partien abgeteilt. a) Schwärmsporen bei ihrem Austritt so fort sich entfernend. b) Scbwärmsporen vor der Öffnung zu- erst liegen bleibend. 1. Saprolegnia. 2. Achlya. 3. Dietyuchus. 4. Leptolegnia. 5. Aphanomyces. 6. Aplanes. Fam. Leptomitaceae. 7. Leplomitus 8. Apodaehlya. 1. Gattung: Saprolei^nia Nees. Myzelschlauch dick, + verzweigt, strahlig vom Substrat ab- stehend. Sporangien endständig, zylindrisch od. keulenf., am Scheitel mit Loch sich öffnend, nach der Entleerung ein neues Sporangium das leere durchwachsend, so daß oft viele ineinander stecken. 1. Oogonien morgensternartig mit Vorsprüngen versehen, eineiig. Antheridien an Ende von Ästen, die dicht am Oogon entspringen. Sporangien durchwachsend. Auf toten Fliegen im Wasser, sehr zerstreut. S. asterophora de By. Oomycetes. 47 Oogoiiien nicht mit Vorsprüngen, vieleiig. 2. 2. Oogonien am Ende der Fäden, seltener an Seitenästchen hinter- einander entstehend, bei der Reife abfallend. Antheridien unbe- kannt. Sporangien durchwachsend od. durch zymöse Sprossung sich erneuernd. Auf Fliegen usw. sehr selten. (Fig. 75.) S. moiiilifera de By. Oogonien nicht abfallend. Sporangien nur durchwachsend. 3. 3. Antheridien stets vorhanden, selten fehlend. 4. Antheridien fehlend, höchst selten vorhanden. 6. 4. Antheridien unmittelbar unter dem Oogon entspringend, oft nur die Scheidewand sich in das Oogon verstülpend, nie an Nebenästen. Oogonien terminal, i kuglig od. interkalar, tonnenf. Auf toten Infeekten in Wasser, auch auf toten Krebsen, verbreitet. S. hypogyna (Pringsh.) Antheridien entfernt vom Oogon entsjmngend, am Ende langer, oft windender, dünnerer Nebenstämme od. -äste. 5. ö. Rasen schlaff abstehend, Oogonien terminal od. interkalar, einzeln od. mehrere hintereinander, an den Hauptfäden. Antheridien sehr zahlreich, auf Nebenästen, die an dünneren, besonderen Haupt- ästen entspringen. Oosporen bis 20 in einem Oogon, kuglig. Auf Insekten im stehenden Wasser, häufig. S. dioica de By. Rasen bis 1 cm br., straff abstehend außerhalb des Wassers. Oogonien am Ende kurzer Nebenäste, die traubig aus dem Haupt- stamm entspringen. Antheridien am Ende von Nebenästen, die aus dem Hauptstamme in der Nähe des Oogons entspringen. Oosporen meist zu C^ — 10 im Oogon, kuglig. Auf toten Insekten, Fischen, Krebsen im Wasser, häufig. S. monoica (Pringsh.) 6. Rasen bis 1,5 cm br., straff abstehend außerhalb des Wassers. Oogonien terminal, einzeln an Haupt- u. Nebenästen, nicht traubig. Oosporen fast stets zahlreich, im Oogon. Wie vor., häufig. (Fig. 76.) S. Thureti de Bv. Rasen bis 1 cm br., schlaff, Fäden am Ende mit keuligen Spo- rangien, später in mehrere, durch Wände abgegrenzte Teilstücke gegliedert, die zu reihenweise liegenden Sporangien, Oogonien od. Dauerzellen werden. Oogonien reihenweise aus den An- schwellungen hervorgehend. Antheridien sehr selten vorhanden. Oosporen zu mehreren im Oogon. Auf toten Insekten, im Wasser, zerstreut. S. torulosa de Bv. 2. Gattung: Aehlya Nees. Sporangien nicht durchwachsend, sondern unterhalb des ent- leerten Sporangiums seitlich ein neues emporwachsend. Schwärm - Sporen sich vor der Öffnung sammelnd, sich häutend u. dann erst fort seh wärmend. Alles übrige wie bei vor. Gatt. Rasen meist mit starr abstehenden Ästen. 1. Oogonien durch Ausstülpungen unregelmäßig stachlig. Antheri- 48 Eumycetes. dien immer vorliaiiden. Oosporen meist 4 — 8 im Oogon. Avif Fliegen im Wasser, selten. A. oligacantha de By. Oogonien ganz glatt od. höchstens einmal mit einer Ausstülpung. Antheridien stets vorhanden, auf Nebenästen. 2. 2. Antheridien niemals an denselben Hauptschläuchen wie die Oogonien entspringend. Oogonien auf langen Stielen traubig am Hauptast entspringend. Oosporen zahlreich. In stehendem Wasser auf Insekten usw., häufig. A. prolifera Nees Antheridien vom Stiel des Oogons od. den dasselbe tragenden Hauptschläuchen entspringend. 3. 3. Nebenäste mit den Antheridien vom Stiel der Oogonien ent- springend. 4. Nebenäste nicht von den Oogonstielen, sondern vom Haupt- schlauch selbst entspringend. 5. 4. Oogonien kurz gestielt, Stiele am Tragfaden traubig dicht stehend, Antheridien an jedem Oogon 1 — 2, aus unverzweigten Nebenästen, die sich henkelartig zum Oogon hinbiegen, entspringend. Oosporen zu 1 — 6. Auf Tieren u. pflanzlichen Abfallstoffen im Wasser, häufig. (Fig. 77.) A. racemosa Hildeb. Oogonien wie bei vor. Art, aber die Stiele viel dünner, hakig gekrümmt u. viel länger. Antheridien auf reichlich verzweigten, nicht henkelf. gebogenen Nebenästen. Oosporen zahlreich. Auf Insekten im Wasser, selten. A. gracilipes de By. 5. Oogonien an kurzen, oft hakig gekrümmten Stielen, die traubig am Faden stehen, länglich eif., mit scharfem Spitzchen am Scheitel. Antheridien auf dünnen, wenig verzweigten Nebenästen, die am Hauptfaden in der Nähe des Oogonstieles entspringen. Oosporen 1 — 6, kuglig, ca. 38 — 50 ^* im Durchm. Auf Insekten im Wasser» selten. A. apiciilata de By. Oogonien auf kurzen, traubig am Tragfaden stehenden Stielen, kuglig. Antheridien auf dünnen, vielfach gewundenen Nebenästen, die am Tragfaden entspringen. Oosporen meist 3 — 10, 18 — 25 f^i im Durchm. Auf Insekten, Fischen, Krebsen im Wasser, häufig. A. polyandra Hildeb. 3. Gattung: Dictyuchus Leitgeb. Sporangien wie bei Achlya, ebenso die Oogonien u. Antheridien. Schwärmsporen im Sporangium eine Membran bildend u. einzeln durch die Sporangienmembran austretend, so daß ein Netzwerk darin zurückbleibt. Auf faulenden Insekten u. Ästen im Wasser, selten. (Fig. 78.) D. monosponis Leitgeb 4. Gattung: Leptolegnia de By. Rasen schlaff. Sporangien terminal, fädig. Schwärmsporen ein- reihig liegend, am Scheitel ausschlüpfend, mit 2 endständigen Geißeln, dann zur Ruhe kommend, sich häutend u. mit 2 seitlichen Geißeln Ooroycetes. 49 weiter schwärmend. Oogonien eineiig, sonst wie bei Saprolegnia, ebenso die Antheridien. In Gebirgsseen, sonst selten L. caudata de By. 5. Gattung: Aphanomyces de By. Easen sehr f einfädig. wenig verzweigt. Sporangien fädig, Schwärm - Sporen einreihig, vor der Mündung sich sammelnd, u. nach Häutung fortschwimmend. Oogonien eineiig. Antheridien wie bei Achlya. 1. Oogonien glatt. Auf Insekten im Wasser, selten. A. laevis de By. Oogonien mit warzen- od. stachelf. Ausstülpungen. 2. 2. Auf in Wasser liegenden Insekten. 3. Myzel parasitisch, in Spirogyren lebend, Sporangien u. Oogonien außerhalb der Wirtszellen. Oogonien an kurzen Fädchen. Anthe- ridien am Ende von Nebenästen. Oosporen einzeln, kuglig. Selten. A. phycophilus de By. 3. Oogonien feinwarzig rauh. A. scaber de By. Oogonien mit großen, stumpf kegelf. Aussackungen, zerstreut. (Eig. l'J.) A. stellatus de By. 6. Gattung: Aplanes de By. Schwärmsporen nicht schwärmend, sondern im Sporangium auskeimend u. mit dem Keimschlauch die Wandung durchbohrend. Alles übrige wie bei Saprolegnia. Oosporen zahlreich. Auf Insekten u. Pflanzenteilen im Wasser, selten. (Fig. 80.) A. Braunii de By. 7. Gattung: Leptomitus Agardh. Fäden verzweigt, in regelmäßigen Zwischenräumen ringf. ein- geschnürt. In jedem Glied mehrere Zellulinkörner, die das Faden - glied abschließen können (bewegliche Scheidewände). Sporangium zylindrisch, endständig, oft mehrere übereinander. Schwärmsporen mit 2 endständigen Geißeln. Oogonien unbekannt. Große flutende, weiße, später schmutzig graue Rasen (Lämmer- schwänze) an Holz u. Steinen bildend, nur in stark verschmutztem Wasser (Rieselfelder, Abwässer von Zucker u. Stärkefabriken usw.), häufig. (Fig. 81.) L. lacteus Ag. 8. Gattung: Apodaehlya Pringsheim. Fäden wie bei vor. Gatt. Sporangien terminal, kuglig od. birnf. Schwärmsporen sich vor der Mündung sammelnd u. nach Häutung fortschwimmend. Oogonien unbekannt. Zwischen faulenden Characeen, auch in Abwässern, selten. (Fig. 82.) A. pirifera Zopf V. Reihe: Peronosporineae. Myzel schlaucht., meist in den Interzellularen der Xährpflanzen u. mit Haustorien versehen. Konidienträger verschieden. Konidien Lindau, Kryptogamenflora II, 1. 2. Aufl. 4 50 Eumycetes. entweder zvi Schwärmsporangien werdend od. mit Keimschlaucli keimend. Oogonien an kurzen Seitenzweigen, stets eineiig. An- theridien an Seitenzweigen, kurzzellig, sich in das Oogon einbohrend. Außer wenigen Arten ausschließlich Parasiten von Landpflanzen. Bestimmungstabelle der Familien u. Gattungen. A. Schwärmsporangien vorhanden, die ihren Inhalt in eine Blase entleeren u. darin die Schwärmer bilden. Daneben oft Konidien, die mit Keimschlauch aus- treiben. Wasserbewohner od. Parasiten in feuchter Luft a) Schwärmsporangien fadenf., nicht breiter als die Fäden. b) Schwärmsporangien kuglig od. zitro- nenf. B. Besondere Schwärmsporangien fehlend. Nur Konidien vorhanden, die sich zu Schwärmsporangien umbilden od. mit Keimschlauch austreiben. Ausschließ- lich Parasiten auf höheren Landpflan- zen. a) Konidienträger keulenf., unter der Epidermis entstehend, Konidien rei- henweise gebildet. Fam. Pythiaceae. 1. Nematosporangium. 2. Pythium. b) Konidienträger über der Epidermis hervortretend, verzweigt. Konidien an den Enden der Äste einzeln ge- bildet, abfallend. I. Konidien sofort Schwärmsporen bildend od. erst den Inhalt ent- leerend, der dann zu Schwärmern wird. 1. Konidienträger un verzweigt, nach Bildung der 1. Konidie weiter wachsend u. dann auch bisweilen mit einigen Zweigen. 2. Konidienträger vor Bildung der Konidien fertig verzweigt, meist baumf. a) Auf Gramineen, die Blätter u. Blütenstände stark um- bildend. Oospore fest mit der Oogonwandung ver- wachsen. ß) Nicht auf Gramineen, keine Fam. Albuginaceae. 3. Albugo. Fam. Peronosporaeeae. 4. Phytophthora. 5. Sclerospora. Oomycetes. 51 Verbildungen hervorrufend. Oosporefrei im Oogon. 6. Plasmopara. IL Konidien nur mit Keimschlauch keimend. 1. Konidien mit Scheitelpapille, durch die der Keimschlauch austritt. 7. Bremia. 2. Konidien ohne Papille, an be- liebiger Stelle auskeimend. 8. Peronospora. 1. Gattung: Nematosporangium A. Fischer. Schwärmsporangien fädig, nicht breiter als die Myzelfäden, oft nicht' durch Wand abgetrennt. Konidien fehlen. Schwärmsporangien nicht abgegrenzt durch Scheidewand. Oo- sporen unbekannt. Parasitisch in Zellen von Spirogyra, Cladophora, Vaucheria, Bangia atropursurea, sehr zerstreut. N. gracile (Schenk) Schwärmsporangien durch Wand abgegrenzt. Oogonien ter- minal od. dicht unter dem Astende gebildet u. deshalb wie geschnäbelt aussehend. Auf Fliegen u. Mehlwürmern im Wasser, sehr zerstreut. N. monospermum (Pringsh.) 2. Gattung: Pythium Pringsheim. Schwärmsporangien kuglig od. zitronenf., breiter als die Fäden. Konidien wie die Sporangien, abfallend, meist mit Keimschlauch keimend. Oogonien kugb'g, Antheridien kurz keulig. 1. Oogonien stachlig. 2. Oogonien glatt. 3. 2. Sporangien + kuglig. Keine Konidien vorhanden. Oogonien meist terminal, durch zahlreiche radiale, kegelf. Ausstülpungen stachlig. Antheridien von benachbarten Ästen entspringend. Saprophytisch in abgestorbenen Pflanzenteilen im Waser, auch in feuchter Luft rasenbildend, zerstreut. P. ineg'alacanthum de By. Sporangien u. Konidien unbekannt. Oogonien meist interkalar, kuglig, mit stachelspitzigen Ausstülpungen, nicht so dicht stachlig wie bei vor. Antheridien aus angrenzenden Fadenstücken ent- stehend. Saprophytisch in abgestorbenen Pflanzenteilen, auch Kartoffeln, nicht selten. P. hydnosporum (Mont.) 3. Konidien ganz fehlend. 4. Konidien vorhanden. 5. 4. Sporangien kuglig od. br. eif., nach der Entleerung durchwachsend od. seitlich ein neues Sporangium bildend. Oogonien intra- matrikal. Antheridien meist 2, auf ebenso vielen kleinen am Trag- faden des Oogons entspringenden Nebenästen. Auf toten In- sekten u. Pflanzenteilen im Wasser, zerstreut. P. proliferum de By. 4* 52 Eumycetes. Sporangien usw. wie vor. Oogonien extramatrikal. Antheridien dicht unter dem Oogon am Tragfaden entstehend, nicht auf Nebenästen. Wie vor. P. ferax de By. 5. In Pflanzen. 6. Schwärmsporangien fehlen, nur Konidien reihenf. od. traubig gebildet. Oosporen sehr klein. In Anguillula aceti, nicht selten. P. anguillulae aceti Sadeb. 6. Parasitisch. Sporangien nicht durchwachsend. Konidien ab- fallend, mit Keimschlauch keimend. Oogonien terminal, kuglig. Antheridien hakig gekrümmt, unter dem Oogon hervorwachsend. Parasitisch in Keimlingen höherer Pflanzen bei sehr feuchter Luft u. auch im Wasser auf Fliegen wachsend. Keimpflanzen umfallend u. faulend, häufig. (Fig. 83.) P. de Baryanum Hesse Meist saprophytisch. Sporangienanlagen sich stets zu Konidien umbildend, kuglig, abfallend, reihenweise entstehend od. in fast traubigen Ständen. Oogonien unbekannt. Saprophytisch auf toten Keimpflanzen in Wasser od. sehr feuchter Luft, von da auch auf Fliegen od. auf lebende Prothallien übergehend, selten. P, intermediiim de By. 3. Gattung: Albuffo Gray. Parasitisch, Myzel interzellular, Haustorien kuglig-blasenf. Konidienträger keulig, dicht zusammenstehend, unter der Epidermis gebildet. Konidien reihenweise abgeschnürt, durch verquellende Zwischenstücke verbunden, mit Schwärmsporen auskeimend. Oogo- nien an Seitenästen terminal, Antheridien keulig, mit feinem Schlauch ins Oogon eindringend. Oosporen kuglig, mit mehrschichtiger Mem- bran, in einer Blase auskeimend, in der Schwärmsporen entstehen. Auf vielen Cruciferen rein weiße, dicke, meist sehr ausgedehnte Überzüge auf allen oberirdischen Teilen bildend (weißer Rost), gemein. (Fig. 84.) A. Candida (Pers.) Auf vielen Kompositen gelblich weiße, längliche od. rundliche Lager bildend, häufig. A. trasropo^onis (Pers.) Auf Amarantus blitum u. retroflexus rundliche, gelblichweiße Lager bildend, seltner. A. bliti (Biv. Bernli.) Auf Portulaca oleracea u. sativa kleine, gelblichweiße Pusteln bildend, zerstreut. A. portulacac (DC.) Auf Spergularia rubra u. salina dicke, gelbliche Lager bildend, zerstreut. A. lepigoni de By. 4. Gattung: Phytophthora de By. Parasiten. Haustorien fädig, oft fehlend. Konidienträger erst un verzweigt, nach Bildung der 1. Konidie weiterwachsend u. sich spärlich verzweigend. Konidien Schwärmer bildend. Oosporen mit Keimschlanch keimend. Konidienrasen äußerlich als weiße Fleckchen bemerkbar. O&mycetes. 53 54 Eumycetes. Oosporen bräunlich. Konidien zitronenf., 50 — CO fi lg., 35 /* br. u. größer. Auf vielen krautartigen Pflanzen, namentlich ihren Säm- lingen, besonders schädlich auf Gewächshauskakteen, Sämlingen der Waldbäume in Pflanzgärten usw., stets die Pflanzen vernichtend, häufig. (Fig. 85.) F. cactorum (Colin et Leb.) Oosporen unbekannt. Konidien ähnlich, aber viel kleiner, meist 27 — 30 /" lg., 15 — 20 jW br. Auf Solanum-Arten, Anthocercis viscosa u. Schizanthus G-rahami. Auf Kartoffeln die gefürchtete Kartoffel - faule hervorrufend, in nassen Jahren nicht selten. (Fig. 86.) P. infestans (Mont.) 5. Gattung: Sclerospora Schroet. Parasiten. Konidienträger niedrig, Verzweigungen kurz gabelig od. dreiteilig, erst an der Spitze des Trägers beginnend. Konidien mit Schwärmsporen keimend. Oosporen mit der Oogonwandung verwachsend. Auf Setaria-Arten die Blütenstände u. Blätter verbildend, zerstreut. (Fig. 87.) S. gTamiiiicola (Sacc.) 6. Gattung: Plasmopara Schroet. Parasiten. Haustorien bläschenf. Konidienträger büschlig zu den Spaltöffnungen hervorbrechend, rasenbildend, mit bäumchenf., oft spärlicher Verzweigung, Endästchen gerade, meist abgestutzt. Konidien mit Scheitelpapille, schwärmsporenbildend od. den Inhalt als Ganzes ausstoßend, woraus dann die Schwärmer hervorgehen. Auf Anemone -Arten, Tsopyrum, Aconitum napellus niedrige, fleckenf., weiße Rasen bildend, nicht selten. F. S. (Fig. 88.) P. pygmaea (Unger) Auf Geranium- Arten schneeweiße, fleckenf. Rasen bildend, häufig. F. S. P. pusilla (de By.) Auf den Kotyledonen von Impatius nolitangere, die Unterseite überziehend, selten. F. P. obducens Schroet. Auf Epilobium palustre u. parvifolium weiße, + große Rasen bildend, zerstreut. S. P. epilobii (Rabenh.) Auf Blättern u. Früchten der Weinstöcke, größere u. hohe, weißliche Rasen bildend, oft häufig u. sehr schädlich. S. H. (Falscher Mehltau.) (Fig. 89.) P. viticola (Berk. et Curt.) Auf Umbelliferen schneeweiße, niedrige Rasen bildend, häufig. F. S. H. P. iiivea (Ung.) Auf Rhinantheen dichte, weiße, oft die ganze Blattunterseite überziehende Rasen bildend, häufig. F. S. P. densa (Rabh.) 7. Gattung: Bremia Regel. Parasiten. Haustorien blasen- od. keulenf. Konidienträger wiederholt dichotom verzweigt, letzte Auszweigung in eine schalenf. Platte erweitert, die seitlich einige Spitzchen trägt, an denen je eine Konidie sitzt. Konidien mit Endpapille, mit Keimschlauch keimend. Oomycetes. 55 Auf Salat, Cichorien, Cinerarien u. anderen Gewächshauskompo- siten großen Schaden stiftend, zarte, weiße Easen bildend, häufig. (Fig. 90.) B. lactucae Regel 8. Gattung: Peronospora Corda. Parasiten. Haustorien meist fadenf., + verzweigt. Konidien- träger aus einfachem Stamm, mehrmals dichotom verzweigt, Endäste spitz. Konidien ohne Scheitelpapille, seitlich mit Keimschlauch keimend. Oosporen kuglig, glatt od. skulptiert, mit Keimschlauch keimend. Kleine, meist weiße od, graue Rasen bildend, selten weit ausgedehnt, meist auf der Blattunterseite hervorbrechend. 1. Membran der Oosporen mit warzen- od. leistenf. Verdickungen besetzt (Calothecae). 2. Membran der Oosporen glatt od. höchstens gefaltet (Leio- thecae). 5. 2. Auf Polypetalen. 3. Auf Sympetalen. 4. 3. Auf Holosteum umbellatum, nicht selten. F. P. holostei Casp. Auf Arenaria serpyllifolia u. Moehringia trinervia, nicht selten. F. S. H. P. arenariae (Berk.) Auf Alsine, Cerastium, Honckenya, Spergula, Scleranthus, Stellaria (besonders media), häufig. F. S. H. P. alsinearum Casp. Auf Dianthus, Silene, Melandryum, Agrostemma, nicht selten. F. S. H. P. dianthi de By. Auf Vicia, Lens, Pisum, Lathyrus, häufig. F. S. P, viciae (Berk.) Auf Linum catharticum, selten. S. P. lini Schroet. 4. Auf Erythraea, Chlora, zerstreut. S. P. chlorae de By. Auf Myosotis, Omphalodes, Symphytum, Lithospermum, nicht selten. F. S. P. myosotidis de By. Auf Asperugo procumbens, selten. F. S. P. asperuginis Schroet. Auf Asperula, Galium, Sherardia, nicht selten. F. S. H. P. calotheca de By. 5. Wand des Oogons dick, mehrschichtig, nach der Reife nicht zusammenfallend (Parasiticae). 6. Wand des Oogons dünn, zusammenfallend. 7. 6. Auf Corydalis-Arten, zerstreut. F. P, corydalis de By. Auf Cruciferen, besonders Capsella, oft mit Albugo Candida zusammen, häufig. F. S. (Fig. 91.) P. parasitica (Pers.) 7. Auf Monokotyledonen. Auf AUium cepa u. fistulosum, zerstreut. P. Schleideni Unger. Auf Polypetalen. 8. Auf Sympetalen. 9. 56 Eumycetes. 8. Auf Urtica dioica u. urens, nicht selten. F. S. P. urticae (Lib.) Auf Chenopodium, Atriplex, Spinacia, häufig, P. effusa (Grev.) Auf Beta vulgaris, zerstreut u. schädlich. S. (Fig. 92.) P. Schachtii Fuck. Auf Spergula arvensis u. pentandra, häufig. F. S. P. obovata Bon. Auf Kanunculus, Ficaria, Myosurus, nicht selten. F. S. H. P. ficariae Tul. Auf Eranthis hiemalis, selten. F. P. eranthidis Pass. Auf Papaver, häufig. F. S. P. arborescens (Berk.) Auf Fumaria, zerstreut. F. S. P. affinis Roßmann Auf Chrysosplenium alternifolium u. Saxifraga granulata, selten. F. S. P. chrysospleiiii Fuck. Auf Potentilla, Fragaria, Alchimilla, Agrimonia, Sanguisorba, Poterium, Kubus, nicht selten. F. S, H. P. potentillae de By. Auf kultivierten Rosen, zerstreut. F. S. P. sparsa Berk. Auf Trifolium, Medicago, Melilotus, Lotus, Coronilla, Ononis, nicht selten. F. S. P. trifoliorum de By. Auf Geranium, Erodium, nicht selten. S. P. conglomerata Fuck. Auf Euphorbia-Arten, zerstreut. S. (Fig. 93.) P. euphorbiae Fuck. Auf Viola- Arten, selten. F. S. P, violae de By. 9. Auf Anagallis, Androsace, Primula veris, nicht selten. F. S. H. P. Candida Fuck. Auf Valerianella, zerstreut. F. S. P. valerianellae Fuck. Auf Vinca minor, selten. F. P. vincae Schroet. Auf Lamium, Salvia, Stachys, Calamintha, Thymus, zerstreut. F. S. H. P. lamii A. Braun Auf Veronica- Arten, häufig. F. S. H. P. grisea Unger Auf Linaria, Digitalis, zerstreut. F. S, (Fig. 94.) P. linariae Fuck. Auf Antirrhinum orontium, selten. S. H. P. antirrhini Schroet. Auf Blättern von Dipsacus-Arten, nicht häufig. F, S. H. P. dipsaci Tul. Auf den Blütenköpfen von Dipsacus pilosus, Knautia, Succisa, nicht häufig. S. P. violacea Berk. Auf Phyteuma spicatum u. nigrum, selten S. P. phyteumatis Fuck. Auf Blättern, Hüllblättern u. Stengeln von Anthemis, Matri- caria, Tanacetum, zerstreut. F. S. H. (Fig. 95.) P. leptosperma de By. Zygomycetes. 57 Auf den Blütenköpfen von Anthemis, Chrysanthemum, Matri- caria, selten. S. H. (Fig. 96.) P. radii de By. II. Unterklasse: Zygomycetes. I. Reihe: Mucorineae. Myzel stets reich entwickelt, verzweigt, unseptiert, höchstens an den Fruchtorganen mit Scheidewänden od. spärlich im Alter gekammert. Sporangien od. Konidien vorhanden. Geschlechtliche Fortpflanzung durch Vereinigung zweier gleicher Äste erfolgend, die Gameten vereinigen sich zur Zygospore u. bleiben durch die Suspen - soren mit dem Myzel verbunden. Auch Azygosporen gebildet. Chla- mydgsporen u. sehr kleine Myzelkonidien bisweilen vorhanden. Bestimmungstabelle der Familien. A. Ungeschlechtliche Fortpflanzung nur durch Sporangien (höchstens Myzel- konidien vorhanden). a) Sporangien mit Columella. Zygo- sporen nackt od. locker umhüllt. 1. Mucoraceae. b) Sporangien ohne Columella. Zygo- sporen mit dichter Hülle. 2. Mortierellaceae. B. Ungeschlechtliche Fortpflanzung durch Konidien. a) Konidien einzeln entstehend. 3. Chaetoeladiaceae. b) Konidien reihenweise entstehend. 4. Piptocephalidaeeae. 1. Familie: Mucoraceae. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Sporangienmembran gleichmäßig, zer- fließend od. zerbrechend, nicht kutiku- larisiert. Sporangien nicht abquellend od. abgeschleudert. a) Sporangien alle gleichartig, vielsporig (Mucoreae). I. Myzel ohne rhizoidentragende Aus- läufer, Sporangienträger einzeln am Myzel entspringend. 1. Sporangienträger unverzweigt od. verzweigt, aber nicht gabiig. Zygosporen am Myzel, nicht an besonderen Trägern, a) Substrat- u. Luftmyzel gleich. Zygosporen am Sub- stratmyzel. § Sporangienträger grau od. bräunlich, meist weiß, 58 Eumycetes. matt. Siispensoren dornen - los. ■f Sporangienträger stets mit Sporangium ab- schließend. tl Sporangienträger steril endigend. Sporangien an den Ästen nickend. §§ Sporangienträger grünlich od. Olivenfarben, metall- glänzend. Suspensoren mit dornigen Anhängseln. ß) Substratmyzel farblos, Luft - myzel braun, dornig. Zy- gosporen nur am Luft myzel. 2. Sporangienträger gabiig, baumf. verzweigt. Zygosporen an be- sonderen Trägern. IL Myzel mitrhizoidentragenden Aus- läufern. Sporangienträger meist büschlig 1. Sporangienträger nur an den Ausläuferknoten entstehend. Zygosporen nackt. 2. Sporangienträger auf dem Schei- tel der Ausl auf erintern odien büschlig entstehend. Zygo- sporen mit dorniger Hülle. b) Sporangien mit zerfließender Mem- bran u. vielen Sporen. Sporangiolen mit nicht zerfließender Membran, wenigen Sporen u. meist fehlender Columella. (Thamnidieae.) L Sporangiolen auf geraden Stielen, L Seitenäste gabiig verzweigt, alle Äste mit Sporangiolen ab- schließend. 2. Seitenäste steril borstenf. endi- gend, an ihrer angeschwollenen Mitte die wirtelig gestellten Sporangiolen tragend. IL Sporangiolen auf bischofstabf. ein- gekrümmten Ästchen. B. Sporangienmembran im oberen Teil nicht zerfließend od. zerbrechend, sondern kutikularisiert, an der Basis aufquellbar, 1. Mucor. 2e Circinella. 8. Phvcomyces •- «' 4. SpiuoUus. 5. Sporodinia. 6. Rhizopus. 7. Absidia. 8. Thamiiidium. 9. Chaetostvlum. 10. Helieostvliim. Zygomycetes. 59 alle Sporangien gleichartig, vielsporig (Piloboleae). a) Sporangienträger schlaff, oben nicht geschwollen, Sporangien unter Zu- rücklassung der Columella abquellend. 11, Pilaira. b) Sporangienträger steif aufrecht, oben angeschwollen, Sporangien mit der Columella abgeschleudert. 12. Pilobolus. 1. Gattung: 3Iucor Micheli. Sporangienstiele einfach od. verzweigt, an der Spitze in ein Sporangium endigend. Sporangienwand zerfließend od. zerbrechend. Suspensoren glatt. 1. Sporangienträger unverzweigt, selten einmal eine gelegentliche seitliche Auszweigung. 2. Sporangienträger traubig verzweigt, monopodial. 4. Sporangienträger zymös verzweigt, + sympodial, wicklig. 5. 2. Sporangienstiele lg., jedenfalls über 1 mm, Rasen nicht rosen- rot. 3. Sporangienstiele bis 1 mm hoch, Sporangien kupferfarben. Rasen rosenrot. Im Waldboden häufig. (Fig. 98.) M. Ramannianus Möller 3. Sporangienwand sehr schnell zerfließend, wenig Quellsubstanz vor- handen, Columella mit orangegelbem Inhalt. Auf Mist, sich zersetzenden organischen Stoffen, überall gemein. (Fig. 97.) M. mucedo L. Sporangienwand langsam zerfließend, viel Quellsubstanz vor- handen, Columella farblos. Auf Pferdemist, häufig. M. mueilag'ineus Bref. 4. Verzweigung rein traubig, Seitenäste stets kürzer als die Hauptaxe. Mit Chlamydosporen. Sporangien gelblich bis hellbräunlich. Auf Mist u. faulender Substanz, überall häufig. (Fig. 99.) M. racemosus Fresen. Verzweigung doldentraubig, Nebenäste so lg. wie die Hauptaxe. Sporangien fast schwarz. Auf Weißbrot, auch pathogen im Kaninchen. M. pusillus Lindt o. Columellawandung ganz glatt. 6. Columellawandung mit einigen geraden od. gebogenen Aus- stülpungen. Sporangien schwarz od. dunkelbraun, feinstachlig. Auf Pferdemist, Brot, Kartolleln usw., häufig. M. spinosus van Tiegh. 6. Rasen dunkelgrau. Ältere zuerst gebildete Sporangien zerfließend, jüngere u. kleinere fest. Auf Pferdemist u. faulen Kartoffeln, zer- streut. M. cireinelloides van Tiegh. Rasen schwarz. Alle Sporangien nicht mit zerfließlicher, sondern zerbrechlicher Wandung. Auf Brot, Kleister, zerstreut. M. brevipes Riess 60 Eumycetes. 2. Gattung: Circinella van Tiegh. et Le Monnier, Sporangienträger weiterwachsend, steril an der Spitze, seitlich Sporangien in verschiedener Anordnung tragend, nickend. Sporangien seitlich zu mehreren doldig stehend. Auf Mist u. Pflanzenteilen, selten. (Fig. 100.) C. umbellata van Tiegh. et Le Monn. 3. Gattung: Phycomyces Kunze. Sporangienträger einfach, dunkelgrün od. olivfarben, metallisch stark glänzend, sehr dicht u. hoch. Suspensoren mit Dornen. Auf öligen Substanzen, auch auf Brot, Mist usw., in den Labo- ratorien, nicht selten. (Fig. 101.) P. nitens (Agardh) 4. Gattung: Spinellus van Tiegh. Substratmyzel farblos, ohne Dornen. Luftmyzel braun, filzig, mit kurzen, dornigen Ästchen. Sporangienträger einfach, mit zer- fließendem Sporangium abschließend. Luftmyzel dickfilzig. Sporangien schwarz. Auf Hutpilzen, nicht selten. S. H. S. fusiger (Link) 5. Gattung: Sporodinia Link. Sporangienträger aufrecht, mehrfach gabiig verzweigt, Äste mit einem zerfließenden Sporangium endigend. Zygosporen stets vor- handen, auf besonderen, ebenfalls gabiig verzweigten Trägern. Azygo- sporen oft vorhanden. Auf fleischigen Hutpilzen, zerstreut. (Fig. 102.) S. aspergilliis (Scop.) 6. Gattung: Rhizopus Ehrenberg. Luftmyzel Ausläufer bildend u. diese an den Knoten wurzelnd u. hier meist ein Büschel von Sporangienträgern bildend. Träger einfach od. höchsten traubig verzweigt, mit einem Sporangium abschließend. Zygosporen nackt. Sporen unregelmäßig kuglig od. br. eif., meist mit 1 — 2 stumpfen Ecken, gestreift. Auf vegetabilischen Abfällen, gemein. (Fig. 103.) R. nigricans Ehrenb. Sporen kuglig, ohne Ecken. Auf keimendem Samen von Bohnen, Erbsen u. Mais. R. elegans Eidam 7. Gattung: Absidia van Tiegh. Myzel mit Ausläufern wie bei vor. Gatt. Sporangienträger büschlig, in der Mitte der Internodien enstehend. Zygosporen von braunen Fäden eingehüllt. Sporangienträger unter dem Sporangium allmählich erweitert, in die kegelf. Columella mit blauschwarzer Membran übergehend. Auf Pferdemist, zerstreut. (Fig. 104.) A. capillata van Tiegh. Zygomycetes. 61 8. Gattung: Thamiiidium Link. Sporangienträger mit großem Sporangium abschließend, unter- halb einzelne od. quirlig gestellte Äste tragend, die mehrfach gabel- teilig sind u. an den Enden kleine Sporangien (Sporangiolen) mit wenigen Sporen tragend. Zygosporen nackt. Auf Pferdemist, Brot, Kartoffel, Pilzen usw., nicht selten. {Fig. 105.) T. elegans Link 9. Gattung: Chaetostylum van Tiegh. et Le Monn. Sporangienträger wie bei vor. Gatt., aber die Seitenäste steril endigend u. die Sporangiolen quirlig in der Mitte tragend. Auf Mist, zerstreut. (Fig. 106.) C. Fresenii van Tiegh. et Le Monn. 10. Gattung: Helicostylum Corda. Sporangienträger mit Sporangium abschließend, mit verschieden augeordneten Seitenästen, die bischofstabf. eingekrümmt sind u. am Ende mit einer Sporangiole abschließen. Auf verschiedenen faulenden Substraten, selten. (Fig. 107.) H. eleg:aiis Corda 11. Gattung: Pilaira van Tiegh. Sporangienträger einzeln, schlaff. Sporangienwand im oberen Teil schw^arz, kutikularisiert, nicht zerfließend, im unteren farblos, zart, verquellend u. damit das Sporangium von der Columella lösend. Columella br., knöpf f. Auf Mist von Pflanzenfressern zerstreut. (Fig. 108.) P. anomala (Cesati) 12. Gattung: Pilobolus Tode. Sporangienträger einfach, einzeln, straff bleibend, unter dem Sporangium aufgeschwollen. Sporangienwand kutikularisiert, fest, schwarz. Sporangien mit großer Gewalt abgeschleudert. 1. Sporen orange gefärbt. 2. Sporen farblos, ellipsoidisch, ca 5 — 10 a lg. Auf Mist von Pflanzenfressern, häfuig. (Fig. 109.) P. cristallinus (Wiggers) 2. Sporen kuglig od. ellipsoidisch, 12 — 20 f^ lg. Ebenda, aber seltner. P. Kleinii van Tiegh. Sporen kuglig, mit derber, zweischichtiger Membran, 8 — 14 f^ im Durchm. Auf Mist, seltner. P. oedipus Montagne 2. Familie: Mortierellaceae. Sporangien ohne Columella. Zygosporen in ein Gewebegehäuse eingeschlossen. Träger einfach od. verzweigt, mit Sporangien ab- schließend. 62 Eumycetes. Einzige Gattung: Mortierella Coemans. 1, Sporangienträger verzweigt. 2. Sporangienträger unverzweigt. Sporangien weiß. Sporen ellip- soidisch 6 a* lg-, 5 /* br. Auf Pferdemist, nicht häufig. (Fig. 110.) M. Rostafinskii Bref. 2. Hauptstamm mit Sporangien abschließend, Seitenäste abstehend, einzeln od. wirtelig, mit kleineren Sporangien abschließend. Auf Mist, modernden Pflanzenteilen u. holzigen Schwämmen, selten. M. polycephala Coemans Sporangienträger zymös verzweigt, Seitenäste sich bogig ab- krümmend u. dann senkrecht aufwachsend, den Hauptstamm über- wipfelnd, das ganze kandelaberartig. Sporen etwa kuglig, ca. 6/^ im Durchm. Auf Mist, modernden Pflanzen u. Hutpilzen, selten. M. candelabriin van Tiegli. et Le Monn. 3. Familie: Chactocladiaceae. Konidenträger verzweigt, ähnlich den Seitenästen von Chae- tostylum, meist rankend. Konidien einzeln an den letzten Spitzchen der Zweige sitzend. Zygosporen nackt. Einzige Gattung: Chaetoeladium Fresenius. Konidien kuglig, 6,5 — 10 A^ im Durchm. Parasitisch auf den Trägern anderer Mucorineen, nicht selten. (Fig. 111.) C. Jonesii Fresen. In allen Teilen kleiner, Konidien nur 2 — 5 i-t im Durchm. Ebenda, aber seltner. C. Brefeldi vanT iegh. et Le Monn. 4. Familie: Piptocephalidaceae. Konidien träger einfach od. verzweigt. Konidien reihenweise gebildet. Zygosporen nackt. Gattung: Piptocephalis de Bary. Konidienträger oben mehrfach gabiig, später gebräunt u. mit vielen Querrändern, Astenden mit einer etwa kugligen Anschwellung, an deren Höckern die Konidienketten sitzen. Konidien zylindrisch, 4 — 8 ^ lg., 2 — 4 /* br. Parasitisch auf dem Myzel von Mucorineen, häufig. (Fig. 112.) P. Freseniana de By. Gattung: Syncephalis van Tiegh. et Le Monn. Konidienträger einfach od. höchstens einmal gegabelt, am Scheitel kantig od. kuglig angeschwollen. Auf der Blase stehen Zellen von charakteristischer Gestalt, auf deren Höckern je eine Konidien- kette sitzt. Konidienträger aufrecht, höchstens bis 3 mm hoch. Kondinien zylindrisch tonnenf., 8 — 10 i" lg-, 6 /< br. Auf Mucorineen u. Mist, von da auf andere Substrate übergehend, nicht selten. (Fig. 113.) S. cordata van Tiegh. et Le Monn. Zygomycetes. 63 Konidienträger aufrecht, oben bogenf. gekrümmt od. eingerollt, bis 0,2 mm hoch. Konidien spindelf. od. ellipsoidisch, 10 — 12 /" lg., 4 — Q fi br. Parasitisch auf Mucorineen auf Mist, seltner. (Fig. 114.) S. cornii van Tiegh. et Le Monn. II. Reihe: Entomophtlioriueae. Myzel reich entwickelt, schlauchf., parasitisch, später geteilt. Konidien am Ende von schlauchartigen Trägern gebildet u. abge- schleudert, einzellig od. auch keine entwickelt. Zygosporen durch Vereinigung des Inhaltes von zwei Zellen im Innern des Substrates gebildet, häufiger Azygosporen vorkommend. Keimung durch Keimschläuche. Bestimmungstabelle der G-attungen. A. In Insekten lebend. a) Konidienträger un verzweigt. Zygo- sporen unbekannt, Azygosporen vor- kommend. 1. Empnsa. b) Konidienträger verzweigt. Zygo- sporen u. Azygosporen vorkommend. 2. Entomophthora. B. In Pflanzen od. auf Mist. a) Myzel schwach entwickelt, in den Zellen. 3. Completoria. b) Myzel reich entwickelt, nicht in den Zellen. I. Auf Pilzen. 4. Conidiobolus. II. Auf Mist. 5. Basidiobolus. III. Auf Laub u. Erde. 6. Endogene. 1. Gattung: Empusa Cohn. Myzel im Innern von Insekten, die einfachen Konidienträger hervorbrechend. Konidien kuglig od. eif., weit abfliegend. Azygo- sporen im Innern, dickwandig, braun. Auf der Stubenfliege, sie im Spätsommer abtötend. (Fig. 115.) E. muscae Cohn Bei Raupen Epizootieen erzeugend. E. aulicae Reich. Auf Jassus sexnotatus. E. jassi Cohn Auf Aphis-Arten. E. Fresenii Nowak. 2. Gattung: Entomophthora Fresenius. Myzel im Innern von Insekten, als Luftmyzel austretend u. das Insekt an der Unterlage befestigend. Konidienträger verzweigt. Zygo- od. Azygosporen im Innern gebildet. Auf Raupen. (Fig. 116.) E. sphaerosperma Fresen. Auf Mücken (Chironomus). E. conica Nowak. Auf Aphis-Arten. E. aphidis Hoffm. 64 Eumycetes. 3. Gattung: Completoria Lolide. Myzel in den Zellen. Konidienträger schlauchf., die Zellhaut durclibolirend. Konidien kuglig. Dauersporen in den Zellen. In Epidermiszellen von Farnprothallien, nicht häufig. (Fig. 117.) C. coinplens Lohde 4. Gattung: Conidiobolus Brefeld. Myzel parasitisch. Konidienträger einfach, am Ende keulig. Zygosporen durch leiterf . Kopulation von Myzelfäden gebildet, kuglig, mit mehrschichtiger Membran. Auf Gallertpilzen, z. B. Auricularia, parasitisch. (Fig. 118.) C. utriculosus Bref. 5. Gattung: Basidiobolus Eidam. Myzel dick, zuletzt vielzellig. Konidienträger einfach, am Ende keulig. Konidien kuglig od. eif., mit dem keuligen Ende des Trägers zusammen abgeschleudert. Zygosporen durch Kopulation zweier benachbarter Zellen entstehend, kuglig, dickwandig. Auf Froschmist, nicht häufig. (Fig. 119.) B. ranarum Eidam 6. Gattung: Endogene Link. Myzel oberflächlich, oft reichlich als Luftmyzel entwickelt, zu- letzt zu Fk. mit lockerer Binde verflochten. Im Fk. viele kuglige Sporangien. Fk. flach gewölbt, braun. Zwischen Lb. in Wäldern besonders häufig auf Blumentöpfen. (Fig. 122.) E. macrocarpa Tul. Fk. fast kuglig, weißlich. An denselben Standorten wie vor. E, pisiformis Link 2. Klasse: Mycomycetes. Myzelfäden septiert. Fk. sehr mannigfaltig, dem Landleben ausschließlich angepaßt. Geschlechtliche äußere Fortpflanzung fehlt. Sporen in Schläuchen od. Basidien entstehend. 3. Unterklasse: Ascomycetes. Hauptfruktifikation in Schläuchen, oft als Nebenfruchtform Konidien. I. Keihe: Hemiascineae. Sporangien noch nicht ganz regelmäßig, aber doch schon eine gewisse Regelmäßigkeit zeigend. Myzel gut entwickelt, septiert. Bestimmungstabelle der Familien u. Gattungen. A. Sporangien schlauchatrig, durchwachsend. Konidien vorhanden. Fam. Ascoideaceae. 1. Ascoidea. Ascomycetes. Q 5 B. Sporangien keglig od. ellipsoidiscli, frei stehend od. im Innern des Substrates. Konidien fehlend. Farn. Protomycetaceae. a) Sporen regellos im Sporangium ent- stehend. 2. Volkartia. b) Sporen wandständig im ausgetretenen Endospor entstehend, kopulierend. 3. Protomyces. c) Wie Protomyces, aber die Sporen nicht kopulierend. 4. Protomyeopsis. I. Gattung: Ascoidea Brefeld. Myzel oberflächlich, große Klumpen bildend, dick, reich septiert. Sporangien terminal, wie bei Saprolegnia durchwachsend. Sporen zahlreich, hutf., in einer Eanke entleert. Konidien terminal u. seit- lich ansitzend, länglich. In Schleimflüssen von Rotbuchen dicke bräunliche Massen bildend. S. Bisher nur in Westfalen gefunden. (Fig. 120.) A. rubescens Bre*. et Lindau 2. Gattung: Volkartia R. Maire. Bildet auf den Blättern des Wirtes grauweiße Überzüge und verursacht leichte Kräuselungen und blasige Auftreibungen. Fertile Hyphen unter der Blattepidermis ausbildend u. kuglige od. länglich ellipsoidische Chlamydosporen erzeugend. Auf Heracleum sphondylium. V. umbelliferarum (Rostr.) 3. Gattung: Protomyces Unger. Myzel interzellular, parasitisch, mit Haustorien. Chlamydo- sporen mit dicker Wandung im Verlauf der Fäden gebildet, aus- keimend in ein blasiges Sporangium, das die Sporen durch Zer- reißen plötzlich ausschleudert. Sporen regelmäßig paarweise kopu- lierend. Dicke Schwielen an Stengeln, Blättern usw. von Umbelliferen bildend, besonders auf Aegopodium häufig. (Fig. 121.) P. macrosporus Ung. Ähnliche Schwielen an Taraxacum bildend, seltner. P. pachydermus v. Thüm. 4. Gattung: Protomyeopsis Magnus. Wie Protomyces, aber die Sporen nicht kopulierend. Grauweiße Blattschwielen auf der Blattunterseite, seltener an den Stengeln bildend, im Hochgebirge auf Chrysanthemum. P. leucanthemi Magnus. II. Reihe: Exoascineae. Myzel gar nicht entwickelt u. daher Zellen einzeln od. reichlich entwickelt, verzweigt. Schläuche durch Umbildung einer Zelle ent- stehend od. einzeln am Myzel od. in Lagern. Lindau, Kryptogamenflora II, 1. 2. Aufl. 5 ß6 Eumycetes. Bestimmungstabelle der Familien. A. Myzel fehlend. Zellen einzeln od. Sproß- kolonien bildend, Sporenbildung im Innern einer vegetativen Zelle. Fam. Saccharomyce- B. Myzel stets vorhanden. taceae. a) Schläuche einzeln an den Myzel - zweigen entstehend. Fam. Endomycetaceae. b) Schläuche lagerartig dicht nebenein- ander stehend. I. Saprophytisch auf Holz. Fam. Ascoeorticiaceae. II. Parasitisch in Blättern. Fam. Exoascaceae. Familie : Saccharomycetaceae. Hefen. Myzelzellen einzeln od. zu Sproßkolonien zusammen- hängend. Sporenbildung im Innern einer Zelle, nach vorheriger Kopulation mit einer anderen Zelle od. ohne dieselbe. Sporen sehr verschieden gestaltet. — Die Gattungen lassen sich nur unterscheiden, wenn man ihre Sporenbildung kennt, die meist erst in der Kultur erfolgt. Für den Anfänger genügt die Kenntnis der Gattung Sac- charomyces Meyen, die Sproßkolonien besitzt u. die kugligen od. eif. Sporen zu 2 — 6 ev. mit vorheriger Kopulation in einer Zelle bildet. Die Arten werden nach der Gestalt der Zellen definiert, außerdem werden zahlreiche Rassen bei den Arten unterschieden, die durch bestimmte Gärungsprozesse charakterisiert sind. Als Sammelspezies haben die Bierhefen (S. cerevisiae Mey., Fig. 123), die Weinhefen (S. ellipsoideus Eeeß), die Kahmhefen (S. mycoderma Reeß) u. a. zu gelten. Familie : Endomycetaceae. Myzel oberflächlich, schimmelartig. Schläuche terminal, 4 bis 8 sporig. Sporen einzellig. Oft Chlamydosporen u. Konidienketten vorhanden. 1. Gattung: Eremascus Eidam. Myzel schimmelartig. Schlauch auf der Spitze von 2 schraubig sich umfassenden Asten entstehend. Sporen 8, kuglig. Auf Malzextrakt, nur einmal in Schlesien gefunden. (Fig. 124.) E. albus Eid. 2. Gattung: Endomyees Reeß. Myzel schimmelartig, meist parasitierend. Schläuche einzeln terminal an Seitenästen gebildet, 4 sporig. Sporen einzellig, hyalin, verschieden gestaltet. Konidienketten u. Chlamydosporen vorhanden. Schneeweiße Rasen auf den Lamellen von Armillaria mellea bildend. Sporen hutf. Zerstreut. (Fig. 125.) E. decipiens (Tul.) Ascomycetes. 67 m 68 Eumycetes. Im Schleimfluß von Eichen dicke weiße Polster bildend. Sporen ellipsoidisch, warzig. Bisher nur in Thüringen. E. Magnusii Ludw. Familie : Ascocortiaceae. Vegetatives Myzel oberflächlich zart, auf ihm die Schläuche dicht nebeneinander lagerartig stehend. Sporen 8, einzellig, hyalin. Einzige Gattung: Ascocorticium Bref. Grauweiß bis rötlich, 3 — 6 cm lg., 0,5 — 1 cm br. Auf der Rinde von Kiefernstümpfen, nicht häufig. (Fig. 126.) A. albidum Bref. et v. Tav. Familie Exoascaceae. Myzel parasitisch, einjährig od. perennierend u. dann hexen - besenbildend, unter der Kutikula od. der Epidermis wachsend. Schläuche aus Myzelzellen lagerf. emporwachsend. Sporen 4, 6, 8, einzellig, hyalin, oft im Schlauch schon hefenartig sprossend. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Das ganze subkutikulare Myzel fast rest- los in Schläuche sich umwandelnd. 1, Taphrina, B. Nur die Enden des interzellularen Myzels zu Schläuchen sich umwandelnd. 2. Magnusiella, 1. Gattung: Taphrina Fr. Schläuche die Kutikula durchbrechend u. ein freistehendes Lager bildend. Häufig Verbiegungen u. Ausbeulungen der Blätter od. Hexenbesen an Zweigen erzeugend. 1. Auf Farnen (Unterg. Taphrinopsis). 2. Auf höheren Pflanzen. 3. 2. Blattflecken auf Aspidium thelypteris bildend, selten. T. lutescens Rostr. Blattflecken auf Aspidium spinulosum bildend, selten. T. filicina Rostr. 3. Auf Julifloren (Unterg. Eutaphrina). 4. Auf Rosaceen (Unterg. Euexoascus). 12. 4. Auf Salicaceen. 5. Auf Betulaceen. 7. Auf Fagaceen. Auf Quercus-Arten graue od. bläuliche Blatt- flecken erzeugend, selten. T. coerulescens Tul. 5. Auf den Blättern von Populius nigra, pyramidalis u. a. blasige, auf der konkaven Unterseite gelb gefärbte Auftreibungen verur- sachend, nicht selten. (Fig. 127.) T. aurea (Pers.) Auf den Fruchtknoten von Populus -Arten. 6. 6. Auf P. tremula, häufig. T. Johansoni Sadeb. Auf P. alba, nicht selten. T. rhizophora Johans. Ascomycetes. 69 7. Auf Betula. 8. Auf Alnus. 10. Auf Carpinus, hexenbesen bildend, zerstreut. T. carpini Rostr. 8. Hexenbesen bildend. 9. Blattflecken bei Betula-Arten verursachend, nicht selten. T. betulae (Fuck.) 9. Schläuche oben + abgerundet. Auf B. pubescens u. carpathica, zerstreut. T. betulina Rostr. Schläuche oben rechteckig. Auf B. verrucosa, zerstreut. T. turgida Sadeb. 10. Auf den Blättern von Alnus incana graue Überzüge erzeugend u. hexenbesenbildend, nicht selten. T. epiphylla Sadeb. Auf den Blättern von A. glutinosa. 11. Auf den Zapfenschuppen von A. incana u. glutinosa Defor- mationen erzeugend, zerstreut. T. alni incaiiae (Kühn) 11. Blatttlecken rundlich, gelblich od. weiß. Stielzellen der Schläuche zwischen die Epidermiszellen nicht eingesenkt, Schläuche 41 bis 55 .« lg. Zerstreut. T. Sadebeckii Johans. Blattflecken gi-auweiß, ausgedehnt auf den vergTößerten Blät- tern. Stielzellen zwischen die Epidermiszellen eingesenkt, Schläuche 31—37 /^ lg. Zerstreut. (Fig. 128.) T. Tosquinetii (Westend.) 12. Auf Crataegus od. Pirus. 13. Auf Prunus od. Persica. 14. Auf Potentilla silvestris Flecken u. Anschwellungen der Achse u. der Blätter erzeugend, selten. T. potentillae (Farl.) 13. Auf Crataegus oxyacantha u. monogyna an den Blättern Flecken u. Verkrümmungen erzeugend, zerstreut. T. crataegi Sadeb. Auf Pirus communis u. japonica blasige Auftreibungen an den Blättern verursachend, zerstreut. T. buUata (Berk. et Br.) 14. Auf den Blättern. 15. Auf den Früchten. 17. 15. Auf Persica vulgaris, seltner auch Amygdalus Blattkräuselungen verursachend, nicht selten, T. deformaus (Berk.) Auf Prunus-Arten auf Blättern u. hexenbesenbildend. 16. 16. Auf Prunus insititia u. domestica graubereifte Blattflecken unterseits verursachend u. Hexenbesen, zerstreut. T. insititiae (Sadeb.) Auf Prunus cerasus u. avium Blattdeformationen u. hexen- besenbildend, zerstreut. T. cerasi (Fuck.) 17. Deformationen der Früchte (Narrentaschen) bei P. domestica u. padus verursachend, häufig. T. pruni Tul. Narrentaschen bei P. spinosa u. insititia erzeugend, zerstreut. T. Rostrupiana (Sadeb.) 70 Eumycetes. 2. Gattung: Mag-nusiella Sadeb. Schläiiclie unmittelbar an den Enden der Myzelzweige, meist zwißclien den Epidermiszellen gebildet, vorher kein schlauchbildendes Gewebe entstehend. Sporen ellipsoidisch, 7 — 8 X 4 ^w. Auf Potentilla silvestris, zer- streut. F. S. M. potentillae (Farlow) III. Reihe: Plectascineae. Fk. meist ± kuglig, klein od. groß, von einer aus lockeren Fäden gebildeten od. festen Hülle (Peridie) umgeben, die unregelmäßig aufreißt. Schläuche an den die Fk. ausfüllenden Fäden an Seiten- zweigen ganz unregelmäßig entstehend, meist + kuglig, die Sporen später meist pulverig. Bestimmungstabelle der Familien. A. Peridie nur aus wenigen lockeren Fäden bestehend, daher die Schläuche durch- scheinend. 1. Gymnoascaceae. B. Peridie fest, geschlossen. a) Fk. oberirdisch. I. Fk. ungestielt, klein. 2. Aspergillaceae. II. Fk. gestielt, viel größer. 3. Onygenaceae. b) Fk. unterirdisch. I. Peridie nach dem Innern scharf ab- gesetzt. Sporen bei der Reife pul- verig. 4. Elaphomycetaceae. II. Peridie nach innen nicht scharf ab- gesetzt, in das schlauchbildende Gewebe übergehend. Sporen bei der Reife nicht pulverig. 5. Terfeziaceae. 1. Familie: Gymnoascaceae. Peridie locker, fädig. Schläuche das ganze Innere des Fk. aus- füllend, kuglig, 8 sporig. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Fäden der Peridie dünn, gleichartig. a) Sporen farblos od. lebhaft gefärbt. 1. Arachniotus. b) Sporen braun. 2. Amauroascus. B. Peridie aus dickwandigen Fäden be- stehend, die verbunden u. an den End- auszweigungen besonders gestaltet sind, a) Äste der Peridienfäden in Zacken od. Stacheln auslaufend. 3. Gymnoascus. Ascomycetes. 7 1 b) Äste spiralig eingerollt. 4. Myxotrichum. c) Äste kammf. 5. Ctenomyces. 1. Gattung: Arachniotus Schroeter. Fk. kuglig. Peridie aus feinen, spinnewebartigen Fäden ver- webt. Fk. weiß, bis 2 mm br. Sporen hyalin. Auf Mist u. faulenden organischen Substanzen, selten. D. candidus (Eid.) Fk.l mm br. Fk. u. Sporen goldgelb. Auf faulenden Vege- tabilien, selten. A. aureus (Eid.) 2. Gattung: Amauroascus Schroeter. Fk. u. Peridie wie bei vor. Gatt. Sporen braun. Auf altem Mist, selten. A. niger Schroet. 3. Gattung: Gymnoaseus Baranetzky. Fk. kuglig. Peridie aus dickeren Fäden gebildet, die am Ende od. an den Zweigen in Haken ausgehen. Fk. gelb bis orangebräunlich, bis 0,5 mm br. Auf Mist, zerstreut. (Fig. 129.) G. Reessii Bar. 4. Gattung: Myxotrichum Kunze. Fk. kuglig. Enden der Peridienfäden spiralig gerollt. Fk. gelb bis orange, bis 0,7 mm br. Auf Mist, selten. M. uncinatum (Eid.) Fk. graugrün, ca 1 mm br. Auf faulendem Papier, Pappe, nicht selten. (Fig. 130.) M. chartarum Kze. 5. Gattung: Ctenomyces Eidam. Fk. kuglig. Peridienäste teils in kammartige Anhängsel aus- laufend, teils schraubig gerollt. Auf faulenden Federn, einmal gefunden. (Fig. 131.) C. serratus Eid. 2. Familie: Aspergillaceae. Fk. klein, oberirdisch, ungestielt. Peridie fest, häutig bis fleischig, unregelmäßig zerfallend bei der Reife. Sporen einzellig. A. Fk. mit zottiger Bekleidung. 1. Cephalotheca. B. Fk. kahl. a) Sporen ohne Stacheln. I. Konidien in Ketten entstehend, außerdem Büchsenkonidien vor- handen. 2. Thielavla. II. Konidienträger mit blasiger End- anschwellung, auf der einfache od. 72 Eumycetes. verzweigte Sterigmen stehen, die Sporenketten bilden. 3. Aspergillus. IIL Konidien träger pinselig verzweigt, an den Endästen Ketten von Konidien. 4. Penieilliuin. b) Sporen mit einzelnen langen, feinen Stacheln besetzt. 5. Amylocarpus. 1. Gattung: Cephalotheca Fuckel. Fk. kuglig. Peridie + kohlig. Sporen braun. Fk. mit schwefelgelben Zotten besetzt. Auf faulenden eichenen Brettern, selten. C. sulfurea Fuck. Fk. mit krausen, verzweigten, schwarzen Haaren bedeckt. Auf faulem Holz, selten. C. trabea Fuck. 2. Gattung: Thielavia Zopf. Fk. kuglig, braun. Schläuche mit 8 braunen Sporen. Konidien in kurzen Ketten, in die eckigen schwarzen Sporen zerbrechend, daneben farblose Büchsen, in denen längliche, hyaline Sporen ent- stehen. An Wurzeln von Leguminosen parasitisch, auch an anderen Pflanzen, besonders Topfpflanzen in Gewächshäusern, nicht selten. (Fig. 132.) T. basicola Zopf 3. Gattung: Aspergillus Micheli. Fk. mit zelliger Peridie. Schläuche 8 sporig. Nur von wenigen Arten sind Fk. bekannt, von den meisten nur die Konidienträger, die uns hier nicht angehen. Viele bilden statt der Fk, Sklerotien. Fk. ohne Blasenhülle, schwefelgelb, bis 90 n br. Sterigmen der Konidienträger un verzweigt. Sporen linsenf., am Rande mit einer Rinne, 8 — 10 f^ br. Auf allen möglichen faulenden Substanzen, Konidienrasen grau- bis olivengrün, gemein, die Fk. nicht so häufig. (Fig. 133.) A. glaucus (L.) Fk. mit Blasenhülle. Sterigmen verzweigt. Fk. schwarz, bis 0,3 mm im Durchm. Auf Hummelnestern, oft spontan auf allen möglichen Substraten in der Kultur auftretend, nicht selten. A. iiidulars (Eid.) 4. Gattung: Penieillium Link. Fk. in Sklerotien od. frei gebildet. Schläuche mit 4 — 8 rund- ichen Sporen. Fk. in Sklerotien entstehend, äußerst selten. Gemein dagegen auf allen möglichen Substraten die blaugrünen Konidienrasen. (Fig. 134.) F. crustaceum (L.) Fk. frei entstehend, gelb bis orange. Konidienrasen graugrün bis graubraun. Auf organischen Substanzen, selten. P. luteum Zuk. Ascomycetes. 73 5. Gattung: Amylocarpus Currey. Fk. kuglig, blaßgelb. Sporen kuglig, hyalin, mit einzelnen, langen, feinen Stacheln besetzt. Auf faulem Holz an der Meeresküste, sehr selten. (Fig. 135.) A. eucephaloides Currey 3. Familie: Onygenaceae. Fk. kopfig, +lg. gestielt. Peridie bei der Reife sich lappig öffnend od. ringf. sich ablösend. Schläuche 8 sporig. Sporen einzellig, hyalin, glatt. Einzige Gattung: Onygena Persoon. Fk. hell- bis rotbraun, auf faulenden Hufen od. seltener Hörnern von Ziegen, Schafen, Rindern, zerstreut. (Fig. 136.) 0. equina (Willd.) Fk. hellbraun, auf faulenden Federn, Gewölle, Haaren, zerstreut. 0. corvina Alb. et Schw. 4. Familie: Elaphomycetaceae. Fk. unterirdisch, groß, knollig. Peridie dick, nach innen scharf abgesetzt. Schläuche regellos verteilt od. zu größeren Gruppen angeordnet, die durch radial verlaufende, sterile Adern getrennt werden. Sporen bei der Reife pulverig, zu 2 — 4 im Schlauch, dick- wandig, kuglig, schwarz. Einzige Gattung: Elaphomyces Nees. Fk. gelb- bis rötlichbraun, innen von netzig anastomosierenden sterilen Adern durchzogen. In Lb.-, seltener Ndwäldern, häufig. E. variegatus Vitt. Fk. ebenso, aber innen nicht geädert, sondern gleichmäßig. Ebenda. (Hirschtrüffel.) (Fig. 137.) E. cervinus (Pers.) 5. Familie: Terfeziaceae. Fk. unterirdisch, groß, knollig. Peridie nach innen nicht scharf abgesetzt. Schläuche gleichmäßig od. in bandf. Anordnung ver- teilt. Sporen bei der Reife nicht pulverig, kuglig, stachlig od. netzig. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Fk. im Innern ohne sterile Adern, Schläuche gleichmäßig verteilt. 1. Hydnobolites. B. Fk. im Innern mit sterilen Zonen, Schläuche in gewundenen Bändern ste- hend. 2. Choiromyces. 74 Eumycetes. 1. Gattung: Hydnobolites Tulasne. Fk. mit Höckern u. Wülsten zwischen denen Gänge in das Innere gehen. Fk. 1,5 cm im Durchm., weißlich, od. gelblich. In Lbwäldern, zerstreut. (Fig. 138.) H. cerebriformis Tul. 2. Gattung: Choiromyces Vittadini. Fk. unregelmäßig knollig, glatt, bis faustgroß, hell gelbbraun. In Lb.- u. Ndwäldern, stellenweise nicht selten. Eßbar. (Fig. 139.) Co maeandriformis Vitt. IV. Keihe: Pyrenomycetes. Fk. kuglig od. flaschenf., geschlossen od. sich an einem Punkte öffnend. Schläuche am Grunde des Fk. entstehend. 1. Unterreihe: Perisporiineae, Gehäuse kuglig, nicht mit Loch sich öffnend, sondern die Sporen durch Verwitterung od. unregelmäßigen Zerfall des Gehäuses frei werdend od. Gehäuse flach schildf. u. dann am Scheitel mit Loch sich öffnend. Bestimmungstabelle der Familien und Gattungen. A. Gehäuse kuglig, allseitig geschlossen, a) Luftmyzel weiß. Gehäuse schwarz, mit irgendwelchen Anhängseln. Para- siten. Nebenfruchtformen. Oidium^). Fam. Erysiphaceae. I. Fk. nur einen Schlauch ent- haltend. 1. Anhängsel fädig, am Ende stets ungeteilt. 1. Sphaerotheca. 2. Anhängsel am Ende wieder- holt dichotom verzweigt. 2, Podosphaera. II. Fk. stets mehrere Schläuche ent- haltend. 1. Anhängsel an der Spitze nie- mals spiralig eingerollt, o) Anhängsel ganz unverzweigt od. unregelmäßig verzweigt. § Anhängsel myzelartig, kriechend, nicht starr abstehend, nicht od. un- regelmäßig verzweigt. 3. Erysiphe. §§ Anhängsel starr abste- hend, grade, unverzweigt. 4. Phyllactinia. 1) Auf kurzem, aufrechtem Stiel steht eine Reihe eif. Sporen. Ascomycetes. 75 ß) Anhängsel am Ende mehr- fach dichotom verzweigt. 5. Microsphaera. 2. Anhängsel an der Spitze + spi- ralig eingerollt. 6. Uncinula. b) Luftmyzel schwarz. G-ehäuse ohne Anhängsel, schwarz. Farn. Perisporiaceae. I. Sporen einzellig. 1. Fk. einzeln stehend. 7. Anixia. y^'^ 2. Fk. am Rande eines behaarten /^^^ Q^l^ ' 1^ Stromas stehend, auf Blättern. 8. Lasiobotrvs. II. Sporen zweizeilig. 1. Luftmyzel sehr kräftig ausge- bildet, auf Blättern. 9. Dimerosporiiim,? ^ A ^ 2. Luftmyzel fehlend. Auf toten "^-:- Wurzeln. 10. Zopfia. III. Sporen mehrzellig. 1. Luftmyzel fehlend, Sporen vier- zellig. 11. Perisporium. 2. Luftmyzel sehr stark ent- wickelt, Sporen mauerf. 12. Capnodium. B. Gehäuse schildf., nur die obere Hälfte deutlich ausgebildet, am Scheitel mit Loch sich öffnend. Farn. Microthyriaceae. a) Sporen zweizeilig. I. Sporen hyalin. 13. Microthyrium. II. Sporen braun. 14. Asterina. b) Sporen vierzellig. 15. Micropeltis. 1. Gattung: Sphaerotheca Lev. Luitmyzel weiß, Überzüge bildend, mit kleinen Haustorien ein- dringend. Gehäuse dunkel, einschichtig, mit langen, gebogenen, meist einfachen Anhängseln. Schlauch groß, einzeln, 4 — 8 sporig. Sporen hyalin, einzellig. Parasiten. Auf Hopfen, aber auch auf Rosaceen, Kompositen, Dipsacaceen, Epilobium, Geranium, Viola usw., häufig. (Fig. 140.) S. humuli (DC.) Auf Rosen schädlich (Rosenmehltau), häufig. S. pannosa (Wallr.) Auf Stachelbeeren die jungen Triebe u. Früchte vernichtend (Stachelbeermehltau), in Deutschland eingewandert. S. mors uvae (Schwein.) 2. Gattung: Podosphaera Kunze. Wie vor. Gatt., aber die Anhängsel aufrecht, am oberen Teil des Gehäuses sitzend, an der Spitze mehrfach regelmäßig gabel- teilig. 76 Eumycetes.. Auf Prunus, Crataegus, Spiraea, Vaccinium, häufig. (Fig. 141.) P. oxyacanthae (DC.) Auf Apfelbäumen an jungen Trieben, nicht häufig P. leucotricha (Ell. et Ev.) 3. Gattung: Erysiphe Hedw. Luftmyzel wie bei vor. Gatt. Anhängsel im Grunde od. etwa in der Mitte des Gehäuses entspringend, myzelartig, wenig od. nicht verzweigt. Schläuche zu mehreren im Fk., 2 — 8 sporig, Sporen ein- zellig, hyalin. 1. Anhängsel am Grunde des Gehäuses entspringend u. mit dem Myzel + verwebt. 2. Anhängsel mehr in der Mitte entspringend, mit dem Myzel sich nicht verwebend, höchstens sich miteinander flockig verklebend. 4. 2. Fk. in ein wolliges Myzel + eingesenkt. Nur auf Gräsern vor- kommend, gemein. E. graminis DC. Fk. nicht in ein wolliges Myzel eingesenkt. Nur auf Dikotyle- donen. 3. 3. Auf Pflanzen der verschiedensten Familien. Schläuche 3 — 8 sporig. Häufig. (Fig. 142.) E. polygoni DC. Auf Labiaten. Schläuche 2 sporig. Häufig. E. galeopsidis DC. Auf Kompositen. Schläuche 2 sporig. Häufig. E. cichoriacearum DC. 4. Anhängsel vollständig braun. Auf Cornus sanguinea, zerstreut. E. tortilis (WaUr.) Anhängsel ganz od. im oberen Teil farblos. 5. 5. Auf Caragana arborescens, zerstreut. E. caraganae (Magn.) Auf Astragalus glycyphyllos u. cicer, zerstreut. E. astragali (DC.) Auf Vicia silvatica u. cassubica, selten. E. Bäumleri (Magn.) Auf Evonymus europaea u. verrucosa, selten. E. evonymi (DC.) 4. Gattung: Phyllactinia Lev. Gehäuse an der Basis mit mehreren graden, unverzweigten, strahlig abstehenden, am Grunde plattenf. erweiterten Anhängseln. Sonst wie vor. Gatt. Auf den Blättern von Stauchern, Bäumen z. B. Corylus, Carpinus, Quercus, Fagus, Betula, Alnus, Fraxinus, Berberis, Hippophae, nicht selten. (Fig. 143.) P. corylea (Pers.) 5. Gattung: Microsphaera Lev. Anhängsel von der Mitte bis zur Spitze des Gehäuses entspringend, aufrecht od. strahlig abstehend od. niederliegend, an der Spitze mehr- Ascomycetes. 77 facli gabelteilig, die kurzen Endäste plattig verbreitert. Scliläuclie zu mehreren im Fk., mit 2 — 8 hyalinen, einzelligen Sporen. Auf Berberis vulgaris, zerstreut. (Fig. 144.) M. berberidis (DC.) Auf Eibes grossularia, hcäufig. M. grossulariae (Wallr.) Auf Lycium-Arten, zerstreut. M. Mougeotii Lev. Auf Alnus, Lonicera, Ehamnus, Viburnum, Betula, Syringa u. a., nicht selten. (Auf Quercus -Arten form, quercina Neg.). M. alni (DC.) 6. Gattung: Uncinula Lev. Anhängsel einfach od. am Ende 2 — 3 gabiig, stets die Enden + spiralig eingerollt. Sonst wie vor. Gatt. Auf Salix u. Populus, nicht selten. U. Salicis (DC.) Auf Ulmus montana, u. campestris, selten. U. clandestina (Biv.) Auf Prunus- Arten, nicht selten. U. prunastri (DC) Auf Acer-Arten, häufig. (Fig. 145.) U. aceris (DC.) Auf Vitis. Die Oidienform 0. Tuckeri häufig, Fk. nur sehr selten beobachtet. U. necator (Schwein.) 7. Gattung: Anixia Hoffm. Fk. frei oberflächlich, nur mit Haftfasern befestigt, kuglig. Schläuche mit 8 kugligen, hyalinen Sporen. Auf faulem Kiefernholz, an feuchten Wänden, selten. (Fig. 146.) A. parietina (Schrad.) 8. Gattung: Lasiobotrys Kunze. Fk. am Eande eines flachen, dünnen, schwarzen, behaarten Stromas. Schläuche zylindrisch mit 8 einzelligen, ellipsoidischen grünlichen Sporen. Auf Blättern von Lonicera-Arten, selten. (Fig. 147.) L. lonicerae (Kunze) 9. Gattung: Dimerosporium Fuckel. Luftmyzel braun, kräftig entwickelt, mit über Kreuz vierzelligen Konidien an den Ästen. Fk. eingesenkt im Myzel. Schläuche ellipso- idisch, mit 8 zweizeiligen, hyalinen Sporen. Auf Blättern von Ligustrum vulgare im südlichsten Teil des Ge- bietes. (Fig. 148.) D. pulchrum Sacc. 10. Gattung: Zopfia Eabenh. Fk. oberflächlich, kuglig niedergedrückt, Schläuche groß, sackf., mit 4 — 8 zweizeiligen, beidendig spitzen, schwarzbraunen Sporen. Auf faulenden, in Haufen liegenden Spargelwurzeln, selten. (Fig. 149.) Z. rhizophila Eabenh. 78 Eumycetes, 11. Gattung: Perisporium Fries. Fk. oberfläclilicli, lose angeheftet, kuglig. Schläuche keulig mit länglich zylindrischen, 4 zelligen, schwarzbraunen, in die Teilzellen zerfallende Sporen. Auf Stroh, Mist, Stricken u. anderen Abfallstoffen, nicht selten P. vulgare Corda 12. Gattung : Capnodium Mont. Luftmyzel feste schwarze Überzüge bildend (Eußtau). Neben- fruchtformen häufig u. sehr mannigfach (Konidien von verschiedener Gestalt, Coremien, Pykniden). Fk. sehr selten, etwas keulig. Sporen mauerf. geteilt, braun. Auf den verschiedensten Bäumen u. Sträuchern als Rußtau die Blätter überziehend. (Fig. 150.) €. salicinum (Pers.) 13. Gattung: Microthyrium Desm. Luftmyzel fehlt. Fk. flach schildf., am Rande etwas fasrig. Gehäuse häutig, mit Öffnung am Scheitel. Sporen länglich, zweizeilig, hyalin. Auf Pteridium aquilinum, seltener Aspidium filix mas, selten. M. litigiosum Sacc. Auf faulenden Nadeln, selten. M. pinastri Fuck. Auf welken Blättern von Betula, Carpinus, selten. (Fig. 151.) M. microscopicum Desm. Auf Stengeln von Cytisus u. Genista, selten. M. cytisi Fuck. 14. Gattung: Asterina Lev. Wie vor. Gatt., Gehäuse sich sternf. öffnend. Sporen 8, zwei- zeilig, braun. Auf Veronica officinalis, selten. A. veronicae (Libert) 15. Gattung: Micropeltis Mont. Wie Microthyrium. Sporen spindelf., hyalin, 4 zellig. Auf Pirola rotundifolia im südöstlichen Alpengebiet, M. carniolica Rehm 2. Unterreihe: Mi/pocreineae, Myzel im Substrat od. oberflächlich, ein + ausgedehntes Luft- myzel bildend od. zu einem Stroma sich verflechtend. Fk. frei, kuglig od. flaschenf., od. im Luftmyzel od. Stroma eingesenkt. Gehäuse meist weich lederig, fleischig, od. häutig, nie schwarz, stets anders ge • färbt (außer Mazzantia). Mündung meist warzenf., seltener länger ausgezogen. Ascoumycetes. 79 80 Euiuycetes. 2. Hyponectria. 3. Mazzantia. Einzige Familie: Hypocreaceae. Bestimmungstabelle der Gattungen, A, Sporen einzellig. a) Fk stets ohne Stroma, höchstens mit Luftmyzel. I. Sporen braun. II. Sporen hyalin od. höchstens leicht rötlich. 1. Sporen ohne Anhängsel. a) Fk. eingesenkt. § Fk. unter der Epidermis eingesenkt. §§ Stroma bedeckt, dann her- vorbrechend, schwarz, in- nen weiß. ß) Fk. vollständig frei auf den Substrat stehend. § Mündung kegelf. od. flach, dem Gehäuse gleichfarbig. §§ Mündung punktf. od. ein- gedrückt, am Rande dunk- ler geiärbt als das Gehäuse. 2. Sporen beidendig mit borstenf. Anhängsel. b) Fk. einem deutlich ausgebildeten Stroma eingesenkt. I. Stroma der Blattsubstanz ein- gesenkt. II. Stroma oberfläclilich auf Mist. B. Sporen zweizeilig. a) Stroma gänzlich fehlend, höchstens Luitmyzel (Nectria) vorhanden. I. Gehäuse bläulich od. \iolett. II. Gehäuse rötlich, gelblich, nie bläu- lich. 1. Fk. parasitisch auf Nyctalis asterophora. 2. Fk. nicht dort wachsend. b) Stroma vorhanden. 1. Stroma dicht filzig-fädig. 2. Stroma fleischig. a) Wenn Konidienträger vor- handen, dann nicht stilbum- artig. § Sporen nicht im Schlauch in die Teilzellen zerfallend. 1. Melauospora. 4. Nectriella. 5. Thelocarpon. 6. Eleutheromyces« 7. Polystigma. 8. Selinia. 9. Lisea. 10. Pyxidiophora. 12o Nectria. 11. Hypomyces. 12. Nectria. Ascomycetes. 81 §§ Sporen im Schlauch in die Teilzellen zerfallend. ß) Konidienträgei gestielt mit Köpfchen (Stilbum), stets vorhanden, an ihrer Basis die Fk. C. Sporen 3- und mehrzellig, quergeteilt, nicht fädig. a) Gehäuse lebhaft gefärbt, im durch- fallenden Lichte nicht blau. b) Gehäuse dunkler, im durchfall. Lichte blau. D. Sporen mauerf. E. Sporen lg. fadenf. a) Stroma fehlend. b) Stroma stets vorhanden. I. Stroma die Stengel ringf. um- gebend. IL Stroma abstehend. 1. Stroma klein, ungestielt. 2. Stroma gestielt. § Stroma nicht aus einem Sklerotium hervorwachsend, auf Tieren u. Pilzen. §§ Stroma aus einem Sklero- tium hervorwachsend, auf Gräsern. 13. Hypocrea. 14. Sphaerostilbe. 15. Calonectria. 16. Gibberella. 17. Pleonectria. 18. Barya. 19. Epichloe. 20. Oomvces. 21. Cordiceps. 22. Claviceps. 1. Gattung: Melauospora Corda. Fk. ganz frei od. mit Luftmyzel, Gehäuse weich, bräunlich, mit papillenf. od. vorgezogener u. mit Borsten besetzter Mündung. Sporen ellipsoidisch od. zitronenf., einzellig, braun. Sehr zerstreut. 1. Auf Pilzen. 2. Auf Blättern, Nadeln, Holzstückchen usw. auf der Erde. 3. 2. Auf Fomes igniarius, Polyporus adustus u. ähnl. Fr. 0,4 mm im Durchm. mit ca. 2 mm langem Schnabel. Sporen zitronenf. M. lagenaria (Pers.) Auf größeren Scheibenpilzen. Fk. bis 0,35 mm im Durchm. mit papillenf. Schnabel. Sporen ungleichseitig zitronenf. M. Zobelii (Corda) 3. Fk. lg. geschnäbelt u. gewimpert. 4. Fk. mit papillenf. Mündung, gelblich, einem weißen Faden - geflecht aufsitzend. Sporen zitronenf. M. teleboloides (Fuck.) 4. Sporen br. ellipsoidisch-scheibenf., beidendig abgerundet, ohne Hyphengeflecht. Zerstreut. (Fig. 152.) M. ehionea (Fr.) Sporen br. ellipsoidisch, beidendig hyalin spitzig. Mit Hyphen- geflecht. Selten. M. leucotricha Corda Lindau, Kryptogamenflora II, 1. 2. Aufl. 6 82 Eumycetes. 2. Gattung: Hyponectria Saccado. Fk. einzeln, unter der Epidermis stellend, kuglig, rötlicligelb. Sporen ellipsoidiscli, einzellig. In Buxus blättern, selten. H. buxi (DC.) 3. Gattung: Mazzantia Montagne. Stroma bedeckt, dann hervorbrechend, schwarz, innen weiß, mit wenigen kugligen Fk., die mit der Mündung vorragen. Sporen einzellig, hyalin. Auf dürren Stengeln von Galium-Arten, zerstreut. (Fig. 168.) M. ^alii (Fr.) Auf dürren Stengeln von Aconitum napellus, in den Hochalpen. M. napelli (Cesati) 4. Gattung: Nectriella Saccardo. Fk. frei aufsitzend, gesellig, mit Mündungspapille, gelb od. röt- lich. Sporen kurz spindelf., einzellig. Auf welkenden Buxusblättern, zerstreut. (Fig. 153.) M. Rousseliana (Mont.) 5. Gattmig: Thelocarpon Nylander. Fk. frei, gesellig, mit punkft., ringsum dunkler gefärbten Öffnung od. eingedrücktem Scheitel, gelblich. Sporen ellipsoidisch, einzellig. An bearbeitetem Holz, selten. T, Laureri (Flot.) Auf Solorina u. Baeomyces, selten. T. epibolum Nyl. 6. Gattung: Eleutheromyces Fuckel. Fk. frei, kuglig mit kegelf. Halsteil, bräunlich. Sporen ellipso- idisch j einzellig, beidendig mit borstenf. Anhängsel. Auf faulenden Hutpilzen u. Polyporus betulinus, nicht häufig. (Fig. 154.) E. subulatus (Tode) 7. Gattung: Polystigma DC. Stroma fleischig, dem Blattgewebe eingewachsen, rot od. rot- braun. Fk. eingesenkt, nur mit den Mündungen hervorragend. Sporen ellipsoidisch, einzellig. Parasit auf Prunus domestica, spinosa u. insititia mit rotem Stroma, häufig. (Fig. 155.) F. rubrum (Pers.) Parasit auf Prunus padus, mit bräunlichem Stroma, seltner. P. ochraceum (Wahlenb.) 8. Gattung: Selinia Karst. Stroma fleischig, oberflächlich, rot, mit roströtlichem Filz. Fk. zu wenigen im Stroma eingesenkt. Sporen ellipsoidisch, einzellig. Auf trockenem Schaf- u. Kuhmist, selten. S. pulchra (Wint. ) Ascomycetes. g3 9. Gattung: Lisea Sacc. Fk. frei, rasig, kuglig. Gehäuse blau od. violett. Sporen länglich eif., zweizeilig. An dürren Buxusästchen, nur in Westdeutschland, selten. L. buxi (Fuck.) 10. Gattung: Pyxidiophora Brefeld et v. Tavel. Stroma u. Chlamydosporen fehlen, sonst wie Hypomyces, Konidienträger büchsenf., im Innern die Konidien reihenweise bildend. Auf Xyctalis asterophora zerstreut. P. asterophora (Tul.) IL Gattung: Hypomyces Fries. Stroma wollig od. filzig-fädig. Fk. eingesenkt od. aufsitzend, kuglig, mit z: kegelf., zugespitzter Mündung. Gehäuse lebhaft gefärbt. Sporen zweizeilig, beidendig zugespitzt, hyalin bis hellbräunlich. Fast stets finden sich am Stroma Konidienträger mit quirliger Ver- zweigung u. I — 2 zelligen Sporen (VerticiUium, Diplocladium, Dac- tylium) u. Chlamydosporen (einzellig Sepedonium, mehrzellig Myco- gone). Fast nur auf Hutpilzen, ihr Hymenium deformierend. 1. Perithecien nicht bekannt, nur Mycogone-Sporen vorhanden. 2. Perithecien bekannt, aber nicht immer vorhanden, daneben stets die oben genannten Nebenfruchtformen. 3. 2. Hyphenfilz rötlich. Auf Clavarien u, dem Champignon, nicht selten. H. Linkii Tul. Hyphenfilz bräunlich. Auf größeren Discomyceten, zerstreut. H. cervinus Tul. 3. Hyphenfilz weiß u. so bleibend. Auf Lactaria deliciosa, selten. H. deformans (Lagger) Hyphenfilz anfangs weiß, dann aber stets irgendwie gefärbt. 4. 4. Hyphenfilz rot, grüngelb od. purpurviolett. 5. Hyphenfilz ocker-, orange- od. goldgelb. 6. 5. Hyphenfilz rosa bis rot. Auf faulenden Arten von Russula, Agaricus, Stereum, Polyporus u. von da auf Moos u. Blätter übergehend, zerstreut. H. rosellus (Alb. et Schw.) Hyphenfilz blaß ziegelrot. Auf Lactaria-Arten, nicht selten. H. laterius (Fries) Hyphenfilz schmutzig grüngelb. Auf Lactaria- u. Russula-Arten, seltener. H. viridis (Alb. et Schw.) Hyphenfilz schmutzig purpur violett. Auf Fuligo septica, selten. H. violaceus (Schmidt) 6. Hyphenfilz ockergelb, bis fast orangegelb. Auf Russula-Arten, nicht häufig. (Fig. 156.) H. ochraceus (Pers.) Hyphenfilz zuletzt intensiv orangegelb. Auf Polyporus adustus u. ähnl., selten. H. aurantius (Pers.) Hyphenfilz intensiv goldgelb. Auf Boletus-Arten, häufig. (Fig. 157.) H. chrysospermus Tul. 6* 84 Eumycetes. 12. Gattung: Nectria Fries. Stroma fehlend od. fleischig od. nur als fädige Unterlage aus- gebildet. Fk. einzeln od rasenf., auf dem Substrat, auf dem Stroma od. zwischen dem Fadengeüecht sitzend, + kuglig. Gehäuse weich häutig, gelblich, rot od. bräunlich, Mündung warzen- od. kegelf., Sporen hyalin od. rötlich, zweizeilig, ellipsoidisch, beidendig stumpf od. zugespitzt. 1. Sporen warzig, rotbräunlich. Auf alten, verfaulten Polyporus- Arten, selten. N. cosmariospora Ces. et de Not. Sporen glatt. 2. 2. Stroma fehlend. 3. Stroma als fleischige Unterlage od. Hyphenfilz vorhanden. 6. 3. Auf Flechten. 4. Nicht auf Flechten. 5. 4. Fk. gesellig, auf einem fleischroten Fleck vor brechend. Auf Anaptychia ciliaris, zerstreut. N. Fuekelii Sacc. Fk. hervorbrechend, einzeln. Auf Peltigera canina, zerstreut. N. lichenicola (Ces.) 5. Fk. frei, zerstreut, rotgelb-bräunlich. Auf faulenden Graminen- blättern, zerstreut. N. graminicola Berk. et Br. Fk. frei, einzeln od. gesellig, blutrot. Auf Ustulina u. Diatrype Stigma, nicht selten. N. episphaeria (Tode) Fk. einzeln, zinnoberrot, zwischen den Fasern stehend. Auf feuchtem Papier, zerstreut. N. charticola (Fuck.) 6. Fk. in u. auf eine^ fasrigen Unterlage, orangerot, zusammen- fallend u. fast schüsself. N. pcziza (Tode) Fk. einem fleischigen Stroma aufsitzend. 7. 7. Auf Pandanus -Arten in Gewächshäusern, zerstreut. N. paudani Tul. An Ästen u. Stämmen von Ndhölzern, nicht selten. N. cucurbitula (Tode) Auf Dicotyledonen. 8. 8. Auf Stengeln von Aconitum u. Cirsium spinosissimum, sowie auf Kuhkot, in den Hochalpen nicht selten. Stroma 1 — 2 mm im Durchm., rot. N. tuberculariformis (Eehm) Nur auf Sträuchern u. Bäumen. 9. 9. Fk. dunkelrot, im Alter schwarz. Sporen 9 — 12 /* lg., 3 — 3,5 |W br.. Auf dünnen Haselnußästen, selten auf Weide u. Pappel. N. coryli Fuck. Fk. höchstens bräunlich od. dunkler werdend, niemals schwarz. 10. 10. Fk. zu wenigen rasig vereinigt, rot mit brauner Mündungspapille, zuletzt schüsself. eingefallen. Auf dürren Stämmchen von Efeu, seltner. (Fig. 158.) N= sinopica Fries Fk. viel dichter u. zu vielen zusammenstehend. 11. 11. Stroma polsterf. od. halbkuglig, rot, Fk. sehr dicht darauf stehend. Ascomycetes. 85 rot, später mehr bräunlich. Auf sehr vielen Sträuchern u. Stäm- men besonders immer auf Eibes u. Betula, im H. die Stromata konidientragend, in F. perithecientragend, gemein. (Fig. 159.) N. einnabarina (Tode) Stroma polsterf. Perithecien lebhaft rot, durch den dunklen, glänzenden Mündungskegel ausgezeichnet. Häuiig auf Zweiggabeln von Salix purpurea, auf Eichen- und Weidenrinde u. anderen Lb., aber nicht auf Buche. N. galligena Bresad. Stroma polsterf., hervorbrechend, goldgelb, viele nebeneinander. Fk. sehr dicht gedrängt. Besonders auf Fagusästen, aber auch auf anderem Lb., häufig. No ditissima Tul. 13. Gattung: Hypoerea Fries. Stroma fleischig, polsterf. od. + ausgebreitet. Fk. dem Stroma eingesenkt. Sporen meist hyalin, zweizeilig, innerhalb des Schlauches in die Teilzellen zerfallend, daher der Schlauch scheinbar 16 sporig. 1. Stroma polster- od. scheibenf., scharf begrenzt am Kande. 2. Stroma flach, weit ausgebreitet. 4. 2. Stroma nicht rot. 3. Stroma rot, dann rotbraun, durch die Mündungen der Perithe- cien punktiert. Teilzellen der Sporen fast kuglig, 3 — 4 /< imDurchm. Auf Holz u. Rinde von Lb., nicht selten. (Fig. 160.) H. rufa (Pers.) 3. Stroma rundlich od. länglich, am Rande frei, schwarz -olivengrün bis schwarzbraun. Teilzellen fast kuglig, ca 4 n- im Durchm. Auf faulenden Stämmen (Quercus, Salix usw\), nicht selten. H. contorta (Schwein.) Stroma polsterf od. halbkuglig, gelb od. grünlichgelb. Teilzellen ungleich groß, 4 bzw. 3 /' im Durchm., kuglig bzw. eif., oliven- farbig. Auf faulendem Holz, über Blättern, nicht häufig. H. gelatinosa (Tode) 4. Auf Pilzen. 5. Stroma sehr weit ausgedehnt, Moose, Holz, Erde usw. über- ziehend, zitronengelb, am Rand weißfasrig, von den dunkleren Mündungen des Fk. punktiert. Teilzellen kuglig, bzw. eif., 4,5 bzw. 5 /< im Durchm. Zerstreut in Wäldern. H. citrina (Pers.) 5. Stroma krustig, flach, gelb. Teilzellen eif., 3,5 — 4,5 /* lg. Auf Polyporeen (P. betulinus) zerstreut. H. fungicola Karst. Stroma krustig, gelb od. bräunlichgelb. Teilzellen kuglig, bzw. eif., 4 n, bzw. 4x 3 /< . Auf Ciavaria ligula u. Spathularia flavida in feuchten Ndwäldern, selten. H. alutacea (Pers.) 14. Gattung: Sphaerostilbe Tulasne. Stroma polsterf., fleischig, die Konidienträger (gestielte Keulen) tragend, an deren Grund die Fk. stehen. Konidienpilz goldgelb-rot, Fk. rotbraun. Auf Asten von Ulmus u. Fraxinus, selten. S. aurantiaea Tul. 86 Eiimycetes. 15. Gattung: Calonectria de Notaris. Fk. zuletzt frei sitzend, einzeln od. rasenf., bisweilen auf fasrigem Hyphenfilz. Sporen länglicli, 4 zellig, hyalin. Fk. rot. In Rindenrissen von Acer, selten. (Fig. 161.) C. decora (Wallr.) 16. Gattung: Gibberella Saccardo. Stroma fleiscMg od. fehlend. Fk. frei aufsitzend, einzeln od. rasig. Gehäuse durchscheinend blau od. violett. Sporen ellipsoidisch od. spindelf., hyalin, vierzellig. 1. An Halmen u. Stengeln. 2. Stroma polsterf . od. halbkuglig, gelbbräunlich, späterr: schwarz- blau. Fk. rasig, sehr dunkel, im durchfallenden Lichte stahlblau. Sporen 18 — 23 /' lg., 7 — 8 /< br. Auf dürren Ästen von Sambucus nigra u. racemosa, auch von Sarothamnus, Cytisus, Salix u. a., zer- streut (Fig. 162.) G. pulicaris (Fries) 2. Fk. rasenf., verwachsend u. häutige Krusten bildend, blau. Sporen 18 — 30 (20—24) (i lg., 4 — 6 /* dick. Auf Kräuterstengeln u. be- sonders Grashalmen, zerstreut. G. Saubinetii (Mont.) Fk. gehäuft, schmutzig blau. Sporen 25 — 32 /* lg., 7 /« dick. Auf faulenden Kohlstengeln, zerstreut. G. cyanogena (Desm.) 17. Gattung: Pleonectria Saccardo. Stroma fleischig od. fehlend. Fk. gehäuft, frei. Sporen ellipso- idisch od. spindelf., hyalin, mauerf. geteilt. Fk. rötlichbraun, rasig auf einem gelblichen, polsterf. Stroma aufsitzend. Auf dürren Berberitzenästen, zerstreut. (Fig. 163.) P. Lamyi (Desm.) 18. Gattung: Barya Fuckel. Fk. frei, kegelf., gelbgrün, dann braun. Sporen fädig, hyalin. Auf faulender Bertia moriformis, selten. B. parasitica Fuck. 19. Gattung: Epichloe Fries. Stroma flach, fleischig, die Halme scheidenf. umkleidend, weiß, dann rotbraun. Fk. eingesenkt. Sporen fädig, im Schlauch schon in Teilzellen zerfallend. Auf Grashalmen, besonders Holcus, häufig. (Fig. 164.) E. typhina (Pers.) 20. Gattung: Oomyces Berk et Br. Stroma rötlich, kegel- od. sackf., senkrecht abstehend, mit 1 bis 7 eingesenkten Fk. Sporen fädig, einzellig. An trockenen Gräsern, selten. (Fig. 165.) 0. cariieoalbus (Lib.) Ascomycetes. 8 7 21. G-attung: Cordiceps Fries. Stroma aufrecht, + lg. gestielt, oberer Teil keulig od. kuglig, fertil. Sporen fädig, im Sdüauch in Teilzellen zerfaUlend. i. Auf unterirdischen Pilzen schmarotzend. 2. Auf in der Erde liegenden Insekten, Raupen od. Puppen schma- rotzend, 3. 2. Stroma mit blaßgelbem Stiel u. rötlich -schwarzer Keule. Auf Elaphomyces -Arten, zerstreut. (Fig. 166.) C. ophioglossoides (Ehrh.) Stroma mit dunkelgelbem Stiel u. braunem, fast kugligem Kopf. Ebenda, aber seltner. C. capitata Holmsk. 3. Strpma goldgelb od. grau. 4. Stroma z: rot. 5. 4. Stroma mit gelbem Stiel u. lebhaft goldgelber Keule. Auf Insekten- larven, zerstreut. C. entomorrhiza (Dicks.) Stroma mit schwarzbraunem Stiel u. grauweißem, später bräunlich violettem, fast kugligem Köpfchen. Auf Käferlarven u. Laufkäfern, zerstreut. C. cinerea (Tid.) 5. Stroma lg gestielt, fertiler Teil keulig, gelb- od. purpurrot. Auf Puppen u. Eaupen von Schmetterlingen, häufig. H. C. militaris (L.) Stroma leicht ockergelb, krustig u. sich daraus fädig, bis 4 cm lg. erhebend. Fk auf dem Stroma einzeln od. rasig, blaß röttlich. Auf toten Schmetterlingen, besonders Sphingiden, nicht häufig. C. sphingum (Tul.) 22. Gattung: Claviceps Tul. Sporen den Blüten anfliegend, unterhalb des Fruchtknotens sich ein hornartiges, lg. vorragendes Sklerotium entwickelnd, das in der Jugend Konidienlager (Sphacelia) trägt. Die zu Boden gefallenen Sklerotien entwickeln im F. auf langen Stielen kuglige Sklerotien, in denen die Perithecien mit den Schläuchen sitzen Sporen fädig. 1. Sklerotien in den Blüten von Heleocharis u. Scirpus gebildet, nicht häufig. C. nij^ricans Tul. Sklerotien in Gramineen. 2. 2. Sklerotien in den Blüten des Getreides, groß, dunkel violett. Stromata rötlich, häufig, besonders in nassen Sommern (Fig.167.) C. purpurea (Fr.) Sklerotien auf Phragmites, Molinia, Nardus u. and. Gramineen, wie vor. Art, aber in allen Teilen kleiner, seltner. C. microcephala (Wallr.) 3. Unterreihe: Dothidelneae. Myzel im Innern der Nährpflanze, ein sklerotienartiges, senk- rechthyphiges Stroma im Innern bildend, das nach außenhin meist fest u. schwarz abgeschlossen ist, im Innern aber aus weißem, weichem 88 Eumycetes. Gewebe besteht. Durch Zerreißen der deckenden Geweb.sschichten wird dann das Stroma frei. Neben diesem typischen Falle kommen auch solche vor, wo das Stroma eingesenkt bleibt od. von Anfang an oberflächlich steht (stets schwarz). Fk. dem Stroma eingesenkt, typisch nicht durch besondere Wandung von der Stromasub.stanz getrennt. Mündung rundlich od. länglich, oft durch Verwitterung der deckenden Schichten unregelmäßig aufgerissen. Einzige Familie: Dothideaceae. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Ascoitrom eingewachsen u. vor- brechend. a) Sporen 2 zellig, hyalin b) Sporen 2 zellig, braun B. Stroma zwischen Epidermis u. Palis- saden bedeckt bleibend a) Sporen 2 zellig, hyalin b) Sporen 4 bis mehrzellig, braun C. Stroma zwischen Kutikula u. Epidermis bedeckt bleibend. Paraphysen 0. Sporen hyalin, gleich- bis 2 zellig D. Stroma dem Mesophyll eingelagert a) Sporen 1 zellig, hyalin b) Sporen 2 zellig, hyalin c) Sporen 4 zellig, braun E. Loculi isoliert dem Mesophyll eingelagert, perithecien artig, Sporen messeiförmig, braun J. Dothidella. 2. Systremma. H. Scirrhia. 4. Rhopo^raphus. 5. Eiiryachora. 6. Phyllachora. 7. Endothella. 8. Homostesria. 9. Curreya. 1. Gattung: Dothidella Spay. Stromata vorbrechend u. krustig, mit eingesenkten Perithecien. Ohne Paraphysen. Sporen zweizeilig, hyalin. Auf dürren Ästen von Berberis, zerstreut. D. berberidis (Wahlenb.) Auf Ästen von Kibes (besonders von R, rubrum) zerstreut. (Fig. 170.) D. ribesia (Pers.) Auf Ästen von Daphne mezereum, in den Alpen. D. mezerei (Fries) 2. Gattung: Systremma Theiß, et Syd. Stromata vorbrechend u. krustig, mit eingesenkten Perithec'en. Ohne Paraphysen. Sporen zweizeilig, braun, meist die Zellen etwas ungleich. Auf dürren Ästen von Sambucus, Syringa, Acer, Rhamnus, Morus u. a., nicht selten. S. natans (Tode) Ascomycetes. 89 Auf dürren Ästen von Buxus sempervirens, selten. (Fig. 171.) S, puccinioides (DC.) Auf noch hängenden Ulmen blättern, nicht selten. S. ulmi (Schleich.) 3. Gattung: Scirrhia Nitschke. Stromata strichförmig, vom obe flächlichen Clypeus bedeckt, zuletzt in einem linienförmigen Spalt aufreißend. Paraphysen fehlen. Sporen länglich zweizeilig, hyalin. An dürren Blattscheiden von Phragmites, zerstreut. (Fig. 173.) S. rimosa (Alb. et Schw.) An Wedelstielen von Pteridum, zerstreut. (Fig. 174). S. aspidiorum (Lib.) 4. Gattung: Rhopographus Nitschke. Stromata wie bei Scirrhia. Paraphysen vorhanden. Sporen 4 bis mehrzellig, braun. An Wedelstielen von Pteridium, zerstreut. (Fig. 175.) B. filicinus (Fries) 5. Gattung: Euryachora Fuckel. Stromata zwischen Kutikula u. Epidermis bedeckt bleibend. Paraphysen fehlen. Sporen farblos, zweizeilig. Auf faulenden Birkenblättern, zerstreut. (Fig. 172.) Eo betulina (Fries) Auf Stengeln u. Blättern von Sedum maximum, purpureum u. thelephium, im Gebirge. E. thoracella (Kutstr.) 6. Gattung : Phyllachora Nitschke. Stromata dem Mesophyll eingelagert, bedeckt bleibend. Para- physen vorhanden. Sporen einzellig, hyalin. Auf Blättern von Gramineen, häufig. (Fig. 169.) F. gTaminis (Pers.) Auf Blättern von Trifolium -Arten, nicht selten. F. trifolii (Pers.) 7. Gattung: Endodothella Theiß, et Syd. Stiomata wie bei Phyllachora. Paraphysen vorbanden. Sporen farblos, zweizeilig. Auf dürren Juncushalmen, zerstreut. E. junci (Fries) 8. Gattung; Homostegia Fuckel. Stromata wie bei Phyllachora. Paraphysen vorhanden. Sporen vierzellig, braun, bisweilen mit einer Längswand. Auf den Th. von Paimelia saxatilis, besonders im Gebirge. (Fig. 178.) H. Figgotii (Berk. et Br.) 90 Euuiycetes. 9. Gattung: Curreya Saccardo. Loculi perithecien artig, ohne echtes Ostiolum, zerstreut od. eng gelagert, unter der Epidermis eingesenkt, durch hyphiges Stroma ver- bunden. Paraphysen vorhanden. Sporen mauerf., länglich, braun. Auf Kiefernzapfen, zerstreut. (Fig. 177.) C. conorum (Fuck.) 4. Unterreihe: Pseudosphaeriineae, Stromata klein, eingewachsen, peritheciumähnlich, mit mehreren nebeneinander stehenden Loculi, die je einen Ascus enthalten. Einzige Familie: Pseudosphaeriaceae von Höhn. Wie vorige. Einzige Gattung: Dothiora Fries. Stroma eingesenkt, später die deckenden Substratschichten un- regelmäßig zerreißend. Fk. nicht regelmäßig aufspringend, sondern lappig aufreißend. Sporen länglich, hyalin, quer mehrzellig, stets noch mit mindestens einer Längswand. Holzbewohnend. An dürren Ästen von Populus tremula, zerstreut. (Fig. 176.) D. sphaeroides (Pers.) An dürren Ästen von Sorbus aucuparia, selten. D. sorbi (Wahlenb.) 5. Unterreihe: Sphaeriineae, Myzel in- od. außerhalb des Substrates, einfach fädig od. zu stromatischen Gebilden verflochten. Stroma verschieden, flach aus- gebreitet bis senkrecht abstehend. Fk. frei, einzeln od. rasig od. im Substrat od. dem Stroma ganz od. teilweise eingesenkt. Gehäuse schwarz, meist kohlig, brüchig od. seltener lederig zähe, Mündung papillenf., halsf. vorgezogen od. sehr Ig.fädig, meist rund, selten zu- sammengedrückt. Schläuche am Grunde des Fk. hervorwachsend, meist zylindrisch. Paraphysen vorhanden. Sporen sehr verschieden. Nebenfruchtformen als Konidienträger, Pykniden od. Konidienlager häufig vorhanden. Bestimmungstabelle der Familien. A. Fk. frei stehend od. zuerst eingesenkt im Substrat u. dann + hervortretend. Stroma fehlend, ein fädiges Hyphenge- flecht bisweilen vorhanden, sehr selten ein krustiges Stroma vorhanden, auf dem die Fk. sitzen, a) Fk. von Anfang an oberflächlich. Ascomycetes. 91 I Gehäuse dünn, fast einschichtig, am Scheitel mit Haarschopf. II. Gehäuse lederig od. kohlig, seltener häutig, stets deutlich mehrschich- tig. Fk. frei od. in einem Hyphen- geilecht sitzend, kahl od. behaart. Paraphysen vorhanden, b) Fk. zuerst dem Substrat eingesenkt, später ± hervortretend. I. Gehäuse weich, häutig. Fk. meist auf Mist, bisweilen ein Stroma vorhanden Sporen stets dunkel gefärbt. II. Gehäuse derber, lederig bis brü- chig kohlig. Selten auf Mist. «) Fk. einzeln od. herdenf. wach- send. § Mündung lg. schnabelf. §§ Mündung kurz, höchstens warzig od. keglig. + Mündung rund. ° tt Mündung seitlich zu- sammengedrückt, spal- tenf. ß) Fk. sich meist unterrindig ent- wickelnd u. hervorbrechend, stets rasig, seltener auch von Anfang an oberflächlich, fast immer auf einem fädigen od. krustenf. Stroma aufsitzend, B. Fk. dem Substrat eingesenkt u. ohne Strom od. von einem schildf. stroma- tischen Gewebe (Clypeus) bedeckt od. in einem Stroma sitzend, a) Fk. dem Substrat eingesenkt, Mün- dung durchbrechend od. durch Ver- witterung der oberen Schichten des Substrates frei werdend. I. Fk. bis 0,5 mm groß, häutig od. lederartig. 1. Mündung kurz, oft undeutlich, a) Ohne Paraphysen. ß) Mit Paraphysen. 2. Mündung verlängert schnabelf. II. Fk. über 0,5 mm groß, dick lede- rig od. 'kohlig. 1. Chaetomiaceae. 3. Sphaeriaceae. 2, Sordariaceae. 4. Ceratostomataceae. 5. Amphisphaeriaceae. 6, Lophiostomataceae, 7. Cucurbitariaceae. 8. Mycosphaerellaeeae. 9. Pleosporaceae. 11. Gnomoniaceae. 10. Massariaceae. 92 Eumycetes. b) Fk. einzeln von einem Clypeus be- deckt od. umgeben. 12. Clypeosphaeriaceae. c) Fk. einem Stroma eingesenkt, meist zablreicli. I. Substanz des Stromas von dem der Nährsubstanz nicht deutlich geschieden, oft nur durch Saum- linie od. Verfärbung des Sub- strates erkennbar. 1. Vor den Perithecien sich Pyk- niden entwickelnd. 13. Valsaceae. 2. Vor den P. sich Konidienlager entwickelnd. 14. Melanconidaceae. II. Substanz des Stromas deutlich von der des Nährsubstrates verschie- den, nur aus Hyphen bestehend. 1. Schlauchsporen klein, zylin- drisch, gewöhnlich auch ge- krümmt. 15. Diatrypaceae. 2. Schlauchsporen niemals zylin- drisch. «) Schlau chsporen ein- bis mehrzellig, wenn einzellig nur hyalin. Konidien in Stromahöhlungen gebildet. 16. MelogTammataceae. ß) Schlauchsporen einzellig, stets dunkel gefärbt. Ko- nidien meist frei auf dem jungen Stroma. 17. Xylariaceac. Bestimmungstabelle der Gattungen. 1. Familie Chaetomiaceae nur die Gattung. 1. Chaetomium, 2. Familie Sordariaceae. A. Sporen einzellig, mit od. ohne hyaline Anhängsel a) Ohne Stroma. 2. Sordaria. b) Mit Stroma. 3. Hypocopra. B. Sporen zweizeilig. 4. Delitschia. C. Sporen quer mehrzellig. 5. Sporormia. D. Sporen mauerf. 6. Pleophragmia. 3. Familie Sphaeriaceae. A. Sporen einzellig. a) Sporen hyalin, gelegentlich auch einmal zweiteilig. I. Sporen ellipsoidisch. Fk. unter 1/4 mm groß. 7. Trichosphaeria. Ascomycetes. 93 II. Sporen zylindrisch. Fk. über V4 mm groß, b) Sporen ellipsoidisch, braun. I. Ohne Anhängsel. II. Mit Anhängseln. B. Sporen zweizeilig. a) Fk. behaart. I. Sporen eif. od. keulig. II. Sporen spindelf. b) Fk. kahl. I. Gehäuse glatt. II. Gehäuse grobhöckerig. C. Sporen quer drei- u. mehrzellig. a) Fk. behaart od. in einem Hyphen- filz steckend. I. Sporen farblos, zuletzt gleich- mäßig bräunlich. 1. Sporen spindelf. 2. Sporen zylindrisch-wurmf. od. ellipsoidisch. II. Sporen braun, Endzellen hyalin b) Fk. kahl, auch ohne Hyphenfilz. I. Sporen hyalin. II. Sporen braun, 4. Familie Ceratostomataceae. A. Sporen einzellig hyalin. B. Sporen einzellig, braun. C. Sporen quer vielzellig. ö. Familie Amphisphaeriaceae. A. Sporen quer zwei- od. mehrzellig. a) Sporen zweizeilig, braun. b) Sporen vierzellig, aber im Schlauch in zweizeilige Teile zerfallend, braun. c) Sporen mehr als zweizeilig, nicht zerfallend. I. Sporen hyalin. IL Sporen braun. B. Sporen mauerf. 6. Familie Lophiostomataceae. A. Sporen einzellig, braun. B. Sporen zweizeilig. a) Sporen hyalin. b) Sporen braun. 8. Leptospora. 9. Rosellinia. 10. Bombardia. 11. Coleroa. 12. Niesslia. 13. Melanopsamma. 14. Bertia. 15. Herpotrichia. 16. Lasiosphaeria. 17. Chaetosphaeria. 18. Zignoella, 19. Melanomma. 20. Ceratostomella. 21. Ceratostoma. 22. Ceratosphaeria. 23. Amphisphaeria. 24. Ohleria. 25. Melomastia. 26. Trematosphaeria. 27. Strickeria. 28. Lophiella. 29. Lophiosphiera. 30. Schizostoma. 94 Eumycetes. C. Sporen quer mehr als 2 zellig. a) Sporen hyalin. b) Sporen braun. D. Sporen mauerf. 7- Familie Cucurbitariaceae. A. Sporen einzellig, hyalin. B. Sporen zweizeliig, braun. a) Fk. borstig. b) Fk. kahl. C. Sporen quer mehr als zweizeilig, braun. D. Sporen mauerf., braun. 8. Familie My cosphaerellaceae. A. Sporen zweizeilig. a) Sporen in zwei gleiche Zellen geteilt. I. Sporen hyalin. 1. Fk. in kleine Gruppen unter der Oberhaut lebender Blätter sitzend. 2. Fk. im Gewebe tiefer sitzend, in abgestorbenen Pilanzen teilen. II. Sporen braun. b) Sporen in zwei ungleiche Zellen geteilt, untere kleiner. B. Sporen quer mehr als zweizeilig, hyalin. a) Auf Flechten schmarotzend. b) Nicht auf Flechten. 9. Familie Pleosporaceae. A. Sporen einzellig. B. Sporen zweizeilig. a) Fk. behaart. b) Fk. kahl. 1. Sporen hyalin. II. Sporen braun. C. Sporen quer mehr als zweizeilig. a) Sporen mit Anhängseln. b) Sporen ohne Anhängsel. I. Sporen länglich. 1. Sporen hyalin. 2. Sporen braun. II. Sporen tädig. 1. Fk. behaart. 2. Fk. kahl. D. Sporen mauerf., hyailn bis braun. 1. Fk. behaart. II. Fk. kahl. 31. Lophiotrema. 32. Lophiostoma. 33. Platystomum. 34. Nitschkia. 35. Gibbera. 36. Otthia. 37. Gibberidea. 38. Cucurbitaria. 39. Stiffmatea. 40. Mycosphaerella. 41. Tichothecium. 42. Guig'iiardia. 43. Phareidia. 44. Sphaerulina. 45. Physalospora. 46. Venturia. 47. DidymoUa. 48. Didymospliaeria. 49. Dilophia. 50. Metasphaeria. 51. Leptosphaeria. 52. Ophiochaeta. 53. Ophiobolus. 54. Pyrenopliora. 55. Pleospora. Ascomycetes. 95 B. C. D. B. 10. Familie Massariaceae. A. Sporen einzellig. Sporen zweizeilig, braun. Sporen quer mehr als zweizeilig. a) Sporen hyalin. b) Sporen braun. Sporen mauerf., braun. 11. Familie Gnomoniaceae, A. Sporen einzellig. a) Schläuche achtsporig. I. Mündung kurz abgestutzt. II. Mündung schnabelartig ausge- zogen. 1. Mit stromaartigem Gewebe. 2. Ohne Stroma. b) Schläuche vielsporig. Sporen zwei bis vierzellig, Schläuche achtsporig. 12. Familie Clypeosphaeriaceae. A. Sporen einzellig. B. Sporen mehrzellig. a) Sporen hyalin bis gelblich. I. Sporen ellipsoidisch bis spindelf. II. Sporen fädig. b) Sporen braun. 13. Familie Valsaceae. A. Sporen einzellig. a) Sporen hyalin, gekrümmt. b) Sporen braun, nicht gekrümmt. Sporen quergeteilt. a) Sporen hyalin. b) Sporen braun. Sporen mauerf. Familie Melanconidaceae. A. Sporen einzellig. a) Sporen ellipsoidsch od. kurz spin- delf. b) Sporen lg. zylindrisch, wurmf. ge- krümmt. Sporen zwe' zellig. a) Sporen hyalin. I. Pykniden vielkammerig mit hyalinen, einzelligen Sporen. II. Konidienlager flach mit dunkel- braunen, einzelligen Sporen. b) Sporen braun. 56. Enchnoa, 57. Phorcys. 58> Massarina. 59. Massaria. 60. Pleomassaria. B. C. 61. Phomatospora. 62. Mamiania. 63. Gnomoniella. 64. Ditopella. 65. Gnomonia. 66. Anthostomella. 67. Hypospila. 68. Linospora. 69. Clypeosphaeria. 70. Valsa. 71. Anthostoma. 72. Diaporthe. 73. Rhynchostoma. 74. Feiiestella. 14 B. 75. CryptosporeIla= 76. Cryptospora. 77. Valsaria. 78. Melanconis. 79. Melanconiella. 96 Euraycetes. C. Sporen quer mehr als zweizeilig. a) Sporen hyalin. 80. Calospora. b) Sporen braun. 81. Pseudovalsa. 15. Familie Diatrypaceae. A. Schläuche bis aclitsporig. a) Stroma nur bei den Konidienlagern entwickelt, nicht bei den Fk. 82. Calosphaeria. b) Stroma bei den Fk. stets ent- wickelt. I. Stroma weit ausgedehnt. 83. Diatrype. II. Stroma Scheiben- od. polsterf. 84. Quaternaria. B. Schläuche vielsporig. 85. Diatrypella. 16. Fanülie Melogrammataceae. A. Sporen einzellig, hyalin. 86. Bofryosphaeriao B. Sporen zweizeilig, braun. 87. Myrmaeciiim. C. Sporen quer mehr als zweizeilig, braun. 88. Melogramma. 17. Familie Xylariaceae. A. Stroma krustig od. scheibeni . kuglig od. halbkuglig, stets ungestielt a) Stroma schwarz, im Alter sehr brüchig u. innen mit Hohlräumen. 89. Ustulina. b) Stroma schwarz od. anders gefärbt, auch im Alter ohne Holilräume. I. Stroma zuerst eingesenkt, jung fleischig. Konidienlager auf der Stromaoberfläche unter dem Periderm gebildet, später abfallend. 90. Nummnlaria. II. Stroma gewöhnlich von Anfang an oberflächlich u. holzig od. kohlig, Konidienlager ober- flächlich, pulverig. 1. Stroma mit konzentrischen Lagen 91. Daldinia. 2. Stroma nicht konzentrisch geschichtet. 92. Hypoxylon. B. Stroma gestielt, oberer fertiler Teil ästig, keulig od. scheibig. 1. Stroma oben keulig od. ästig. 9B. Xylaria. IT. Stroma oben scheibig. 94. Poronia. 'e?* Bestimmungstabelle der Gattungen hauptsächlich nach den Sporen. 1. Sporen einzellig. 2. Sporen zweizeilig. 36. Sporen quer mehr als zweizeilig, bisweilen bei den fadenf. Ascomycetes. 97 Sporen die Zellen nur durch Öltropfen angedeutet. 60. Sporen mauerf., mit mehr als 2 Querwänden u. mindestens einer Längswand. 89. 2. Spore hyalin (höchstens gelblich). 3. Sporen dunkel gefärbt. 1 9. 3, Fk. mit Borsten od. Haaren besetzt. 4. Fk. ganz kahl (höchstens am Grunde mit wurzelnden Hyphen). 5. 4 . Fk. frei aufsitzend. 7. Trichosphaeria. Fk. eingesenkt bleibend. 56. Enchnoa. 5. Fk. lg. geschnäbelt u der Schnabel weit hervortretend. 6. Fk. mit kegel- od. papillenf. Mündung, wenn lg. geschnäbelt, dann im Stroma eingesenkt u. mit dem Schnabel nicht hervor- tretend. 8. 6. Fk eingesenkt bleibend, Schnabel als lange Spitze hervortretend. 7. Fk. zuletzt ganz freistehend, Schnabel fädig, sehr lg. 20. Ceratostomella. 7. Fk. ohne Stroma eingesenkt. 63. Gnomoniella. Fk. unter einem scheibigen Pseudostroma eingesenkt. 62. Mamiania. 8. Fk. nicht einem Stroma eingesenkt. 9. Fk. einem Stroma eingesenkt. 13. 9. Schläuche mit 8 (seltener weniger) Sporen. 10. Schläuche vielsporig. 64. Ditopella. 10. Fk. von Anfang an oberflächlich entstehend, Sporen zylindrisch, oft gekrümmt. 8. Leptospora. Fk. anfangs eingesenkt, dann hervortretend od. so bleibend (wenn, wie bei Nitschkia bisweilen von Anfang an oberflächlich, dann die Fk. schüsself. zusammensinkend). 11. 11. Fk, nicht schüsself. einsinkend, nicht rasig gehäuft. 12. Fk. schüsself. einsinkend, rasig gehäuft. 34. Nitschkia. 12. Schläuche keulig. Sporen länglich, abgestumpft, größer. 45. Physalospora. Schläuche dünn zylindrisch, Sporen ellipsoidisch, viel kleiner. 61. Phomatospora. 13. Stroma valseenartig, d. h. scharf begrenzt, klein, kegel- od. polsterf. 14. Stroma diatrypeenartig d.h. weit ausgedehnt, ohne besondere G-estalt. 18. 14. Fk. im Stroma stehend, Konidienfrüchte in demselben Stroma vorhergehend od. gleichzeitig od. wenn getrennt, dann Fk. in einem Stroma, 15. Fk. gruppenf. im Periderm ohne Stroma nistend, aber die Konidienfrüchte in einem valseen artigen Stroma. 82. Calosphaeria. 15. Sporen ellipsoidisch od, spindelf., nicht gekrümmt. 16. Sporen länglich, gekrümmt od. zylindrisch wurmf. 17. Lindau, Kryptogamenflora II, 1. 2. Aufl. 7 98 Eumycetes. 16. Konidienfrüchte im Stroma in Lagern gebildet, die später frei liegen. 75. Cryptosporella. Konidienfrüchte Pykniden im Stroma. 86, Botryosphaeria. 17. Sporen kleiner, wurstf. gekrümmt. 70. Val^a. Sporen viel länger, wurmf. 76. Cryptospora. 18. Fk. Tl. Pykniden in demselben Stroma. 70. Valsa. Fk. u. Konidien auf verschiedenen Stromata, entweder Lager od. vielkammerige Pykniden vorhanden. 83. Diatrype. 19. Fk. irgendwie deutlich behaart. 20. Fk. kahl. 21. 20. Mündung des Fk. mit langem Haarschopf. 1. Chaetomium. Gehäuse mit Borsten. 9. Rosellinia. 21. Schläuche acht- (seltener vier-) sporig. 22. Schläuche vielsporig. Fk. im Stroma eingesenkt. 85. Diatrypella. 22. Stroma ganz fehlend, höchstens ein Hyphenfilz vorhanden. 23. Stroma vorhanden. 27. 23. Mündung der Fk. kegel- od. warzenf., nie lg. ausgezogen. 25. Mündung der Fk. verlängert. 24. 24. Mündung nur lg. halsf. Mistbewohner., 2. Sordaria. Mündung fadenf., Holzbewohner. 21. Ceratostoma. 25. Mündung rund. 26. Mündung breitgedrückt. 28. Lophiella. 26. Sporen beidendig mit hyalinem Anhängsel. 10. Bombardia. Sporen ohne Anhängsel. 9. Rosellinia. 27. Stroma flach krustig?, oberflächlich, auf Mist, Gehäuse häutig. 3. Hypocopra. Stroma eingesenkt od. frei, auf Holz (wenn auf Mist [Poronia] dann aufrecht). Gehäuse nicht häutig. 28. 28. Stroma sich auf ein schwarzes schildf. Pseudostroma beschrän- kend. 66. Anthostomella. Stroma nicht so. 29. 29. Stroma diatrypeen- od. valseenartig. 30. Stroma frei von Anfang an od. durchbrechend u. dann frei- stehend. 31. 30. Sporen ellipsoidisch. 71. Anthostoma. Sporen zylindrisch gebogen. Konidienlager auf besonderem Stroma. 84. Quaternaria. 31. Stroma halbkuglig, polsterf., von Anfang an frei od. hervor- brechend u. dann frei. 32. Stroma senkrecht abstehend, keulig, fädig usw. 35. 32. Stroma innen ohne konzentrische Schichtung. 33. Stroma innen mit konzentrischer Schichtung. 91. Daldiuia. 33. Stroma anfangs lederig-fleischig, später kohlig-brüchig, mit Hohl- räumen, Fk. sehr groß. 89. Ustulina. Ascomycetes. 99 Stroma von Anfang an holzig od. koUig, ohne Hohlräume. Fk. viel kleiner. 34. 34. Konidienlager unter der obersten Stromaschicht gebildet, Stroma scheibig od. napff. 90. Nummularia. Konidienlager auf dem Stroma gebildet, Stroma halbkuglig, kuglig, polsterf. od. durch Zusammenfließen krustig. 92. Hypoxylon. 35. Stroma einfach keulig od. verästelt. 93. Xylaria. Stroma gestielt, oben br. scheibig. 94, Poronia. 36. Sporen hyalin. 37. Sporen dunkel gefärbt. 51. 37 Fk mit Haaren od Borsten versehen. 38» ' Fk. kahl. 40. 38. Fk. von Anfang an frei, nie eingesenkt. 39. Fk. zuerst eingesenkt dann d: vortretend, Borsten meist nur am Scheitel des Fk. 46. Venturia. 39. Schläuche am Scheitel verdickt. Sporen zylindrisch, spindelf. 12, Niesslia. Schläuche am Scheitel nicht verdickt. Sporen ellipsoidisch. 11. Coleroa. 40. Fk. von Anfang an frei stehend. 41. Fk. ganz eingesenkt bleibend od. zuerst + eingesenkt u. + hervortretend. 42. Fk. in einem Stroma. 47. 41. Gehäuse mit groben warzenf. Verdickungen. 14. Bertia. Gehäuse ganz glatt. 13. Melanopsamma. 42. Mündung stets rund, Fk. eingesenkt bleibend. 43. Mündung flach zusammengedrückt, Fk. + hervortretend. 29. Lophiosphaera. 43. Schläuche am Ende verdickt u, mit Kanal versehen. 65. Gnomonia. Schläuche nicht verdickt od. wenn verdickt, ohne Kanal. 44. 44. Sporen gleich zweiteilig. 45. Sporen in eine untere, sehr kleine u. obere, viel größere Zelle geteilt. 42. Giiignardia. 45. Fk. mit nur flacher od. papillen artiger Mündung. 46. Fk. eingesenkt mit der warzen- od. kegelf. Mündung die deckenden Schichten durchbrechend. 47. Didymella. 46. Fk. unter der Kutikula od. Epidermis sitzend. 39. Stigmatea. Fk. in tieferen Schichten eingesenkt. 40. Myeosphaerella. 47. Fk. in einem Stroma eingesenkt. 48. Fk. unter einen schild*. Pseudostroma sitzend. 67. Hypospila. 48. Stroma diatrypeenartig. 72. Diaporthe. Stroma valseenartig. 49. 7* 100 Eumycetes. 49. Konidienfrüchte gekammerte Pykniden. 50. Nur Konidienlager vorhanden. 50. Paraphysen fehlen. Paraphysen vorhanden. 51. Fk. nicht behaart. Fk. mit Haaren bedeckt, in einem Filz sitzend 78. Melanconis. 72. Diaporthe. 77. Valsaria. 35. Gribbera. 52. 53. 64 65 73. Rhynchostoma. 79. Melanconiella. 87. Myrmaecuim . 52. Mündmigen rund. Mündung breitgedrückt. 30. Schizostoma. 53. Fk. frei (selten eingesenkt) auf Mist. 4. Delitschia. Fk ohne Stroma zuerst + eingesenkt. 54. Fk. im Stroma setzend. 58. 54. Auf Flechten parasitisch. 41. Tiehotheeium. Nicht auf Flechten 55. 55. Fk. rasig gehäuft, bedeckt, dann hervorbrechend, 36. Otthia. Fk. nicht rasig gehäuft, meist einzeln. 56. 56. Fk. nur anfangs + eingesenkt entstehend, dann fast völlig frei. 23. Amphisphaeria. Fk. bedeckt bleibend, nur mit der Mündung hervorkommend. 57. 57. Gehäuse dünn, fast nur an Stengeln. 48. Didymosphaeria. Gehäuse fester, kohlig, nur an Ästen. 57. PhorcySo 58. Stroma valseenartig. 59. Stroma diatrypeenartig, unscheinbar 59. Konidienlager vorhanden. Vielkammerige Pykniden vorhanden. 60. Sporen hyalin od. gelblich. 61. Sporen dunkel gefärbt. 78. 61. Fk. behaart od borstig. 62. Fk. stets kahl 64. 62. Fk. von Anfang an frei Sporen zylindrisch od spindelf 63. Fk. anfangs eingesenkt, erst später + frei, Sporen lg. fädig. 52. Ophiochaeta. 63. Sporen spindelf. 15. Herpotrichia. Sporen zylindrisch, abgerundet, wurmf. gekrümmt. 16. Lasiosphaeria. Mündung stets rund. 65. Mündung zusammengedrückt. 31. Lophiotrema. Sporen + länglich, spitz od. stumpf, keulig usw., nie fädig. 68. Sporen fädig. 66. 66. Stroma fehlt ganz, Fk. nur eingesenkt. 67. Über den Fk. ein schwarzes schildf. Pseudostroma enthaltend. 68. Linospora. 67. Fk. eingesenkt bleibend. Sporen sehr lg. ausgezogen, beidendig mit langem dünnem Anhängsel. 49. Dilophia. Fk. eingesenkt, dann nach Zerstörung des Nährgewebes fast ganz frei. Sporen lg. fädig. 53. Ophiobolus. Ascomycetes. 101 68. Fk. sehr lg., schnabelf. ausgezogen. 22. Ceratosphaeria. Fk. mit Warzen- od. kegeif. Mündung, nie sclinabeli:. vorge- zogen; wenn die Mündung verlängert, dann Fk. in einem Stroma sitzend . 69. 69. Parasiten auf Flechten. 43. Pharcidia. Nicht auf Flechten sitzend. 70. 70. Kein Stroma vorhanden. 71. Stroma od. Pseudostroma vorhanden. 76. 71. Fk. von Anfang od. zuletzt ganz frei stehend. 72. Fk. eingesenkt bleibend, nur die Mündung hervorragend. 73. 72. Fk. von Anfang an oberflächlich, höchstens an der Basis etwas eingewachsen. Mündung fein durchbohrt. 18. Zig'noella. Fk. zuerst ganz eingesenkt, dann + frei werdend, aber die Basis stets eingesenkt bleibend. Mündung mit viel größerer Öffnung. 25. Melomastia. 73. Paraphysen vorhanden. 74. Paraphysen fehlen 75. 74. Sporen ohne Gallerthülle. 50. Metasphaeria. Sporen mit Gallerthülle. 58. Massarina, 75. Mündung flach od. kurz warzig. 44. Sphaerulina. Mündung halsf. verlängert. 65. Gnomonia. 76. Fk. unter sinem schildf. Pseudostroma sitzend. 67. Hypospila. Ein echtes Stroma vorhanden. 77. 77. Stroma valseenartig, Konidienlager vorhanden. 80. Calospora. Stroma valseen- od. diatrypeenartig, gekammerte Pykniden vorhanden. 72. Diaporthe. 78. Stroma fehlend, höchsten die Fk. in einem Hyphenfilz sitzend. 79. Stroma od. Pseudostroma vorhanden. 87. 79. Mündung stets rund. 80. Mündung breitgedrückt. 32, Lophiostoma. 80. Fk. von Anfang an freistehend, wenn eingesenkt, dann auf Mist 81. Fk. anfangs eingesenkt, dann + frei bis oberflächlich. 84. Fk. eingesenkt bleibend u. nur mit der Mündung vorragend. 86. 81. Fk. in einem Hyphenfilz nistend. 17. Chaetosphaeria. Fk. nicht '11 einem Hyphenfilz. 82. 82. Nur auf Mist. 5. Sporormia. Niemals auf Mist. 83. 83. Mündung Warzen- od. kegeif., kurz. 19. Melanomma. Mündung fädig verlängert. 22. Ceratosphaeria. 84. Sporen im Schlauch in 2 zweizeilige Stücke zerfallend, daher der Schlauch scheinbar mit 16 Sporen. 24. Ohleria. Sporen nicht zerfallend. 85. 85. Fk. einzeln stehend. Mündung mit weiter Öffnung. 26. Trematosphaeria. 102 Eumycetes. Fk. rasig geliiiuH. Mündung mit enger Öff'nunt;". 88. Gibberidou. 86 Gehäuse lederig häutig 51. Leptosphaeria. Gehäuse härter kohlig u. brüchig. 59. Massaria. 87. Fk. unter einem Pseudostroma stehend. 69. Clypeosphaeria. Fk. in einem valseenartigen Stroma eingesenkt. 88. 88. Konidien in deutlich augsebildeten Lagern. 81. Pseudovalsa. Konidien in vielkammerigen Behältern. 88. Melogramma. 89. Sporen hyalin (bisweilen bei der Reife dunkler). 90. Sporen dunkel gefärbt (bisweilen erst bei völliger Reife ge- färbt). 92. 90. Mündung stets rund. 91. Mündung zusammengedrückt. 33. Platystomum. 91. Gehäuse häutig. Paraphysen fehlen. 44. Sphaerulina. Gehäuse brüchig kohlig. Paraphysen vorhanden. 27. Strickeria. 92. Gehäuse borstig behaart 54. Pyrenophora. Gehäuse stets kahl. 93. 93. Nur auf Mist. 6. Pleophragmia. Niemals auf Mist. 94. 94. Mündung stets rund. 95. Mündung zusammengedrückt. 33. Platystomum. 95. Fk. rasig gehäuft, zuletzt ganz freistehend. 38. Cucurbitaria. Fk. einzeln od. wenn in Gruppen, dann bedeckt bleibend. 96. 96. Fk. stets einzeln stehend, ohne Stroma. 97. Fk. in einem Stroma gruppenf. od. bei Fehlen desselben in kreisf. Grui^pen im Periderm. 74. Fenestella. 97. Fk. eingesenkt, dann später frei hervortretend od. durch die Ver- witterung der deckenden Schichten des Nährsubstrates + frei werdend. Sporen ohne Gallerthülle. 98. Fk. vom Periderm bedeckt bleibend, nur mit der warzenf. Mündung durchbrechend. Sporen mit i;^ deutlicher Gallerthülle. 60. Pleomassaria. 98. Fk. eingesenkt u. dann später fist frei hervortretend. 27 Strickeria. Fk. eingesenkt u. so bleibend od. häufiger durch Verwitterung der Schichten des Nährsubstrates frei hervortretend. 55. Pleospora. 1. Gattung: Chaetomium Kunze. Fk. oberflächlich auf einem fädigen Myzel sitzend, an der kurzen, nicht vorgezogenen Mündung mit einem Haarschopf besetzt. Gehäuse dünn. Sporen braun, fast kuglig, oft beinahe zitronenf. Paraphysen 0. Konidien an den Myzelfäden od. an den Schopfhaaren. 1. Schopfhaare dichotomisch verzweigt. 2. Scliopfhaare + spiralig gewunden. 3. Ascomycetes. 103 2. Sporen breit ellipsoidisch, beideukig kurz zugespitzt. Auf faulenden Pflanzenteilen, Mist, Papier, nicht selten. C. comatum (Tode) Sporen etwas stark abgeflacht, von oben + kreisf., von der Seite schmal elliptisch. Auf feuchtem Papier u. Pappe, zerstreut. (Fig. 179.) C. chartarum (Berk.) 3. Schopfhaare wenig gewunden, an den Enden bischofsstabf. einge- rollt. Sporen länglich ellipsoidisch, beidendig kurz zugespitzt. Auf Mist, nicht selten. (Fig. 180.) C. murorum Corda Schopfhaare ganz unregelmäßig eng spiralig gewunden. Sporen lanzettlich. Auf Pferdemist, selten. (Fig. 181.) C. Spirale Zopf 2. Gattung: Sordaria Ces. et de Notaris. Fk. eingesenkt od. oberflächlich, häutig. Schläuche 4 — 8 sporig. Sporen braun, mit Gallerthülle oder Anhängseln, ellipsoidisch, seltner kugel- od. scheibenf. Paraphysen vorhanden. 1. Sporen ohne Anhängsel. 2. Sporen mit Anhängsel. 5. 2. Sporen flach scheibenf. Auf Mist von Pflanzenfressern, nicht häufig. S. discospora Auersw. Sporen nicht flach, sondern kuglig od. ellipsoidisch. 3. 3. Schläuche oben abgeflacht u. verdickt. 4. Schläuche oben abgerundet kaum verdickt. Sporen ellipsoidisch 15 — 20 X 9 — 11 /^ Auf Mist, faulendem Papier u. Pflanzen- teilen, häufig. (Fig. 182.) S. fimicola (Eoberge) 4. Sporen ellipsoidisch, 24 — 32 x 16 — 20 i^i. Auf Hasen- u. Kanin- chenkot, sowie Mist anderer Pflanzenfresser, häufig. S. macrospora Auersw. Sporen fast kuglig, 18 — 25 X 15 — 18 ^^ Auf Menschen- u. Hundekot, nicht häufig. S. Lumana (Fuck.) 5. Schläuche vielsporig. Sporen beidendig mit Anhängsel, 24 — 34 X 16 — 19 /<. Auf Mist von Hasen, Kühen, Pferden usw., zer- streut. S. pleiospora (Wint.) Schläuche mit 8, seltener weniger Sporen. 6. 6. Sporen unten mit einem Anhängsel. 7. Sporen unten mit zwei Anhängseln. 10. 7. Oberes Anhängsel fädig. 8. Oberes Anhängsel breit, gestreift, kurz. Auf Mist von Pflanzen- fressern, zerstreut. S. decipiens Wint. 8. Oberes Anhängsel dünnfädig, nur auf Mist. 9. Oberes Anhängsel dickfädig. Sporen 34 — 45 X 20 — 30 ,w. Auf faulenden Kräuterstengeln u. auch auf Mist, nicht häufig. (Fig. 183.) S* brassicae (Klotzsch) 9. Fk. bis 400 « hoch. Sporen 17—21 x 9—12 /«, Auf Mist von Pflanzenfressern, zerstreut. S. minuta (Fuck.) 104 Eumycetes. Fk. 600—800 [^ hoch. Sporen 22—30 x 12—14 /u. Ebenda, zerstreut. S. curviila de Bary 10. Sporen 17 — 28 x 10 — 12 jW. Ebenda, zerstreut. S. coprophila (Fr.) Sporen 46—60 X 25—30^. Auf Kuh- u. Pferdemist, nicht selten. S. fimiseda Ces. et de Not. 3. Gattung: Hypocopra Fr. Fk. in einem schwarzen, krustigen Stroma eingesenkt, sonst wie Sordaria. 1. Stroma ausgedehnte Krusten bildend. 2. Stroma klein, mit wenigen Fk. Sporen ellipsoidisch-spindelf., 20 — 35 X 12 — 15 i". Auf Hasen- u. Kaninchenkot, zerstreut. (Fig 184.) H. merdaria Fries 2. Stroma kahl. Sporen ellipsoidisch, 17 — 20 X 11 — 12/". Auf Pferde - u. Kuhmist, zerstreut. H. fimeti (Pers.) Stroma braunzottig. Sporen ellipsoidisch, 17 — 21 x 9 — 10 ,w. Auf Pferdemist, zerstreut.' H. equorum (Fuck.) 4. Gattung: Delitschia Auersw. Sporen zweizeilig, braun. Paraphysen vorhanden, sonst wie Sordaria. Sporen an der Wand tief eingeschnürt, zuletzt in 2 eif. Glieder von 28 X 16 ^ zerfallend Auf Kot von Rehen, Hasen, Pferden usw., nicht häufig. (Fig. 185.) D. Auerswaldii Fuck. Sporen eingeschnürt, nicht zerfallend, im ganzen 22 X 8 /<. Auf Hasenkot usw., zerstreut. D. minuta Fuck. 5. Gattung: Sporormia de Notaris. Sporen quer 4 bis mehrzellig, braunschwarz, sonst alles übrige wie bei Sordaria. 1.' Sporen 4 zellig. 2. Sporen mehr als 8 zellig. Auf Kuh- u. Schaf mist, selten. S. fimetaria de Not. 2. Sporen 24 — 28 X 4 — 5 i^. Auf Mist von Pflanzenfressern, zer- streut. S. minima Auersw. Sporen 48 — 54 X 8 — 10 a*. Ebenda, häufiger. (Fig. 186.) S. intermedia Auersw. Sporen 90 — 95 x 14 — 17 H-. Ebenda, zerstreut. S. megalospora Auersw. 6. Gattung: Pleophragmia Fuck. Sporen mauerf., gelbbraun, sonst wie Sordaria. Auf Hasenkot, nicht häufig. (Fig. 187.) P. leporum Fuck. Ascomycetes. 105 7. Gattung: Trichosphaeria Fuck. Fk. oberflächlich, klein, mit winziger Mündung. Gehäuse dünn, behaart od. fast kahl Sporen einzellig, bisweilen der Inhalt 2 teilig, hyalin. 1. Fk. kahl od. höchstens mit einzelnen Borsten besetzt. Sporen ein- zellig, 5 — 8 X 2 — 3 f^. Auf entrindeten Laubholzästen, zerstreut. T. minima (Fuck.) Fk. dicht behaart. 2. 2. Fk. + kuglig, dicht gedrängt. Sporen einzellig, 5 — 8 X 3 — 4 ^w. Auf Lbholz- u. -rinde, zerstreut. (Fig. 188.) T. pilosa (Pers.) Fk. niedergedrückt eif., dicht u. zusammenfließend. Sporen 2 teilig, 8 x 3(«< . Auf faulem Kiefernholz, nicht häufig. T. vermicularia (Nees) 8. Gattung: Leptospora Fuckel. Fk. behaart od. nur filzig bekleidet, Mündung klein, flach. Sporen zylindrisch, beidendig abgerundet, oft wurmf. gekrümmt, ein- zellig, seltner mit 2 teiligem Inhalt. 1. Fk. kahl od. nur filzig bescheidet. 2. Fk. mit abstehenden Haaren besetzt. 3. 2. Fk. oberflächlich, meist große Krusten bildend am Grunde oft von Hyphenfilz umgeben. Sporen grade od. unten knief . umgebogen, 19—22 X 3— 4 ^^ Auf alten Lbstümpfen, häufig. (Fig. 189.) L. spermoides (Hoffm.) Fk. oberflächlich zerstreut od. herdenf. außen in der Jugend weiß-, im Alter graubraunfilzig od. kahl. Sporen unten etwas ver- schmälert u. umgebogen 35 — 50 x 4 — 5 /*. Auf Lbstümpfen, nicht selten. L. ovina (Pers.) 3. Sporen unten ohne Anhängsel. An faulenden entrindeten Lbästen, zerstreut. L. caneseens (Pers.) Sporen unten mit einem borstenf. Anhängsel. Auf faulem Holz, selten. L. caudata Fuck. 9. Gattung: Rosellinia Ges. et de Not. Fk. oberflächlich, frei od. von Hyphenfilz umgeben, + kuglig, mit + flacher Mündung. Gehäuse kahl od. borstig. Sporen ellipsoi- disch, einzellig, braun. 1. Fk. nicht mit Haaren besetzt, aber oft von einem Hyphengewebe umgeben od. filzig bekleidet. 2. Fk. mit Borsten besetzt. 6. 2. Fk. höchstens bis 0,4 mm im Durchm., krustig dicht, Gehäuse dünn, brüchig. Sporen 10 — 12 x 6 — 8 i". Auf faulem Holz, Rinde, Asten von Lb., nicht selten. R, pulveracea (Elirh.) Fk. über V2 nim im Durchm., Gehäuse dick. 3. 3. Fk. am Grunde mit Hyphengewebe. 4. Fk. am Grunde ohne Hyphengewebe. 5. 106 Eumycetes. 4. Fk. oberlläclilicli, meist diclit beieinander. Sporen ellipsoidisch, etwas ungleichseitig, etwas zusammengedrückt, 15 — 23 x 6 — 7 j". Auf faulen Asten u. Rinden von Lb., häufig. (Fig. 190.) R. aquila (Fr.) Fk. dicht herdenf. Sporen ellipsoidisch, etwas einseitig abge- flacht, von der Seite etwas spindelf. mit Randleisten u. beidendig einem spitzen, hyalinen Anhängsel 18 — 22 X 6 — 7 /'. Auf Holz u. Rinde von Lb., zerstreut. R. thelena (Fr.) 5. Fk. gesellig, ganz kahl, Auf Holz u. Ästen von Lb., Rohrhalmen usw. nicht häufig R. mammiformis (Pers.) Fk, zerstreut od. gesellig, grauweiß -flockig. Auf Stämmen u. Zweigen von Lb,, selten. R. araneosa (Pers.) 6. Fk. am Grunde mit Hyphenfilz, herdenf. Sporen ellipsoidisch - spindelf., 10 — 14 x 5 — 6 /'. Auf Ciavaria -Arten, zerstreut. R. clavariae (Tul.) Fk. nicht mit Hyphenfilz am Grunde. 7. 7. Fk. meist krustig, mit sehr zahlreichen Borsten bedeckt. Sporen schmal ellipsoidisch, 12 — 18 x 6 — 9 i". Auf faulen Ästen u. Rinde von Lb., zerstreut. R. ligniaria (Grev.) Fk. krustig, mit spärlichen kurzen Borsten besetzt. Sporen ellipsoidisch, etwas zusammengedrängt, 6 — 10 X 4 — 6 t^. Ebenda, zerstreut. R. velutina Fuck. 10. Gattung: Bombardia Fries. Fk. oberflächlich, meist büschelig stehend. Sporen ellipsoidisch, schwarzbraun, beidendig mit + langem, hyalinem Anhängsel. Auf dem Hirnschnitt von Lb., nicht selten. (Fig. 191.) B. fasciculata Fr. 11. Gattung: Coleroa Fries. Fk. oberllächlich, meist herdenf., kuglig u. so bleibend, mit flacher Mündung. Gehäuse mit abstehenden Borsten. Sporen zwei- zeilig, eif. od. keulig, hyalin od. grünlich. Paraphysen meist un- deutlich. Auf ebenden Blättern von Rubus-Arten, zerstreut. (Fig. 192.) C. chaetomium (Kze.) Auf eb. Bl. von Alchimilla vulgaris, zerstreut. C. alchimillae (Grev.) Auf leb. Bl. von Potentilla anserina. nicht häufig C. potentillae (Fr.) |12. Gattung: Niesslia Auersw. Fk. oberflächlich, meist gehäuft, kuglig, trocken einsinkend. Gehäuse mit abstehenden Borsten. Sporen spindelf., zweizeilig, hyalin. Paraphysen undeutlich. Borsten mindestens 80 ^ lg. Schläuche ellipsoidisch. Auf fau- lenden Gras- u. Carexhalmen, zerstreut. N. exosporioides (Desm.) Ascomycetes. 107 Borsten höchstens 40 ,« lg. Schläuche zylindrisch. Auf faulenden Kiefernadeln u. von da auf Ästchen übergehend, zerstreut . (Fig. 193.) N. pusilla (Fr.) 13. Gattung: Melanopsamma Niessl. Fk. oberflächlich, kuglig od. länglich, Mündung flach od. warzenf., glatt, kahl. Sporen zweizeilig, hyalin od. bräunlich. Fk. krustig, später um die Mündung eingesunken. Sporen ellipsoidisch, zweizeilig, 12 — 16 X 4 — 6fi . Am nackten Holz, bes. von Lbstümpfen, häufig. (Fig. 194.) M. pomiformis (Pers.) 14. Gattung: Bertia de Not. Fk. oberflächlich od. mit der Basis etwas eingewachsen, herdenf., + kuglig. Gehäuse höckerig od. runzlig. Sporen ellipsoidisch, leicht gekrümmt, hyalin. Auf Holz, Rinde von Lb., häufig. (Fig. 195.) B. moriformis (Tode) Auf dem Th. A^on Solorina crocea, im höheren Gebirge. B» lichenicola de Not. 15. Gattung: Herpotrichia Fuckel. Fk. oberflächlich, + kuglig, gesellig. Gehäuse mit langen, kriechenden Haaren besetzt, die einen Filz um die Fk. bilden. Sporen spindelt., mehr als 2 zellig, hyalin bis bräunlich An faulenden Ranken von Rubus idaeus, zerstreut. H. rubi Fuck. Auf faulenden Nadeln, Ästchen, Holz usw., nicht häufig. (Fig. 196.) H. pinetorum (Fuck.) 16. Gattung: Lasiosphaeria Ces. et de Not. Fk. oberflächlich, herdenf., meist auf filzigem Hyphengeflecht. Gehäuse brüchig, behaart. Sporen zylindrisch, meist etwas gebogen, mit mehreren Scheidewänden, + hyalin. 1. Gehäuse mit steifen, meist kurzen Borsten bedeckt. 2. Gehäuse mit zottigen braunen Haaren. Sporen zylindrisch- wurmf., mit 5 — 7 Querwänden, 55 — 62 X 6 — 7 /<. Auf faulen 'Lbstämmen, zerstreut. (Fig. 197.) L. hirsuta (Fr). 2. Sporen zylindrisch-wurmf ., mit 6 — 8 Querwänden, 70 — 80 X 7 — 8jM. Auf faulen Lbbäumen u. Holz, zerstreut. L. hispida (Tode) Sporen zylindrisch, gebogen od. am unteren Ende wurmf., 50 — 60 X 4 — 6 /W. Auf faulem Holz, gestreut. L, rhacodium (Pers.) 17. Gattung: Chaetosphaeria Tul. Fk. zwischen dichtem, braunem Filz sitzend, dicht gedrängt, kuglig. Gehäuse kahl. Sporen länglich, 4 zellig, die Endzellen beider- seits hyalin, die beiden Mittelzellen braun. 1 08 Eumycetes. Auf faulenden Ästen u. Holz weite, sammet artige Überzüge bildend, zerstreut. C. tristis (Tode) 18. Gattung: Zignoella Sacc. Fk. oberflächlich, höchstens am Grunde etwas eingesenkt, kahl. Sporen eif. bis spindelf., mehrzellig, hyalin. Sporen 18 — 32 x 5 — 8 (^. Auf Holz u. Rinde von Lb., zerstreut. Z. ovoidea (Fr.) Sporen 19 — 20 x 3 — 4 n. Auf faulendem Eichenholz, selten. Z. papillata (Fuck.) 19. Gattung: Melanomma Fuck. Fk. oberflächlich, meist rasig, + kuglig, kahl. Mündung warzen- od. kugelf. Sporen wie bei vor. Gatt., dunkel gefärbt. An Ästen, Holz, Rinde von Lb., häufig. (Fig. 198.) M. pulvis pyrius (Fers.) An Rhododendron -Ästen im Hochgebirge, nicht selten. M. rhododendri Rehm 20. Gattung: Ceratostomella Sacc. Fk. oberflächlich, bisweilen am Grunde eingesenkt, kuglig, Mündung haarf. ausgezogen. Sporen länglich ellipsoidisch, einzellig hyalin. Auf faulem Holz von Lb., besonders Fagus, zerstreut. C. rostrata (Fr.) Auf Nd., besonders bearbeitetem Kiefernholz, Blaufäule ver- ursachend, nicht selten. (Fig. 19S\) C. pilifera (Fr.) 21. Gattung: Ceratostoma Fries. Wie vor. Gatt., aber Sporen braun. In Rissen der Rinde des Weinstockes, zerstreut. C. vitis Fuck. 22. Gattung: Ceratosphaeria Niessl. Wie vor., aber die Sporen länglich mit mehre, en Querwänden, hyalin. Sporen 4 zellig, 18 — 21 x 5 — 6jM . Auf faulem Holz, selten. C. rhenana (Auersw.) Sporen 6 zellig, 21 — 28 X 5 — 6 t^. Auf faulem Weidenholz, zer- streut. C. pusilla (Fuck.) 23. Gattung: Amphisphaeria Ces. et de Not. Stroma 0. Fk. im Substrat zuerst + eingesenkt, dann fast frei- stehend. Gehäuse kahl, kohlig, Mündung warzenf. Sporen länglich, zweizeilig braun. Sporenzellen fast gleich, an der Querwand etwas eingeschnürt. Ascomycetes. 1G8. i69. 170. i7l. nz 109 110 Eumycetes. hellbraun, 17 — 26 x 6 — 8 f^. Auf älterer Kinde von tJlmus, Quercus, Salix u. a., zerstreut. A. umbrina (Pers.) Obere Sporenzelle breiter u. länger, an der Querwand tief ein- geschnürt, braun, 24 — 26 X 8 — 10 /^. Auf hartem Eichenholz, zer- streut. (Fig. 200.) A. applanata (Fr.) 24. Gattung: Ohleria Fuckel. Fk. herdig, auf einer dünnen Unterlage, eingesenkt, dann fast frei hervorbrechend. Mündung papillenf. Sporen 4 zellig, im Schlauch in zwei 2 zellige Teile zerfallend, braun. Auf faulenden Strünken, nicht häufig. (Fig. 201.) 0. obducens Wint. 25. Gattung: Melomastia Nitschke. Wie folg. Gatt., aber die Sporen hyalin. Auf dünnen Asten von Lb. u. Sträuchern, nicht selten. (Fig. 202.) M. mastoidea (Fr.) 26. Gattung: Trematosphaeria Fuckel. Stroma 0. Fk. eingesenkt, dann + hervortretend, kuglig nieder- gedrückt. Mündung warzenf., sehr weit. Sporen ellipsoidisch od. spindelf., mehrzellig, braun. Mündung sehr groß. Sporen 21 — 26 X 6 — 7 f^. Auf hartem Holz von Lb.. nicht selten. (Fig. 203.) T. pertusa (Pers.) Mündung kleiner, fast purpurrot, dann schwarz. Sporen 18x6;". Auf entrindeten Erlenästen im Gebirge T. phaea (Rehm) 27. Gattung: Striekeria Körber. Stroma 0. Fk. eingesenkt., dann fast frei, kahl. Mündung flach od. warzenf. Sporen ^lipsoidisch, mauerf., gelbbraun. 1. Sporen mit meist 7 Querwänden u. mehreren Längswänden. 2. Sporen mit meist 3 Querwänden u. einer Längswand, 18 — 21 X 7 f^^. Auf der Einde von Robinia, nicht selten. S. Koehii Körb. 2. Fk. dicht gedrängt große Strecken überziehend. An entrindeten Ästen, bes. von Eschen, zerstreut. (Fig. 204.) S. obducens (Fr.) Fk. einzeln od. nur zu wenigen gehäuft. Auf dürren Ästen von Lonicera, besonders in den Alpen. S. ignavis (de Not.) 28. Gattung: Lophiella Sacc. Fk. einzeln, oberflächlich, ohne Stroma, am Grunde eingewachsen. Mündung zusammengedrückt. Sporen spindelf., einzellig, dunkel- braun. Paraphysen vorhanden. Mündung gekerbt. An dürren Ästen von Prunus, Cornus, Fraxi- nus, Lonicera usw., selten. L. eristafa (Pers.) Ascomycetes. 1 11 29. Gattung: Lophiosphaera Trevisan. Fk. wie bei vor. Gatt. Sporen länglicli, 2 zellig, hyalin. Auf Brombeerranken, nicht häufig. L. Fuckelii Sacc. 30. Gattung: Schizostoma Ces. et de Not. Fk. wie vor. Sporen ellipsoidisch zweizeilig braun. Auf alter Pappelrinde, in Süddeutschland. S. vieinum Sacc. 31. Gattung: Lophiotrema Sacc. Fk. wie vor. Sporen länglich, quer drei- bis mehrzellig. Fk. meist einzeln. Sporen 4 zellig meist 20 — 26 X 5 — 8u. Auf dicker Weiden- oder Pappelrinde auch Holz, zerstreut. (Fig. 205.) L. nucula (Fr.) Fk. meist herdig. Sporen 6 zeUig, meist 26 — 30 x 4 |W. Auf dürren Ästen, namentlich Rubus, selten. L. praemorsum (Lasch) 32. Gattung: Lophiostoma Fries. Fk. wie vor. Sporen ebenso, aber braun. 1. Sporen ohne Anhängsel. 2. Sporen beidendig mit Anhängseln. 3. 2. Sporen 4 — 8 zellig, 20 — 30 X 5 — 8 f^. An dürren Kräuter st engein, nicht selten. (Fig. 206.) L. caulium (Fr.) Sporen 6 zellig, die Endzellen etwas heller, 40 — 45 X 9 — 10 fi. Auf dicker Rinde von Quercus, Populus u. Juglans, nicht selten. L. macrostomum (Tode) 3. Sporen 4 — 6 zellig, 20 — 25 X 4 — 6 f^. Auf faulenden Kräuter - Stengeln nicht selten. L. iusidiosum (Desm.) Sporen 7 — 8 zellig, 32 — 38 X 9 — 10 fi. Auf Ästen und Holz von Salix, seltner. L. appendiculatum Fuck. 33. Gattung: Platystomum Trevisan. Fk. wie vor Sporen mauerf., braun. Sporen mit 5 Quer- u. I — 2 Längswänden. Auf dürren Ästen u. Holz von Lb., nicht selten. P. compressum (Pers.) 34. Gattung: Xitschkia Otth. Fk. rasenf., unterder Oberhaut hervorbrechend, kuglig, trocken ßchüsself. zusammenfallend. Sporen zylindrisch, hyalin einzellig. Sporen 9 — 11 X 2 — 3 /"> mit 2 Öltropfen. Auf dürren Lbästen z. B. Tilia, Acer, Prunus, nicht selten. (Fig. 207.) N. cupularis (Pers.) Sporen 9 — 11 X 2 — 2,5 f^, mit 4 Öltropfen. Auf nacktem Holz u. Lbrinde seltner. N. tristis (Pers.) 112 Eumycetes. 35. Gattung: Gibbera Fries. Stroma filzig, verschwindend. Fk. rasig ansitzend, mit einzelligen Borsten besetzt. Sporen ellipsoidiscli, zweizeilig, braun. Auf Preißelbeerstengeln zerstreut. G. vaccinii (Sow.) 36. Gattung: Otthia Nitsclike. Fk. rasenf. unter der Oberhaut vor brechend, kahl. Sporen wie vor. An dürren Ästen von Crataegus oxyacantha, selten. 0. crataegi Fuck. An dürren Eosenästen selten. 0. rosae Fuck. An dürren Ästen von Acer platanoides selten. (Fig. 208.) 0. aceris Wint. 37. Gattung: Gibberidea Fuckel. Fk. rasenf. hervorbrechend. Sporen länglich spindelf. mit mehreren Querwänden, braun. An dürren Viscum -Ästen, zerstreut. (Fig. 209.) G. visei Fuck. 38. Gattung: Cucurbitaria Gray. Fk. rasig od. dicht herdenf., auf einem filzigen od. krustigen Stroma, unter der Oberhaut vorbrechend, dann freistehend. Sporen mauerf., braun. 1. Auf Lb. 2. Sporen mit 3 Querwänden an der mittleren stark, an den beiden anderen wenig eingeschnürt, mit einer Längswand, 17 — 23 x 7 — 8 i-i^. An Ndrinde zerstreut. C. pityophila (Fr.) 2. Sporen mit 3 — 7 Querwänden. 3. Sporen mit 8 — 9 Quer- u. mehreren Längswänden, 26 — 36 X 12 — 14^, in der Mitte eingeschnürt. Auf dürren Berberis-Asten häufig. (Fig. 210.) C. berberidis (Pers.) 3. Fk. in rundlichen Gruppen. Sporen mit 5 — 7 Quer- u. 1 — 2 Längs- wänden, 24 — 36 X 9 — 12 i". Auf dürren Ästen und Stämmen von Cytisus, nicht selten. C. laburni (Pers.) Fk. meist lg. reihenf. Sporen mit 3 — 7 Quer- u. mehreren Längs- wänden, 21 — 28 X 9 — 11 A*. Auf dürren Ästen von Kobinia, häufig. C. elougata (Fr.) 39. Gattung: Stigmatea Fries. Fk. bedeckt bleibend, unter der Epidermis oder Kut-kula, mit der Öffniuig vorragend. Schläuche büschelig. Sporen länglich, zwei- zeilig, hyalin bis grünlich. Paraphysen vorhanden. Auf der Oberseite lebender Blätter von Geranium Robertianum kleine Gruppen bildend, häufig (Fig. 211.) S. robertiaiii Fries Auf der Oberseite lebender Blätter von Geranium silvaticum, im Gebirge. Si geranii Fiies' Ascomycetes. 113 40. Gattung: Mycosphaerella Johanson^). Fk. wie bei vor. Gatt., aber tiefer im Gewebe sitzend. Alles andere wie bei vor. Gatt., aber Paraphysen fehlend. 1. Auf Farnen. 2. Auf Monokotyledonen 3. Auf Dikotyledonen. 6. 2. Fk. in einem braunen Fleck zerstreut stehend. Sporen länglich keilf., kaum eingeschnürt, 10 x 3 /<. Auf lebenden Wedeln von Aspidium u. Asplenium, zerstreut. M. filicum (Desm.) Fk. nur oberseits, zerstreut. Sporen länglich, stumpf einge- schnürt, 8 — 9 X 2 i". Auf dürren Wedeln von Pteridium aquilinum zerstreut. M. aquilina (Fries.) 3. Auf Liliaceen. 4. Auf Gräsern, Juncus, Typha. 5. 4. Fk. in länglichen, + schwarzbraunen Flecken stehend. Sporen eif. länglich, i: ungleichhälftig, schwach eingeschnürt, hyalin, 9 — 13 X 3 — 4 IX- Auf toten Blättern von Convallaria, Polygonatum, nicht selten. M. asteroma (Fr.) Fk. dicht rasig, von der grauschimmernden Epidermis bedeckt. Sporen länglich, abgerundet, nicht eingeschnürt, hyalin 16 x 4 — 5f^ Auf Blättern u. Schäften von Allium, nicht selten. M. allieina (Fr.) 5. Auf der Oberseite der Blätter von Agrostis, selten. M. agrostidis (Fuck.) Auf toten Stengeln von Scirpus lacustris, selten. M. scirpi lacustris (Auersw.) Auf toten Blättern von Typha latifolia u. minima, zerstreut. M. typhae (Lasch) 6. Auf Blättern von Kräutern. 7. Auf Kräuterstengeln. 8. Auf Blättern von Sträuchern od. Bäumen. 9. Auf trockenen Hülsen von Cyti&us laburnum u. alpinus, zer- streut. M. leguminis cytisi (Desm.) 7. Auf toten Bl. von Stellaria holostea u. anderen Arten, nicht selten. M. isariphora (Desm.) Auf toten Bl. von Brassica u. Armoracia, häufig. M. brassicicola (Duby) Auf dürren Bl von Fragaria, häufig M. fragariae (Tul.) Auf lebenden Bl. von Oxalis, nicht selten. M. depazeiformis (Auersw.) Auf dürren Bl. von Eryngium, zerstreut. M. eryngii (Fr.) 8. Auf dürren Stengeln u. Schoten von Cruciferen, nicht selten. M. erueiferarum (Fr.) 1) Von den etwa 150 deutschen Arten, die meist auf eine od. wenige Nährpflanzen beschränkt sind und sich durch geringe Merkmale imter- scheiden, konnten hier nur wenige aufgenommen werden. Lindau, Kryptogamenflora II, 1, 2. Aufl. 8 114 Eumycetes. Auf dürren Stengeln von Medicago, zerstreut. M. circumvaga (Desm.) Auf dürren Stengeln von Umbelliferen. M. leptoasca Auersw. 9. Auf faulenden Bl. von Populus tremula. M. macularis (Fr.) Fk. meist locker, herdig. Sporen 7 — 8 x 2 — 4 i". Auf Bl. von Quercus, häufig. M. punctiformis (Pers.) Fk. herdig, in eckigen, von den Nerven begrenzten Flecken. Sporen 9 — 14 X 3 — 4 fi. Auf dürren Bl. von Quercus, Castanea, Acer, Aesculus usw., häufig. (Fig. 212.) M. maculiformis (Pers.) Auf faulenden Bl. von Clematis, nicht selten. . M. vagabunda (Desm.) Aui dürren Bl. von Crataegus, zerstreut. M. crataegi (Fuck.) Auf welken Bl. von Hedera, zerstreut. M. hedericola (Desm.) Auf dürren Bl. von Ligustrum vulgare, zerstreut. M. ligustri (Desm.) 41. Gattung Tichothecium v. Flotow. Wie vor. Gatt., aber Sporen braun. Flechtenparäsiten. Auf dem Th. von Krustenflechten, besonders im Gebirge. T. gemmiferum (Tayl.) 42. Gattung: Guignardia Viala et Eavaz. Wie Mycosphaerella, aber die Sporen erst kurz vor der Reife durch eine Wand in eine untere kleine u. obere große Zelle geteilt, hyalin. Sporen 10 — 16 X 4 — 6. Auf faulen Eichenblättern, zerstreut. G. punctoidea (Cooke) Sporen 8x3^. Auf dürren Eichenblättern, zerstreut. G. Cookeana (Auersw.) Sporen 14 — -15 x 4 — ö f^. Auf dürren Blättern von Carpinus, zerstreut. G. carpinea (Fr.) Sporen 13 — 17 X 3 — 4 f^. Auf dürren Stengeln von Epilobium angustifolium, nicht häufig. G. epilobii Wallr. 43. Gattung: Pharcidia Körber. Fk. eingesenkt, dann hervorstehend, sonst wie Mycosphaerella. Sporen länglich, zuletzt 4 zellig, hyalin. Flechtenparasiten. Auf den Apothecien von Lecanora subfusca u. anderen Arten, nicht selten. (Fig. 213.) P. epicymatia (Wallr.) 44. Gattung: Sphaerulina Sacc. Fk. zuletzt wenig hervortretend. Sporen mehrzellig, bisweilen auch mit einer Längswand, hyalin. Ascomycetes. Hb Auf dürren Eiclienblättern, zerstreut. S. myriadea (DC.) Auf dürren Asten von Eosa u. Rubus, zerstreut. (Fig. 214.) S. intermixta (Berk. et Br.) 45. Gattung: Physalopora Niessl. Fk. eingesenkt bleibend, nur mit der kegelf. Mündung hervor- tretend. Sporen länglich, stumpf, einzellig, hyalin. Auf dürren G-rasblättern, nicht häufig. (Fig. 215.) P. festucae (Lib.) Auf dürren Himbeerranken, nicht häufig. P. idaei (Fuck.) Auf faulen Ästchen von Cornus sanguinea, nicht häufig. P. coini Sacc. 46. Gattung: Venturia Ces. et de Not. Fk. eingesenkt, nur mit der Mündung od. teilweise hervortretend, am Scheitel mit steifen Borsten besetzt. Sporen + ellipsoidisch, zwei- zeilig, hyalin bis olivengrün od. gelblich braun. Paraphysen bald 0. 1. Auf Kräutern. 2. Auf Blättern von Bäumen. 3. 2. Sporen 12 — 14 X 4 u. Auf Blättern von Rumex- Arten, zerstreut. V. rumicis (Desm.) Sporen 10 x 3,5 ^i. Auf Blättern von Epilobium -Arten, zer- streut. V. maculiformis (Desm.) 3. Auf Rosaceen, Nebenfruchtformen Fusicladium. ,4. Auf Betula-Arten, nicht selten (Fig. 216.) V. ditricha (Fr.) Auf Populus tremula, zerstreut. V. tremulae Aderh. Auf Fraxinus, zerstreut. V. fraxini Aderh. 4. Auf Birnenblättern, Nebenfruchtform F. pirinum, häufig. V. pirina Aderh. Auf Apfelblättern, Nebenfruchtform F. dendriticum, häufig. V. inaequalis (Cke.) Auf Kirschblättern nicht selten. V. cerasi Aderh. Auf Blättern von Crataegus, zerstreut. V. crataegi Aderh. 47. Gattung: Didymella Sacc, Fk. nur mit der Mündung vor brechend, kahl. Sporen + eiförmig, zweizeilig, hyalin. Paraphysen vorhanden. Auf Wedelstielen von Aspidium felix femina, Pteridium li. Struthiopteris, selten. D. microspora (Niessl.) Auf dürren Carex-Blättern, zerstreut. D. proximella (Karst.) Auf Kräuterstengeln, besonders von Urtica, nicht selten. (Fig.217.) D. superflua (Auersw.) Auf Stengeln von Bryonia alba, zerstreut. D. bryoniae (Fuck.) • : Auf Epilobium -Stengeln, nicht selten. D. feiiestraus (Duby.) 8* 116 Eumycetes. 48. Gattung: Didymosphaeria Fiickel. Wie vor. Gatt., aber Sporen braun. 1. Oberhaut über den Fk. unverändert. Auf dürren Stengeln größerer Kräuter, zerstreut. D. conoidea Niessl Oberhaut durch die Hyphen geschwärzt u. einen dunklen Fleck bildend. 2. 2. An dürren Kräuterstengeln, zerstreut. D. bruneola Niessl Auf berindeten noch lebenden Ästen von Berberis, zerstreut. D. epidermidis (Fr.) 49. Gattung: Dilophia Sacc. Fk. bedeckt bleibend. Sporen lg. spindelf., quergeteilt, beidendig mit fädigem Anhängsel, hyalin. Auf dürren Grashalmen, zerstreut. (Fig. 218.) jD. graminis (Fuck.) 50. Gattung: Metasphaeria Sacc^) Fk. bedeckt, mit kurzer Öffnung. Sporen ellipsoidisch bis läng- lich, stumpf od. spitz, drei bis mehrzellig, hyalin. Paraphysen vor- handen. 1. Auf Monokotyledonen, Sporen mit 2 — 4 Querwänden. 2. Auf Dikotyledonen, Sporen mit 2 — 4 Querwänden. 3. 2. Auf Typha angustifolia, nicht häufig. M. lacustris (Fuck.) Auf dürren Stengeln von Polygonatum, zerstreut. M. Bellynekii (Westend.) 3. Auf dürren Stengeln von Senecio nemorensis u. Fuchsii, zerstreut. M. macrospora (Fuck.) Auf Blättern von Hedera helix, zerstreut. M. helicicola (Desm.) Auf Blättern von Vinca, zerstreut. M. vincae (Fr.) 51. Gattung: Leptosphaeria Ces. et de Not. Wie vor. Gatt., aber die Sporen gelb bis gelbbraun. 1. Auf Monokotyledonen. 2. Auf Dikotyledonen. 5. 2. Sporen mit 2 — 4 Querwänden. 3. Sporen mit 5 und mehr Querwänden. 4. 3. Auf dürren Grashalmen u. Luzula, häufig. L. eulmorum Auersw. Auf dürren Phragmites-Halmen, zerstreut. L. arundinacea (Sow.) Auf Typha latifolia, zerstreut. L. typharum (Desm.) 1) Von dieser und der folgenden Gattung kommen zusammen gegen 150 Arten im Gebiet vor, von denen nur die allerwichtigsten aufgenommen werden konnten. Ascomycetes. 117 4. Sporen 6 zellig. An dürren Cladodien u. Ästchen von Euscus, zer- streut. L. rusci (Wallr.) Sporen 7 — 8 zellig. An faulenden Halmen von Scirpus lacustris, nicht selten. L. Sowerbyi (Fuck.) Sporen 8 — 10 zellig, 35 — 46/< lg. An dürren Grashalmen. L. culmifraga (Fr.) Sporen 8 — 10 zellig, 30 — 35 ^ lg. An Roggenstoppeln, nicht selten. L. herpotrichoides de Mot. 5. Sporen 4 — 5 zellig. 6. Sporen mehr als 5 zellig. 7. 6. Sporen mit 3 Wänden, an ihnen schwach eingeschnürt, 20 — 30 X 4,5 /M. An dürren Kräuterstengeln, besonders von Urtica u. Afigelica, häufig. L. doliolum (Pers.) Sporen mit 4 Wänden, an ihnen eingeschnürt, 2. Zelle etwas dicker, 24 — 36 x 3 — 6 /^. An dürren Kräuterstengeln, besonders von Umbelliferen, häufig. L. modesta (Desm.) 7. Sporen mit 6 — 10 Wänden, 36 — 50 X 5 — 6 (.i. Auf dürren Kräuter- stengeln, besonders von Urtica, nicht selten. L. acuta (Moug. et Xestl.) Sporen mit 5 Wänden, in der Mitte oft eingeschnürt, 30 — 42 x 4 — 5 jW. Auf dürren Cruciferenstengeln, nicht selten. L. maculans (Desm.) Sporen mit 5 Wänden, 35 — 40 X 3,5 — 4 /*. Auf dürren Kräuter- stengeln, besonders von Compositen. L. ogilviensis (Berk. et Br.) Sporen mit 7 Wänden, in der Mitte tief eingeschnürt, vierte Zelle meist dicker, 30 — 35 X 3,5 i". Auf dürren Stengeln von Eupa- torium cannabinum, zerstreut. L. agnita (Desm.) Sporen mit 7 — 10 Wänden, die 4. Zelle etwas dicker, 35 — 40 X 3,5 n. An dürren Stengeln von Tanacetum u. anderen Compo- siten, nicht selten. (Fig. 219.) I/. dolioloides (Auersw.) 52. Gattung: Ophiochaeta Sacc. Fk. nur mit der Mündung hervortretend, später nach Entfernung der Oberhaut fast frei, an der ^Mündung od. ganz mit Borsten bedeckt. Sporen fädig, quergeteilt, gelblich bis hyalin, oft in die Teilzellen zer- fallend. Auf dürren Grashalmen, bes. Getreidestoppeln, nicht selten. 0. herpotricha (Fr.) 53. Gattung: Ophiobolus Kiess. Wie vor. Gattung, aber die Fk. kahl. 1. Fk. auf einem rötlichen od. purpurnen Flecke sitzend. Auf Sten- geln größerer Kräuter, besonders an Kartoffelstengeln, häufig. (Fig. 220). 0. porphyrogenus (Tode) Fk. auf keinem od. höchstens einem schwärzlichen Flecke sitzend. 2. 118 Eumycetes. 2. Auf Urtica-Stengeln, zerstreut. 0. erythrosporus (Riess) Auf Leguminosen Stengeln (Astragalus, Onobrychis usw.), niclit selten. 0. rudis (Eiess) Am Grunde von dürren Echium -Stengeln, zerstreut. 0. Cesatianus (Mont.) Auf dürren Compositenstengeln (Carduus, Carlina, Cirsium), nicht selten. 0. acuminatus (Sow.) 54. Gattung: Pyrenophora Fries. Wie folg. Gatt., aber Fk. an der Mündung od. ganz mit Borsten bedeckt. 1. Gehäuse lederartig-dünn, Mündung mit Borsten besetzt. 2. Gehäuse dick, sklerotienartig, allseitig od. nur die Mündung borstig. 3. 2. Sporen mit 7 Querwänden u. 1 Längswand. Auf Alpenpflanzen, Sedum, Saxifraga, Primula, Rhododendron in den Alpen. P. chrysospora Niessl. Sporen mit 6 — -8 Querwänden u. 1 Längswand. Auf Kräuter- stengeln u. Vitisranken, nicht im Hochgebirge. P. coronata Niessl 3. Gehäuse vollständig mit Borsten bedeckt. 4. Gehäuse nur an der Mündung mit Borsten. Sporen mit 6 Quer- wänden u. 1 Längswand. Auf dürren Blättern von Holcus lanatus. nicht selten. P. phaeocomes (Heb.) 4. Sporen mit 3 — 5 Querwänden u. 1 Längswand, 35 — 45 x 20 — 30 f^. Auf Gras- u. besonders Getreidehalmen, zerstreut. P. relicina (Fuck.) Sporen mit 3 Querwänden u. 1 Längswand, 44 — 50 X 17 — 20 f^. Ebenda, zerstreut. P. trichostoma (Fr.) 55. Gattung: Pleospora Rabenh. Fk. zuerst bedeckt, dann + hervortretend, kahl, Sporen länglich bis eif., mauerf., gelb od. braun gefärbt. L Auf Monokotyledonen. 2. Auf Dikotyledonen. 3. 2. Sporen mit 5 Querwänden u. 1 Längswand. Auf Gräsern, nicht selten. P. vagans Niessl Sporen mit 7 Quer- u. 1 — 4 Längswänden. Auf Carex -Arten, bis in die Alpen. P. discors (Mont.) 3. Auf Kräutern. 4. Auf Sträuchern. 5. 4. Sporen mit 5 Querwänden u. eingeschnürt, die 4 mittleren Zellen mit je 1 Längswand, 15 — 21 X 8 — 10 ^i. Auf Kräuterstengeln, häufig, oft mit folg. Art. (Fig. 221.) P. vulgaris Niessl Sporen mit 7 Querwänden, eingeschnürt, mit 2 — 3 Längswänden, 24 — 40 X 12 — 16 n. Auf Kräuterstengeln, Fruchthüllen, häufig. (Fig. 222.) P. herbarum (Fr.) Ascomycetes. 119 5. Sporen mit 5 Querwänden u. 1 Längswand. Auf dürren Ranken von Clematis vitalba, zerstreut. P. clematidis Fuck. Sporen mit 6 Querwänden u. 1 unvollständigen Längswand. Auf dünnen Berberiszweigen, zerstreut P. orbicularis Aueraw. 56. Gattung: Enchnoa Fr. Stroma 0. Fk. eingesenkt bleibend, behaart. Sporen länglich, einzellig, hyalin bis bräunlich. Auf dürren Eichenästen, nicht häufig. (Fig. 223.) E. infernalis (Kze.) 57. Gattung: Phorcys Niessl. Wie vor. Gatt. Sporen ellipsoidisch, braun, zweizeilig. Auf dürren Quercus-Asten, zerstreut. P. bufonia (B. et B.) Auf dürren Asten von Prunus cerasus u. domestica, zerstreut. P. vibratUis (Fuck.) Auf dürren Tiliaästen, zerstreut. P. Curreyi (Tul.) 58. Gattung: Massarina Sacc. Wie vor. Gatt., Fk. nur mit der Mündung vorbrechend. Sporen länglich, hyalin, quer mehrteilig. Auf dürren Fagusästen, seltner Betula, zerstreut. M. eburnea Tul. 59. Gattung: Massaria de Not. Wie vor. Gatt., aber die Sporen braun. Sporen 48 — 54 X 19 — 23 ^. Auf dürren ülmenästen, zerstreut. M. foedans (Fuck.) Sporen 50 — 74 x 14 — 20 /<. Auf dürren Birkenästen, zerstreut. M. arg'us (Berk. et Br.) Sporen 44 — 52 x 16 ^a. Auf dürren Ästen von Acer pseudo- platanus, zerstreut. M. pupula (Fr.) Sporen 80 — 103 x 21 — 23 H" Auf dürren Acerästen, bes. A. campestre, seltner. (Fig. 224.) M. inquinans (Tode) 60. Gattung: Pleomassaria Spegazzini. Wie vor. Gatt., aber die Sporen ellipsoidisch, groß, mauerf., braun. An dürren Betulazweigen, zerstreut. P. siparia (Berk et Br.) An dürren Ästen von Rhamnus frangula, zerstreut. (Fig. 225.) P. rhodostoma (Alb. et Schw.) An dürren Ästen von Lycium barbarum, zerstreut. P. varians (Hazsl.) 120 Eumycetes. 61. Gattung: Phomatospora Sacc. Fk. eingesenkt, meist auch später nur mit der warzenf. Mündung hervorragend. Sporen sehr klein, einzellig, hyalin. An dürren Kräuterstengeln u. Grashalmen, selten. P. Berkeleyi Sacc. 62. Gattung: Mamiania Ces. et de Not. Myzel ein fleckenf., schwarzes Pseudostroma über den Pk. bildend. Fk. eingesenkt bleibend, mit schnabelf., kurzer Mündung vorragend. Sporen ellipsoidisch, einzellig hyalin. Auf Blättern schwarze Flecken bildend. Auf Carpinus, häufig. (Fig. 226.) M. fimbriata (Pers.) Auf Corylus, seltner. M. coryli (Batsch) 63. Gattung: Gnomoniella Sacc. Stroma 0. Fk. eingesenkt bleibend u. nur mit der lg. zylindri- schen Mündung hervortretend. Sporen ellipsoidisch, hyalin, einzellig. Auf faulenden Alnusblättern, zerstreut. (Fig. 227.) G. tubiformis (Tode) 64. Gattung: Ditopella de Not. Wie vor. Gatt. Schläuche vielsporig. Sporen einzellig, hyalin. Auf dürren Alnusästchen, häufig. (Fig. 228.) D, fusispora de Not. 65. Gattung: Gnomonia Ges. et de Not. Wie Gnomoniella, aber die Sporen länglich, hyalin, 2 od. 4 zellig, 1. Sporen zweizeilig. 2. Sporen vierzellig. 3. 2. Auf dürren Blättern von Juglans regia, zerstreut. G. leptostyla (Fr.) Auf faulenden Corylusblättern, zerstreut. G. vulgaris Ces. et de Not. Auf dürren Kirschbaumblättern, zerstreut. (Fig. 229.) G. erythrostoma (Pers.) Auf dürren Blattstielen von Acer pseudoplatanus u. negundo. G. cerastis (Kiess) 3. Auf dürren Stengeln von Epilobium hirsutum, selten. G. riparia Niessl Auf faulenden Blättern von Rubus fruticosus, selten (Fig. 230.) G. chamaemori (Fr.) 66. Gattung: Anthostomella Sacc. Myzel über den Fk. ein kleines, schwarzes Pseudostroma bildend. Fk. eingesenkt, nur mit der kurzen, kegelf. Mündung vorragend. Sporen ellipsoidisch, einzellig, braun. Ascomycetes. 121 Sporen am Grunde mit schnabelf., hyalinem Anhängsel, 24 bis 33 |f< lg. Auf dürren Rubusranken, zerstreut. A. appendiculosa (Berk.et Br.) Sporen ohne Anhängsel, ca. 10 ^ lg. Auf dürren Ranken von Eubus, zerstreut. (Fig. 231.) A. clypeata (de Not.) 67. Gattung: Hypospila Fr. Pseudostroma vorhanden. Fk. nur mit der Mündung hervor- tretend. Sporen länglich, mit 1 — 3 Querwänden, hyalin. 1. Auf dürren Eichenblättern. 2. Auf welken Blättern von Dryas octopetala, selten. H. rhytismoides (Bab.) 2. Sporen mit 1, später 3 Querwänden, 17 — 23 X 4 ,w. Häufig. (Fig. 232.) H. Pustula (Pers.) Sporen am untern Ende mit 1 Querwand, 12 x 3,5 i«. Seltner. H. bifrons (DC.) 68. Gattung: Linospora Fuck. Pseudostroma vorhanden. Fk. mit schnabelf. Mündung vor- tretend. Sporen hyalin, meist geteilt, hyalin bis gelblich. Auf faulen- den Blättern von Salix (bes. caprea), nicht selten. (Fig. 233.) L. capreae (DC.) Auf faulenden Blättern von Populus tremula, selten, L. populina (Pers.) 69. Gattung: Clypeosphaeria Fuckel. Pseudostroma vorhanden. Fk. mit der kegelf. Mündung hervor- tretend. Sporen länglich, meist mit 4 Querwänden, braun. Auf dürren Spargelstengeln, zerstreut. C. asparagi (Fuck.) Auf dürren Stengeln von Epilobium angustifolium u. Rubus, zerstreut. (Fig. 234.) C. Notarisii Fuck. 70. Gattung: Valsa Fries. Stroma entweder ausgebreitet, nicht scharf begrenzt (diatry- peenartig) od. undeutlich (wenn das Substrat wenig verändert ist) und bisweilen ganz fehlend od. scharf begrenzt, rundlich, kegel- od. polsterf. (valseenartig), entweder eingesenkt u. dann hervorbrechend od. oberflächlich, häufig im Substrat durch eine schwarze Saum- Schicht begrenzt. Fk. im Stroma eingesenkt, verschieden gelagert, nur mit den Mündungen vorragend, meist mit lg. Hals. Schläuche 8 od. vielsporig. Sporen einzellig, gebogen (wurstf.), hyalin, seltener bräunlich. 1. Stroma fehlend od. nur angedeutet. 2. Stroma diatrypeenartig. 3. Stroma valseenartig. 4. 122 Eumycetes. 2. Stroma fehlend, Fk. iu der Holzsubstanz gebildet (Endoxyla). 7. Stroma meist nur angedeutet, Fk. in der Kindensubstanz ge- bildet (Cryptospliaeria). 8. 3. Schläuche 8 sporig (Eutypa). 10. Schläuche vielsporig (Cryptovalsa). 17. 4. Schläuche 8 sporig. 5. Schläuche vielsporig (Yalsella). 18. 5. Stroma von einer festen, hornartigen beckenf. Schicht umschlossen, die mit dem Periderm verwachsen ist. Fk. mit den Mündungen durch die weiß gefärbte Scheibe des Stromas hervorbrechend (Leucostroma). 19. Stroma nicht von einer solchen Schicht umschlossen, höchstens durch eine Saumschicht begrenzt. 6. 6. Stroma im Holzkörper entstehend u. die Rinde durchbrechend, Substanz verschieden vom Nährsubstrat (Eutypella). 24. Stroma im Kindenparenchym entstehend, ohne Saumschicht, das Substrat nur wenig verändernd (Euvalsa). 27. 7. Mündungen groß, vorragend, braun, zuletzt fast schüsself. Sporen braun. An Tannenholz, selten. V. operculata (Alb. et Schw.) Mündungen klein, fast kuglig, schwarz. Sporen bräunlich. An morschem Kiefernholz, zerstreut. V. parallela (Fr.) 8. Sporen höchstens bis 12 ^ lg., 2 ^ br. 9. Sporen 14 — 18 x 3 f^. Stroma angedeutet, sehr weit sich aus- breitend od. seltner eng begrenzt. Fk. meist dicht gleichmäßig verteilt. Auf toten Eschenzweigen, nicht selten. V. eunomia (Fr.) 9. Stroma angedeutet, dem Kindenparenchym eingesenkt, ganze Äste überziehend u. die Kinde zu einer von den Mündungen rauh punktierten Kruste umwandelnd. Fk. sehr dicht. Auf trocknen Zweigen von Fagus, nicht selten. V. myriocarpa Nke. Stroma ausgebreitet, seltner eng begrenzt, der Kinde ein- gesenkt und diese oft bis auf den Holzkörper schwärzend. Fk. meist dicht stehend. Auf toten Ästen von Populus, nicht selten. V. populina (Pers.) 10. Mündungen der Fk, mit mehreren, meist 4 Furchen 11. Mündungen ganz ohne Furchen. 13. 11. Stroma stets weit ausgebreitet, ganze Äste überziehend. 12. Stroma fleckenf., meist klein, oft viele beieinander u. zusam- menfließend, die Kinde auftreibend. Mündungen halbkuglig, glänzend schwarz, schwach gefurcht. Auf dürren Ästen u. Sträu- chern von Acer campestre u. pseudoplatanus, zerstreut. V. subtecta (Fr.) 12. Oberfläche des Stromas schwarz, von den großen, dicken, tief 4 furchigen Mündungen fast stachlig. Auf nacktem Holz u. Ästen von Fagus, Carpinus, Quercus, nicht selten. V. spinosa (Pers.) Ascomycetes. 123 Oberfläche des Stromas meist schwarz, von den stumpfen, kleineren, 2 — 5 (meist 4) fui'chigen Mündungen rauh. Auf Holz u, Rinde von Lb., bes. Acer pseudoplatanus, nicht selten. (Fig. 235) V. eutypa (Ach.) 13. Stroma im Innern schwarz gefärbt od. ungefärbt. 14. Stroma im Innern gelbgrün, meist weit ausgedehnt, oberfläch- lich, das Holz auftreibend. Mündung klein, stumpf kegelf. Auf Holvi u. Ästen von Fagus, Crataegus, Prunus spinosa, Eosa u. a., häufig. V. flavonrescens (Hoffm.) 14. Oberfläche des Stromas nicht rauh, da die Mündungen kaum vor- ragen. 15. Stroma aus rundlichen, bis 4 mm br. Polstern bestehend, oft abet weit zusammenfließend od. ausgebreitet, von den kleinen, zahlreichen Mündungen rauh, außen u. innen schwarz. Auf nacktem Holz, Stümpfen, seltner Hinde von Lb. z. B. Acer campestre, nicht selten. V. scabrosa (Bull.) 15. Stroma fast stets weit ausgebreitet. 16. Stroma meist unregelmäßig fleckenartig, oft zusammenfließend, die Oberfläche des Substrates unregelmäßig auftreibend, zuletzt schwarz, Mündung halbkuglig od. kegelf. Auf Holz u. Rinde von Lb., z. B. Quercus, Prunus padus u. spinosa, Robiniausw., häufig. V. lata (Pers.) 16. Stroma weit ausgebreitet, rundlich od. schmale parallele Streifen bildend, das Holz auftreibend, durchgängig schwarz. Mündungen klein, fast kugllg. Auf festem Holz von Quercus, Fagus, u. a. nicht selten. V, milliaria (Fr.) Stroma weit ausgebreitet, seltner unterbrochen fleckenf., sehr dünn, das Holz nicht od. wenig auftreibend, glanzlos, braun bis schwärzlich an der Oberfläche, darunter eine ungefärbte Zone u. unter dieser die geschwärzte Schicht mit den Fk. Mündung punktf., kaum vorragend. Auf entrindeten Zweigen von Acer campestre, zerstreut. V. leioplaca (Fr.) 17. Stroma in der Rinde nistend, die Holzoberfläche u. das Innere der Rinde schwärzend, die Rindenoberfläche unverändert lassend. Mündungen mit 4 Furchen, groß, abgerundet. An dürren Zweigen von Acer campestre, zerstreut. V. protracta (Pers.) Stroma ähnlich, weit ausgebreitet. Mündungen undeutlich furchig, + vorragend, kegelf. od. gestutzt. Auf dürren Wein- stöcken, zerstreut. V. ampelina Nke. 18. Stroma klein, flach gewölbt, mit weißen Scheibchen das Periderm durchbohrend, mit 2 — 4 Fk. Auf dürren Zweigen von Cornus sanguinea, selten. V. Laschii Nke. Stroma kegelf. gestutzt, oft mehrere zusammenfließend, mit meist 5 — 6 Fk. u. weiß bereifter Scheibe. Auf dicken, toten Zweigen von Salix caprea, selten. V. fertilis Nke. 19. Stromata fest mit dem Periderm verwachsen u. daher beim Ab- ziehen des Periderms an diesem haften bleibend. 20. 124 Eumycetes. Stromata niedergedrückt pustelf., mit der Einde fest ver- wachsen, daher mit dem Periderm nicht abziehbar, mit kleiner schmutzig weißer Scheibe u. 6 — 12 Fk. Mündungen gestutzt, stumpf. An toten Ästen von Prunus spinosa, nicht selten. V. ciiicta Fr. 20. Schläuche 4 u. 8 sporig. 21. Schläuche nur 8 sporig. 22. 21. Stroma linsenf., Scheibe auffallend weiß, meist gesellig in großer Zahl ganze Zweige überziehend. Auf abgestorbenen Ästen von Populus, häufig. (Fig. 236.) V. nivea (Pers.) Stroma niedergedrückt kegelf., mit weniger auffallender Scheibe. An abgestorbenen Ästen von Rhamnus frangula, häufig. V. Auerswaldii Nke. 22. Sporen höchstens bis 14 ^t« lg. 23. Sporen 16 — 18 x 3 — 6 /*. Stroma niedergedrückt kegelf. Auf toten Zweigen von Alnus, nicht selten. V, diatrypa Fr. 23. Stroma flach kegelf. Sporen 10 — 12 X 2,5 — 3 ^w. Auf toten Zweigen von Prunus-Arten, Sorbus, häufig. V. leucostoma (Pers.) Stroma niedergedrückt kegelf. Sporen 9 — 14 x 2 /". Auf toten Ästen von Salix-Arten, nicht selten. V. translucens (de Not.) 24. Sporen höchstens bis 8 i^i lg. (6 — 8). 25. Stroma kegelf. od. fast halbkuglig. Mündungen +lg., runzlig od. furchig. Sporen 8 — 12 x 2 /*. Auf abgestorbenen Ästen von Ulmus campestris u. effusa, häufig. V. stellulata Fr. 25. Stroma aus kreisf. Basis polster- od. kegelf., mit kreisf. Scheibe durchbrechend. 26. Stroma aus länglicher Basis stumpf kegelf., mit länglicher Scheibe quer durchbrechend. Auf toten Zweigen von Prunus spinosa, zerstreut. V. prunastri (Pers.) 26. Fk. sehr zahlreich im Stroma. Sporenführender Teil der Schläuche 40 — 48 A* lg. Auf toten Zweigen von Sorbus, nicht selten. V, sorbi (Alb. et Schw.) Fk. 6 — 8 im Stroma. Sporenführender Teil der Schläuche 24 — 32 /< lg. Auf toten Zweigen von Prunus padus, selten. V. padi Karst. 27. Fk. einreihig in einem scharf umgrenzten (ausgenommen die Basis) Stroma liegend. Mündungen bündelf. vereinigt od. kurz bleibend u. dann dicht gedrängt u. ohne Beteiligung des Stromas eine Art Scheibe bildend. (Monostichae). 28. Fk. kreisf. in der von der Rinde äußerlich nicht verschiedenen Stromasubstanz lagernd. Mündungen meist nur am Rande einer Scheibe hervorbrechend, die in ihrer Substanz verschieden ist von der, welche die Fk. umschließt (Circinatae). 33. 28. Auf Nd. 29. Ascomycetes. 125 Auf Lb. 31. 29. Fk. höchstens bis 10 im Stroma. 30. Stromata gleichmäßig zerstreut, fast halbkuglig, nach Ver- schwinden des Periderms frei werdend, mit 20 — 30 Fk., auf der Oberfläche häufig mit grünem Pulver. Mündungen meist sehr klein, eine flache, schwarze Scheibe bildend. Auf Ästen u. Stäm- men von Pinus silvestris, seltner Juniperus communis, häufig. V. pini (Alb. et Schw.) 30. Stromata vereinzelt, ähnlich, aber nur mit 3 — 4 Fk., ohne grünes Pulver. Pyknidensporen doppelt so lg. wie bei vor. Auf toten, dicken Zw^eigen von Juniperus communis, selten. V, cenisia de Not. Stromata ordnungslos zerstreut, mit 5 — 15Fk., mit dem Mün- dungsbüschel das Periderm durchbohrend. Mündungen sehr kurz, einen traubenf. Körper bildend. Auf Ästen u. Stämmen von Picea excelsa, zerstreut. V. abietis (Fr.) 31. Mündungen verhältnismäßig kurz. 32. Mündungen bis 1,5 mm lg., dünn, bündelf. nach oben aus- einander gebogen. Stroma flach pustel- od. kegelf., mit 5 — 20 Fk. Auf trocknenÄsten von Quercus, Rosa u. a., nicht selten. (Fig. 237.) V. ceratophora Tul. 32. (Die hier zusammengefaßten Arten unterscheiden sich nur durch feinere Merkmale, die dem Anfänger nicht sofort in die Augen springen. Die sichere Bestimmung kann nur durch eine aus- führlichere Flora erfolgen). Sämtlich an toten Ästen in der Einde. Auf Salix, zerstreut. V. Schweinitzii Nke. A.uf Fagus, nicht häufig. V. decortieans (Fr.) Auf Prunus spinosa, zerstreut. V, microstoma (Pers.) Auf Crataegus oxyacantha, zerstreut. "V. Hoffmanni Nke. Auf Acer campestre, zerstreut. V. exigua Nke. Auf Vitis, zerstreut. V. vitis (Schwein.) Auf Cornus alba, selten. V. eoronata (Hoffm.) 33. Stroma sehr deutlich u. abgegrenzt. 34. Stroma nicht erkenntlich, nur aus der grauen od. bräunlichen Scheibe bestehend, die von den kurzen Mündungen der 3 — 9 kreisf. beieinander liegenden Fk. durchbohrt wird. Auf dürren Ästen von Salix, Populus u. Betula, nicht selten. V, germanica Nke. 34. Schläuche 4 od. 8 sporig. 35. Schläuche nur 8 sporig. 36. 35. Schläuche nur 4sporig. Scheibe durch einen Eiß im Periderm hervortretend. Fk. 10 — 15 im Stroma. Sporen 18 — 22 X 5 — 6^. Auf dürren Ästen von Rosa u. Rubus, zerstreut. V. sepincola Fuck. Stromata zahlreich, gleichmäßig über weite Strecken verteilt, das Periderm durchbrechend od.sternf. sprengend, mit 4 — 20 Fk. 126 Eumycetes. Sporen der 8spor, Schläuche 16 — 24 x 3 — 6, der 4sporigen 24 — 36 X 5 — 8 ^. Auf toten Ästen u. Stämmen vieler Lb., häufig. V. ambieiis (Pers.) Stroma zahlreich herdenf. od. über große Flächen verteilt, das Periderm durchbohrend, mit 6 — 12 Fk. Sporen der Sspor. Schläuche 12 — 18 x 2,5 — 4 fi, der 4 sporigen 20 — 32 x 5 — 1 /^. Auf toten Ästen u. Stämmen von Salix, nicht selten. V. salicina (Pers.) 36. Auf Nd. 37. Auf Lb. 38. 37. Stromata dichte weite Strecken bedeckend, pustelf., durch das sternf. zersprengte Periderm vorbrechend. Mündung mit glän- zend schwarzer Papille am Scheitel. Sporen 12 — 16 X 2,5 — 3 f^ Auf toten Zweigen von Larix u. Pinus silvestris, zerstreut. V. Curreyi Nke. Stromata ähnlich, aber das Periderm nicht sternf. zerrissen. Mündung ohne Papille. Sporen 12 X 2 /«. Auf toten dünneren Zweigen von Abies pectinata, zerstreut. V. Friesii (Duby) 38. (Vgl. die Bemerkung zu 32. Hier gilt dasselbe.) Auf dürren Ästen. Auf Populus -Arten, zerstreut. V. sordida Nke. Auf Fagus, zerstreut. V, pustulata Auersw. Auf Acer pseudoplatanus, selten. V. pseudoplatani (Fr.) 71. Gattung: Anthostoma Nitschke. Stroma diatrypeen- od. valseenartig. Fk. eingesenkt, nur mit den Mündungen hervorbrechend. Sporen ellipsoidisch, einzellig, dunkel gefärbt. 1. Stroma flach ausgebreitet, meist der Holzsubstanz eingesenkt (diatrypeenartig). (Euanthostoma.) 2. Stroma polster- od. kegelf. (valseenartig). (Lopadostonia.) 4. 2. Sporen unter 18 a* lg. 3. Stroma klein, eingesenkt, flecken- od. kreisf., oft zusammen- fließend. Sporen 18 — 22 X 12 — 15 f^. Auf altem Holz vom Nd., seltner Lb., zerstreut. A. cubiculare (Fr.) 3. Stroma dem Holz eingesenkt, es fleckenf. od. auf weite Strecken schwärzend. Sporen 11 — 16 X 4 — 6 ^. Auf totem Holz von Lb. (Acer, Fraxinus, Populus) zerstreut. (Fig. 238.) A. melanotes (Berk. et Br.) Stroma unscheinbar, eingesenkt die Holzoberfläche schwärzend, meist fleckenf. Sporen 12 — 18 X 9 — 12 ß. Auf Lonicera, nicht selten. A. xylostei (Pers.) 4. Stroma kegel- od. pustelf., in der Kinde eingewachsen, mit 6 — 8 Fk. Sporen 8 — 12 X 4 — 7 <". Auf toten Ästen von Fagus, nicht selten. A. turgidum (Pers.) Ascomycetes. 127 Stroma pustel- od. halbkegelf., auf dem Holz frei sitzend od. in die Einde hineinragend, mit 8 — 42 Fk. Sporen 10 — 14 x 5 — 6 fi Auf toten Lbästen, bes. Ulmus, zerstreut. A. gastrinum (Fr.) 72. Gattung: Diaporthe ^Sitscbke i). Stroma diatrypeen- od. valseenartig, oft unscbeinbar u. nur durch schwarzen Randsaum kenntlich. Sporen ellipsoidisch, zwei- zeilig, hyalin. 1. Stroma diatrypeenartig, die Xährsubstanz kaum verändernd, stets mit schwarzem Randsaum. 2. Stroma valseenartig, oft fehlend. Fk. in kleinen rundlichen Gruppen beisammenstehend. (C hör os täte). 19. 2. Fk. in der Holzsubstanz sitzend. (Euporthe). 3. Fk. im Rindenparenchym sitzend. (Tetrastagon). 11. 3. Auf Kräuterstengeln. Sporen zwischen 10 u. 14 ^a lg» 4. Auf Ästen u. Holz von Lb. 7. 4. Auf Umbelliferen 5. Auf Kompositen. 6. Auf Chenopodium, Solanum tuberosum, Medicago, Oenothera usw. Stroma tief schwarze Flecken bildend. Nicht selten. D. Tulasnei Nke. 5. Stroma + gi-oße Flecken bildend, braun od. grau, später schwarz. Auf Angelica u. Chaerophyllum, zerstreut. D. Berkeley! (Desm.) Stroma meist sehr weit ausgebreitet, braun, später schmutzig schwarz. Auf Heracleum, zerstreut. D. inquilina (Wallr.) (5. Fk. fast immer reihenweise stehend. Auf Solidago virgaurea, nicht selten. D. linearis (Nees) Fk. ziemlich dicht stehend, selten reihenweise. Auf Achillea, Artemisia, Anthemis, Cichorium usw. zerstreut. D. orthoceras (Fr.) Fk. ordnungslos zerstreut. Auf Lappa, Tanacetum, Cirsium, Carduus usw., zerstreut. D. aretii (Lasch) 7. Auf Polypetalen. ' 8. Auf Sambucus racemosa. Stroma meist ausgebreitet, schwarz, zerstreut. D. spiculosa (Alb. et Schw.) 8. Auf Leguminosen. 9. Nicht auf Leguminosen, Stroma fast stets weit ausgebreitet. 10. 9. Stroma ausgebreitet od. durch Verschmelzung kleinerer Gruppen zusammenfließend, die Holzoberfläche schwarz färbend u. oft 1) Über 100 deutsche Arten, die zum Teil sehr selten sind. Hier können nur die häufigsten behandelt werden, die streng an das Substrat angepaßt erscheinen. Man suche also die sichere Bestimmung der Unterlage zu er- halten. X28 Eumycetes. klein -warzige, rauhe, hier und da unterbrochene Krusten bildend. Fk. meist vereinzelt. Auf Cytisus laburnum, zerstreut. D. medusaea Nke. Stroma kleine, isolierte od. zusammenfließende Flecken bildend, selten weit ausgebreitet. Fk. dicht herdenweise. Auf Eobinia pseudacacia, zerstreut. D. fasciculata Nke. 10. Fk. weitläufig zerstreut. Auf Populus u. Salix, häufig. D. forabilis Nke. Fk. gesellig hervorbrechend. Auf Ulmus zerstreut. D. eres Nke. Fk. meist zerstreut od. dicht gesellig. Auf Carpinus, nicht häufig. D. sordida Nke. Fk. zu 3 — 8 zusammengedrängt, kantig. Auf Spiraea-Arten zerstreut. D. sorbariae Nke. Fk. in Längsreihen stehend. Auf Acer campestre, zerstreut. D. protracta Nke. Fk. zerstreut stehend. Auf Rhamnus frangula, zerstreut. D. nigricolor Nke. Fk. gleichmäßig locker zerstreut. Auf Hedera, seltener. D, puUa Nke. Fk. gesellig, meist aber zu 2 — 4 zusammenstehend. Auf Cornus sanguinea, seltner. D. crassicollis Nke. 11. Auf Kräuterstengeln. Stroma nicht ausgedehnt, klein. 12. Auf Ästen von Lb. 13. 12. Stroma rundlich. Auf Polygonatum, zerstreut. D. pardalota (Mont.) Stroma schmal lanzettlich. Auf Filipendula ulmaria, nicht selten. D. lirella (Moug. et Nestl.) 13. Stroma weit ausgebreitet, meist ganze Äste umgebend u. über- ziehend. 14. Stroma fleckenf., oft zusammenfließend, aber die einzelnen Flecken durch schwarzen Eandsaum kenntlich. Auf Rubus- ranken, zerstreut. D. insignis Fuck. 14. Auf Leguminosen. 15. Nicht auf Leguminosen. 16. 15. Schläuche 120—180 n lg. Sporen 15—20 x 8—10 //. Auf Saro- thamnus, Genista, Ulex, verbreitet. D. inaequalis (Currey) Schläuche 60 — 70 i^ lg. Sporen 14 — 16 x 4 i^. Auf Cytisus laburnum, zerstreut. D. rudis (Fr.) Schläuche 60 — 70 f^ lg. Sporen 14 — 15 x 3 — 4 //. Auf Saro- thamnus, nicht selten. D. sarothamiii (Auersw.) 16. Auf Sympetalen. 17. Auf Polypetalen. 18. 17. Sporen länglich od. stumpf spindelf. Auf Syringa vulgaris, zer- streut. D. resecans Nke. Sporen sehr schmal spindelf., spitz. Auf Viburnum opulus u. lantana, zerstreut. D. Beekhausli Nke. 225. 226. 227. 228. Z29. 2i0^ zu 232. 233. Ascomycetes. k 129 Lindau, Kryptogamenflora II. 1. :2. Aufl. 9 130 Eumycetes. 18. Auf Salix, häufig. D. spina Puck. Auf Populus tremula, häuiig. D. putator Nke. Auf Corylus, zerstreut. D. revellens Nke. Auf Betula, häufig. D. exasperans Nke. Auf Quercus, zerstreut. D. insularis Nke. Auf Rubus, häufig. D. rostellata (Fr.) Auf Evonymus, zerstreut. D. Laschii Nke. Auf Tilia, häufig. D. velata (Pers.) Auf Cornus alba u. sanguinea, zerstreut. D. corni Puck. 19. Sporen ohne Anhängsel (Euchorostate). 20. Sporen beidendig mit Anhängseln. (Chorostatella). 23. 20. Auf Rosaceen. 21. Nicht auf Rosaceen. 22. 21. Sporen 16 — 18 X 4,5 /". Auf Crataegus oxyacantha, zerstreut. D. crataegi Puck. Sporen 12 — 14 x 6 ^. Auf Prunus spinosa u. cerasus (auch Rhamnus), zerstreut. D, fibrosa (Pers.) 22. Auf Salix, nicht selten. • D. salicella (Pr.) Auf Corylus, selten. D. conjuiicta (Nees) Auf Carpinus, zerstreut. D. betuli (Pers.) Auf Quercus, häufig. (Pig. 239.) D, leiphaemia (Pr.) Auf Berberis, zerstreut. D. detrusa (Pr.) Auf Ribes grossularia u. rubrum, zerstreut. D. Strumella (Pr.) Auf Robinia, seltner. D. oncostoma (Duby) Auf Acer pseudoplatanus, seltner. D. pustulata (Desm.) Auf Rhamnus cathartica (u. Prunus) D. fibrosa (Pers.) 23. Auf Corylus. 24. Nicht auf Corylus. 25. 24. Stroma flach, außen gelb bestäubt, zerstreut. D. suifurea Puck. Stroma nur auf die Scheibe beschränkt, nicht bestäubt, seltner. D. tessera (Pr.) 25. Auf Salix, nicht selten. D. tessella (Pers.) Auf Quercus, zerstreut. D. taleola (Fr.) Auf Rubus idaeus u. fruticosus, zerstreut. D. nidulans Niessl Auf Rhamnus frangula, seltner. D. syngenesia (Fr.) 73. Gattung: Rhynchostoma Karst. Stroma diatrypeenartig, unscheinbar. Mündung schnabelf. Sporen ellipsoidisch, zweizeilig, braun. An bearbeitetem Ndholz, zerstreut R. apiculatum (Currey) 74. Gattung: Fenestella Tul. Stroma valseenartig, oft wenig entwickelt. Fk. meist kreisf. gestellt, Mündungen durch eine Scheibe hervorbrechend. Spor n länglich, mauerf., dunkel gefärbt. Ascomycetes. 131 Sporen 10 — 40 X 14 — 20 [^. Auf toten Lbästen, bes. von Alnus u. Crataegus, nicht selten. F. princeps Tul. Sporen 19—25 X 10—12 ,«. Auf Lbästen. (Fig. 240.) F. vestita (Fr.) 75. Gattung: Crytosporella Sacc. Stroma valseenartig. Fk. kreisf. gestellt, in der Rindensubstanz, mit den Mündungen die Scheibe durchbrechend. Sporen ellipsoidisch bis kurz spindelf., hyalin, einzellig. 1. Scheibe schwarz. 2. Scheibe gelbrot oder ziegelrot, hervorbrechend. Auf toten Ästön von Carpinus, zerstreut. C. aurea (Fuck.) 2. Sporen 30 — 60 x 7 — 9 ,". Auf Ulmenästen, nicht selten. (Fig. 241.) C. hypodermia (Fr.) Sporen 14 — 17 x 4 — 4,5 ,«. Auf Populus pyramidalis, seltner. C. populina (Fuck.) 76. G-attung: Cryptospora Tul. Wie vor. Gatt., aber die Sporen zylindrisch -wurmf., hyalin, einzellig. Auf Alnus, häufig. (Fig. 242.) C. suffusa (Fr.) Auf Betula, häufig. C. betulae Tul. Auf Corylus, zerstreut. C. corylina (Tul.) 77. Gattung: Valsaria de Not. Stroma valseenartig, mit schwarzer Saumschicht. Sporen hyalin, zweizeilig. Konidienlager vielkammerig. Auf Lindenästen, häufig. (Fig. 243.) V. tiliae (Pers.) 78. Gattung: Melanconis Tul. Stroma valseenartig. Fk. mit langem Hals u. aus der Scheibe vorbrechenden Mündungen. Sporen länglich, hyalin, zweizeilig. Konidienlager flach. 1. Sporen ohne Anhängsel. 2. Sporen mit borstenf. Anhängseln an beiden Enden. Auf Asten von Alnus, häufig. M. alni Tul. 2. Stroma eine gelbe od. gelbbraune, krümliche Masse darstellend, mit 6 — 10 Fk. Auf Ästen von Carpinus, zerstreut. M. xaiithostroma (Mont.) Stroma innen nicht so. •> 3. Sporen 22 — 25 X 10 t^^. Auf Juglans, zerstreut. M. carthusiaiia Tul. Sporen 7 — 20 x 6— 7 /<. Auf Betula, nicht selten. (Fig. 244.) M. stilbostoma (Fr.) 9* 132 Eumycetes. 79. Gattung: Melanconiella Sacc. Wie vor. Gatt., aber die Sporen braun. Auf Carpinus, zerstreut. M. spodiaea (Tul.) 80. Gattung: Calospora Sacc. Stroma valseenartig, wie bei Melanconis. Sporen länglich, qut-r mehr als zweizeilig, hyalin. Auf Acer pseudopiatanus, zerstreut. C. platanoides (Pers.) 81. Gattung: Pseudovalsa Ces. et de Not. Wie vor. Gatt,, aber die Sporen braun. Auf toten Birkenästen, häufig. (Fig. 245.) P, betulae (Sclium.) Auf toten Ästen von Robinia, häufig. P. irre^ularis (DC.) Auf toten Ästen der Platane, seltner. P, hapalocystis (Berk. et Br.) 82. Gattung : Calosphaeria Tul. Stroma fehlend, nur die Konidienfrüchte auf einem Stroma. rk. in der unteren Rindenschicht gruppenweise sitzend u. mit den + verlängerten Mündungen das Periderm durchbohrend. Sporen zylindrisch, gekrümmt, hyalin, einzellig. Sporen 6 X 1,5 /^ Auf Prunus avium u. domestica, zerstreut. C. pulchella (Pers.) Sporen 8 — 12 x 2 /'. Auf Betula, zerstreut. C. pusilla (Wahlenb.) 83. Gattung: Diatrype Fries. Stroma diatrypeenartig od. seltner etwas scheibig (aber nicht valseenartig). Sporen zylindrisch, gebogen, einzellig, hyalin. 1. Stroma scheibig, flach polstert., jedenfalls nicht weithin aus- gedehnt. 2. Stroma weit ausgear breitet, ganze ste überziehend, schwärzlich, punktiert von den wenig vorragenden Mündungen. Auf toten Lbästen, besonders von Fagus, Quervus, Prunus usw., häufig. (Fig. 246.) D. Stigma (Hoffm.) 2. Stroma fast kreisrund, 2 — 3 mm im Durchni., schwarz. Sporen 6 — 8 X 1,5 — 2 /<. Auf Fagus, auch auf andern Lb., häufig. (Fig. 247.) D. diseiformis (Hoffm.) Stroma unregelmäßig scheibig, 2 — 5 mm groß. Sporen 6 bis 10 X 1,5 — 3 /<. Auf Salix u. Populus, zerstreut. D. bullata (Hoffm.) Ascomycetes. 133 84. G-attung: Qiiateriiaria Tul. Stroma valseenartig, an der Basis meist verschmelzend u. ein von schwarzem Grenzsaum umschlossenes Lager bildend. Fk. meist zu 4 im Stroma. Sporen zylindrisch gebogen, einzellig, 1 räunlich. Sporen 14 — 20 X 4 ft. Auf P'agus, nicht selten. (Fig. 248.) Q. quaternata (Pers.) Sporen 24 — 32 X 6 — 8 /<• Auf Ulmus campestris, seltner. Q. dissepta (Fr.) 85. Gattung: Diatrypella Ges. et de Not. Stroma valseenartig, in der Rinde nistend. Schläuche lang- gestieit, vielsporig. Sporen zylindrisch, gebogen, einzellig, bräun- lich. 1. Mündungen über der Stromascheibe deutlich hervorragend, daher die Scheibe rauh. 2. Mündungen nicht od. wenig hervorragend. Sporen 5 — 8 /< lg. 3. 2. Sporen 8 — 12 X 2 — 3 /', sehr stark gekrümmt. Auf toten Eichen- ästen, häufig. (Fig. 249.) D. quercina (Pers.) Sporen 6 — 7 X 1,5 ,", weniger gekrümmt. Auf Fagus, seltner Quercus, nicht selten. D. aspera (Fr.) 3. Oberfläche der Stromascheibe glatt od. nur wenig uneben. 4. Stromaoberfläche uneben u. höckerig. Auf Lbästen, bes. Alnus, Corylus, Carpinus, häufig D. verruciformis (Ehrh.) 4. Stroma mit rundlichem Grunde. 5. Stroma mit länglichem Grunde, quer durchbrechend. Auf Birnenästen, zerstreut. D. favacea (Fr.) 5. Fk. 15 — 30 im Stroma. Mündungen kegelf., punkt*^^. Aut Eichen- ästen, zerstreut. D, pulvii'ata Nke. Fk. zu 3 — 8 nn Stroma. Mündungen kurz, dick, strahlig ge- furcht. Auf Alnus, häufig. D. Tocciaeana de Not. 86. Gattung: Botryosphaeria Ges. et de Not. Stroma valseenartig, im Periderm angelegt, zuletzt zi frei- stehend. Fk. eingesenkt, dann kuglig vorgewölbt. Sporen ellip- soidisch, einzellig, hyalin. Sporen 30—40 x 14—18 u. Auf Eichenästen. (Fig. 250.) B. melanops (Tul.) 87. Gattung: Myrmaecium Nitschke. Stroma meist valseenartig, klein, sonst wie bei vor. Gatt. Sporen ellipsoidisch, zweizeilig, braun. Stroma schwarz. Sporen 15 — 18 x 8 — 9 ,". Auf Lb., nicht häufig. M. insitivum (Ges. et de Not.) Stroma rostrot, innen blaß. Sporen 15 — 16 x 9 — 10 /'. Auf Lb., nicht häufig. (Fig. 251.) M. nibricosum (Fr.) 134 Eumycetes. 88. Gattung: Melogramma Fries. Stroma valseenartig. Fk. zahlieicli, eingesenkt, mit den langen Mündungen n hervortretend. Sporen länglich, quer mehr als zwei- zeilig, braun. 1. Mündungen nur wenig über die Stromaoberfläche hervortretend. 2. Stroma schwarz, innen rostgelb, pulverig. Mündungen dicht gedrängt, borstig hervortretend. Sporen fadenf., fast hyalin. Auf Corylus, seltner Quercus, zerstreut. M. ferrugineum (Pers.) 2. Sporen 4 zellig, braun, die beiden Endzellen blasser, 40 — 50 x 5 f^i. Auf Carpinus, zerstreut. M. Bulliardi Tul. Sporen 8 zellig, braun, die beiden Endzellen blasser, 54 bis 70 X 8 /<. Auf Einde am G-runde der Stämme u. Wurzeln von Fagus, zerstreut. M. spiniferum (Wallr.) 89. Gattung: Ustulina Tul. Stroma oberflächlich, unregelmäßig, oft weit ausgebreitet, mit welliger Oberfläche, am Eande scharf begrenzt, zuerst fleischig - korkig, dann kohlig, brüchig, schwarz. Fk. sehr groß, eingesenkt; mit den warzenf. Mündungen hervorragend. Sporen spindelf., un- gleichseitig, einzellig, schwarz. Auf Strünken u. Stämmen von Lb.; häufig. (Fig. 252.) U. maxima (Haller) 90. Gattung: Nummularia Tul. Stroma meist flach Scheiben- od. schüsself., scharf begrenzt, im unteren Teil eingesenkt, kohlig, schwarz. Fk. einschichtig, eingesenkt. Sporen ellipsoidisch, oft einseitig flach, einzellig, schwarzbraun. Stroma innen schwarz, krustenf., rund od. länglich. Auf Fagus- ästen, nicht selten. (Fig. 253.) N. Buüiardi Tul. Stroma innen schmutzig braun, polster- od. schüsself. Auf Eichenästen, zerstreut. N. succenturiata (Tode) 91. Gattung: Daldinia de Not. Stroma oberflächlich, frei, groß, schwarz, innen faserig mit konzentrischer Schichtung. Fk. eingesenkt, einschichtig. Sporen ellipsoidisch, einzellig, braun. Auf Lb., namentlich Buche u. Erle, oft an geschlagenem Holz im Walde, nicht selten. (Fig. 254.) D. concentriea (Bolt.) 92. Gattung: Hypoxylon Bulliard. Stroma entweder ganz oberflächlich od. zuerst bedeckt u. dann frei, seltner mit dem Grunde eingesenkt, holzig od. korkig, kuglig, halbkuglig od. ± krustig, schwarz, brami od. rot. Fk. meist ein- schichtig, eingesenkt, kaum mit den Mündungen hervorragend. Sporen ellipsoidisch od. n: spindelf., oft etwas einseitig abgeflacht, einzellig, schwarzbraun. Ascomycetes. 135 1. Stroma völlig frei, oberflächlich. 2. Stroma mit dem unteren Teil dem Substrat z: tief eingesenkt (Endoxylon). 3. 2. Mündungen der Fk. n warzenf. hervorragend (Epixylon). 4. Mündungen flach, durchbohrt, nabelf. (Euhypoxylon). 7. 3. Stroma klein, länglich, schwarz. Sporen 17 — 23 x 5 — 7 /'. Auf entrindeten Lbästen, bes. Buche, zerstreut. H. semiimmersum Nke. Stroma länglich, bis 6mm lg., wenig vorragend, braun, später schwarz. Sporen 26 — 38 x 10 — 14 i-i. Auf entrindeten Ästen, von Lb.j bes. Eiche, Buche, Pappel, seltner auf Rinde, häufig. H. udum^ (Pers.) 4. Stroma flach ausgebreitet. 5. Stroma z: kuglig od. rundlich-höckerig. 6. 5. Stroma meist langgestreckt, bis 2 cm lg. u. 6 mm br., durch Zusammenfließen meist lange, schmale Krusten bildend, schwarz, glanzlos. Auf morschem Weidenholz, seltner an anderen Lb.,. häufig. H. serpens (Pers.) Stroma mehr rundlich, nie so schmal, glatt, braun-, später ganz schwarz. Auf Holz u. Rinde von Quercus u. Corylus, nicht selten. H. unitum (Fr.) 6. Stroma gewölbt, halbkuglig od. kuglig, meist verschmelzend, Mündungen höckerig-warzig hervorragend, rotbraun, dann schwarz. Sporen 10 — 12 x 4 — 5 /<. Auf Holz u. Rinde von Lb., bes. Alnus u. Eetula, häufig. H. multiforme Fr. Stroma ähnhch, schmutzig biaun, dann schwärzlich, glatt. Sporen 12 x 6 /<. Auf dicker Fagusiinde, häufig. H. tohaereiis (Peis.) 7. Stroma ausgebreitet. 8. Stroma typisch halbkuglig od. kuglig, sehr selten (auf Holz) etwas ausgebreitet. 9. 8. Strom.a fleckenf., meist aber sehr weit krustig ausgebreitet, anfangs lebhaft bräunlich rot, dann schwärzlich. Auf Holz, seltner Rinde von Fagus, Acer, Fraxinus usw., häufig. H. rubiginosum (Pers.) Stroma sehr weit ausgebreitet, parallel verlaufende, 1 — 2,5 cm br., lange Streifen bildend, anfangs grünlich od. gelblich bis hell purpurrot, im Alter schwärzlich. Auf Fagusholz, selten. H. purpureum Nke. 9. Stroma anfangs z: braun, später schwarz. 10. Stroma auch später irgendwie braun. 11. 10. Stromata durch das Periderm brechend, dann frei, polsterf. bis kuglig, meist zusammenfließend, dick krustig, in der Jugend goldgelb, dann rostrot, endlich schwarz. Fk. unregelmäßig traubig gehäuft. Auf toten Asten von Salix, seltner Quercus u. Acer, zerstreut. H. botrys Nke. Stromata hervorbrechend u. oberflächlich, halbkuglig od. fast ] 36 Eumycetes. kuglig, getrennt od. verwachsen, in der Jugend purpurbraun, dann braun, endlich schwarz, kleinhöckerig. Fk. unregelmäßig einreihig. Auf Holz u. Asten von Lb., bes. Alnus, Corylus, häufig. H. fuscum (Pers.) 11. Sporen nur bis 12 /< lg. 12. Sporen 22 — 24 x 10 — 12 /<. Stroma hervorbrechend, ober- flächlich, lehmfarben, innen schwärzlich, durch die etwas vor- stehenden Fk. höckerig. Auf Ästen von Fraxinus, zerstreut. H. argillaceum (Pers.) 12. Stroma innen schmutzig braun. 13. Stromata innen blutrot, außen braun- od. schwarzrot, zuletzt oberflächlich unregelmäßig polsterf., abgerunde od. abgeflacht, oft verwachsend. Auf Holz u. Einde von Fagus, zerstreut. H. rutihim (Ti.l.) 13. Stromata zuletzt frei, halbkrustig od. kuglig, häufig auf Holz zu einer unregelmäßigen Kruste verschmolzen, zuerst ockergelb, dann umbrabraun. Auf Ästen von Corylus, bes. im Gebirge, zerstreut. H. luridum Nke. Stromata zuletzt oberflächlich, kuglig, seltner flach polsterf. od. auf Holz langgestreckt krustig, zuerst ziegelrot dann dunkel, braunrot, einzeln oder la-ig verbunden. Auf Fagas, seltner anderen Lb., häufig. (Fig. 255.) H. coccineuni (Bull.) 93. Gattung: Xylaria Hill. Stroma vertikal abstehend, korkig od. holzig, zylindrisch od. keulig, einfach od. verästelt, schwarz, mit sterilem Stielteil. Fk. einschichtig, allseitig dem oberen Stromateil eingesenkt. Sporen ellipsoidisch, oft ungleichseitig, einzellig, schwarz. 1. Stroma an der äußersten Spitze steril. 2. Stroma bis zur Spitze Fk. tragend. 3. 2. Stromastiel zottig (Xylodactyla). 4, Stromastiel kahl (Xylostyla). 5. 3. Stromastiel zottig (Xylocoryne). 6. Stromastiel kahl (Xyloglossa). Stromata zu mehreren am Grunde büschelig vereinigt, seltner einzeln, meist dick keulig, kurz gestielt. Sporen 20 — 32 x 6 — 9 /<. Zuerst die Keulen mit dem weißen Konidienlager bedeckt. An alten Baumstümpfen, häufig. (Fig. 256.) X. polymorpha (Pers.) 4. Stroma einfach od. verästelt, meist etwas flach gedrückt, länger gestielt. Sporen 12 — 16 X 5 — 6 f^ An faulenden Stümpfen, Ästen Lbholz, häufig (Fig 257.) X. hypoxylon (L.) Stroma fadenf , einfach, oben meist etwas verbreitert, fertiler Teil etwas dicker, schwarz. Sporen 12 — 16 x 5 /*. Auf faulenden Fruchthüllen von Fagus, nicht selten. (Fig 258 ) X. carpophila (Pers ) 5. Stroma fadenf , einfach od. selten an der Spitze ± verästelt, schwärzlich, an der Spitze rötlich. Sporen 13 — 14 x 5 — 6 //. Auf AscomjT-etes. 137 Stielen u. Nerven abgefallener Blätter, auf Stengeln u. Ästchen zerstreut. X. filiformis (Alb. et Schw.) Stroma rasenf. u. am Grunde oft knollig verdickt, daraus nach obei mehrere einfache od. wenig verästelte fingerdicke Keulen hervorkommend, kurz gestielt, runzlig, schwarz. Sporen 18 bis 20 X 5 — 6 /<. An behauenem Holz, 1 fahlen od. Strünken, nicht selten. X. digltata (L.) 6. Stroma meist z: herdenweise wachsend, zylindrisch, einfach, oben oft hornf. gekiümmt, wollig behaart. Sporen 8 — 9 X o^<. Auf faulenden Asten St mmen u. Holz von der Unterseite hoch- wachsend, selten. X. eorniformis (Pries) Stroma einzeln, selten zu 2 — 3 am Grunde verbunden, ver- schiedenartig gekrümmt, einfach, erdfarbig, später schwärzlich, rissig gefeldert, unten dicht rötlich zottig. Sporen 11 — 14 x 5 — 6 /^. Auf Ästen von Acer pseudoplatanus u. Carpinus, von der Unter- seite hochwachsend, selten. X. longipcs Nke. 94. Gattung: Poronia Willd. Stroma zuletzt teller- od. napff., gestielt, mit weißer, an den schwarzen Fkmündungen punktierter Scheibe. Fk. eingesenkt. Sporen br. ellipsoidisch, einzellig, schwarz, mit Schleimhülle. Sporen 26 X 10 — 14,". Auf altem Pferdemist zerstreit. (Fig. 259.) P. punctata (L.) 5. Unterreihe: Hysterihiene. Myzel hell od. dunkel gefärbt, im Substrat, selten Stroma- bildungen erzeugend. Fk. frei od. erst bei der Reife hervorbrechend, länglich, selten rundlich, gerade od. verbogen, bisweilen muschelf. gewölbt od. bandartig od. fast stäbchenf., abstehend. Gehäuse lederig od. kohlig, am Scheitel sich mit einem Riß öffnend u. die längliche Scheibe r entblößend. Schläuche meist 8 sporig. Sporen verschieden. Paraphysen vorhanden. Bestimmungstabelle der Familien u. Gattungen. A. Fk. eingesenkt. Gehäuse mit den be- deckendenSchichten verwachsen, lederig. Fam.Hypodermata- ceae. a) Sporen einzellig, hyalin, zu 4 im Schlauch 1. Hypodermella. b) Sporen zweizeilig, hyalin, zu 8 im Schlauch. 2. Hypoderma. c) Sporen fädig, einzellig, hyalin, zu 8 im Schlauch. 3. Lophodermium, B. Fk. zuerst eingesenkt, dann hervor brechend. Gehäuse frei von den Substrat schichten, häutig od. kohlig. a) Gehäuse häutig, schwarz. Sporen eif. Fam. Dichaenaeeae. 4. Diehaena. 138 Eumycetes. b) Gehäuse dick, fast korkig, grau od. schwarz. Sporen fädig. I. Fk. kuglig, kegelf. aus der Rinde hervortretend u. mit schmalem Riß sich öffnend. II. Fk. kuglig, tief eingesenkt, mit sich senkrecht ansetzendem, lg. flaschenf. Hals warzig hervor- tretend. C. Fk. von Anfang an frei. Gehäuse kohlig od. häutig. a) Fk. flach od. muschel- od. bandf. ab- stehend. Scheibe linienf., seltner rundlich. I. Fk. mit flachem Grunde aufsitzend, linienf., flach. 1. Sporen zweizeilig (seltner vier- zellig), hyalin, eif., spindelf., länglich. «) Gehäuse häutig, Paraphysen wenig verästelt. ß) Gehäuse kohlig, Paraphysen ein dickes Epithecium bil- dend. 2. Sporen 4 — 6 zellig, zuletzt braun, länglich. 3. Sporen mauerf., zuletzt gefärbt II. Fk. abstechend kahn , muschel- od. bandf. 1. Sporen spindelf. 4 — 8 zellig, braun 2. Sporen fädig, hyalin. b) Fk. stabf. senkreckt abstehend, Scheibe sehr klein. Farn, Acrospermaceae. Fam. Ostropaceae. 5. Ostropa. 6. Robergea. Fam. Hysteriaceae. 7. Aulographum, 8. Gloiiium. 9. Hysterium. 10. Hysterographium. 11. Mytilidium. 12. Lophium. 13. Acrospermum. 1. Gattung: Hypodermella v. Tubeuf. Fk. wie bei folg. Gatt. Schläuche 4 sporig. Sporen einzellig, länglich keulig, mit Schleimhülle. Auf Nadeln von Larix in den Alpen. H. laricis v. Tub. Auf Pinusnadeln, zerstreut. H. sulcigena (Link) 2. Gattung: Hypoderma DC. Fk. eingewachsen, länglich. Gehäuse lederig, schwarz, mit feinem Längsspalt aufspringend. Sporen spindel- od. stäbchenf., zweizeilig, hyalin. Paraphysen oben hakig od. korkzieherf. gebogen. Ascomycetes. 139 Sporen 18 — 20 x 4/'. Fk. 1 — 1,5 mm lg. An dürren Stengeln bes. von Humulus, Epilobium, Aconitum, Solidago usw., zerstreut, H. commune (Fr.) Sporen 21 — 24 x 3 — 4,". Fk. 1 — 2mm lg., parallel längs stehend. An faulenden Ranken, Ästchen usw., bes. von Kubus, zerstreut. H. yirgultorum DC. 3. Gattung: Lophodermium Chevallier. Fk. eingewachsen, länglich, gevsölbt. Gehäuse häutig, mit Längsriß die Deckenschichten aufreißend. Sporen fadenf. od. lg. keulenf., hyalin. Paraphysen oben hakig od. korkzieherf. gebogen. 1. Auf Coniferennadeln. 2. Auf abgefallenen Blättern von Berberis, Crataegus, Pirus bis ins Hochgebirge, zerstreut. L. hysterioides (Pers.) Auf Stengeln u. Blattscheiden von Phragmites u. anderen Gramineen, bis ins Hochgebirge, nicht selten. L. arundinaceum (Schrad.) 2. Auf faulenden !Nd. von Pinus silvestris, Picea, Abies bis ins Hoch- gebirge, gemein (Schüttepilz). (Fig. 260.) L. pinastri (Schrad.) Auf dürren Nd. von Juniperus Arten bis ins Gebirge, nicht selten. L. juniperinum (Fr.) Auf Nd. von Abies pectinata, zerstreut (Weißtannenritzen - schorf). L. nervisequium (DC.) 4. Gattung: Dichaena Fries. Fk. sehr klein, länglich od. rundlich, quer gestellt, in großen Flecken zusammenstehend. Schläuche umgekehrt birnf., 4 — 8 sporig. Sporen ellipsoidisch, einzellig, dann klein vielzellig. An glatter Rinde junger Eichenstämme, zerstreut. D. quercina (Pers.) An glatter Rinde junger Fagusstämme, zerstreut. (Fig. 261.) D. faginea (Pers.) o. Gattung: Ostropa Fries. Fk. kuglig, eingesenkt, dann kegelf. hervorbrechend, mit Längs- riß sich öffnend. Schläuche lg. zylindrisch. Sporen zu 8, fädig, viel- zellig, hyalin. Auf trockenen Ästen von Lb., zerstreut. (Fig. 262.) 0. cinerea (Pers.) 6. Gattung: Robergea Desmazieres. Fk. kuglig, ziemlich tief eingesenkt, mit einem horizontalen Schnabel der grauen Scheibe etwas hervortretend. Schläuche u. Sporen wie bei vor. Gatt. An Lbästeu, selten. (Fig. 263.) R. unica Desm. 140 Eumj^cetes. 7. Gattung: AulogTaphum Libert. Fk. linienf., oberflächlich sitzend, mit feinem Längsriß sich öffnend, schwarz, sehr klein. Schläuche keulig od. eif. Sporen zwei- zeilig, hyalin. Auf faulenden Blättern von Hedera, Hex, Rhododendorn, selten. (Fig. 264.) A, lag'um Desm. 8. Gattung: Glonium Mühlenb. Fk. linienf., meist ziemlich lg., gewölbt, mit langem Riß sich öffnend, schwarz. Schläuche keulig, 8 sporig. Sporen hyalin, zwei- zeilig, selten 4 zellig. Paraphysen oben ein Epithecium bildend. Fk. nicht auf einem Hyphenfilz sitzend. Auf entrindetem, feuchtem Holz von Corylus, Prunus, Alnus, Fagus, Quercus, zerstreut. (Fig. 265.) G. lineare (Fr.) Fk. in einem Hyphenfilz sitzend. Auf der Rinde alter Kiefern - stamme, selten. G. graphicum (Fr.) 9. Gattung: Hysteriiim Tode. Fk. flach aufsitzend, länglich bis linienf., gewölbt, mit Längsriß sich öffnend, schwarz, kohlig. Schläuche keulig bis zylindrisch, 8 sporig. Sporen keulig, quer 4-, seltner 6 zellig, zuerst hyalin, dann braun. Paraphysen ein gefärbtes Epithecium bildend. Fk. meist zerstreut, länglich bis rundlich, 1 — 2 mm lg., 0,5 bis 1 mm br., zart längsgestreift, im Alter oft scheinbar gestielt. Sporen 4 zellig, die Endzellen heller, 21 — 30 x 8 — 9 f*. Aif der Rinde von Quercus, Betula, Populus u. a., nicht selten. (Fig. 266.) H. pulicare Pers. Fk. meist gehäuft, oft parallel, länglich, zart längsstreifig, 1 — 3 mm lg., 0,5 — 0,8 mm br. Sporen gleichmäßig hellbraun ge- färbt, 18 — 21 X 5 — 6 fi. Auf der Rinde von Quercus, seltner Betula u. a., nicht selten. H. angustatum Alb. et Schw. 10. Gattung: Hysterographium Corda. Fk. wie bei vor. Gatt., stark gewölbt. Sporen ellipsoidisch, mauerf., hyalin, später gelb bis braun werdend. Paraphysen ein Epithecium bildend. Fk. 1 — 5 mm lg., gehäuft. Sporen 15 — 18 x 6 — 7 f^, mit 4 bis 6 Quer- u. 3 — 4 Längswänden. Auf berindeten dürren Ästen von Rosa, Prunus, zerstreut. H. curvatum (Fr.) Fk. meist gesellig, 1 — 2,5 mm lg. Sporen 36 — 40 x 15 — 20 fi, mit 3 — 4 Querwänden u. 2 — 3 fach längsteilig. An berindeten Ästen von Fraxinus, seltner auf Corylus, Fagus, Juglans u. a., zerstreut. (Fig. 267.) H. fraxiiii (Per«.) 11. Gattung: Mytilidium Duby. Fk. schmal aufsitzend, kahn od.muschelf . , oben schmal schneidenf . , gekrümmt, mit Längsriß aufspringend. Schläuche zylindrisch, Ascomycetes. 141 8 sporig. Sporen spindelf., 7 — 8 zellig, hyalin, reif braun. Para- physen fädig. Sporen zuletzt 8 zellig. Auf den Blattnarben (u. berindeten Ästeten ) A^on Larix, Pinus pumilio u. ceinbra, in den Alpen. M. gemmigenum Fuck. 12. Gattung: Lophium Fries. Fk. muschelf, od. aufrecht bandf., zusammengedrückt u. oben eine schmale, mit Längsriß sich öffnende Schneide bildend. Sporen fädig, quergestielt, hyalin od. gelblich. Fk. muschelf., bis 1,5 mm lg. u. ca. 0,7 mm hoch. Sporen 120 bis 150 /< lg. Auf Holz u. Einde von Pinus silvestris u. Abies, seltner an Lb., selten. (Fig. 268.) L. mytilinum (Pers.) Fk. bandf., 1,5 — 3 mm hoch, 0,5 — 1 mm lg. Sporen 150 — 320 /< lg. Auf Rinde von Pirus communis, Prunus spinosa, Alnus, selten. L, dolabriforme Wallr. 13. Gattung: Aerospermum Tode. Fk. sich von der Unterlage stiftf. frei erhebend, am Scheite] mit feinem Längsspalt, kurz gestielt. Sporen fädig, sehr lg. An dürren Stengeln mit 1 — 3 mm hohen Fk. zerstreut sitzend, zerstreut. (Fig. 269.) A. compressum Tode o. Reihe: Disconiycetes. Fk. napf-, schüssel- od. krugf., stets bei der Reife weit geöffnet. Schläuche mit Paraphysen ein Hymenium bildend. Als Neben - fruchtformen Konidien vorkommend. 1. Unterreihe: Phacidiineae, Myzel hyalin od. dunkel, häufig ein mit dem Substrat ver- wachsenes Stroma bildend, Fk. auf fädiger Unterlage frei od. häufiger dem Substrat od. Stroma eingesenkt, meist dann später ± hervor- brechend, länglich od. rundlich, zuerst völlig geschlossen, dann die Substrat- u. Hüllschichten rundlich aufreißend u. lappig zurück- schlagend, wodurch die rundliche od. längliche Scheibe r: frei gelegt wird. Gehäuse lederig od. fleischig. Paraphysen die Schläuche meist überragend u. ein z: dichtes Epithecium bildend. Hypothecium verschieden dick. Bestimmungstabelle der Familien. A. Gehäuse weich, fleischig, hell gefärbt, nicht schwarz. Scheibe meist hell ge- färbt, von den Lappen des Gehäuses umgeben. 1. Stictidaeeae. B. Gehäuse lederig od. kohlig, stets schwarz 142 Eumycetes. a) Fk. eingesenkt, dann weit hervor- tretend. Hypothecium dick. 2. Tryblidiaceae. b) Fk. im Nährsubstrat (bzw. Stroma) eingesenkt bleibend. Hypothecium dünn, wenig entwickelt. 3. Phaeidiaceae. 1. Familie: Stictidaceae. Gehäuse aus langgestreckten Zellen bestehend, hell gefärbt. Scheibe flach, wachsartig, hell, seltner dunkel. Hypothecium dünn, farblos. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Sporen ellipsoidisch, länglich, spindelf. od. zylindrisch, nicht fädig. a) Sporen einzellig. I. Scheibe kreisf. 1. Paraphysen oben keulig ange- schwollen, stumpf. a) Sporen ellipsoidisch, über 20 fi lg. u. 10 ^i br. ß) Sporen ellipsoidisch od. eif., selten länger als 10 /^. 2. Paraphysen oben lanzettlich zugespitzt. IL Scheiben länglich. 1. Paraphysen fädig, verzweigt, oben etwas keulig angeschwol- len. 2. Paraphysen oben reich ver- zweigt, ein Epithecium bil- dend. b) Sporen quer in 2 — 6 Zellen geteilt. I. Scheibe rundlich od. wenig läng- lich 1. Paraphysen lädig, kein Epithe- cium bildend. 2. Paraphysen verzweigt, ein Epithecium bildend. II. Scheibe lg. linienf. B. Sporen fädig, vielzellig. a) Schläuche keulig, stumpf zugespitzt, gestielt. b) Schläuche zylindrisch, viel länger, oben abgerundet, fast ungestielt. I. Paraphysen fädig, kaum keulig. 11. Paraphysen ein Epithecium bil- dend. 1. Ocellaria. 2. Naevia. 3. Steffia, 4. Briardia. 5. Propolii':. 6. Phragmonaevia. 7. Cryptodiscus. 8. Xylogramma. 9. Naemacyclus, 10. Stictis. 11. Schi/oxylon. Ascomycetes. 143 1. Gattung: Ocellaria Tulasne. Fk. eingesenkt, dann vorbrechend u. das Substrat lappig auf- reißend. Scheibe weich, goldgelb, dick berandet. Sporen ellipsoidisch, hyalin. Paraphysen verzweigt, nach oben etwas verbreitert. Schlauch- porus J -f. Scheibe 0,5 — 3 mm br. Sporen 21 — 30 x 9 — 12 /n. An dürren Ästen von Populus, Salix, Hippophae bis in die Hochalpen, zerstreut- 0. ocellata (Pers.) 2. Gattung: Xaevia Fries. Fk. zuletzt lappig aufreißend, hervortretend. Scheibe feucht hellgefärbt, trocken etwas dunkler. Sporen länglich od. eif., hyalin, klein. Paraphysen fädig od. gabelteilig, oben oft etwas verbreitert u. gefärbt. 1. Auf Monokotyledonen. 2. Auf Dikotyledonen. 3. 2. Scheibe blaßbräunlich, 0,2 — 0,4 mm br. Sporen 9 — 11 x 3 — 4 .«. Schlauchporus J +. Auf dürren Halmen von Juncus effusus, selten. N. pusilla (Lib.) Fk. in Längsreihen. Scheibe gelbrötlich, 0,3 — 0,4 mm br. Sporen 7 — 8 X 3 /<. Schlauchporus J — . Auf der Unterseite dürrer Blätter von Carex hirta, zerstreut. N. seriata (Lib.) 3. Scheibe gelbweiß, 0,25 mm br. Sporen 7 — 8 x 3 — 3,5 /<. Schlauch- porus J +. Auf der Unterseite faulender Eichenblätter, selten. (Fig. 270.) N. minutissima (Auersw.) Scheibe gelblich od. rötlich, 0,3 — 1 mm br. Sporen 12 — 17 X 6 — 8 ,«. Schlauchporus J — . Auf dürren Stengeln von Solidago virgaurea, sehr zerst eut. N. minutula (Sacc. et Malbr.) 3. Gattung: Stegia Fries. Fk. mit Klappe od. Deckel, seltner mehrlappig aufreißend. Scheibe weich, wachsartig, Schläuche keulig, oben abgerundet. Sporen länglich, hyalin. Paraphysen oben lanzettlich zugespitzt. Schlauchporus J +. Sporen 10 — 12 X 3,5 — 4,5 f(. Seheibe blaß. Auf dürren Gras- blättern u. Carex in den Hochalpen. (Fig. 271.) S. subvclata Eehm 4. Gattung: Briarrtia Sacc. Fk. eingesenkt, dann die Oberhaut des Substrates mit Längsriß zerreißend. Scheibe schmal, zart berandet, rot. Schläuche 4 bis 6 sporig. Sporen länglich, stumpf, gerade od. etwas gebogen, hyalin. Schläuche J — . Auf dürren Stengeln von Chenopodium album, selten. (Fig. 272.) B, purpurasceus Rehm 144 Eumycetes. 5, Gattung: Propolis Fries. Pk. eingesenkt, dann hervorbrechend u. die Decke lappig zer- reißend. Scheibe vortretend, flach od. gewölbt, rund bis länglich, gelblich bis rötlich, zuletzt bräunlich, wachsartig. Schläuche 8 sporig. Sporen ellipsoidisch, hyalin, stumpf, einzellig. Paraphysen ein dickes Epithecium bildend. Schläuche J — . Auf dürren Ästen u. Stämmen von Lb., besonders Weiß- u. Eotbuche, häulig. (Fig. 273.) P. laffinea (Schrad.) 6. Gattung: Phragmonaevia Rehm. Fk. eingesenkt, dann die Oberhaut klappig od. lappig zer- reißend. Scheibe rundlich, krug- od. schüsself., wachsartig, zart berandet, hell. Schläuche keulig, 8 sporig. Sporen spindel- od. nadelt., keulig angeschwollen, gerade od. \Nenig verbogen, hyalin, zuerst ungeteilt, dann 2 — 4 zellig. Paraphysen fädig. 1. Schlauchporus J +. Fk. in Längsreihen. Scheibe bis 0,6 mm br. Sporen 4 zellig, 18 — 24 X 4 — 5 /'. Auf dürren Blättern von Carex paludosa, zerstreut. P. hysterioides (Desm.) Schlauchporus J — . 2. 2. Scheibe rundlich, blaßgelb, bräunlich, berandet, bis 0,5 mm br. Auf dürren Halmen von Juncus effusus, selten. (Fig. 274.) Pc emergens (Karst.) Scheibe rundlich, blaß bräunlich, dunkler berandet, bis 0,4 mm br. Auf der Thallusoberseite von Peltigera canina u. horizontalis, zerstreut. P. peltigerae (Nyl.) 7. Gattung: Cryptodiscus Corda. Fk. eingesenkt, dann die Deckschichten mit unregelmäßigem Längsriß od. lappig zerreißend. Scheibe rund bis länglich, wachs- artig, hell. Schläuche 8 sporig. Sporen länglich, hyalin, 2 — 4 zellig. Paraphysen ein Epithecium bildend. Schläuche J +. Sporen 10 — 15 x 4 — 6 «. Scheibe 0, ' — 0,7 mm lg. Auf nacktem Holz von Eiche u. Buche im Gebirge, zerstreut. (Fig. 275.) C. pallidus (Pers.) 8. Gattung: Xylogramma Wallr. Fk. eingesenkt, dann emporgewölbt u. die Deckschichten mit Längsriß einreißend. Scheibe linienf., wachsartig, gelblich-bräunlich. Schläuche 8 sporig. Sporen länglich, stumpf, 2 — 4 zellig, hyalin. Paraphysen oben fädig. Schläuche J +. Fk. in parallelen Längsreihen, Scheibe bis 1,5 mm lg. Auf altem Lb. u. Nd., besonders an Zäunen u. Pfählen, im Gebirge nicht selten. (Fig. 276.) X. stietieum (Fr.) 9. Gattung: Xaeniaeyelus Fuckel. Fk. eingesenkt, dann mit Längsspalte u. lappig aufreißend. Scheibe länglich, zart berandet, weißgelb. Schläuche 8 sporig. Sporen Ascomycetes. 145 fadenf., vielzellig, hyalin. Paraphysen oben verästelt. Scliläuche Auf abgefallenen Kiefernnadeln, zerstreut. (Fig. 277.) N. niveus (Pers.) 10. Gattung: Stictis Persoon. Fk. eingesenkt, dann lappig aufreißend u. durchbrechend. Scheibe eingesenkt bleibend, krugf., meist dick berandet. Schläuche zylindrisch, 8 sporig. Sporen fadenf., vielzellig. Paraphysen oben wenig verzweigt. Schläuche meist J +• Auf berindeten Ästen von Apfelbäumen, Weiden usw, Scheibe rötlich od. gelbbräunlich, bis 0,7 mm br. Sehr zerstreut, bis in die Alpen; (Fig. 278.) S. radiata (L.) Auf Ästchen von Quercus, Acer, Alnus, Poi3iilus, Rhamnus usw. Scheibe grau od. grünschwärzlich, weiß bestäubt, 1 — 2 mm br. Zerstreut, bis ins Hochgebirge. S. mollis (Pers.) An dürren Stengeln von Kubus, Spiraea, Eupatorium, Viburnum usw. Scheibe 4 lapi^ig, schneeweiß, bis 0,6 mm br. Selten. S. stellata (Wallr.) An faulenden Grashalmen, sowie von Carex, Luzula, Juncus Scheibe grau bis bläulich schwärzlich, bis 1 mm br. Zerstreut. S. aruiidinacea Pers. 11. Gattung: Schizoxylon Persoon. Fk. eingesenkt, dann kuglig hervortretend u. sich zuerst punktf., dann weit rundlich öffnend. Scheibe krugf., dann flach, schwärzlich grün. Schläuche 8 sporig. Sporen fädig, vielzellig. Paraphysen ein durch J sich bläuendes Epithecium bildend. Scheibe bis 1 mm br. An dürren Kräuterstengeln z.B. Oenothera, Scrophularia, Lappa, Galeopsis, Artemisis, Genista usw., zerstreut. S. Berkeley anum (Dur. et Lev.) 2. Familie: Trvblidiaceae. Fk. eingesenkt; dann hervorbrechend u. weit hervortretend, gestielt od. nicht. Gehäuse meist schwarz, lederig od. kohlig, über der Scheibe sich als Haut spannend, die am Scheitel rundlich auf- reißt u. lappig zurückklappt. Hypothecium dick. Schläuche 8 sporig. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Fk. sitzend, becherf., mit groben Lap- pen aufspringend. a) Sporen quer 2 — 4 zellig. 1. Tryblidiopsis. b) Sporen mauerf. 2. Tryblidium. B. Fk. kugel- od. kreiself., gestielt, braun od. schwarz, mit feinen Zähnen auf- reißend. Lindau, Kryptogamenflora IT, 1. 2. Aufl. 10 146 Eumycetes. a) Fk. einzeln stehend, nicht auf einem Stroma. I. Schläuche J +. Fk. sehr wenig über das Substrat hervortretend. 3. Odontolrema. II. Nur Schlauchporus J +• Fk. zu- letzt frei aufsitzend. 4. Heterosphaeria. b) Fk. gehäuft auf einem Strom astehend 5. Scleroderris. 1. Gattung: Tryblidiopsis Karsten. Fk. kugiig, eingesenkt, dann linsenf. u. frei aufsitzend, lappig aufreißend. Gehäuse lederig, schwarz. Scheibe weißgelb, krugf. eingesenkt. Sporen länglich spindelf. Hypothecium weiß od. schwach bläulichgrün, dick. Paraphysen oben ästig. Fk. 1 — 3 mm br. Sporen hyalin od. schwach gelblich, 18 — 27 X 6 — 7 /<. An dürren, berindeten, noch hängenden Kiefern- od. Lärchenästchen, zerstreut. (Fig. 279.) T. pinastri (Pers.) 2. Gattung: Tryblidium Rebentisch. Fk. ebenso. Scheibe rundlich, flach. Gehäuse hornig lederig, schwarz. Sporen länglich ellipsoidisch, hyalin od. gelblich, mauerf. Paraphysen oben ästig. Hypothecium dick, meist schwach gelblich. Scheibe 1,5 — 3 mm br. Sporen 30 — 45 x 12 — 15 /<. Auf der Rinde älterer Eichen, besonders im Gebirge, zerstreut, schwer sichtbar. (Fig. 280.) T. caliciiforme Rebent. 3. Gattung: Odontotrema Nylander. Fk. kugiig, eingesenkt, dann durchbrechend, trocken oben ein- sinkend, am Scheitel sich mit Loch öffnend u. dann klappig auf- reißend. Scheibe krugf. eingesenkt, weißrötlich. Gehäuse lederig, schwarz. Sporen 2, dann 4 zellig, hyalin. Schläuche J +. Scheibe 0,5 — 1 mm br. Sporen 9 — 12 x 4 — 5 /'. An entrindetem Holz von Picea, Juniperus, Pinus cembra in den Alpen, nicht selten. (Fig. 281.) 0. hemisphaericum (Fr.) 4. Gattung: Heterosphaeria Greville. Fk. eingesenkt, kugiig, dann hervorbrechend u. frei aufsitzend, mit zähnigen Lappen sternf. aufspringend. Scheibe krugf. einge- senkt, weißlich. Gehäuse häutig lederig, schwarzbraun. Sporen länglich, zuletzt 2 zellig, hyalin. Paraphysen fädig, oben etwas lanzettf. Scheibe bis 2 mm br. Sporen 12 — 18 X 4,5 — 5 /^. Auf trockenen Stengeln von Umbelliferen, besonders Daucus, Anethum, zerstreut. (Fig. 282.) H. patella (Tode) 5. Gattung: Scleroderris Fries. Fk. aus einem unterrindigen Stroma einzeln od. gehäuft hervor- brechend, anfangs kugiig, dann krugf., meist etwas gestielt, mit Ascomycetes. 147 kleinen, unregelmäi?>igen Lappen aufreißend. Seheibe blaß gefärbt. Sporen nadelf. od. verlängert spindelf. 4 zellig hyalin. Hypo- thecium blaß. Parapliysen fädig. Fk. als kleine gestielte Büschel hervorkommend, 1 — 4mm br. , bis 1 5 mm hoch. Sporen nadelf., oben stumpf, unten spitz, 30 bis 36 X 3 — 4 ,". Schlauchporus J +. An abgestorbenen Ästen von Ribes nigrum u. rubrum zerstreut. (Fig. 283.) S. ribesia (Pers.) Fk. als schwarze Kruste dicht nebeneinander stehend 0,5 bis 1 mm br. Sporen verlängert spindelf., 30 — 33 x 3 — 4 //. Schlauch- porus J — . An dürren Stengeln von EujDlirasia officinalis, selten. S. aggregata (Lasch) 3. Familie: Phacidiaceae. Fk. in die Xährsubstanz od. in ein Stroma eingesenkt, unten flach aufsitzend. Gehäuse häutig lederig od. hart kohlig, schwarz, entweder oben von dem bedeckenden S bstrat frei u. dasselbe lappig aufreißend u. zugleich selbst länglich od. rundlich sich am Scheitel lappig öffnend od. aber mit dem deckenden Substrat fest verwachsen u. mit ihm zusammen lappig od. mit Längsriß aufspringend. Scheibe rundlich od. länglich. Schläuche 8 sporig. Sporen verschieden. Parapliysen fädig od. oben ästig u. ein Epithecium bildend. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Gehäuse nicht mit den deckenden Sub- stratschichten verwai Ilsen. Fk. geschlos- sen zwischen den Lappen des Substrates hervortretend u dann erst lappig auf- springend. a) Sporen länglich, einzellig, hyalin. 1. Pseudophaeidium. b) Sporen länglich, spindelf., quer mehr zellig. I. Scheibe rund. 2. Coccophaeidiiim. II. Scheibe länglich, durch Längsriß frei werdend. 3. Clithris. c) Sporen mauerf. 4. Pseudographis. B. Gehäuse mit der deckenden Nährsub- stanz verwachsen u. mit dieser läppen - od. spaltenf. aufreißend. a) Fk. einzeln stehend, ohne Stroma. I. Sporen länglich, 1 zellig. 1. Fk. rundlich. a) Paraphysen kein Epithe- cium bildend. 5. Phaeidium. ß) Paraphysen ein Epithecium bildend. 6. Trochila. 2. Fk. unregelmäßig, länglich, spal- 10* 148 Eumycetes. tenf. lappig aufreißend. Kein Epithecium 7. Cryptomyces. "^ IT. Sporen länglich, zwei- bis viel zellig. 1. rk. rundlich, von der Mitte des Scheitels aus sich lappig öff- nend, Sporen zwei- bis vielzellig. 8, Sphaeropezia. 2. Fk. länglich, am Scheitel sich länglich lappig öffnend. Sporen zweizeilig. 9. Sehizothyrium. III. Sporen fädig od. nadelf., ungleich zweizeilig. 10. Coccomyces. b) Fk. zu mehreren einem Stroma einge bettet, spaltenf. aufreißend. I. Sporen einzellig, eif., hyalin. 11, Pseudorliytisma. II. Sporen einzellig, fädig od. nadelf., hyalin. 12. Rhytisma. 1. Gattung: Pseudophaeidium Karsten. Fk. eingesenkt, geschlossen, linsenf., dann die deckenden Sub- ßtratschichten lappig zerreißend u. vom Scheitel aus lappig aufreißend. Scheibe rund, flach, blaß. Gehäuse lederig häutig, schwarz. Sporen länglich, stumpf, hyalin, einzellig. Paraphysen fädig. Scheibe 1 — 1,5 mm br., blaßviolett. Sporen 10 — 16 X 4 — 5,«'. An dürren Ästen von Ledum palustre, selten. P. ledi (Alb. et Schw.) Scheibe 1 — 2 mm br., blaß. Sporen 12 — 15 x 4 — 6 /'. An dürren Ästen von Rhododendron ferrugineum in den Alpen. P. rhododendri Rehm 2. Gattung: Coccophacidium Rehm. Fk. kuglig eingesenkt, dann die deckenden Schichten lappig zerreißend u. sich auf dem Scheitel mehrlappig öffnend. Gehäuse häutig kohlig. Scheibe bräunlich. Sporen nadelf., beidendig spitz, oben breiter, zuletzt bis 12 zellig, hyalin bis gelblich. Paraphysen fädig. Scheibe 1,5 — -3 mm br. Sporen 55 — 80 x 4,5 /< br. An dürren Kiefernästen, zerstreut. (Fig. 284.) C. phii (Alb. et Schw.) 3. Gattung: Clitliris Fries. Fk. eingesenkt, länglich, die Deckschichten mit Längsriß spal- tend u. lappig zurückschlagend, gewölbt, dann sich oben mit Längs- riß u. Lappen öffnend. Scheibe länglich, blaß. Sporen fädig od. verlängert spindelf., zuletzt vielzellig, hyalin. Paraphysen fädig, oben haken- od. pfropfenzieherf. gebogen. Fk. meist quer über den Ast gelagert, außen bereift, 5 — 20 mm lg. Sporen bis 90 x 1,5 jn. Auf dürren, dünneren Eichenästen, häufig. (Fig. 285. ) C. qiiercina (Pers. ) Ascomycetes. 149 Z70. Z11. in. zrx'^.^i .i-^-i^^^ Zy5. Z76. Z77. ZS6. ]^50 ■ Eumycetes. Fk. länglich, spitz, außen nicht bereift, 2 — 5 mm lg. Scheibe grünlichgelb. Sporen verlängert spindelf., 40 — 50 X 2,5 ff. An beiindeten, dünnen, noch hängenden Ästchen von Picea n. Larix in dichten Gebirgswäldern. C. crispa (Pers.) 4. Gattung: Pseudographis Kylander. Fk. rundlich od. länglich, eingesenkt, das Substrat lappig zer- reißend, hervortretend u. dann auf dem Scheitel länglich zackig sich öffnend, kohlig, schwarz. Scheibe gelbrötlich. Sporen mauerf. Paraphysen oben ästig. Sporen J +• Scheibe 1 — 2 mm br. Sporen 21 — 3) x 10 — 14//. Auf der Rinde alter Abies bis ins Hochgebirge, zerstreut. P. elatina (Ach.) 5. Gattung: Phaoidium Fries. Fk. rundlich linsenf., eingewachsen, oben von der Mitte aus mehrlappig aufspaltend. Sporen ei- od. spindelf. Paraphysen fädig. Schlauchporus J +. Auf faulenden Kiefernnadeln. Fk. 1 — 1,3 mm br. Sporen spindelf., abgerundet, 12 — 14 x 3,5 — 4 /'. Zerstreut. P. lacerum Fr. Auf der Unterseite lebender Blätter von Galium, Asperula, Rubia. Fk. bis 0,8 mm br. Sporen länglich keulig, 10 — 12 x 2,5 — 3 ,". Zerstreut. P. repandum (Alb. et Schw.) 6. Gattung: Trochila Fries. Fk. eingesenkt, dann sich hervorwölbend u. mit einem Längs- spalt od. deckelf. aulreißend. Scheibe rundlich od. länglich. Gehäuse schwärzlich. Sporen länglich, einzellig, hyalin. Paraphysen ein dunkles Epithecium bildend. Schlauchporus J -1 . Auf der Unterseite von Efeublättern. Scheibe mit 3 — 4 zarten Lappen, 0,2 — 0,4 mm br., schwärzlich. Sporen 6 — 8 x 4 — 5 ,«. Zer- streut. T. craterium (DC.) Auf der Oberseite der Blätter von Hex. Scheibe deckelf. od. klappig frei werdend, grau od. bräunlich, 0,3 — 1 mm br. Sporen 9—11x3,5—4,5//. Zerstreut. (Fig. 286.) T. ilicis (Chev.) Auf Blattstielen von Acer pseudoplatanus. Aesculus u. Ailanthus, Scheibe meist durch Längsspalt entblößt, gelblich grau, 0,5 — 1,2 mm br. Sporen 6 — 9 X 2,5 — 3 //. Zerstreut T. petiolaris (Alb. et Schw.) 7. Gattung: Cryptomyces Greville. Fk. eingesenkt, abgeplattet, am Scheitel unregelmäßig sich spaltend. Scheibe flach. Gehäuse kohlig, schwarz. Sporen länglich, einzellig, hyalin. Fk. 1 — 10 cm lg., 5 — 15 mm br., krustig. Scheibe gelbbräunlich. Ascomycetes. 151 Sporen 20 — f6 x 10 — 13/'. Paraphysen ein Epithecium bildend. An absterbenden Weidenästen, selten. C. maximus (Fr.) Fk. den Nerven folgend, streifig, 0,5 — 3mm lg., 0,25 mm br., schwarz. Sporen 8 — 10 X 5 — 6 /'. Auf der Unterseite der Wedel von Pteridium, zerstreut. -C. pteridis (Eebent.) 8. Gattung: Sphaeropezia Saccardo. Fk. eingewachsen, linsenf., von der Mitte aus lappig aufspringend. Sporen länglich, 2 — 4 zellig, hyalin. Paraphysen meist oben ästig. Schlauchporus J +. Scheibe blaß, ca. 0,4 mm br., Sporen 4 zellig, 15 — 18 x 5 — 6 ,«. Auf noch hängenden Blättern von Empetrum nigrum in den Alpen. (Fig. 287.) S. empetri (Fuck. ) Scheibe strohgelb, ca 0,4 mm br. Sporen 2 — 4 zellig, 15 bis 17 X 4 — 5 ff. Auf der Oberseite dürrer Blätter von Andromeda, selten. S. andromedae (Fr.) 9. Gattung: Sehizothyrium Desmaz. Fk. eingewachsen, rundlich od. länglich, mit Längsriß lappig spaltend. Schläuche zuerst mit 8, später mit oft weniger Sporen. Schläuche .J — . Scheibe bräunlich, 0,3— 0,4 mm br. Sporen meist ungleich zweizeilig, 12 — 14 X 5 — 6 ,". Paraphysen ein grünliches Epithecium bildend. Auf lebenden Blättern von Achillea ptarmica, zerstreut. (Fig. 288.) S. ptarmicae Desm. Scheibe gelblich, bis 0,9 mm lg. Sporen 8 — 9 X 2,5 — 3 ,". Para- physen fädig. Auf der Oberseite von Wedeln von Pteridium, zer- streut. S. aquilinum (Fr.) 10. Gattung: Coeeomyces de Notaris. Fk. linsenf., mehrlappig aufspringend. Scheibe rundlich, gelb- lich. Sporen nadelf., oben meist breiter u. stumpfer, zuletzt vielzellig, hyalin. Paraphysen fädig, oben hakig gekrümmt. Scheibe 1 — 3 mm br. Sporen 35 — 7o x 2 — 3,5 /'. Auf faulenden Blättern von Eichen u. Buchen, seltner Birken, zerstreut. (Fig. 289.) ('. coronatus (Schum.) 11. Gattung: Pseudorhytisma Juel. Fk. in einem das ganze Blatt durchsetzenden sklerotienartigen Gewebe sitzend, das außen mit schwärzlicher Haut abgegrenzt wird, rundlich od. länglich verbogen, mit Längsriß lappig aufreißend. Scheibe blaß rötlich. Sporen hyalin, eif., einzellig. Paraphysen fädig. Stromata bis 2 cm gi-oß. Sporen 12 — 14 x 4 — 6 /'. Auf der L'nterseite der Blätter von Polygonum bistorta u. viviparum im Ge- birge, nicht selten. (Fig. 290.) P. bistortae iDC.) 152 Eumycetes. 12. Gattung: Rhytisma Fries. Stroma flach ausgebreitet, unter der Blattoberhaut gelagert, außen schwarz, innen weiß. Fk. zu mehreren, eingesenkt, länglich gebogen od. rundlich, mit Längsriß aufreißend. Sporen fädig od. nadelf., hyalin, meist einzellig. Paraphysen fädig. Auf der Oberseite faulender Acerblätter, auf den hängenden Blättern nur Konidienlager entwickelnd, die Fk. erst an den Jaulenden Bl., F., gemein. (Fig. 291.) R. acerimim (Pers.) Auf der Oberseite von Weidenblättern, häufig. R. salicinum (Pers.) Auf der Oberseite der Blätter von Andromeda, zerstreut. R. andromedae (Pers.) Auf der Oberseite der Blätter von Empetrum, im Hochgebirge. R. empetri Fries 2. Unterreihe: Pezizineae, Myzel fädig, verzweigt., septiert, saprophytisch od. parasitisch. Fk. meist von Anfang an frei, seltner erst eingesenkt, dann aber stets völlig frei hervortretend, selten aus einem Sklerotium hervor- wachsend, sitzend od. gestielt, zuerst kuglig geschlossen, dann von einer kleinen Mündung am Scheitel aus sich öffnend, nie lappig, bei der Reife flach teller- od. scheibenf., becher- od. krugf. Hymenium den oberflächlichen Teil des Fk. geschlossen überziehend, stets mit Paraphysen. G-ehäuse um den ganzen Fk. napff. herumgehend, seltner nur an der Unterseite ausgebildet. Bestimmungstabelle der Familien. A. Gehäuse napff., den ganzen Fk. unten u. seitlich umgebend. a) Fk. leder- od. hornartig od. knorpelig. Paraphysen ein Epithecium bildend. I. Fk. zuerst eingesenkt, dann her- vorbrechend, oft zuerst mit einer Membran geschlossen. 1. Cenangiaceae. II. Fk. von Anfang an frei (bei den Flechtenparasiten meist zuerst ein- gesenkt), nicht von einer Haut überdeckt -. Patellariaceae. b) Fk. fleischig od. bei den kleinen For- men häutig, zart. Paraphysen kein Epithecium bildend. I. Hypothecium meist schwach ent- wickelt (mit Ausnahme der großen- Formen), von dem Gehäuse in der Struktur verschieden. Sporen u. Ascomycetes. 153 3. Mollisiaceae. 4. Helotiaceae. B. Hymenium meist nicht die schöne regelmäßige Struktur zeigend wie bei II, sondern alles viel kleiner. 1. Gehäuse von paraplectenchyma- tischem Gefüge (Zellen rundlich, eckig), Ott dunkel wandig, grau. 2. Gehäuse von prosoplectenchy- matischem Gefüge (Zellen lang- gestreckt, parallel verlaufend), fast nur hellwandig. II. Hypothecium gut entwickelt, eben- so wie das Gehäuse locker para- plectenchymatisch. 1. Schläuche bei der Reife einzeln über die Scheibe hervortretend. 2. Schläuche bei der Reife eine gleichmäßige Schicht bildend, nicht hervortretend. Fk. eine gut ausgebildete fleischige Unter- lage zeigend, aber die Seitenwand des Ge- häuses ganz fehlend od. kaum entwickelt. 7. Pyronemataceae. 5. Ascobolaceae. 6. Pezizaceae. 1. Familie: Cenangiaceae. Fk. zuerst eingesenkt, dann vollständig hervorbrechend, selten mit Stroma, lederig od. hart hornartig od. seltner weich gallertig (dann nur große Formen), dunkel od. heller gefärbt, sich rundlich öffnend u. zuletzt scheibig od. krugf. Scheibe bei einigen zuerst durch eine Haut verschlossen, die verschwindet. Gehäuse para- od. prosoplectenchymatisch. Sporen verschieden, hyalin bis schwarz. Paraphysen ein Epithecium bildend. Flechtenparasiten od. Sapro- phyten. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Fk. in frischem Zustande weich gallertig, trocken hornartig. a) Fk. frisch im Innern tropfbar gallertig, sehr groß, auf dem Boden. b) Fk. frisch im Innern gallertig, kleiner, auf Holz. B. Fk. im frischen Zustande nicht gallertig, sondern leder- od. hornartig od. wachs - artig. a) Fk. zu mehreren einem Stroma auf- sitzend, hervorbrechend. I. Sporen zu 8 im Schlauch, nicht sprossend. 3. Dermatea, 1. Sarcosoma. 2. Bulgaria. 154 Eumycetes. 11. Sporen im Schlauch sprossend, daher der Schlauch dicht mit kleinen Sporen erfüllt 4. Tympanis. b) Fk. keinem Stroma aufsitzend, einge- senkt, dann hervorbrechend, meist einzeln. 1. Parasiten auf Flechten. 1. Sporen einzellig. 5. Phacopsis. 2. Sporen zweizeilig. 6. Conida. 3. Sporen quer vier bis sechszellig 7. Celidiiim. II Nicht auf Flechten, auf Holz u. Rinde. 1. Sporen einzellig. a) Fk. einzeln stehend, bis 0,5 mm br., mit unvollkom- menem Gehäuse an der Seite 8. Agyrium» ß) Fk. büschelig hervorbre- chend, über 1 mm br., mit vollkommenem Gehäuse. 9. Cenangliim. 2. Sporen zweizeilig. «) Sporen hyalin. 10. Crumenula. ß) Sporen braun. 11. Pseudotryblidium. 3. Sporen fädig, vielzellig. 12. Godroiiia. 1. Gattung: Sarcosoma Caspary. Fk. kuglig bis zylindrisch bauchig, frisch innen tropfbar gallertig. Scheibe rundlich sich öffnend, flach schüsself., dick berandet, matt schwärzlich. Sporen ellipsoidisch. Von Nuß- bis Kartoffelgroße zwischen Moos u. Nd., selten. S. globosum (Schmidel) 2. Gattung: Bulgaria Fries. Fk. unterrindig, dann hervorbrechend, oft reihenweise, kreiself., kurz u. dick gestielt, gallertig, trocken hornartig u. runzlig. Scheibe schwarz, berandet Schläuche mit 8 Sporen, von denen 4 groß, ellip- soidisch, braun werden u 4 klein, hyalin u. eif. bleiben. An gefällten Eichenstämmen, seltner Buchen, nicht selten. Fk. bis 4 cm hoch, 1,5 — 2 (—4) cm br. (Fig. 292.) B. polymorpha (Oeder) 3. Gattung: Dermatea Fries. Stroma unterrindig, auf ihm die Fk. sitzend u. aus der Rinde hervorbrechend, sitzend od. kurz gestielt, wachs- od. lederartig braun bis schwarz. Fruchtschicht scheibig, Schläuche 8 od. 4 sporig Sporen zuerst einzellig, dann quer 4 — 6 zellig, hyalin od. bräunlich Paraphysen ein Epithecium bildend. Schlauchporus J +. &; Ascom ycetes. 155 1. Sporen einzellig, selten später zweizeilig. 2. Sporen zwei n. mehrzellig. 3. 2. Stroma gelblicligrün. Fk. grüngelb bestäubt, trocken bräunlich- schwarz, 2 — 4mm br. Scheibe gelbrötlich bis bräunlich. Sporen 15 — 18 X 3 — 5 ,«. An dürren Ästen von Prunus avium, nicht selten. (Fig. 293.) D. eerasi (Pers.) Stroma undeutlich. Fk. gehäuft durchbrechend, rostbraun bestäubt, dann schwarzpurpurn, 0,5 — 1,5 mm br. Scheibe schwärz- lich, dick berandet Sporen 10 — 14 x 3 — 4 //. An dürren Ästen von Sorbus aucuparia, zerstreut. D. ariae (Pers.) o. Fk. außen gelb od. gelbbräunlich, nicht schwarzbraun, kurz gestielt. Scheibe hell. 4. Fk. außen olivenbraun od. schwärzlich, Scheibe braunschwarz. 5. 4. Stroma ockergelb. Fk. gelb, trocken dick weiß bestäubt, bis 1 mm br. Scheibe blaßgelb. Sporen bis 4 zellig, 18 — 20 x 10 — 12,". An dürren Stämmchen von Fagus u. Carpinus, besonders im Gebirge. D. carpinea (Pers.) Stroma gelblich. Fk. außen gelbbräunlich, trocken weiß be- stäubt, 0,5 — 2 mm br. Scheibe zimmetbraun. Sporen zuletzt 4 zellig, 20 — 27 X 5 — 7 «. An dürren, berindeten Eichenästen, nicht häufig. D. elnnamomea (Pers.) 5. Stroma dünn, gelblich. Fk. meist in Längslinien durchbrechend, kurz gestielt, olivenbraun, weißlich bestäubt, kurz gestielt. Scheibe schwärzlichbraun. Sporen zuletzt meist 4 zellig, 15 — 20 x 6 — 8 (^. An dürren berindeten Ästen von Ehamnus trangula, zerstreut. (Fig. 294.) D. frangulae (Pers.) Stroma braun od. schwarzgrün. Fk. büschelig hervorbrechend, gestielt, schwärzlich, braun bestäubt, 1 — 2 n m br., 1 mm hoch. Scheibe braunschwarz. Sporen zuletzt zweizeilig, 12 — 15 x 4 bis 4,5 /'. An dürren Ästen von Zwetschen, Aprikosen, Schlehen, zerstreut. D. prunastri (Pers.) 4. Gattung: Tympanis Tode. Stroma unterrindig, wenig entwickelt. Fk. einzeln od. gehäuft hervorbrechend, meist kurz u. dick gestielt, schwarz, hornartig. Scheibe rundlich, schüsself. Schläuche zuerst 8 sporig, später mit winzigen, zahllosen Sporen erfüllt, J — . Paraphysen ein Epithecium bildend. Auf dürren berindeten Ästen von Coniferen bis ins Hochgebirge, zerstreut. Scheibe schwarz, bis 1 mm br. (Fig. 295.) T. pinastri Tul. Auf dürren Weidenästen, bis in die Alpen, zerstreut. Fk. trocken weiß bestäubt, schwarz, bis 1,5 mm br. T. saligna Tode Auf dürren, berindeten Ästen von Alnus incana u. viridis bis in die Alpen, zerstreut. Fk. schwarz, seltner weiß bestäubt, bis 0,5 mm br. T. alnea (Pers.) Auf dürren berindeten Ästen von Crataegus, Prunus domestica. 156 Eumycetes. Pirus malus, Sorbus, seltner Populus tremula u. Sambucus, zerstreut. Fk. schwarz, dick mehlig bestäubt, bis 1 mm br. Scheibe trocken graublau. T. conspersa (Fr.) Auf dürren Ästchen von Fraxinus excelsior u. ornus, selten. Fk. schwarz, glänzend, 1 mm br. T. fraxini (Schw.) 5. Gattung: Phacopsis Tul. Fk. eingesenkt, gehäuft hervorbrechend, schwarz, wachsartig. Scheibe unberandet, zuletzt gewölbt. Sporen länglich, einzellig, hyalin. Häufig fließen mehrere Fk. zu schwarzen Polstern zvsammen. Auf dem Th. von Chlorea vulpina in den Alpen, nicht selten. (Fig. 296.) P. vulpina Tul. 6. Gattung: Conida Massal. Fk. gehäuft hervorbrechend. Scheibe flach od. gewölbt, unbe- randet schwarz. Sporen keulig od. länglich, zweizeilig, hyalin bis gelblich. Auf den Apothecien von steinbewohnenden Flechten der Gat- tungen Lecanora, Placodium, Caloplaca murorum usw., bes. im Gebirge. C. Clemens (Tul.) Auf dem Th. von Physcia stellaris u. Xanthoria pariet na, zer- streut. C. destruens Rehm 7. Gattung: Celidium Tul. Fk. gehäuft, ± hervorbrechend, schwarz. Scheibe flach, unbe- randet. Sporen länglich, abgerundet, 4 zellig, hyalin. Auf der Scheibe, seltner dem Th. von Lobaria pulmonacea, zerstreut. (Fig. 297.) C. stietarum (de Not.) Auf der Scheibe von steinbewohnenden Lecanora sordida, coniops, subfusca, ferner von L. pallida auf Baumrinden, zerstreut. C. varians (Dav.) Auf der Scheibe von Xanthoria parietina, selten. C. varium (Tul.) Auf dem Th. von Baeomyces-Arten, selten. C. ericetorum (Flot.) 8. Gattung: Agyrium Fries. Fk. gesellig, aber nicht büschelig, hervorbrechend od. von An- fang an br. aufsitzend, wachs-, trocken hornartig. Scheibe hell, rund- lich, unberandet. Schläuche 8 sporig. Sporen ellipsoidisch, hyalin, einzellig. Paraphysen eine Art Epithecium bildend. Schläuche J +. Fk. bis 0,5 mm br., rötlichbraun, Sporen 10 — 15 x 5 — 8^. Auf entrindetem Holz u. Ästen von Rosa, Pinus bis in die Alpen, selten. (Fig. 298.) A. ruf um (Pers.) Fk. bis 0,5 mm br., grau- bis gelbUchweiß. Sporen 4,5 — 6 x 1,5 bis 2,5 .". Auf entrindetem Pinusholz im Gebirge, sehr zerstreut. A. caesium Fr. Ascomycetes. 157 9. Gattung: Cenangium Fries. Fk. einzeln od. gehäuft, hervorbrechend, ungestielt, leder- od, wachsartig, braun bis schwärzlich. Scheibe sich rundlich öffnend, krug-, dann schüsself., berandet, oft eingerissen. Schläuche 8 sporig. Sporen zylindrisch bis spindelf., oft etwas gebogen, hyalin, einzellig. Paraphysen ein Epithecium bildend. 1. Auf Coniferen. 2. Nicht auf Coniferen. 3. 2. Fk. büschelig hervorbrechend, 5 — 15 mm br., rotbraun u. dick kleiig bestäubt. Scheibe zimmetbraun. Sporen 6 — 10 X 2 — 2,5 n. An dürren berindeten Ästen von Ainus viridis u. incana, Corylus, im Qebirge zerstreut. C. furfuraceum (Roth) Fk. büschelig hervorbrechend, 5 — 20 mm br., graubräunlich, filzig u. mehlig. Scheibe rotbräimlich. Sporen 12 — 15 x 3,5 — 4 ,". An faulenden, berindeten Ästen von Populus tremula, nicht häufig. C. populneum (Pers.) 3. Fk. büschelig hervorbrechend, krugf., dann schüsself. u. lappig berandet, dunkelbraun. Scheibe bräunlichgelb, 1,5 — 3 mm br. Sporen 10 — 12 x 5 — 7 l^i. An berindeten Ästen von Kiefern, häufig. (Fig. 299.) C. abietis (Pers.) Fk. gesellig die Oberhaut durchbrechend, braungelb, 1 — 3 mm br. Scheibe gelbbräunlich. Sporen 12 — 14 x 3,5 — 4,5 ,". Auf faulenden Kiefernnadeln, selten. C. acicola (Fuck.) 10. G-attung: Crumenula de Notaris. Fk. gesellig od. vereinzelt, hervorbrechend, meist kurz gestielt, außen feinhaarig, trocken gefaltet, braunschwarz. Scheibe blaßgrau. Schläuche 8 sporig. Sporen verlängert spindelf., oft etwas gebogen, zweizeilig, hyalin. Kein Epithecium. Fk. 1 — 3 mm hoch. Sporen häufig einzellig, aber mit 2 Öl- tropfen, 18 — 27 X 3 — 3,5 ,". An der Rinde älterer Kiefernstämme, selten. (Fig. 300.) C. pinicola (Rebent.) 11. Gattung: Pseudotryblidiiim Relim. Fk. hervorbrechend, sitzend od. oft kurz u. dick gestielt, matt schwarz, trocken etwas runzelig. Scheibe kaum berandet. Schläuche 4 — 8 sporig. Sporen ei- od spindelf., stumpf, 2 — 4 zellig, hyalin, dann braun Epithecium dick, braun. Fk. bis 1mm hoch u br. Sporen 15 — 18 x 6 — 8 ft. Auf glatter Rinde von Abies, zerstreut bis ins Hochgebirge. (Fig. 301 ) F. Neesii (Flot.) 12. Gattung: Godronia Mougeot. Fk. meist einzeln, hervorbrechend, meist kelchf., kurz gestielt. Scheibe krugf., scharf berandet. Schläuche 8 sporig. Sporen fädig, quer vielteilig, hyalin. Paraphysen fädig. Schlauchporus J +. 158 Eumycetes. Fk. einzeln od. gesellig, 0,5 — 1,5 mm br. u. lioch, bräunlich schwarz. Scheibe grauweiß. An dürren Ästchen von Alnus, Betula, Symphoricarpus usw., zerstreut. (Fig. 302.) G. urceolus (Alb. et Schw.) Fk. einzeln, braunschwarz, 1 — 1 5 mm hoch, 1 mm br., Scheibe braun. An Stämmchen von Calluna vulgaris, selten. G. ericae (Fr.) 2. Familie: Patellariaceae. Fk. von Anfang an meist oberflächlich (bei den Parasiten zuerst eingesenkt), leder- od. hornartig, meist dunkel gefärbt, halbkuglig od. länglich. Scheibe zuerst kuglig geschlossen, nicht von einer Haut bedeckt, sich von der Mitte aus rundlich od. länglich öffnend. Hypothecium dunkel gefärbt. Epithecium stets entwickelt. 1. 2. 3. 4. 5. Bestimmungstabelle der Gatt A. Nur parasitisch auf Flechten. a) Sporen einzellig. b) Sporen zweizeilig. I. Sporen hyalin. II. Sporen zuletzt braun. c) Sporen länglich od. fädig, vier- bis viel zellig . I. Sporen ellipsoidisch, meist vier- zellig, hyalin, dann braun. IL Sporen fädig, vielzellig, hyalin, in den Schläuchen in die einzelnen Zellen zerfallend. B. Nicht parasitisch auf Flechten, sondern auf Holz usw. a) Sporen ein od. zweizeilig. I. Sporen hyalin (selten etwas gelb- lich). 1. Schläuche achtsporig. a) Hypothecium u. Gehäuse zart, kleinzellig. Sporen ein- od. zweizeilig. ß) Hypothecium u. Gehäuse dick, grobzellig. Sporen nur einzellig. 2. Schläuche vielsporig. Sporen kuglig. II. Sporen hyalin, dann braun, nur zweizeilig. 1. Scheibe rund. ungen. Nesolechia. Sciitula. Abrothalliis. Leciographa. Baetrospora. 6. Patellea. 7. 8. Patinella. Biatorella. 9. Karschia. Ascomycetes. 159 2. Scheibe länglich od. unregel- mäßig. 10. Melaspüea. 3. Scheibelinienf., bisweilen sternf. 11. Hysteropatella. b) Sporen mehr als zweizeilig. I. Gehäuse u. Hypothecium dünn. Sporen länglich, vier- bis achtzellig. 12. Durelia. II. G-ehäuse u. Hypothecium dick. 1, Fk. sitzend. a) Scheibe stets berandet u. so bleibend. 13. Patellaria. ß) Scheibe zuerst berandet, später gewölbt u. unberandet 1-1. Praginopora. 2. Fk. kurz gestielt. 15. Lahmia. 1. Gattung: Nesoieeliia Massalongo. Fk. hervorbrechend, rundlich, schwarz, Scheibe rund, zart be- randet, zuletzt gewölbt u. Rand verschwindend. Sporen hyalin, ein- zellig. Fruchtschicht J +. Auf der Oberseite des Th. von Cetraria glauca, Parmelia saxatilis, conspersa, caperata, furfuracea bis ins Hochgebirge. (Fig. 303.) N. oxyspora (Tul.) Auf der Oberseite der Thallusschuppen von Cladionaarten, zerstreut. N. oxysporeila (Nyl. ) Auf Candelaria vitellina an Felsen, in den Alpen besonders häufig. ?s. viteilinaria (Nyl.) 2. Gattung: Seutula Tulasne. Fk. sitzend, gehäuft od. einzeln, schwarz. Scheibe schüsself., zart berandet. Sporen eif. od. länglich spindelf., zweizeilig, hyalin. Fruchtschicht J +• Auf dem Th. von Peltigera canina u. rufescens bis in die Alpen. S. epiblastematica (Wallr. ) 3. Gattung: Abrothaiius de Notaris. Fk. zuletzt hervorbrechend, schwarz. Scheibe flach, zuletzt imberandet. Sporen ellipsoidisch, zweizelllig, reif braun. Auf der Oberseite des Th von Parmelia- Arten, Cetraria glauca u. islandica, Sticta, Usnea, zerstreut. A. parmeliarum (Sommerl. ) 4. Gattung: Lociographa Massalongo. Fk. eingesenkt, dann hervorbrechend, schwarz. Scheibe zuletzt rundlich od. seltner länglich, schmal berandet. Sporen zuletzt 4 zellig. reif braun. Fruchtschicht J +. 1(30 Eumycetes. Auf dem Tli. von Pertusaria, Ochrolecliia an Rinden, zerstreut. L. insporsa (Tul.) Auf dem Th. von Pliylctis argena an Rinden, seltner. (Fig. 304.) L. Zwackhii Mass. 5. G-attung: Bactrospora Massalongo. Fk. gesellig, schwarz, Scheibe flach, rund, zart bcrandet. Sporen stäbchenf., quer in viele Zellen im Sclilauch zer+allend, hyalin. Auf Flechtenth, an alten Eichen, nicht häufig. (Fig. .305.) B. dryina (Ach.) 6. Gattung: Patcllea Fries. Fk. oberflächlich, gehäuft, schwarz häulig, trocken verbogen. Scheibe zuletzt schüsself., zart berandet. Sporen hyalin, einzellig, später oft zweizeilig. Gehäuse sehr zart, aus kleinen, schwarzen Zellen bestehend. Fk. gehäuft auf blutroten Flecken, bis 0,4 mm br. Sporen eif., einzellig, 9 — 10 X 3 — 3,5 /«. An dürrem Eichen- und Haselnußholz, zerstreut. P. sanguinea (Pers. ) Fk. auf abgeblaßten Flecken, bis 0,4 mm br. Sporen eif. od. keulig, zuletzt zweizeilig, 6 — 9 >^ 3 — 3,5 i^i. Ebenda, seltner. (Fig. 306.) P. commutata (Fuck.) 7. Gattung: Patinella Saccardo. Fk. gehäuft, eingesenkt, dann hervorbrechend, länglich, oft ge- bogen. Scheibe länglich. Sporen eif., einzellig, hyalin. Gehäuse dick, grobzellig, schwarz. Fruchtschicht J +. Fk. 0,3 — 0,6 mm lg., bis 0,5 mm br. An faulenden Stümpfen von Larix u. Pinus cembra im Gebirge, zerstreut. P. flexella (Ach.) 8. Gattung: Biatorclla de Notaris. Fk einzeln, sitzend. Scheibe schüsself , wachsartig, rötlich, gewölbt u. unberandet. Sporen kuglig, in großer Zahl im Schlauch, hyalin od. schwach gel blieb. Schlauchschicht J +. Scheibe blaßbräunlich, bis 0,5 mm br. Sporen 3 /< im Durchni. An der Rinde alter Kiefern u Eichen, zerstreut B. pinicola (Mass ) Scheibe rot, rotbraun, 0,5 — 1,5 mm br. Sporen 3 /< im Durclim. Auf frischem Harz von Pinus u, Picea, besonders im Gebirge häufig. (Fig. 307.) B. resinae (Fr.: Scheibe braunschwarz, bis 0,4 mm br. Sporen 5 — 7 /' im Durchm. Auf feuchtem Lehmboden, selten. B. geophana (Nyl. ) 9. Gattung: Karschia Körber. Fk. oberflächlich, schwarz, trocken fest. Scheibe schüsself., zuletzt gewölbt u. unberandet. Schläuche 8 sporig. Sporen länglich Ascomj'cetes. 161 keulig, zweizeilig, hyalin, dann braun. Epithecium braun. Frucht - Schicht J +. — Von den deutschen Arten sind die meisten sehr selten, die Flechtenparasiten sind hier überhaupt nicht berücksichtigt. Scheibe 0,5 — 1,2 mm br. Sporen 9 — 12 x 4 — 5 ,". Auf faulem, entrindetem Holz von Eichen, selten. (Fig. 308.) K. lig-nyola (Fries) 10. Gattung: Melaspilea Nylander. Fk. oberflächlich sitzend, selten zuerst etwas eingesenkt, schwarz, fest. Scheibe rundlich, oft länglich od. etwas unregelmäßig, flach, zuletzt kaum berandet. Schäuche 8 sporig. Sporen keulig, 2 zellig, lange hyalin, dann bräunlich. Epithecium gefärbt, grünlich od. bräunlich. Gehäuse zum Unterschied von vor. Gatt, viel weicher u. zarter. Scheibe 0,5 — 3 mm br., schwarz. Sporen 15 — 18 x 6 — 7 ,«. An morscher Rinde von Eichen u. Ulmen, selten. M. aithouioides (Fee) Scheibe 0,2 — 0,5 mm br., schwarz, trocken runzlig. Sporen 15 — 27 X 8 — 9 .«. Auf Kinde von Quercus, Tilia, Juniperus, Larix, Pinus pumilio u. cembra, besonders im Gebirge. (Fig. 309.) M. proximella Nyl. 11. Gattung: Hysteropatella Eehm. Fk. eingesenkt, dann hervortretend, linienf., oft verbogen u. sternf., später mehr elliptisch. Scheibe länglich, schwarz, Schläuche 8 sporig. Sporen länglich bis keulig, 4 zellig, hyalin, dann bräunlich. Epithecium braun. Schlauchspitze J +• Auf der Innenseite von abstehender Einde von Apfelbäumen selten. (Fig. 310.) H. Prosiii (Duby) 12. Gattung: Durella Tulasne. Fk. meist gesellig auf abgeblaßten Flecken, schwarz, lederig- häutig, trocken zusammenfallend. Scheibe flach, zart berandet. Schläuche 8 sporig. Sporen länglich spindelf., 4 — 8 zeUig, hyalin. Epithecium gefärbt. Gehäuse sehr dünn u. Hypothecium fast farblos. Fruchtschicht J +. Scheibe 0,2 — 1 mm br., schwarz, etwas gerunzelt. Sporen 4 bis 6 zellig, 18 — 21 X 4 — 5 ,«. Auf faulenden Ästen, bes. von Eichen, selten. D. compressa (Pers.) Scheibe 0,2 — 0,5 mm br., graurötlich od. bräunlich. Sporen 4 bis 8 zellig, 24 — 35 X 5 — Q fi. An Ästen von Eichen, Buchen, Brom- beeren usw., selten. (Fig. 311.) D. connivens (Fr.) 13. Gattung: Pattilaria Fries. Fk. oberflächlich, gesellig, schwarz, hornartig. Scheibe rundlich, flach, berandet. Schläuche 8 sporig. Sporen spindelf., meist etwas keulig, 4 bis mehrzellig, hyalin. Epithecium braun. Gehäuse dick, nicht zusammenfallend. Lindau, Kryptogamenflora II, 1. 2. Aufl. 11 162 Eumycetes. Scheibe 0,2 — 0,5 mm br., braunschwarz, Sporen 4 zellig, 15 bis 20 X 4 — 6 ,i(. Auf entrindeten Ästen von Buxus u. Sarothamnus, selten. p. proiima Berk. et Br. Scheibe 0,5 — 1,5 mm br., schwarz, grün bestäubt, Sporen 8 u. mehrzellig, 30 — 45 x 8—10 f(. An trockenfaulem Holz von Lb., auch an holzigen Stengeln, verbreitet, aber leicht mit Flechtenapo- thecien zu verwechseln. (Fig. 312.) P. atrata (Hedw.) 14. Gattung: Pragmopora Massalongo. Fk. zerstreut, sitzend. Scheibe flach, zart berandet, später ge- wölbt u. unberandet, schwarz, trocken hart u. runzlig. Schläuche 8 sporig. Sporen, spindelf. 2 — 8 zellig, hyalin, grade. Epithecium grünlich braun. Gehäuse dick, prosoplectenchymatisch. Scheibe 2 — 0.5mmbr. Sporen 15 — 20 x 3 — 4 ,«. An der Einde von Kiefern u. anderen ^d.. nicht selten. (Fig. 113.) P. amphibola Massal. 15. Gattung: Lahmia Körber. Fk. zuerst sitzend, dann kurz u. dick gestielt, kreiself. Scheibe krug- bis schüsself., zart berandet, schwarz, fest. Schläuche 8 sporig. Sporen stäbchenl., gewunden, 4 — 8 zellig, hyalin. Epithecium bräun- lich. Gehäuse paraplectenchymatisch. Fk. 0,1 — 0,4 hoch u. br. Sporen bei der Reife 30 — 45 X 4 — 5 m. In Rindeniissen von Populus alba u. tremula. Salix, zerstreut. (Fig. 314.) L. Kunzei (Flot.) 3. Familie: Mollisiaceae. Fk. von Anfang an frei dem S .i bstrat aufsitzend od. erst eingesenkt , dann hervorbrechend, stets br. u. ungesteilt autsitzend, wachsartig weich od. gallertig. Gehäuse am Grunde aus mehr rundlichen, meist dunklen Zellen bestehend , nach dem Rande zu prosoplectenchymatisch u. oft in Fasern aufgelöst. Scheibe zuletzt schwach schüssel- od. tellerf. Schläuche 8 sporig. Sporen hyalin. Paraphysen kein Epithe- cium bildend. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Fk. gallertig knorpelig gelb od. rot, trocken hornartig. a) Sporen einzellig. 1. Orbilia. b) Sporen zuletzt quer mehrzellig. 2. Calloria. B. Fk. wachsartig, weich, bisweilen auchsehr dünn u. fast häutig. a) Fk. zuerst eingesenkt, dann hervor- brechend. I. Sporen einzellig. Ascomycetes. 163 1. Fk. außen kahl. «) Fk. wenig hervortretend, hell gefärbt. 3. Pseiidopeziza. ß) Fk.weit hervortretend, dun- kel gefärbt. 4. Pyrenopeziza. 2. Fk. außen u. am Rande borstig. 5. Pirottaea. II. Sporen quer mehrzellig. 1. Fk. hell gefärbt, wenig hervor- tretend. 6. Fabraea. 2. Fk. dunkel gefärbt, weit hervor- tretend. 7. Beloniella. b) Fk. von Anfang an frei aufsitzend. I. Sporen einzellig. 1. Fk. auf einem Hyphengewebe sitzend. 8, Tapesia. 2. Fk. nicht auf einem Hyphen- gewebe. 9. Mollisia. II. Sporen quer mehrzellig. 1. Sporen zuletzt zweizeilig. 10. ?siptera. 2. Sporen verlängert spindelf., 4- u. mehrzellig. 11. Beloiiidium. 1. Gattung: Orbiiia Fries. Fk einzeln od. herdig, zuerst kuglig geschlossen, dann teUerf. geöffnet, glatt, rot od. gelb, gallertig weich, trocken hornartig, Sporen länglich od. spindelf., einzellig, hyalin. Paraphysen oben ± kuglig erweitert. 1. Nur auf faulendem Holz. 2. Auf abgefallenen Kiefernnadeln. Fk. gesellig, bis 0,5 mm br., bernsteingelb, dann umbrabraun. Sporen spindelf., 5 x l'.«. Selten. 0. succinea (Fr.) 2. Fk. meist gehäuft, oft zusammenfließend, Scheibe bis 0,3 mm br., . rosa od. bernsteingelb, trocken eingerollt u. orangegelb od. rot. Sporen ellipsoidisch, 3 — 5 + 2 — 2,5 .". Auf Lb., bis in die Alpen, nicht selten. (Fig. 315.) 0. coeeinella (Sommerf.) Fk. zerstreut. Schleife flach, zart berandet, dunkelrot, bis 1 mm br. Sporen fädig spindelf., 12 — 17 X 1,5 — 2 /'. An entrindeten Ästen von Eichen, Buchen, Rosen, Pinus cembra, Rhododendron, bis ins Hochgebirge, zerstreut. 0. vinosa (Alb. et Schw.) 2. Gattung: Calloria Fries. Fk. wie bei vor. Gatt. Sporen länglich, spindelf. od. stumpf, 2 selten 4 zellig, hyalin. Fk. lierdig, zusammenfließend. Scheibe gelb, orange od. blutrot, trocken dick berandet u. verbogen. Sporen 9 — 14 x 3,5 — 4 ,«. An dürren Stengeln von Urtica dioica, häufig. (Fig. 316.) Cv fusarioides (Berk.) 11* 164 Eumycetes. 3. Gattung: Pseudopeziza Fuckel. Fk. kahl, auf verfärbten Blattflecken erst eingesenkt, dann sitzend hervorbrechend. Scheibe hell, zart berandet. Sporen länglich, einzellig, hyalin. Paraphysen oben stets verbreitert. Fk. meist gesellig auf 1 — 3 mm br., braungelben Flecken. Scheibe graugelb, bis 0,5 mm br., Sporen 10 — 14 x 5 — 6//. An lebenden Blättern von Trifoliumarten, häufig. (Fig. 317.) P. trifolii (Beruh.) 4. Gattung: Pyrenopeziza Fuckel. Fk. meist gesellig, auf ± geschwärzter Unterlage, braun bis braunschwarz, außen glatt. Scheibe krug- bis schüsself., zart u. fein- faserig berandet, hellfarbig. Sporen länglich od. spindelf., einzellig, hyalin. Paraphysen oben meist verbreitert. — Über 40 höchst un- scheinbare u. seltene Arten, die namentlich in den Alpen vorkommen. Hier können nur wenige, auch in der Ebene häufigere'Arten berück- sichtigt werden. 1. An Ranken u. Stengeln. 2. Auf dürren Blättern von Eryngium campestre, zerstreut, Scheibe grau, dunkel berandet, bis 0,8 mm br. Sporen 15 — 18 X 5 — 6^^. Schlauchporus J -{-. P, eryngii Fuck. 2. Schlauchporus J +. 3. Schlauchporus J — . Scheibe rosenrot, weißlich berandet 0,5 — 1,2 mm br. Sporen 8 — 10 x 2,5 /<. An faulenden Stengeln von Artemisia absinthium, selten. P. absinthii (Lasch) 3. Auf dürren Rebenranken, nicht selten'bis in die Alpen. Scheibe grau, trocken braunschwarz, 0,3 — 1 mm br. Sporen 7 — 9 x 1,5 bis 2,5 ,«. (Fig. 318.) P. rubi (Fries) Auf dürren Stengeln von Artemisia vulgaris, selten. Scheibe graugelblich, trocken braunschwarz, 0,2 — 1,2 mm br. Sporen 7 — 10 x 1,5 — 2 ^*. P. artemisiae (Lasch) Auf dürren Stengeln von Salvia, Melittis, Ononis, Lotus, Pre- nanthes, Chondrilla, Epilobium usw., zerstreut. Scheibe grau od. schwach rötlich, trocken braun, u. weiß berandet, bis 0,4 mm br. Sporen 8 — 12 x 1,5 — 3 f*. P. compressiila Rehm 5. Gattung: Pirottaea Sacc. et Speg. Fk. gesellig, hervorbrechend, sitzend, braun. Scheibe grau od. bläulich, dunkel berandet, schüsself., mit Borsten am Rande. Sporen länglich bis spindelf., einzellig, hyalin. Schlauchporus J +. Scheibe bis 0,2 mm br. Sporen 7 — 10 x 1,5 — 2 ,«. An düiTen Stengeln von Senecio, Aconitum usw., besonders in den Alpen, selten. (Fig. 319.) P. gallica Sacc. 6. Gattung: Fabraea Saccardo. Fk. wie bei Pseudopeziza. Sporen länglich, zuletzt 2 (selten 4) zellig, hyalin. Schlauchporus J +• Asccmycetes. 165 Auf lebenden Blättern von Cerastiumarten, bis in die Alpen, zerstreut. Scheibe weißgelblich, bräunlich berandet, bis 0,5 mm br. Sporen 7 — 10 X 3 — 3,5 /<. P. cerastiorum (Wallr.) Aut der Unterseite lebender Blätter von Ranunculusarten, zer- streut. Scheibe hellgrau, dunkler berandet, bis 0,8 mm br. Sporen ungleich zweiteilig, 12 — 15 x 5 — 6 f^i. P. raniinculi (Fries) Auf der Unterseite lebender Blätter von Astrantiaarten, besonders in den Alpen, zerstreut. Scheibe weißgelblich, bräunlich berandet, bis 0,4 mm br. Sporen bis 4 zellig, 15 — 18'x 4 — 5 /<. (Fig. 320.) iP. astrantiae (Ces.) 7. Gattung: BelonioUa Saccardo. Fk\ gesellig, hervorbrechend, sitzend, schwarzbraun, kahl. Scheibe zuletzt schüsself., zart u. feinfaserig berandet, grau od. röt- lich. Sporen ± verlängert spindelf., reif 2 — 4 zellig, hyalin. Para- physen oben wenig verbreitert. Schlauchporus J +• Scheibe blaßgrau, meist länglich, 0,2 — 0,5 mm lg. u. 0,2 — 0,3 mm br. Sporen 15 — 20 x 3 — 4 ,«. An dürren Grashalmen, z. B. Molinia, Calamagrostis in lichten Waldungen, zerstreut. B. graminis (Desm.) Scheibe rundlich, gelbweißlich od rosa, 0,3 — 0,8 mm br. Sporen 15 — 24 X 2 — 2,5 ,". An dürren Stengeln von Galiumarten, nicht häufig. B. galii veri (Karst.) Scheibe grauweiß, 0,3 — 0,8 mm br. Sporen 21 — 27 X 3 — 3,4 .m. An Stengeln von Centf.urea, Cirsium, Artemisia \itw., bes. im Gebirge, nicht häufig. B. brevipila (Rob.) 8. Gattung: Tapesia Persoon. Fk gesellig, auf einem ± ausgedehnten, zi dicken, braun ge- färbten Hypheulager sitzend, glatt, wachsartig, außen bräunlich. Scheibe flach, hellfarbig, zart berandet od. faserig Sporen ellip- soidisch od. spindelf., grade od. schwach gebogen, einzellig. Schlauch- porus J +. Die Unterscheidung der Arten ist ohne Vergleichsmaterial kaum möglich. 1. Auf Holz u. Rinde. 2. Auf Grashalmen (z. B. Phragmites), nicht häufig. Scheibe weißlich od. bläulich weißlich, 0,3 — 2 mm br. Sporen 8 — 12 X 1,5 bis 2 /<. T. hydrophila (Karst.) 2. Scheibe grau od. gelblich weiß, trocken bräunlichgelb, 0,2 — 2 mm br. Sporen verlängert spindelf., 9 — 12 x 2,5 — 3 ,". Paraphysen oben 2 /£ br. Auf Ästen von Eichen, Birken, Hainbuchen u. a., zerstreut. T. lividofusca (Fr.) Scheibe grauweiß od. weißgelblich, trocken grau bis bräunlich, 0,3 — 2 mm br. Sporen verlängert spindelf. od. zylindrisch, 8 bis 15 X 2 — 2,5 ,«. Paraphysen oben bis 4^" br. Auf faulenden Ästen von Lb. (selten Nd.) bis ins Hochgebirge, zerstreut. (Fig. 321.) T. fiisca (Pers.) 166 Eumycetes. Scheibe gi-auweiß, trocken braun u. wei(?)licli-fasrig am Rande, 0,5 — 1,2 mm br. Sporen länglich stumpf, 7 — 11 X 2 — 2,5 ff. An dürren Rosenästen, zerstreut. T. rosao (Pers. 9. Gattung: Mollisia Ines. Fk. wie bei Tapesia, aber ohne Hyphenunterlage. Sporen ebenso. — Über 60 z. T. sehr schwer unterscheidbare u. seltene Arten. Nur die häufigsten können hier genannt werden. 1. Auf Dikotyledonen. 2. Auf faulenden Halmen von Phragmites, zerstreut. Scheibe weiß- lich od. weißgelblich, trocken schwach goldgelb, 0,2 — 1,2 mm br. Sporen verlängert keulig bis schwach spindelf., 8 — 10 x 2,5 — 3 h-. M. arundinaeea (DC.) 2. Auf Holz u, Rinde. 3. Auf Stengeln u. Blättern. 5. 3. Schlauchporus J +• 4. Schlauchporus J — . Scheibe grauweiß, oft verbogen, trocken braun, runzlig, 0,3 — 1,5 mm br. Paraphysen oben 2 — 3 u br. Auf Lb., besonders Eiche, Buche, Biike, Hasel usw., bis ins Hoch- gebirge, nicht selten. M. lignieola (Phill.) 4. Scheibe weiß- od. bleigrau, zart weiß berandet, oft verbogen, trocken mehr grau bis schwärzlich, mit eingerolltem Rand, 0,2 bis 2 mm br. Sporen länglich, stumpf, schwach gebogen od. meist gerade, 6 — 9 X 2 — 3 /«. Paraphysen oben 3 — 5 jw br. An faulem Holz u. Ästen von Lb., besonders an feuchten Stellen, häufig bis in die Alpen. (Fig. 322.) M. cinerea (Batsch) Scheibe bläulichgrau, blasser berandet, trocken mehr graugelb, 0,2 — 4 mm br. Sporen spindelf., 12 — 14 x 3 /'. Paraphysen oben bis 3 ft br. Auf faulen Zweigen von Fagus, Salix, Alnus, sehr zerstreut. M. eaesia (Fuck.) Scheibe grau, zart berandet, trocken graugelblich u. weißlich berandet, 0,2 — 1,5 mm br. Sporen länglich, 8 — 10 x 2 — 2,5 « Paraphysen oben bis 2 /< br. An faulen Ästen von Alnus incana u. glutinosa, nicht selten. M. benesuada (Tul.) 6. Auf Stengeln. 6. Auf faulenden Birkenblättern, zerstreut. Scheibe blaß weiß- rötlich, zart u. gekerbt berandet, trocken fast schwärzlich, 0,2 bis 0,4 mm br. Sporen länglich, 9 — 12 x 3 ,". Para])hysen oben bis 3 lii br. (Fig. 323.) M. betulicola (Fuck.) 6. Fk. auf schwärzlichen Flecken sitzend. Scheibe grauweiß, zart berandet, trocken schwarzbraun, eingerollt, 0,2 — 0,5 mm br. Sporen länglich, 6 — 8 x 1,5 — 2 f(. Paraphysen oben 1,5 /' br. Aul dürren Kräuterstengeln, zerstreut. M. atrata (Pers.) Scheibe graubräunlich od. gelblichgrau, dunkler u. etwas ge- kerbt berandet, trocken gelb od. braunschwärzlich, 0,2 — 1 mm br. Ascomycetes. 157 Sporen länglich od. länglich keulig, 6 — 9 X 2—2,5 ,". Paraphysen oben 2 ,« br. Auf faulen Stengeln von Polygonumarten, zerstreut. M. polygoiii (Lasch) 10. Gattung: Niptera Fries. Wie Mollisia, aber die Sporen bei der Reife zweizeilig. Schlauch- porus J + 1. Auf Dikotyledonen. 2, Auf Halmen von Poa, Calamagrostis, bis ins Hochgebirge, selten. Scheibe schwach rötlichbraun, etwas berandet, bis 1 mm br. Sporen spindelf , 10 — 12 x 2 — 2,5 /< N. poae (Fuck.) 2 An Stengeln 3. Auf faulem Holz von Betula, Fagus, Quercus, zerstreut. Scheibe weißlich od. weißgelblich, zart berandet, 0,3 — 2 mm br. Sporen fast stäbchenf , stumpf, 10—15 X 2—3 n (Fig. 324.) N, ramealis Karst. 3. Scheibe blaß grauweiß, blasser berandet, 0,3 — 1,5 mm br. Sporen keulig od. länglich spindelf., 12 — 18 x 2 — 2,5 ,". Am Grunde fauler Stengel von Cirsium, Lappa, nicht häufig. N, carduorum (Eehm) Scheibe wäßrig grau, heller berandet, 0,2 — 1,3 mm br. Sporen länglich, 7 — 14 x 2 — 3 /'. An dürren Himbeerranken, selten. N. dilutella (Fr.) 11. Gattung: Belonidium Mont. et Dur. Fk. wie bei Mollisia, nur die Sporen quer 4 zellig. Die meisten Arten sehr selten. Scheibe blaßgrau, bis weißgelblich, 0,3 — 1,5 mm br. Sporen zuletzt 4 zellig, 22 — 25 x 5 — 7,". An dürren Halmen von Scirpus lacustris u. Phragmites, selten. B. laeustre (Fr.) 4. Familie: Helotiaceae. Fk. oberflächlich von Anfang an, selten hervorbrechend, bis- xveilen aus einem Sklerotium entstehend, sitzend od. gestielt, bis- weilen auf einer Hyphenunterlage stehend, wachsartig od. häutig, seltner gallertig. Scheibe zuletzt stets krug- od. flach schüsself. Schläuche 8 sporig. Sporen verschieden. Paraphysen fädig, meist oben verbreitert; kein Epithecium bildend. Gehäuse aus dünnen, hellfarbigen, parapleetenchymatisch verbundenen Zellen bestehend. Bestimmungstabelle der Gattungen. A.Fk. gallertig, knorpelig, trocken hornartig. a) Sporen einzellig, kleine Formen. I. Scheibe am Rand gezackt. Auf Equisetum. 1. Stamiiaria. 168 Eumycetes. IT. Scheibe glatt, tum. Nicht auf Equise- b) Sporen zuletzt mehrzellig, große Pilze. B. Fk. wachsartig, fleischig, dick od. häutig, trocken nie hornartig. a) Fk. fleischig-wachsartig, frisch zer- brechlich, trocken lederartig u. sich nicht zusammenschließend, meist groß. 2. Ombrophila 3. Coryne. 1. Fk. nicht aus entspringend. einem Sklerotium 1. Fk. außen filzig behaart. 2 Fk. außen kahl. a) Substrat auffällig grün ver- färbt. ß) S abstrat nicht grün ver- färbt. § Sporen einzellig. §§ Sporen quer mehrzellig. II. Fk. auf einem Sklerotium ent- springend, b) Fk. wachsartig, zähe od. häutig, meist nur klein. I. Fk. außen behaart. 1. Fk. auf einem ausgebreiteten Hyphengewebe sitzend. cc) Sporen einzellig. ß) Sporen quer mehrzellig. 2. Fk. ohne ausgebreitetes Hy- phengewebe. cc) Sporen kuglig. ß) Sporen ellipsoidisch od. läng- lich. § Scheibe mit schwarzen Haaren besetzt. §§ Scheibe am Kande kahl od. wenigstens nicht schwarzborstig. * Paraphysen an der Spitze stumpf. f Gehäuse, dünn, zart. Sporen meist nur ein- zellig, seltner zuletzt zweizeilig. tt Grehäuse dick, derb. Sporen zuletzt stets zweizeilig. 4. Sarcoscypha. 5. Chlorosplenium, 6. Cihoria. 7. Rntstroemia. 8. Sclerotinia. 9. Eriopeziza. 10. Arachnopeziza. 11. Lachnellula. 12. Desmazierella- 13. Dasyscypha. 14. Lachnella. Ascomycetes. 169 ** Paraphysen an der Spitze ianzettlicli. t Sporen nur einzellig. 15. Lachnum. tt Sporen zuletzt quer mehrzellig. 16. Erinella. IT. Fk. außen kahl. 1. Sporen kuglig. 17. Pitya, 2. Sporen ellipsoidisch bis spindelf. a) Sporen nur einzellig (nur bei 18 zuletzt oft zweizeilig). § Scheibe am Eande ge- zähnt. 18. Cyathicula. §§ Scheibe am Rande glatt. 19. Hymenoscypha. ß) Sporen zuletzt quer mehr- zellig. § Fk. nur sitzend. 20. Belonium. §§ Fk. deutlich gestielt od. am Grunde wenigstens stielartig zusammenge- zogen. * Gehäuse häutig, dünn. Stiel kurz u. zart. 21. Belonioscypha. ** Gehäuse dick. Stiel dick 22. Helotium. 3. Sporen fädig. o) Fk. gestielt. 23. Gorgoniceps. ß) Fk. sitzend. 24. Poeillum. 1. Gattung: Stamnaria Fuckel. Fk. zuerst eingesenkt, meist in Büscheln vorbrechend. Scheibe krug-, dann schüsself., zackig berandet, orange od. r: rot. Sporen länglich, einzellig, hyalin. Schlauchporus J +• Scheibe bis 1 mm br. Sporen 1,! — 20 X 5 — 7 ,«. An faulenden Halmen von Equisttum auf feuchten Stellen, nicht selten. (Fig 325.) E. equiseti (Hotfm.) 'Z. Gattung: Ombrophila Fries Fk. einzeln od. gesellig, oberJächlich, mit dickem, ~ langem Stiel, gallertig, trocken hornartig, auffällig gefärbt. Sporen ellipso- idisch, einzellig, hyalin. 1. Scheibe violett od. purpurn 2. Sclieibe weil lieh od. blaß bräunlich. 3. 2. Scheibe purpurn od. blaß violett, 0,4 — 10 mm br. Stiel 4 — 15 mm lg. Sporen 10 — 12 x 3 — 4 ,w. Schlauchspitze J — . Auf faulem Holz, Ästen, Blättern an sumpfigen Stellen, zerstreut. (Fig. 326.) 0. clavus (Alb. et Schw.) 1 70 Eumycetes. Scheibe lila od. blaß violett, 1 — 2 mm br., ungestielt. Sporen 8 — 12 X 4 — 6 M' Schlauchspitze J — . Auf Ästen u. Stümpfen von Eichen u. Kiefern, nicht häufig. 0. lilacina (Wulf.) 3. Scheibe weißlich od. weißgrau, 1 — 4 mm br. Stiel bis 1,5 mm lg. Sporen 7 — 12 x 3 — 5 /<. Schlauchspitze meist J +. Auf faulen Blättern u. Ästchen in feuchten Wäldern, nicht häufig. 0. umbonata (Pers.) Scheibe blaßbräunlich, 2 — 4 mm br. Stiel 2 — 4 mm lg. Sporen 6 — 9 X 3,5 — 4,". Schlauchspitze J +. An faulenden Früchten von Alnus, selten. 0. Baeiimleri Rehm 3. Gattung: Coryiie Tulasne. Fk. gesellig, büschelig gehäuft, oberflächlich, zuerst kuglig ge- schlossen, dann rundlich sich öffnend, gestielt, gallertig, trocken hornartig. Scheibe krug- bis tief schüsself., Sporen spindelf., 2 bis 4 zellig, hyalin. Schlau chporus J +. Fk. bis 1,5 cm hoch, fleisch- od. violettrot wie die Scheibe. Da- neben stielartige, gleich gefärbte, oft verzweigte Konidienkeulchen. Auf dem Hirnschnitt von Buchen- u. Eichenstümpfen, an feucht - liegenden Ästen bis ins Hochgebirge, überall nicht selten. (Fig. 327.) C. sarcoides (Jacq.) 4. Gattung: Sarcoscypha Fries. Fk. meist büschelig zusammenstehend, n gestielt, außen fein zottig. Scheibe zuletzt schüsself. Sporen ellipsoidisch od. länglich, hyalin, glatt. Fk. meist einzeln, schmutzig rötlich weiß. Stiel bis 3 cm lg.. z. T. in der Erde eingesenkt. Scheibe zinnober- od. scharlachrot, zuletzt wellig od. eingerissen berandet, 1 — 5 cm br. Sporen 30 — 40 x 12 — 15 /ii. Auf faulenden, in der Erde liegenden Lbästchen, zer- streut. (Fig. 328.) S. cocciuea (Jacq.) Fk. büschelig, weißzottig, rötlich. Stiel 2 — 4 cm lg., z. T. in der Erde. Scheibe scharlachrot, am Rande eingerissen, bis 1 cm br. Sporen 36 — 40 x 15 — 17 /'. Auf feuchter Walderde. F. Seltner als vor. S. protracta (Fr.) 5. Gattung: Chlorospleiiium Fries. Fk gesellig, wenig gestielt, fast sitzend, wachsartig, spangrün. Scheibe schüsself., Sporen länglich, ein. ellig, hyalin. Schlauch- porus J +. Auf spangrün verfärbten Holzflecken sitzend, diese Flecken häufig, Fk. selten. Sporen 6 — 8 x 1,5 — 2 /<. Auf dicken, entrindeten Lbästen, zer- streut. C. aerug'iiiascens (Xyl.) Sporen 10—14 x 2,5—3,5,". Ebenda. {Fig. 329.) C. aeru§inosiim (Oed.) Ascomycetes. 171 6. Gattung: Ciboria Fiickel. Fk. meist einzeln, groß, außen glatt, lg. u. zart gestielt. Scheibe tricliter-, später schüssell:. Sporen ellipsoidisch, einzellig, hyalin. Schlauchporus J -[-. Äußerlich wie Sclerotinia aber nicht aus einem Sklerotium hervorkommend. Fk. umbra- bis kastanienbraun. Stiel bis 3 cm lg. Scheibe etwas dunkler, 0,5 — 1,5 cm br. Sporen 6 — 7,5 x 3 — 3,5«. Auf faulenden Zapfen von Abies im Gebirge. C. riifofusca (Weberb.) Fk. gesellig, bräunlich, Stiel 1 — 4 cm lg. Scheibe blaßbräunlich, 4 — 10 mm br. Sporen 9 — 12 X 4,5 — 5,5 /*. Auf faulenden Kätzchen von Alnus u. Salix, sehr zerstreut. C. ainentacea (Balb.) .Fk. blaßbräunlich, Stiel 2 — 8 mm lg. Scheibe umbrabraun, 2 — 8 mm br. Sporen 9 — 10 X 5 — 6 ^m. Auf faulenden Kätzchen von Populus tremula u. alba, selten. C. caucus (Rebent.) 7. Gattung: Rutstroemia Karsten. Wie vor. Gattung, Stiel gewöhnlich im Boden eingesenkt. Sporen länglich, 2 — 4 zellig, hyalin. Schlauchporus J +. Fk. hellbraun, Stiel 3 — 12 mm lg., Scheibe kastanienbraun, 2 — 10 mm br. Auf faulenden, im Boden liegenden Ästchen u. Früch- ten von Eichen, Birken, Erlen, bis in die Alpen, sehr zerstreut. (Fig. 330.) R. firma (Pers.) Fk. oft gesellig, ockergelb, feinfasrig längsstreifig. Stiel 1 — 5 mm lg. Scheibe braun, 2 — 8 mm br. Sporen 15 — 18 X 7 — 9 ,". Auf im Boden liegenden Ästchen von Fagus u. Carpinus, selten. K. bolaris (Batsch) Fk. + olivengrün, oft schwärzlich streifig. Stiel 1 — 3 mm lg. Scheibe dunkel olivgrün, 2 — 7 mm br. Sporen 14 — 18:^<5 — 7.". Auf abgefallenen Ästchen von Abies. selten. R. elatina (Alb. et Schw.). 8. Gattung: Sclerotinia Fuckel. Fk. wie Ciboria, Stiel meist lg., oft unten dicht haarig, stets aus einem Sklerotium hervorkommend, das durch Umbildung von Früchten, Stengeln usw. erzeugt wird. Sporen ellipsoidisch bis läng- lich, einzellig, hyalin, oft 4 größere und 4 kleinere im Schlauch. Schlauchspitze J -]-. — Von mehreren trucht bewohnenden Arten sind Konidien bekannt, welche im F. die jungen Blätter b&fallen u. auf kurzen Trägern reihenweise entstehen. Die Sklerotien machen eine Ruheperiode im Winter durch u. keimen im F. zu einem od. mehreren Fk. aus. 1. Früchte von Ericaceen zu Sklerotien umbildend. 2. Nicht auf Ericaceen. 3. 2. Auf Yaccinium vitis idaea, besonders im Gebirge, nicht selten. (Fig. 331.) S. urnula (Weinm.) Auf Yaccinium oxycoccus, zerstreut. S. oxycocci Woron. 172 Eumycetes. Auf Vaccinium myrtillus, häufig. (Fig. 332.) S. baccarum (Scliroet.) Auf Vaccinium uliginosum, zerstreut. S. megalospora Woron. Auf Kliododendronfrüchten, in den Alpen. S. rhododeiidri Fisch. 3. Auf Früchten von Rosaceen. 4. Nicht auf Rosaceen. 5. 4. Auf Früchten von Prunus cerasus, selten. S. cerasi Woron. Auf Früchten von Pirus communis u. malus, zerstreut. S. fructigena Schroet. Auf Früchten von Prunus padus, selten. S. padi Woron. Auf Früchten von Sorbus aucuparia, selten. S. aucupariae Woron. 5. Auf Früchten. 6. Nicht auf Früchten, sondern Wurzeln od. Stengeln usw. 7. 6. Auf Eicheln, selten. S. pseudotuberosa Rehm Auf Alnusfrüchten, selten. S. alni Maul 7. Auf Rhizomen von Anemone nemorosa, zerstreut. S. tuberosa (Hedw.) Auf Wurzeln von Brassica, Raphanus, Beta usw.. nicht selten. S. Libertiaiia Fuck. Auf faulenden Weinblättern, häufig. S. Fuckeliaua (de By.) Auf kultivierten Kleearten, zerstreut S. ciborioides (Hoffm.) Auf jungen Blättern von Galant hus nivalis, selten. S. galanthi v. Keissl. Auf faulenden Halmen von Carex stricta, selten. S. Durieuana (Tul.) 9. Gattung: Eriopeziza Saccardo. Fk. gesellig, auf einem dichten, filzigen Gewebe sitzend, außen filzig, wachsartig. Scheiben schüsself., zart weißhaarig berandet. Sporen länglich, hyalin, einzellig. Schlauchporus J +. Scheibe 0,15 — 0,3 mm br. bläulichgrau, trocken schwärzlich, verbogen. Sporen 5 — 6 /<. Auf faulem Eichenholz im Westen des Gebietes, zerstreut. (Fig. 333.) E. caesia (Pers.) 10. Gattung: Arachnopeziza Fuckel. Fk. gesellig, auf zartem, weißem Hyphenfilz sitzend, außen mit goldgelbem Filz, Scheibe schüsself., mit etwas eingebogenem Rand. Sporen länglich, reif 2 — 4 zellig. Schlauchporus J +. Scheibe gelblich, trocken rot- od. goldgelb, 0,3 — 2,5 mm br. Sporen 15 — 20 x 4 — 5 /^. An faulenden Blättern, Ästchen, Früchten von Quercus u. Fagus, zerstreut. (Fig. 334.) A. aurelia (Pers.) Ascomycetes. 173 3J^. 315. 316. 317. 3/S. 3/9. 174 Eumycetes. 11. Gattung: Lachucllula Karsten. Fk gesellig, her vor brechend, sehr kurz gestielt, außen weiß- filzig. Scheibe orangefarben. Sporen + kuglig, hyalin. Schlauch- porus J + Stiel 1 mm lg. Scheibe bis 4 mm br. Sporen 4 — 6 |W im Durchm. An dürren Ästen von Larix, Pinus cembra u pumilio in den Hoch- alpen, nicht selten (Fig 335). L. chrysophthalma (Pers.) 12. Gattung: Desmazierella Libert. Fk. sitzend, schwarz, mit starren braunen Haarßn bedeckt, am Grunde mit zahlreicheren, welligen Haaren. Scheibe gelbbraun, lg. u. zerstreut behaart, besonders am Rande. Sporen ellipsoidisch, hyalin. Paraphysen oben dunkel gefärbt, weit die Scheibe als Haare überragend. Scheibe bis 5 mm br. Sporen 18 — 20 x 9 — 10 /^. An faidenden Kiefernnadeln, selten. D. acieola Lib. 13. Gattung: Dasyscypha Fries. Fk. sitzend od. etwas gestielt, meist von Anfang an oberflächlich, außen mit dichten, hyalinen od. gefärbten Haaren bedeckt. Scheibe flach, zart berandet. Sporen ellipsoidisch, stumpf od. spitz, hyalin, meist einzellig, selten zuletzt zweizeilig. Schlauchporus J +. 1. Auf Koniferen. 2. Nicht auf Koniferen. 4. 2. Äußere Haare des Fk. hyalin, kurz gestielt. 3. Fk. außen mit gelblichen bis gelbbräunlichen Haaren, sitzend. Scheibe weiß od. weißgelb, bis 1 mm br. Sporen spindelf., 5 bis 8 X 1,5 — 5 /'. Auf faulen Kiefernnadeln, sehr zerstreut. D. pulverulenta (Lib.) 3. Fk. meist einzeln, hervorbrechend, weißfilzig, Stiel bis 1 mm lg. Scheibe orangegelb od. -rot, 1 — 4 mm br. Sporen länglich, spindelf., od. keulig, 16 — 25 X 6 — 8 //. An Lärchenästen bis ins Hochge- birge, häufig. (Fig. 336.) D. Willkommii Hart. Fk. wie bei vor. Art. Scheibe nur bis 2,5 mm br. Sporen 5 bis 7 X 2,5 — 3 fi. An Ästen von Abies, Larix, Pinus pumilio, seltner als vor. D. calieiformis (Willd.) 4 Fk. meist einzeln, sitzend, mit braunen Haaren besetzt, braun. Scheibe dunkelbraun, 0,2 — 0,4 mm br. Sporen spindelf. od. keulig, 6 — 9 X 1,5 — 2,5 in. An faulenden Wedelstielen von Pteridium, zerstreut. D. pteridis (Alb. et Schw.) Fk. gehäuft auf geschwärzten Flecken, sehr kurz gestielt, gelb- od. dunkelbraun, braungelb behaart. Scheibe gelb, 1 — 2 mm br. Sporen 5 — 6 X 2,5 — 3/^. Auf faulendem Holz von Eichen, Buchen, Erlen, Pappeln, usw. bis ins Hochgebirge, zerstreut. D. eerina (Per>;.) Ascomycetes. 175 14. Gattung: Lachuella Fries. Fk. sitzend, außen gefärbt, behaart, Gehäuse dick. Scheibe flach, zart berandet. Sporen spindelf., spitz od stumpflich, hyailin, zuletzt stets zweizeilig Äußerlich sonst wie Dasyscypha. Schlauch- porus J +. Fk. meist gesellig, hell- bis dunkelrot, zottig von bräunlichen Haaren. Scheibe hell- bis braunrot, 0,7 — 2,5 mmbr. Sporen 14 bis 16 X 2,5 — 3,5 /^. An entrindeten Ästen von Ligustrum, Fraxinus, Carpinus, selten. (Fig. 337.) L. flammea (Alb. et Schw.) Fk. gesellig, außen weißlich od. gelblichrötlich, filzig braunhaarig. Scheibe rötlich od. gelbbräunlich, bis 0,7 mm br. Sporen 15 bis 18 X 3,5 — 4 ,". An Einde von Populus, zerstreut. (Fig. 338.) L. corticalis (Pers.) Fk. gesellig, bräunlich, rostbraun filzig. Scheibe blaß, 1 — 1,5 mm br. Sporen verlängert -keulig, 9 — 12 x 2,5 /< An dürren Ästen von Lonicera-Arten, seltener Clematis u. Cynanchum, besonders im Mittel- gebirge, zerstreut L. barbata (Kze.) 15. Gattung: Lachnum Retz. Fk. äußerlich wie bei Dasyscypha. Sporen einzellig, hyalin, selten zuletzt zweizeilig. Paraphysen die Schläuche überragend, lanzettf. zugespitzt. Schlauchporus J +• 1. Haare des Fk. farblos. 2. Haare des Fk. gefärbt. 7. 2. Fk. ^ gestielt. a. Fk. sitze. id, weißlich, zottig. Scheibe weißlich od. gelblich, 0,5 — 1,5 mm br. Sporen 9 — 17 x 1,5 — 2,". Auf faulenden Sten- geln von Senecio, Adenostylis, Eupatorium, Sambucus ebulus usw., selten. L. moUissimum (Lasch) 3. An Ästen u. Holz (seltner Früchten). 4. An Blättern u. Stengeln. 5. 4- Fk. herdig, gelbweißlich, dicht weißfilzig, Stiel 0,5 mm lg. Scheibe gelb od. rötlich, 0,5 — 2 mm br., trocken etwas dunkler. Sporen 6 — 10 X 1,5 — 2 ,«. An dürren Eichenästen, seltner an Buchen u. Crataegus, sowie deren Fruchthüllen, zerstreut. (Fig. 339.) L. bicolor (Bull.) Fk. gehäuft, frisch wie Tau glänzend, außen gelblichweiß bis goldgelb, mit farblosen glänzenden Haaren, Stiel 0,5 — 1 mm lg. Scheibe gelblich, bis 1 mm br. Sporen 6 — 10 X 1,5 — 2,5 ,«. Auf faulenden, entrindeten Eichenästen, selten. L. cristallinum (Fuck.) Fk. einzeln od. gesellig, zart elfenbeinweiß, farblos flaumig, Stiel 0,3 — 3 mm lg. Scheibe etwas gefärbt, seltner gelblich, bis 1 mm br. Sporen 6 — 10 x 1,5 — 2,5 /f<. Auf Ästen von Lb. im feuchte. 1 Laube, besonders auf Bucheckern in feuchten Wäldern, häufig. L. virgineum (Batsch) 5. Auf Blättern. 6. 176 Eumycetes. Fk. herdig, schneeweiß, angedrückt feinzottig. Stiel bis 0,5 mm lg. Scheibe weiß od. schwach gelblich, bis 1 mm br. Sporen 6 bis 8 X 1 — 1,5 /<. An dürren Rubusstengeln, von Dentaria bulbiiera, Adenostylis im Vorgebirge bis in die Alpen, zerstreut. L, niveum (Hedw. f.) 6. Fk. meist einzeln, durchscheinend weißlich, fein weiß -flaumig, Stiel bis 0,5 mm lg. Scheibe rötlich od. gelblich, bis 0,2 mm br. Sporen 4 — 5 X 1,5 /^ Auf faulenden Blättern von Eichen, Linden, Acer usw., zerstreut. L. echinulatum Rehm Fk. meist gesellig, durchsichtig weiß od. gelblich, spärlich be- haart, Stiel bis 0,5 mm lg. Scheibe gelblich, bis 0,5 mm. br. Sporen 15 — 20 x 2,5 — 3 /'. Auf faulenden Blättern von Quercus u. Castanea, sehr zerstreut. (Fig. 340.) L. ciliare (Schrad.) 7. Fk. sitzend. 8. Fk gestielt. 11. 8. An Kräuter st engein. 9. Fk. einzeln od. gesellig, olivenbraun, zottig von gelben Haaren. Scheibe schwefelgelb, 2 — 4 mm br. Sporen 9 — 12 X 2 — 2.5 (^. Auf faulen entrindeten Ästen u. Holz von Ulmus campestris. selten. L. flavofuliglneum (Alb. et Schw.) 9. Scheibe frisch weißlich od. rötlich. 10. Fk. gesellig, kastanienbraun, braunzottig. Scheibe blaßgelb- lich 3 — 0,8 mm br. Sporen 6 — 12 X 1,5 — 2,". An dürren Stengeln von Polygonatum multiflorum u. verticillatum, zerstreut. L. nidiilus (Schm. et Kze.) 10. Fk. meist gesellig, schwefel- od blaßgelb, gelblich-zottig Scheibe 0,5 — 2 mm br Sporen 10 — 18 X 1,5 — 2,5//. An faulenden Stengeln größerer Kräuter, zerstreut. L. leucophaeum (Pers.) Fk. zerstreut, schwefelgelb, trocken bräunlich, mit gelben od. gelbbraunen Haaren. Scheibe 0,5 — 1,5 mm br. Sporen 8 bis 10 X 1,5 — 2 /<. Auf faulenden Kräuterstengeln in der Ebene. L. sulfureum (Pers.) 11. An Blättern u. Ranken. 12. i • An Grashalmen. 13. 12. Fk. meist einzeln, dunkelbraun, braunfilzig. Stiel bis 0,5 mm lg. Scheibe graugelblich, 0,3 — 1 mm br., trocken etwas dunkler. Sporen 7 — 10 X 1,5 — 2,5 /^. An faulenden Blättern von Eichen, Rot- u. Hainbuchen, nicht häufig. L. fusceseens (Pers.) Fk. herdig, grau- od. gelbbraun, braunfilzig, Stiel bis 0,5 mm lg. Scheibe blaß, 0,3 — 1 mm br. An dürren Himbeerranken, sehr zerstreut. L. elandestinum (Bull.) 13. Fk. einzeln od. gesellig, rosa od. gelbrötlich, mit schwach gelb- lichen Haaren, Stiel bis 0,3 mm lg. Scheibe rot od. purpurn, 0,5 — 1,2 mm br. Sporen 6 — 10 X 1,5 — 2,5 /^ An dürren Halmen von Phragraites, Holcus, an Stroh, sehr zerstreut. L. eontroversiim (Cooke) Asc omycetes. 177 Fk. einzeln od. gesellig, schwach gelbbräiinlich, kleiig-filzig durch braune Härchen, Stiel bis 0,5 mm lg. Scheibe blaß, 0,5 — 1 mm br. Sporen 8 — 12 x 1,5 — 2 ,« Auf faulenden Grashalmen z. B. Seeale, Elymus, auch von Juncus, sehr zerstreut. L. patens (Fr.) 16. Gattung: Eriuella Saccardo. Fk. meist herdig, fast sitzend, außen behaart. Scheibe schwach bräunlich od. rosa. Sporen 4 — 8 zellig, fädig, hyalin. Paraphysen lanzettt., die Schläuche überragend. Fk. weißlich, gelblich od. rötlich, Haare oben hyalin, unten gelblich. Scheibe 0,2 — 1 mm br. Sporen 35 — 45 x 1,5 //. An dürren Halmen von Juncus, zerstreut. (Fig. 341.) E. juiicicola (Fuck.) 17. Gattung: Pitya Fuckel. Fk. gesellig, sehr kurz gestielt, flockig -weißlich. Sporen kuglig, glatt, hyalin. Paraphysen oben etwas verbreitert. Fk. weiß, ilockig. Stiel oft 0,5 — 1,5 mm lg. od. fast fehlend. Scheibe orangerot od. goldgelb, 2 — 20 mm br. Sporen 2 «im Durchm. An trockenen Ästchen od. Nd von Picea u. Abies im Gebirge, zerstreut. (Fig. 342.) P. vulffaris Fuck. 18. Gattung: Cyathicula de Xotaris. Fk. meist zerstreut, gestielt, glatt. Scheibe zuletzt flach, am Eande mit regelmäßigen, borstigen Zähnchen. Sporen länglich, zuletzt zweizeilig, hyalin. Paraphysen fädig. Schlauchporus J — . Fk. weißlich bis gelblich, Stiel 1 — 6 mm lg. Scheibe schwach rosa, 0,5 — 3 mm br. Sporen 15 — 18 x 3 — 4,5,". An dürren PÜanzen- stengeln (Urtica, Clematis, Heracleum, Lappa, Adenostylis, Cirsium, Rudbeckia), bis ins Hochgebirge, zerstreut. (Fig. 343.) C. coronata (Bull.) 19. Gattung: Hymenoscypha Fries. Fk. sitzend od. gestielt, glatt od. flaumig behaart, wachsartig häutig, mit dünnem Gehäuse. Scheibe krug- endlich schüsself., am Rande zart feinfaserig. Sporen ellipsoidisch, stumpf od. spitz, ein- zellig, hyalin. Paraphysen fädig, kaum verbreitert. — Die Gattung umfaßt in der hier angenommenen Umgrenzung über 100 meist seltene Arten de-, Gebietes, von denen nur die häufigsten aufgenom- men werden können. Vo i dem äußerlich ganz gleich aussehenden Helotium durch die einzelligen Sporen getrennt. 1. Fk. sitzend ganz ohne Stiel (Unterg. Pezizella). 2. Fk. mit Stiel (Unterg. Phialea). 5. 2 Nicht auf Farnen. Schlauchporus J +. 3. Fk. weißlich od. weißgelblich. Scheibe gelblichweiß; bis 4 mm br. Sporen 5 — 9 X 1 5 — 2 ,« Schlauchporus meist J — . Auf Lindau, Kryptogamenflora II, 1. 2. Aufl. 12 178 Eumycetes. Wedeln von Aspidium filix femina u. spinulosum u. Pteridium, selten. H. aspidiioola (Berk. et Br.) 3. Scheibe trocken weiß, höchstens schwach gelblich od. rosa. 4. Fk. weißgelblich. Scheibe ebenso, trocken aber dottergelb, weiß berandet 2 — 0,8 mm br. Sporen 6 — 9 X 2,5 //. Auf faulen- den Lindenblättern, selten. H. punctiformis (Grev.) 4. Fk. wasserhell. Scheibe frisch ebenso, bis 0,5 mm br. Sporen 6 — 10 X 2 — 2,5 A^. Auf faulem Holz von Lb., seltner Nd., zer- streut. (Fig 344 ) H. hyalina (Pers.) Fk. durchscheinend weiß. Scheibe ebenso, bis 0,4 mm br. Sporen 6 — 8 X 2 — 3 /<. An faulenden Stengeln u. Blättern von Epilobium angustifolium u. hirsutum, selten. H. punctoidea (Karst.) 5. Auf Koniferen. 6. Auf Gramineen. ^ 7. Auf Dikotyledonen. 8. 6. Fk. weißlich, feinflaumig, Stiel bis 8 mm lg. Scheibe gelblichweiß, 0,15 — 0,25 mm br. Sporen 4 — 7 X 1,5 — 2,5 ft. Schlauchporus J +. Auf faulenden Koniferennd., zerstreut. H. acuum (Alb. et Schw.) Fk. gehäuft auf schwärzlichen Flecken, bräunlich. Stiel 0,4 mm lg. Scheibe bräunlich, trocken dunkler, 0,3 — 0,5 mm br. Sporen 8 — 12 X 1,5 — 2 f^. Schlauchporus J +• Auf Zapfen von Picea, seltner Pinus silvestris, zerstreut. H. strobilina (Fr.) 7. Fk. einzeln od. gesellig, bräunlichweiß. Stiel 0,3 — 0,8 mm lg. Scheibe bräunlich, am Eande zart gestreift u. weißlich bestäubt, 0,2 — 0,7mmbr. Sporen 6 — 9 X 1,5 — 2 fi. Schlauchporus schwach J +. Auf faulenden Grashalmen, Getreidestoppeln, bis ins Hoch- gebirge. H. cnlmicola (Desm.) Fk. meist einzeln, dick u. kurz gestielt, br. unrötlich. Scheibe blaß rosa, trocken schwarzbraun, 0,2 1 mm br. Sporen 7 bis 10 X 2,5 — 3 fi. Schlauchporus J +. Auf dürren Grashalmen z. B. von Stipa, Phleum u. a., zerstreut. H. stipae (Fuck.) 8. An Stengeln von Kräutern, namentlich größeren. 9. Fk. gesellig, weißlich bis grau. Stiel hell bräunlich, bis 0,5 mm lg. Sporen 7 — 10 x 3 — 4 fi. Schlauchporus J +. An faulenden weibl. Kätzchen von Salix caprea u. Populus tremula. F. Sehr zerstreut. H. amenti (Batsch) 9. Fk. gesellig od. einzeln, blaß weißlich, seltner gelblich od. schwach rötlich, Stiel bis 1,5 mm lg. Scheibe gelblich od. rötlich, zart be- randet, 0,5 — 2 mm br. Sporen 5 — 11 X 1,5 — 2 /u. Schlauch- porus schwach J +. Auf dürren od. faulenden Stengeln von allen möglichen Kräutern, häufig bis ins Hochgebirge. (Fig. 345.) H. cyathoidea (Bull.) Fk. gesellig, blaß weißlich od. gelblich, oben senkrecht fein dichtstreifig. Stiel blasser, bis 1 mm lg. Scheibe gelblich od. röt- lich, 0,3 — 0,5 mm br. Sporen 7 — 9 X 1,5 — 2 ft. Schlauchporus Ascomj'cetes. 179 kaum J -f. Auf Stengeln von Urtica, seltner von Umbelliferen od. Kompositen, viel seltner als vor. H. urticae (Pers.) 20. Gattung : Beloniiim Saccardo. Fk. sitzend, glatt, außen bestäubt od. feinflaumig. Scheibe flacli, wachsartig. Sporen 4 zellig, hyalin. Schlauchporus J +. Fk. gesellig, gelbbräunlich od. graugelb. Scheibe weißlich, grau bis gelblich, 0,3 — 1,2 mm br. Sporen fädig od. nadelf., 18 — 21 x 1,5 .". Auf faulenden Kiefernnadeln im Westen des Gebietes. B. piiieti (Bat seh) 21. Gattung: Belonioscypha Eehm. .Fk. einzeln od. gesellig, kurz u. dick gestielt, außen glatt, trocken fein bestäubt. Sporen zylindrisch od. keulig, 4 zellig, hyalin. Fk. gelblich od. rötlichweiß, Stiel bis 1 mm lg., trocken weiß- grünlich, bestäubt u. nach dem Eand fein längsstreifig. Scheibe blaß bis rötlich, bis 1,2 mm br. Sporen mit Schleimhülle umgeben, 21 bis 40 X 4 — o ,". An dürren aufrechten Grashalmen z. B. Molinia, Seeale, Festuca, selten. (Fig. 346.) B. vexata (de i^ot.) 22. Gattung: Helotium Fries. Fk. einzeln od. gesellig, hervorbrechend, seltner von Anfang an oberflächlich sitzend, z: gestielt, glatt od. feinflaumig, wachsartig, trocken verbogen. Scheibe flach, zart berandet. Sporen ellipsoidisch, stumpf od. spitz, zuerst ein- dann zwei- oder seltner vierzellig, hyalin. Paraphysen wenig verbreitert. — Über 30Arten im Gebiet, die meisten davon selten u. lokalisiert. 1. Fk. meist gehäuft, kurz gestielt. Scheibe sehr bald flacli. Sporen länglich, gerade, einzellig, selten später zweizeilig. 2. Fk. einzeln od. büschelig, fast stets lg. u. dick gestielt, Scheibe meist lange krugf., dann flach. Sporen keulig od. spindelf., oft gebogen, einzellig, später 2 — 4 zellig. 3. 2. Fk. gesellig, bisweilen zusammenfließend, oft unterrindig ent- stehend u. die Rinde abhebend od. auf nacktem Holz von Anfang an oberflächlich, weißlich, sehr kurz gestielt. Scheibe zitronen- od. bernsteingelb. 0,5 — 3 mm br., trocken meist goldgelb. Sporen länglich, stumpf, 9 — 14 X 3 — 4 «. selten zweizeilig. Schlauchporus kaum J -L. Auf faulen Ästen u. Holz von Lb., besonders Fagus, nicht selten. (Fig. 347.) H. citrlnum (Hedw.) Fk. herdig sehr kurz gestielt, weißlich bis gelblich. Scheibe blaß- od. oraugegelb, 0,3 — 3 mm br. Sporen 10 — 15 X 2 — 3/«, zuletzt zweizeilig. Schlauchporus meist J +. Auf faulenden Stengeln größerer Kräuter, Urtica, Eupatorium, Sambucus ebulus, Erigeron, Salvia, Cynanchum, Dahlia usw., bis ins Hochgebirge, zerstreut. (Fig. 348 ) H. herbarum (Pers.) 3. Auf Ästen von Bäumen (auch Fruchthiillen u. Zapfen). 4. Auf Stengeln u. Ranken von Kräutern. 5. 12* 180 Eumycetes, Auf faulenden Pappel- u. Buclienblättern. Fk zerstreut, weißlich od. gelblich, Stiel bis 0,8 mm lg. Scheibe ebenso gefärbt, trocken bis goldgelb, 0,3 — 1,2 mm br. Sporen keulig od. spindelf , abge- stumpft, zuletzt zweizeilig, 10 — 15 X 3 — 3,5,«. Selten. H. phyllophihim (Desm.) 4. Fk. gesellig, auf geschwärzten Flecken unterrindig sich entwickelnd u. dann hervorbrechend, gelblich od. gelbbräunlich. Stiel 1 — 10 mm lg. Scheibe lange krugL, gelbrötlich, 0,5 — 4 mm br. Sporen spindelf. od. keulig, 15 — 20 X 4—6," (selten etwas länger), zuletzt zweizeilig. Schlauchporus schwach J +. Aut: faulenden Ästchen von Alnus. Quercus, Fraxinus, Salix, Fruchthüllen von Eichen, Buchen, Haselnüssen, Kiefernzapfen, nicht selten. H. vireultorum (Vahl) Fk. gesellig hervorbrechend, gelbbräunlich. Stiel 0,5 — 2,5 mm lg., blasser. Scheibe 0,5 — 5 mm br., rost- od. gelbbräunlich. Sporen länglich spindelf., zuletzt zweizeilig, 15 — 20 x 4 — 5 f(. Schlauch- porus J — Auf faulen Asten von Alnus u Betula, selten. H. subleiiticulare Fries 5. Fk. gesellig, gelblichweiß, trocken bräunlich. Stiel 0,3 mm lg. Scheibe gelblichweiß, 0,2 — 1,2 mm br. Sporen spindelf., etw^as spitz, zuletzt meist 2 zellig, 15 — 20 X 4 //. Schlauchporus kaum J +. An dürren Hopfenranken, ziemlich selten. H. hnmuli (Lasch) Fk. herdig, meist auf schwärzlichen Flecken, gelblich bis bräun- lichgelb, Stiel 0,5 — 5 mm lg., am Grunde dunkler. Scheibe gelblich, 0,3 — 3 mm br. Sporen spindelf. od. keulig, zuletzt 2 — 4 zellig, 18 — 25 X 4 — 5 !^. Schlauchporus schwach J + Auf faulenden Stengeln von Artemisia, Cirsium, Rudbeckia, Oenothera, Ballota usw , zerstreut. (Fig. 349.) H. scutula (Pers.) 23. Gattung: Gorgoiiiceps Karsten. Fk. gesellig, sitzend, glatt, trocken, außen weiß bestäubt. Scheibe flach. Sporen stäbchenf., oft schwach keulig, zuletzt bis 16 zellig, hyalin. Schlauchporus J +• Fk. weißlich, Scheibe 0,2 — 0,5 mm br., ebenso gefärbt. Sporen 60 — 80 X 2,5 — 3 /'. In Eindenspalten am Grunde von Kiefern, seltner an Zapfen, selten. (Fig. 350.) B. aridula Karst. 24. Gattung: Pocilhim de "NTotaris. Fk. einzeln, kurz gestielt, becherf., glatt, blaßbraun. Sporen fädig, meist einzellig. Paraphysen oft verbreitert u. braun. Scheibe flach, blaßbraun, 0,2 — 0,7 mm br. Sporen 120 bis 140 X 1 ^<. Auf der Unterseite dürrer Blätter von Eichen, selten. F. Cesatii (Mont.) Ascomycetes. 181 5. Familie: Ascobolaceae. Fk. von Anfang an oberflächlich, sitzend, fleischig, zuerst ge- schlossen, dann die flache od. etwas gewölbte, zart borandete Scheibe entblößend. Gehäuse oft sehr dünn, kaum ausgebildet, sonst aber mit dem Hypothecium zusammen deutlich zellig. Schläuche bei der Reife sich streckend u. sich einzeln über die Scheibe erhebend, meist mit Deckel aufspringend. Sporen einzellig. Fast nur mist bewohnende kleine Pilze. Bestimmungstabelle der GattungeUc A. Sporen immer farblos. a) Schläuche 8 sporig. I. Fk. behaart. 1. Lasiobohis. IT. Fk. kahl. 2. Ascophanus. b) Schläuche vielsporig. I. Nur ein Schlauch im Fk. 3. Telebolus. II. Mehrere Schläuche im Fk. 4. Rhyparobius. B. Sporen violett od. braun. a) Sporen kuglig. 5. Boudiera. b) Sporen deutlich länglich. I. Sporen im Schlauch zu einem Bal- len verklebt. 6. Saccobolus. IT. Sporen frei unter sich. 7. AscoboJus. 1. Gattung: Lasiobohis Saccardo. Fk. außen mu starren, spitzen, hyalinen od. gelblichen Haaren besetzt. Schläuche mit Deckel sich öffnend. Sporen ellipsoidisch. Scheibe gclbbräunlich, 0,3 — 1 mm br. Fk. außen gelblich od. rötlich bis braungelb. Sporen 28 — 30 x 12 — 15 //. Auf Mist von Kühen, Pferden, ferner von Schafen, Rehen, Ziegen, Hirschen usw. bis in die Alpen, nicht selten. (Fig. 351.) L. equiniis (Müll.) Scheibe gelbrot, 0,5 — 2 mm br. Fk. außen ebenso. Sporen 24 — 27 X 10 — 16 u. Auf Mist, faulenden Abfällen von Zuckerfabriken, zerstreut. L. pulcherrimus (Cr.) 2. Gattung: Ascophanus Boudier, Fk. kahl, weich, sonst wie vor. Gatt. ;Die meisten Arten sehr selten u. im Gebiet nur wenige Male gefunden. Die genannten Arten bläuen durch Jod ihre Schläuche. Scheibe weiß od. seltner gelblich, 2 — 3 mm br. Sporen glatt od. mit einzelnen Wärzchen besetzt, 32 — 36 x 14 — 16/<. Auf Mist von Kühen, Hirschen u anderen Pflanzenfressern, zerstreut. A. Holmskjoldii Hansen Scheibe gelb- od. bräunlichrot, meist feinfasrig berandet, 1 — 3 mm 182 Eumycetes. br. Sporen glatt, 15 — 20 X 9 — 10 /^. Auf Kot von Kühen, faulen- dem Papier, Geweben, Leder us^^., zerstreut. A. testaceus (Moug.) Scheibe rosa od. ileischrötlich, 0,5 — 2 mm br., kaum berandet. Sporen körnelig rauh, 15 — 21 X 9 — 12 //. Au!^ Mist von Kühen. Hasen, häufig. (Fig. 352.) A. eariieus (Pers.) 3. Gattung: Teleboliis Tode. Fk. kuglig od. eif., geschlossen, dann am Scheitel sich öffnend u. den gewöhnlich einzigen Schlauch hervortreten lassend. Sporen zahlreich im Schlauch, klein, sich in einem Klumpen entleerend. Fk. 0,3 — 0,4 mm groß. Sporen 5,8 — 7 X 3 — 3,5 //. Auf Kot von Pflanzenfressern, nicht selten. (Fig. 353.) T. stercoreus (Tode) 4. Gattung: Rhyparobius Boudier. Fk. wie bei Ascophanus. 'Schläuche vielsporig, zu mehreren im Fk. Sporen oft zu einem Klumpen im Schlauch vereinigt. 1. Schläuche J — . 2. Fk. schmutzigweiß bis grau violett. Scheibe etwas dunkler, 1 — 2 mm br Schläuche mit 32 verklebten, 25—30 x 12—15 ,w großen Sporen, J +• Auf Mist von Kühen u. Pferden, zerstreut. (Fig. 354.) R. Pelletieri (Cr.) 2. Scheibe nicht rot. 3. Fk. u. Scheibe fleisch- od. rosenrot, 0,1 — 0,2 mm br. Schläuche mit sehr zahlreichen, 6x4^ großen Sporen. Auf Mist von Pferden, Kühen, Füchsen, Hunden, zerstreut. R. myriosporus (Cr.) 3. Schläuche mit mehr als 16 Sporen. 4. Fk. u. Scheibe weiß bis gelblich, 0,3 — 1 mm br. Schläuche mit 16 Sporen von 10 — 13 X 6 — 8/'. Besonders auf Kuhmist, selten. R. sexdecimsporus (Cr.) 4. Fk. u. Scheibe schmutzigweiß bis gelblich, 0,1 — 0,3 mm br. Schläuche mit 32 Sporen von 6x4^^. Auf Hundekot, zerstreut. R. caninus (Auersw.) Fk. hell ockergelb bis bräunlich, Scheibe heller, 0,1 mm br. Schläuche mit 64 Sporen von 6 — 9 X 4 — 4,5 n. Auf Hundekot u. Kuhmist bis in die Hochalpen, zerstreut. (Fig. 355.) R, crustaceus (Fuck.) 5. Gattung: Boudiera Cooke. Scheibe oft zuletzt gewölbt, meist unberandet, sonst wie Asco- bolus. Sporen kuglig, fein punktiert, zuletzt violett. Fk. u. Scheibe schmutzigbraun, 0,5 — 0,7 mm br. Sporen 12 bis 15 /< im Durchm. Aut altem Hunde- u. Fuchskot, selten. B. microscopica (Cr.) Ascomycetes. 183 6. Gattung: Saccobolus Boudier. Fk. wie bei Ascobolus. Sporen ellipsoidisch, glatt, durch Gallerte vereinigt u, einen Klumpen im Schlauch bildend, zuletzt violett. Schläuche J +• 1. Fk irgendwie gelb. 2. Fk schwach violett, durchscheinend, Scheibe 0,5 — 1,5 mm br. Sporen einseitig etwas abgeflacht, 15 — 18 X 6 — 8 /<. Auf Mist von Kühen, Kaninchen usw. bis in die AJpen, zerstreut. (Fig. 356.) S. violaseens Boud. 2. Fk. bernstein- od. goldgelb, Scheibe schwarz punktiert, 0,5 — 1 mm br. Sporen 20 — 25 x 9 — 12 /<. Auf ]Mist von Kühen, Hirschen, Ziegen, Schafen usw. bis in die Alpen, zerstreut. E. Kerverni (Cr.) Fk. weingelb, Scheibe meist blasser, 0,2 — 0,5 mm br. Sporen etwas ungleichseitig, violett, zuletzt braun, 12 — 15 x 6 — 8 (^. Auf Mist von Kühen, Schafen, Hasen, selten. S. depauperatus (Berk. et Br.) 7. Gattung: Ascobolus Persoon. Fk. kuglig od. birnf., glatt od. kleiig bestäubt, Scheibe flach, meist deutlich berandet, schwarz punktiert. Schläuche mit Deckel sich öffnend. Sporen ellipsoidisch od. spindelf., violett, zuletzt braun, glatt, parallel längsstreifig od. warzig, mit Gallerthof, getrennt von- einander. 1. Sporen nicht warzig verdickt 2. Fk. gesellig, außen kleiig -schuppig, bräunlich. Scheibe grünlich- gelb, 3 — 6 mm br. Sporen stumpf warzig, 18 — 22 X 12 — 14;«. Auf Brandstellen im Gebirge, selten. A. atrofuscus Phill. et Plowr. 2. Fk. außen kleiig bestäubt od. flaumig. 3. Fk. dicht gedrängt, außen glatt, gelblich od. bräunlich, trocken schwarzbraun, Scheibe 0,2 — 0,5 mm br. Sporen fein längsstreifig, 21 — 25 X 8 — 12 /<• Auf IVIist von Pflanzenfressern, häufig. A. g'laber Pers. 3. Fk. gesellig, gelb od. gelbbräunlich od. blaßgrünlich, am Rand u. außen weiß kleiig, Scheibe 0,5 — 5 mm br. Sporen zart längsstreifig, 21 — 30 X 11 — 14 /<, mit einseitiger Gallerthülle. Auf Kot von Pflanzenfressern, nicht selten. (Fig. 357.) A. stercorarius (Bull.) Fk. meist gesellig, wie eingesenkt scheinend u. hervorbrechend, bräunlich, etwas flaumig, Scheibe grünlich od. gelbgrün, 1 — 1, 5 mm br. Sporen glatt od. mit wenigen Längsstreifen, 45 — 70 X 25 — 40 ,«, mit bieitem Schleimhof. Auf Mist von Kühen, seltner von anderen Pflanzenfressern, zerstreut. (Fig. 358.) A. immersus Pers. 6. Familie: Pezizaceae. Fk. oberflächlich (selten in der Erde ± eingesenkt), sitzend od. gestielt, außen kahl od. behaart, fleischig, zuerst geschlossen, dann am 184 Eumycetes, Scheitel sich rund od. lappig öffnend u. die krug- od. schüsself. Scheibe entblößend. Gehäuse vollständig ausgebildet, ^v^ie das Hypothecium meist aus farblosen Zellen bestehend. Schläuche bei der Reife nicht über die Scheibe hervortretend. Schläuche mit Deckel od. Klaj^pe sich öffnend. Sporen hyalin, einzellig, Paraphysen oben meist keulig, oft mit gefärbten Öltröpfchen im Innern. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Sporen kuglig. a) Fk. außen behaart. I. Haare lang, spitz. Fk. lebhaft ge- färbt. II. Haare kurz, tein. Fk. dunkel ge- färbt. b) Fk. außen kahl. B. Sporen ellipsoidisch, meist stumpf, seltner spitz. a) Fk. außen mit langen, wolligen od. starren spitzen Haaren. I. Haare borstenf., lang. Fb. rund- lich aufreißend. II. Haare wollig. Fk. lappig auf- reißend, im Boden steckend. b) Fk. außen kahl od. höchstens kleiig od. flaumig. 1. Sphaerospora. 2. Pseudoplectania. 3. Plicariella. 4. Lachnea. 5. Sarcosphaera, 6. Tarzetta. 7. Plicaria. Fk. regelmäßig, rundlich auf- reißend. I. Fk. bei Verletzung nicht mil- chend od. höchstens eine farb- lose Flüssigkeit abscheidend. a) Schläuche J + § Fk. gestielt. §§ Fk. sitzend. b) Schläuche J — § Sporen glatt, seltner hök- kerig od. warzig. * Fk. mit ± langem S tiel, mindestens deutlich stiel - artig zusammengezogen. I Stiel kurz, dick, mit Leisten u. Vertiefun- gen versehen. tt Stiel kurz, dick, glatt. A Fk. becher- od. kelchf. bleibend. AA Fk. zuletzt ganz flach ausgebreitet. 10. Discina. 8. Acetabula. 9, Geopyxis. i\scomycetes. 185 ttt Stiel laug, dünn. Fk. außen völlig mehlig, rauh. 11. Macropodla. ** Fk, ganz ungestielt. 12, Hiimaria. §§ Sporen bei der Eeife mit netzf. Ve: dickungen. 13. Aleuria. 2. Fk. bei Ve letzung eine ge- färbte Flüssigkeit abscheidend. 14. Galaetinia. II. Fk. unregelmäßig halbiert ohrf. 15. Otidea. 1. Gattung: Sphaerospora Saccardo. Fk. sitzend, sich rundlich öffnend u. zuletzt flach ausgebreitet, außen mit einfachen, spitzen Haaren bedeckt. Sporen kugiig, warzig. Fk. außen gelbrötlich, braunbehaart. 3 — 8 mm br. Scheibe orange- od. scharlachrot. Sporen 18 — 20 /< im Durchm. Auf tonigem Waldboden, sehr zerstreut. (Fig 359.) S. trechispora (Berk. et Br.) 2. Gattung: Pseudopleetania Fuckel. Fk. wie bei vor. Gatt., außen filzig behaart,, dunkel gefärbt. Sporen glatt kugiig. Fk. gesellig, braunschwarz. Scheibe glänzend schwarz. 0,5 — 3 cm br. Sporen 10 — 14 f( im Durchm. Zwischen Nadeln u. Moos auf dem Boden, bis ins Hochgebirge, zerstreut. F. (Fig. 360.) P. iiigrella (Pers.) Fk. einzeln, schwarzbraun, braunfilzig, oft mit Stiel. Scheibe grauschwarz, 2 — 5 cm br. Sporen 10 — 14 i( im Durchm. An faulenden Stümpfen von Abies, selten. P. melaena (Fr.) 3. Gattung: Plicariella Saccardo. Fk. wie bei vor. Gatt., außen kahl u. glatt. Sporen kugiig, glatt od. warzig. 1. Schläuche J — . 2. Schläuche J +. Fk. purpurn. Scheibe schwärzlich -rußbraun, 1 — 3 cm br. Sporen glatt, 7 — 9 /< im Durchm. Auf Brandstellen, selten. P. fuliglnea (Schum.) 2. Sporen glatt. 3. Fk. einzeln, mennigrot. Scheibe ebenso gefärbt, weißlich be- randet, 5 — 10 mm br. Sporen reif feinstachlig, 15 — 17 /' im Dui'chm. Zwischen Moosen auf Mauern, selten. P. miniata (Cr.) 3. Fk. einzeln, hell- od. dunkelrot, 0,5 — 2 mm br. Sporen 15 — 18 ,« im Durchm. Au" feuchter, beschatteter Erde, sehr zerstreut. P. constellatio (Berk. et Br.) Fk. herdig, wachsgelb, zuletzt grünlich gelleckt. Scheibe mennig- od. pomeranzenrot, 1 — 3 cm br. Sporen 5 — 6 /< im Durchm. Auf Tannennadeln am Boden, im Gebirge, selten. P. hilgeiis (Pers.) 18(3 Eumycetes. 4. Gattung: Lachnea Fries. Fk. sitzend od. selten kurz gestielt, außen + behaart, meist mit borstenf. Haaren, sich rundlich öffnend. Scheibe meist schüsself., Rand später oft eingerissen. Sporen ellipsoidisch, glatt od. warzig. Paraphysen keulig. Über 50, meist seltene Arten. 1. Sporen glatt. 2. Sporen warzig od. rauh. Fk. sitzend. 5. 2. Scheibe irgendwie rötlich od. gelblich. Fk. ungestielt. 3. Scheibe glänzend schwarz, 1 — 3 cm br. Fk. gesellig, mit bis 5 mm langem Stiel, außen dicht brauntlockig u. rostbraun bestäubt. Sporen 20 — 25 X 9 — 10 /'. Über faulenden Nadeln, Ästchen am Boden, zerstreut. L. melastoma (Sow.) 3. Auf Brandstellen. 4. Fk gesellig, bräunlichgelb, außen mit einzelnen, bis ^/2 nim langen gelbbräunlichen Haaren. Scheibe ebenso gefärbt, 2 — 4 mm br. Sporen 15 — 20 X 8 — 10 /*. Auf Mist von Pferden u. Kühen, auch auf mistgetränktem Boden, bis ins Hochgebirge, zerstreut L, sterco:ea (Pers.) 4. Fk. gehäuft, braun, mit einzelnen bräunlichen Haaren. Scheibe blaßrötlich, 2 — 6 mm br. Sporen 20 — 24 x 12 — 14 n. Zerstreut. L, brunea (Fuck.) Fk. gesellig, bräunlich, am Rand mit einzelnen Haaren besetzt. Scheibe schmutzig orangegelb od. bräunlichrot, 1—4 mm br. Sporen 15 — 18 x 7 — 8/*. Zerstreut. L. melaloma (Alb. et Schw.) 5. Scheibe blaßgrau od. blaß gelblich. 6. Scheibe rot. 7. 6. Fk. gedrängt, braun, zottig behaart. Scheibe blaßgrau, 1 — 2,5 mm br. Sporen 18 — 24 x 8 — 9 f^, rauh. Auf sandigen Waldwegen, zerstreut. L. gregaria Rehm Fk. gesellig, braun, braunzottig. Scheibe weißlich gelb od. blaß- grau, zuletzt gebogen u. umgeschlagen, 0,5 — 2 cm br. Sporen fein- warzig, 18 — 25 X 12 — 14/^. Auf dem Boden, zwischen Nadeln, häufig. (Fig. 361.) L. hemisphaerica (Wigg.) 7- Auf dem Erdboden. 8. Fk. gesellig, braun, am Rande lg. braunborstig. Scheibe men- nig- od. scharlachrot, 2 — 8 mm br. Sporen rauh bis feinwarzig, 18 — 24 X 12 — 15 ,«. Auf faulem Holz an feuchten Stellen, be- sonders in Gewächshäusern, bis in die Hochalpen, häufig. (Fig. 362.) L. scuteliata (L.) 8. Fk. gesellig, außen mit braunen Haaren, besonders am Rand. Scheibe zinnober od. fleischrot, 2 — 7 mm br. Sporen ± warzig rauh, 18 — 24 x 12 — 15 /<. Auf der Erde bis in die Alpen, zerstreut. L. umbrorum (Fr.) Fk. gesellig, rötlichbraun, feinflaumig, am Rande braunborstig. Scheibe pomeranzenrot, 3 — 10 mm br. Sporen grobwarzig rauh, 15 — 20 X 9 — 10 /'. Auf sandigem Boden, selten. L. Chateri (Smith.) Ascomycetes. 187 5. Gattung: Sarcosphaera Auerswald. Fk. dem Erdboden eingesenkt, zuerst geschlossen, dann lappig aufreißend, außen ± lang behaart, zuletzt etwas über den Boden hervortretend. Paraphysen keulig. Schläuche J +• Pk. schmutzig weiß, braunbehaart, 1 — 5 cm br. Scheibe blaß, krugf. Sporen 22 — 24 x 12 — 14 /<. Im Sande, selten. S. sepulta (Fr.) Fk. weißlich od. retlich, feinfilzig. 5 — 10 cm br. u. 5 cm hoch. Scheibe hell- od. schmutzigviolett. Sporen 17 — 20 x 9 — 10 ,". In Ndwäldern unter Nadeln, im Gebirge, zerstreut (var. macrocalix Riess mit Sporen von 15 — 18 x 7 — 8 ,«)• (Fig. 363.) S. coronaria (Jacz.) 6. Gattung: Tarzetta Cooke. Fk. außen glatt, mit langem, dünnem, dem Boden eingesenktem Stiel. Scheibe trichterf., wellig od. gekerbt berandet. Schlauchspitze J +. Fk. 1 — 2,5 cm br., strohgelb od. gelbbräunlich, Stiel 2 — 5 cm lg. Scheibe gleichfarbig. Sporen 12 — 15 X 6 — 8 ,w. Auf fettem Boden, auch in Gewächshäusern, selten. (Fig. 364.) T. rapulum (Bull.) 7. Gattung: Plicaria Fuckel. Fk. meist gesellig, sitzend, glatt, sich rundlich öffnend. Scheibe zuerst krugf., dann zuletzt ganz flach, am Rande eingerissen. Sporen glatt od. warzig. Schläuche J +. 1. Sporen glatt. 2. Sporen warzig. 5. 2. Auf Erde u. Steinen. 3. Nicht auf diesen Substraten. 4. 3. Fk. blaßviolett, am Grunde weißlich -filzig. Scheibe violett, 0,5 — 2 cm br. Sporen 10 — 12 X 5 — 6 h-. Auf der Erde an Brand- stellen, selten. P. violacea (Pers.) Fk. außen etwas filzig, mit ganz kurzem Stiel, Scheibe hell ockorf arbig, 1 — 3 cm br. Sporen 13 — 18 X 8 — 9 /f^. An feuchten jMauern u. Blumentöpfen, selten. P. muralis (Sow.) 4. Fk außen mehlig bestäubt, oft faltig am Grunde, Scheibe ganz flach, am Rande meist umgeschlagen u. lappig eingerissen, bräun- lich, sehr zerbrechlich. 2 — 10 cm br. Sporen 14 — 18 x 8 — 10 .w. An faulenden Lb.- u. Ndstümpfen, zerstreut. P, repanda (Wahlenb.) Fk. umbrabraun, feinrunzlig. Scheibe gelbbräunlich, 0.4 — 2 cm br. Sporen 15 — 18 x 9 — 10 ^i. Auf Mist von Kühen, Hirschen, Rehen usw., zerstreut. P. fimeti (Fuck.) 5. Fk. kastanienbraun, etwas grubig, körnig. Scheibe umbrabraun 188 Euraycetes. bis oliveiigrüii, 1 — 6 cm br. Sporen feinwarzig 15 — 20 x 8 — 11 ,". Auf schattigem, sandigem Waldboden u. Wegen, zerstreut. P. badia (Pers.) Fk. gelbbräunlich, weiß kleiig bestäubt. Scheibe ruß- bis zim- metbraun, wellig verbogen u eingerissen, 1 — 5 cm br, Sporen feinwarzig, 15 — 18 X 7 — 9/'. Auf feuchtem Waldboden, besonders im Gebirge, zerstreut (Fig. 365.) P. pustulata (Hedw.) 8. Gattung: Acetabula Fries. Fk, einzeln, rundlich sich öffnend, außen bereift, mit kurzem, dickem, meist grubigem Stiel. Scheibe krugf., seltner schüsself., am Eand eingerissen. Sporen glatt. Paraphysen ästig, oben farbig. Fk. grauweiß, bereift. Stiel 4 — 10 mm br. Scheibe rauchgrau, 2 — 5 cm br. Sporen 18 — 24 x 12 — 14 //. Paraphysen oben bräunlich. Auf feuchtem schattigen Waldboden bis ins Hochgebirge, nicht selten. (Fig 366 ) A. sulcata (Pers.) Fk. weißlich, mit radiären, sich verzweigenden Leisten, Stiel 1 — 4 cm lg. Scheibe rußig schwarzbraun, 2 — 5 cm br. Sporen 18 — 24 x 12 — 15 /'. Paraphysen oben braun. Eßbar. Auf schattigem Wald- boden, zerstreut. A. vulgaris Fuck. 9. Gattung: Geopyxis Persoon. Fk. meist gesellig, rundlich sich öffnend, kurz gestielt. Scheibe krugf., seltner flach u. am Eande eingerissen. Sporen glatt. Para- physen ästig, oft oben gefärbt. 1. Scheibe rot od. fast schwarz. 2. Scheibe heller od. dunkler braun. 3. 2. Fk. gesellig, schmutzig ockergelb, etwas kleiig bestäubt, Stiel 1 — 5 mm lg., zottig. Scheibe mennig- od. fleischrot, selten ocker- braun, 0,3 — 2 cm br. Sporen 12 — 15 x 6 — 7 ,". Paraphysen oben schwach rötlich od. bräunlich. Auf Brandstellen im Walde, zer- streut. G. carbonaria (Alb. et Schw.) Fk. gesellig, grau- od. umbrabraun, etwas mehlig. Stiel 1 — 5 cm lg., oft schwarzfaserig. Scheibe fast schwarz, zuletzt wellig u. ein- gerissen, 2 — 8 cm br. Sporen 28 — 33 x 10 — 13^. Paraphysen oben schwärzlich. Auf in de:' Erde liegenden faulen Asten, selten. G. craterium (Schw.) 3. Fk. gesellig, weißgelblich bis -bräunlich, kleiig bestäubt, Stiel bis 3 mm lg., eingesenkt. Scheibe dottergelb, zuletzt schüsself., am Rande gekerbt. Sporen 18 — 21 x 10 — 12 ff. Paraphysen farblos. Auf sandigem, sonnigem Waldboden, zerstreut. (Fig. 367.) G. cupularis (L.) Fk. einzeln , weißlich etwas kleiig bestäubt , Stiel blasser, 1 — 1,5 cm lg. Scheibe ockergelb, am Rande gekerbt, 2 — 4 cm br. Sporen 18 — 20 x 11 — 13,«. Paraphysen farblos. Auf feuchtem Waldboden, seltner Stümpfen, selten. G. catiiius (Holmsk.) Ascomycetes. 189 10. Gattung: Discina Fries. Fk. einzeln, glatt, dick u. kurz gestielt, rundlich sich öffnend. Scheibe zuletzt flach schüsself., meist eingerissen u. verbogen. Sporen glatt. Paraphysen oben keulig u. gefärbt. Fk. weiß od. blaßgelb, fein kleiig, Stiel bis 1 cm lg., bisweilen mit Falten. Scheibe ockergelb, zuletzt z: kastanienbraun, 1 — 5 cm br. bisweilen auch viel größer. Sporen 21 — 24 x 12 — 13 /'. Paraphysen oben kastanienbraun. Auf schattigem Waldboden u. auf faulem Holz, zerstreut. Eßbar. (Fig. 368.) D. venosa (Pers.) Fk. rosa bis gelblichweiß, glatt, Stiel 0,5 — 1 cm lg., tief gefurcht. Scheibe graubraun, 2 — 10 cm br. Sporen spindelf., spitz, 27 — 30 X 10 — 12 ,". Paraphysen bräunlich, auf Waldboden, am Grunde alter Ndstämme, zerstreut. D. ancilis (Pers.) 11. Gattung: Macropodia Fuckel. Fk. einzeln, mit langem Stiel, außen rauh behaart. Scheibe zu- letzt schüsself. Sporen glatt. Paraphysen oben keulig, gefärbt. Fk. g au od. weißgrau mit ('em 1 — 4 cm langen Stiel bräunlich rauhhaarig. Scheibe graubraun, 1 — 3 cm br. Sporen 18 — 25 x 10 — 12 fi. Paraphysen oben schwach gelblich. Auf grasigen, waldigen Anhöhen, sehr zerstreut. (Fig. 369.) M. macropiis (Pers.) 12. Gattung: Humaria Fries. Fk. meist gesellig, sitzend, rundlich sich öffnend, kahl. Scheibe zuletzt schüsself . od. auch gewölbt. Sporen glatt od. rauh. Paraphysen gabelig, oben meist verbreitert u. oft mit gefärbten Öltröpfchen ge- füllt. 1. Sporen ganz glatt. 2. Fk. gesellig, weißrötlich od. gelblich Scheibe orangegelb od. mennigrot, 0,5 — 1 cm br. Sporen ellipsoidisch, fein körnig rauh, 21 — 27 x 12 — 15 .«. Paraphysen mit gelbrötlichen Tröpfchen. Auf dem Boden zwischen Moosen, besonders an Wegabstichen, häufig. (Fig. 370.) H. rutilans (Fr.) 2. Sporen ellipsoidisch, stumpf. 3. Fk. gesellig, orangefarben od. goldgelb, etwas flaumig. Scheibe ebenso gefärbt, heller berandet, 2 — 5 mm b . Sporen spindelf., spitz, 18 — 25 X 8 — 10 /'. Paraphysen mit gelblichen Öltröpfchen Auf dem Waldboden od. Wegen, zerstreut. H. fusispora (Berk.) 3. Scheibe gelb od. rot. 4. Scheibe nicht so gefärbt. 8. 4. Auf Erde. 5. Auf Mist. 6. 5. Fk. zerstreut, pomeranzenrot. Scheibe ebenso gefärbt, weißlich flockig berandet, 1 — 5 mm br. Sporen 18 — 20 x 9 — 10^. Para- physen mit rötlichen Öltröpfchen, zerstreut. H. leucoloma (Hedw.) 190 Eumycetes. Pk. einzeln od. gehäuft, rotgelb. Scheibe ebenso gefärbt, zuletzt am Bande gekerbt od. eingerissen, bis 15 mm br. Sporen 18 — 21 x 10 — 12 1^1. Paraphysen mit orangegelben Öltröpfchen. Auf Wald- boden u. -wegen, auch auf Torfboden, zerstreut. H. leucolomoides Rehm 6. Pk. außen glatt od. manchmal mit haarartigen Hyp^ien besetzt. 7. Fk. außen körnig rauh, gelblich. Scheibe bisweilen fein ge- wimpert, gelblich, trocken verbogen, 0,5 — 3 mm br. Sporen 15 — 18 X 7 — 10 /^. Paraphysen mit gelblichen Öltröpfchen. Auf altem Mist von Kühen u. Pferden, sehr zerstreut. H. granulala (Bull.) 7. Fk. herdig, blaßgelb od. rötlich. Scheibe gold- od. pomeranzengelb, 2 — 4 mm br. Sporen 15 — 20 X 8 — 10 /^. Paraphysen mit röt- lichen Öltröpfchen. Auf faulem Kot im Walde, selten. H. subhirsuta (Schum.) Fk. dichtstehend, gelblich, am Grunde mit farblosen Hyphen besetzt. Scheibe schmutzig gelb, zart u. weißwimperig berandet, 1 — 5 mm br. Sporen 14 — 18 x 8 — 9 i^. Paraphysen farblos. Auf kotigem Erdreich, auf Kuhmist, Komposthaufen usw , zerstreut. H. teleboloides (Alb. et Schw.) 8. Fk. gesellig, braun, körnig, bestäubt. Scheibe braun od. purpur- farbig, 1 — 3 mm br. Sporen 12 — 14 x 8 — 9 /<. Paraphysen oben braun. Auf Mist von Hasen, Kaninchen usw., sehr zerstreut. H. leporum (Fuck.) Fk. einzeln od. gesellig, auf einem Hyph engewebe sitzend, blaß rötlich od. weißlich, flaumig. Scheibe violettbräunlich od. rötlich, 1 — 10 mm br. Sporen 10 — 14 x 5 — 7 /<. Paraphysen oben schwach gelblich. Auf faulenden Kräuterstengeln, sehr zerstreut. H. deerrata (Karst.) 13. Gattung: Aleuria Fuckel. Fk. rasig gehäuft, unten stielartig verjüngt, außen mehlig, Scheibe schüsself., zuletzt verbogen u. ganz unregelmäßig, rot. Sporen ellipsoidisch, fast glatt, mit einem Anhängsel an jedem Pol, bei der Reife mit grober netf. Aderung, ohne Anhängsel. Paraphysen mit orangeroten Öltröpfchen. Fk. außen blaß rötlich, weiß mehlig. Scheibe 0,3 — 10 cm br. Auf feuchtem, sandigem u. sonnigem Waldboden u. auf Waldwegen, häufig. (Fig. 371.) A. aurantia '(Müll.) 14. Gattung: Oalactinia Cooke. WiePlicaria. Schläuche Jod +. Beim Zerbrechen einen gefärbten Saft entleerend. Fk. sitzend, umbrabraun, feinkörnig, mit bläulich - braunem Saft. Scheibe schwärzlich violett, 6 — 8 mm br. Sporen glatt, 15 x 7,5 /W. Auf faulenden Stämmen u. auf Erde, selten. G. saniosa (Schrad.) Ascomycetes. ' 191 Fk. gehäuft, sitzend, grau od. gelblich, glatt, mit gelbem Saft, Scheibe bräunlich violett bis braun, 2 — 3 cm br. Sporen feinwarzig, 18—20 X 8 — 10 /<. Auf Waldboden, selten. G. suecosa (Berk.) 15. Gattung: Otitlea Persoon. Fk. einzeln od. büschelig, sitzend, bis zum Grunde seitlich auf- gespalten, an den Eändern verbogen od. eingerollt, oft ohrf., glatt. Sporen ellipsoidisch. Paraphysen oben ~ hakig gekrümmt, farblos. Schläuche meist J — 1. Scheibe n braun od. bräunlich. 2. Fk. einzeln od. büschelig, gespalten od. ohrf., außen gelbbräun- lich; kleiig rauh, 2 — 5 cm hoch, bis 3 br. Scheibe gelblich -orange- farben od. mehr rötlich. Sporen 10 — 15 X 5 — 6 /'. Auf dem Boden von Lbwäldern, zerstreut. (Fig. 372.) 0. onotica (Pers.) 2. Fk. gesellig, gespalten od. ohrf., außen hellbraun, am Grunde weißlich zottig, 1,5 — 6 cm br. Scheibe dunkelbraun. Sporen 18 — 20 X 8 — 10 /«. Zwischen Moosen auf Waldboden, zerstreut. 0. cochleata (L.) Fk. herdig, gespalten oder ohrf., gelbbräunlich, nach unten zottig gelbweiß, 1 — 4 cm hoch, 1 — 3 cm br. Scheibe bräunlich. Sporen 12 — 15 X 6 — 8 /<. Auf dem Boden von Ndwäldern, bis ins Hochgebirge, nicht selten, 0. leporlna (Batsch) 7. Familie Pyronemataceae. Fk. oberflächlich, zuerst kuglig, Scheibe offen, nicht berandet, später flach od. gewölbt. Gehäuse an den Seiten ganz fehlend odT rudimentär ausgebildet, nur als Hypothecium ~ dick. Sou^t.im äußeren Aussehen etwa wie Humaria. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Fk. einzeln stehend. 1. Fsilopezia. B. Fk auf einer fädigen Unterlage gedrängt stehend. 2. Pyronema. 1. Gattung: Psilopezia Berk. Fk, einzeln, fleiscliig -gallertig, flach, meist gewölbt, Gehäuse bei der Eeife ganz fehlend, Hypothecium gut ausgebildet Sporen ellipsoi- disch, glatt, einzellig, hyalin. Sehr feucht od. im Wasser lebende Pilze. 1. Paraphysen oben braun. 2. Fk. halbkuglig, 2 — 3 mm br., Scheibe fleischfarben. Sporen ohne Öltropfen, 18 — 20 X 10 — 12 fi. Paraphysen farblos u. zart warzig. An faulenden Zeugstücken in einer Wasserleitungsrinne in den Alpen, nur einmal gefunden, aber sicher nicht selten. F. aquatiea (Lam. et DO.) 1 92 Euniycetes. 2. Fk. anliegend, linsenf., gelbbraun od. heller, 2 — 5 mm br., auf bräunlichen Hyphen stehend. Sporen 18 — 23 X 12 — 14 /^ mit 2 großen Öltropfen. Paraphysen glatt, oben braun. An Reisig u. Holz unter Wasser, selten, aber wohl nur übersehen. (Fig. 373.) P. oocardii (Kalchbr.) Fk. flach ausgebreitet, wellig, eingerissen am Rande, außen braunschwarz. Scheibe gelbbraun, 0,5 — 3 cm br. Sporen 18 — 24 X 10 — 12 f^i, mit 1 — 2 Öltropfen. Paraphysen oben braun. Auf sehr feucht liegendem Fichtenholz, selten. P. rhiziiioides (Rabh.) 2. Gattung: Pyronema Carus. Fk. auf einer fädig-häutigen Unterlage gedrängt stehend, fleischig, zuerst kuglig, dann gewölbt. Gehäuse fast fehlend, Hypothecium gut entwickelt. Sporen ellipsoidisch, einzellig, hyalin. Auf Erde u. Mauern. Scheibe gewölbt, 0,3 — 1 mm br., fleischrot. Sporen 15 — 18 x 9 — 11 ^. Auf feuchten, getünchten Wänden, selten. P. domesticum (Sow.) Scheibe flach, dann unregelmäßig ausgebreitet, fleisch- od. rosenrot od. pomeranzengelb, bis 2 mm br. Sporen 12 — 15 X 6 — 7 /<. Auf feuchten Waldblößen, besonders Brandstellen bis in die Vor- alpen, zerstreut. (Fig. 374.) P. omphalodes (Bull.) 3. Unterreihe: Tuherineae, Fr. knollig unterirdisch, in ihnen zahlreiche, nach außen mün- dende Gänge od. geschlossene Kammern, deren Wände vom Hyme- nium überzogen sind. Schläuche zylindrisch bis kuglig. Sporen zu 1 — 8 im Schlauch, meist netzig od. warzig, selten glatt, meist dunkel gefärbt, durch Zerfall des Schlauches u. des Fk. frei werdend. Einzige Familie Tuberaceae. Bestimmumgstabelle der Gattungen. A. Sporen ellipsoidisch, glatt. 1. Balsamia. B. Sporen warzig od. mit Netzleisten. a) Fk. mit einem einzigen, bisweilen ver- zweigten, am Scheitel ausmündenden Hohlraum 2. Gfenea. b) Fk. mit zahlreichen Gängen u. Kam- mern durchsetzt. I. Gänge an mehreren Punkten der Oberfläche ausmündend, nicht von Hyphen erfüllt. Sporen kuglig, grobwarzig. 3. Hydnotria, II. Gänge ebenso nach außen mün- dend, aber mit Hyphengeflecht er- füllt. Ascomycetes. 193 1. Schläuche keulig bis zylindrisch, 8 sporig, palissadenartig ange- ordnet. Sporen kuglig, warzig. 4. Pachypliloeus. 2. Schläuche mehr kuglig, mehr regellos gelagert, meist 1 — 4- sporig. Sporen meist ellipsoi- disch, netzig od. stachlig. 5. Tiiber- 1. Gattung: Balsamia Vittadini. Fk. knollig, von zahlreichen, unregelmäßigen, nicht nach außen mündenden Kammern durchsetzt, deren Wände von dem Hymenium bekleidet sind, welches aus palissadenartigen Paraphysen u. regel- mäßig dazwischen gelagerten Schläuchen be&teht. Schläuche — ellip- soidisch, 8 sporig. Sporen ellipsoidisch, glatt, hyalin. Geruch reif un- angenehm. Fk. etwa nußgroß od. größer, fein papillös od. fast glatt, rost- farbig. Schläuche die Paraphysen nicht überragend. Sporen 25 — 42 X 10 — 18/t. In der Humusschicht von Buchenwäldern od. im Sande unter Parkrasen, selten, aber wohl übersehen. H. W. (Fig. 375.) B. viilsaris Yitt. Fk. nur haselnußgroß, rötlich- bis violett braun, dicht mit kleinen polygonalen Höckern besetzt. Kammern kleiner u. Kammerwände dünner als b( i vor. Art. Schläuche die Paraphysen meist überragend. Sporen 20 — 28 X 12 — 17 i". Unter Buchen u. Haselnüssen im Humus, selten. S. H. B. Fragiforrais Tul. 2. Gattung: Geiiea Vittadini. Fk. knollig od. kuglig, an der Basis mit Myzelschopf, innen mit einem Hohlraum od. mit einem System von Gängen, die durch Tei- lung des Eaumes entstanden sind, alle gemeinsam am Scheitel aus- mündend. Hymenium aus palissadenf. gestellten Schläuchen u. Paraphysen bestehend, letztere über den Schläuchen eine Art Binden - Schicht bildend. Schläuche zylindrisch, 8 spo ig. Sporen ellipsoidisch, höckrig od. stachlig, farblos. Geruch meist widerlich. 1. Hohlraum des Fk. durch Vorsprünge geteilt u. daher ein System von Gängen entstehend. 2. Fk. mit einfachem, zentralem Hohlraum, außen schwarzbraun mit braunen Haaren, innere Binde des Hohlraumes braun, glatt, bis 1 cm br. Sporen 28 — 35 X 19 — 28 u, grobwarzig. In der Humusschicht sandiger Böden unter Buchen, Kastanien, Tannen, zerstreut. G. hispidula Berk. 2. Fk. knollig, unregelmäßig faltig. 3. Fk. — regelmäßig kuglig, höchstens mit einigen seichten Falten, außen schwarz mit kleinen, polygonal umrandeten Warzen, bis 1 cm br. Sporen halbkuglig höckerig, 28 — 35 X 21 — 28 /.t. In Lindau, Kryptogamenflora II, 1. 2. Aufl. 13 194 Eumycetes. liumuslialtigen, kalkigen od. sandigen Böden unter Eichen od. Buchen, selten, wohl nur im Westen. S. (Fig. 376.) G. sphaerica Tul. 3. Fk. knollig, mit meist unregelmäßigen knolligen Höckern, außen schwarz od. braun mit kleinen, polygonalen, abgeplatteten Warzen versehen, bis 2 cm br. Sporen mit halbkugligen bis kegligen Hock rchen, 21 — 28 X 18 — 21 ^m. Wie die vor. Art, zerstreut, F. S. H. (Fig. 377.) 0. verrucosa Vitt. Fk. unregelmäßig knollig, mit wenigen starken, von unten nach oben verlaufenden Falten, außen braun bis schwarz, klein, warzig, bis 1,5 cm br. Sporen 31 — 45 X 21 — 32 ^a, mit spitz kegelf. od. abgestutzt zylindrischen Höckern besetzt. In humösem, kalk- reichem Boden von Buchenwäldern, im Westen, selten. S. G. Klotzschii Berk. et Br. 3. Gattung: Hydnotria Berk. et Br. Fk, knollig, von hohlen, labyrinthischen Gängen durchsetzt, die in grubigen od. falten^. Vertiefungen oberflächlich münden. Schläuche u. Paraphysen in palissadenf. Schicht die Hohlräume auskleidend. Schläuche zylindrisch, keulig, meist 8 sporig. Sporen kuglig, mit dicker, grobhöckeriger, rotbrauner Wandung. Fk. außen faltig od. grubig, rötlich grau bis rotbraun, bis 3 cm br. Sporen 25 — 35 f-t im Durchm. Geruch schwach. In der Humusschicht älterer Buchen-, Eichen- u. ISidwäldern, zerstreut. S. H. (Fig. 378.) T. Tuiasiiei Berk. et Br. 4. Gattung: Pachyphloeiis Tulasne. Fk. + kuglig, oft abgeplattet, an der Basis mit Myzelschopf, außen polygonal warzig, innen mit Tramaplatten (Zwischenwänden) u. Hohlräumen (Venae externae), die von Hyphengeflecht ausgefüllt sind. Tramaplatten nach dem Scheitel zu konvergierend. Venae externae nach oben hin ausmündend. Schläuche keulig, 8 sporig. Sporen kuglig, mit stabf. Höckern, hyalin bis hellbraun. Fk. schwärzlich, etwas rötlich, haselnußgroß, innen graugrün bis dunkelbraun. Sporen 12 — 22 ^i ohne Höcker (diese 3 jW hoch). Nach Jodoform riechend. Flach im Boden in jüngeren Eichen- u Buchen- wäldern, sehr zerstreut, F. H. (Fig. 379.) P. melanoxanthus (Berk.) 5. Gattung: Tuber Micheli. (Echte Trüffel.) Fk. + regelmäßig knollig, fleischig od. hornartig, außen glatt od. + höckerig. Tramaadern entweder nach der Basis i konvergierend u. in die Binde mündend od. nach allen Richtungen hin labyrinthisch, verlaufend u. an mehreren Stellen in die Rinde mündend. Venae externae zwischen den Tramaplatten ähnlich g(^lagert. Zwischen den beiden Adersystemen d ie schlauchführende Schicht, in der die Schläuche regellos u. zahlreich liegen. Schläuche ellipsoidisch bis kuglig, ge- Ascomycetes. 36U 361 ^6^- 363. 195 Jö6. 13= 196 Eumycetes. wölmiicli mit 1 — 4 Sporen, meist in demselben Fk. wechselnd. Sporen ellipsoidisch, seltner kuglig, um so größer, je weniger im Schlauch, mit gelb- bis dunkelbrauner, netziger od. stachliger Membran. Eßbar. 1. Sporen stachlig. 2. Sporen netzmaschig. 3. 2. Fk. i egelmäßig knollenf., bis faustgroß, schwarz od. schwarz- braun, mit abgeflachten Warzen von 2 — 3 mm im Durchm., innen aschgrau bis violettgrau od. -braun, von den weißen Venae externae durchzogen, welche + deutlich nach der Basis konvergieren, Sporen 1 — 6 im Schlauch, von 21 x 11 fi bei 6 sporigen Schläu- chen bis 42 X 28 jM bei einsporigen variierend, braun. Stacheln 2 — 4 fi lg. Geruch angenehm (var. melanosporum Vitt., die Perigord- trüffel, ist im Innern schwarzviolett bis rötlichschwarz mit zahl- reichen, rostfarbigen Venae externae). In der Humus- u. Erd- schicht unter Eichen u Buchen, im Westen. Ho W. (Fig. 380.) T. brumale Vitt. Fk. + rundlich, bis nußgroß, rötlichbraun, mit durch scharfe Furchen getrennten polygonalen Warzen, innen braunrötlich. Tramaadern von zahlreichen peripherischen Punkten abgehend. Schläuche meist 4 — 5 sporig. Sporen 28 — 42 X 18 — 2S fi, braun, Stacheln spitz, 4^« Ig. Geruch säuerlich. In Lb., seltner Ndwäldern, zerstreut, ziemlich tief im Boden T. ruf um Pico 3. Fk. außen schwarz od. dunkelbraun, mit großen, polygonal um- schriebenen, vorragenden Warzen. 4. Fk. gelblich, rötlich bis braun, glatt od. fein papillös. 5. 4. Fk. + regelmäßig knollig, bis faustgroß, schwarz, bläulich schim- mernd, trocken braunschwarz, Warzen 0,2 — 1 cm br., innen ocker- gelb bis bräunlich, Tramaadern undeutlich. Sporen zu 1 — 6, gelbbraun bis braun, weitnetzig, 24 — 25 x 17-^30 ^. Geruch angenehm, (var. mesentericum Vitt. hat als dunkle Linien sichtbare Tramaadern). In der Humusschicht unter Eichen ^ Buchen u. anderen Lb., zerstreut. S. H. (Fig. 381.) T. aostiviini Vitt. Fk + regelmäßig knollig, bis nußgroß, schwarz bis rostfarben, mit kleinen, polygonalen Waxzen, innen braunpurpurn od. braun- grau, von weißen, später bräunlichen /^dern durchsetzt Sporen meist zu 1 — 2, dunkelbraun, eng netzig, 38 — 80 X 28 — 45 /^. Geruch angenehm. Im Lehmboden flach wachsend unter Eichen. Erlen usw., selten. S. T. macrosporum Vitt. 5. Fk. an der Basis nicht mit einer tiefen grubigen Vertiefung. 6. Fk. + kuglig bis unregelmäßig knollig, an der Basis mit einer weit nach innen gehenden grubigen od. spaltenf. Vertiefung, etwa walnußgroß, glatt bis fein papillös, ockergelb, später rot- bis dunkelbraun. Venae externae nach der Grube an der Basis konver- gierend. Sporen meist zu 4, gelbbraun, sehr weitmaschig, 30 — 42 x 20 — 30 ^i. Geruch angenehm. In der Humusschicht von Eichen- u. Buchenwäldern, zerstreut. (Fig. 382.) T. excavatum Vitt. Ascomycetes. 197 6. Fk. knollig, bis liaselnußgroß, oft etwas platt gedrückt, glatt, zuerst weiß, dann graugelb bis rötliclibraun u. weißlleckig, innen rötlich- od. gelblichbraun. Sporen zu 1 — 4, gelbbraun bis braun, engnetzig, 28 — 52 x 24 — 45 ,". Geruch rettichartig. Tn der Hu- musschicht von Eichen- und Buchenwäldern, auch in Komposterde, nicht häufig. S. H. T. puberulum Berk. et Br. Fk. + rundlich, oft niedergedrückt od. höckerig-faltig, bis nußgroß, glatt od. kleiig, weiß, dann bräunlich mit rötlich-violetten Flecken, innen braunpurpurn mit weißen Adern, Sporen zu 1 — 4, gelbbraun, weitnetzig, 30 — 45 x 20 — 30 i^i. Geruch säuerlich. In der Humusschicht lehmhaltiger Böden von Lbwäldern, selten. T. (Iryophilum Tul. 4. Unterreihe: Helvellineae. Fk. hut-, keulen od. krustenf., fleischig bis fleischig-wachsartig, gestielt od. nicht. Hymenium von Anfang an frei, den Fk. ganz od. in seinem oberen Teile überziehend, glatt od. mit Runzeln u. P^alten aus dicht nebeneinanderstehenden Schläuchen u. Paraphysen be- stehend. B e st immungsta belle der Familien. A. Fk. ungestielt, scheibig-krustig od. ge- wölbt. 1. Rhizinaeeae. B. Fk. hut- od. keulenf., ± lang gestielt. a) Hymeniumtragender Teil des Fk. keulen- od. kopff., meist glatt, Schläuche am Scheitel mit Loch sich öffnend. 2. (ieoglossaceae. b) Hymeniumtragender Teil des Fk. hutf., oft mit unregelmäßiger Faltelung. 3. Helvellaeeae. 1. Familie Rhizinaeeae. Fk. ungestielt, scheibig krustig od. fast kuglig mit dem Hyme- nium auf der Außenseite, zerbrechlich. Schläuche mit Deckel auf- springend. Schließt sich wahrscheinlich eng an die Pyronemata- ceen an. 1. Gattung: Rliizina Fries. Fk. krustenf. ausgebreitet, mit wurzelartigen Fortsätzen auf der Unterseite, fleischig-häutig, zerbrechlich. Schläuche 8 sporig. Sporen hyalin, einzellig. Paraphysen oben braun, keulig u. ein Epithecium bildend. Fk. bis 9 mm br., 2 — 3 mm dick, oben kastanienbraun, unten weißlich od. gelblich bis bräunlich, mit Fasern dicht besetzt. Sporen spindelf., beidendig stumpflich zugespitzt, 30 — 40 x / — 10 f^. Auf sonnigem Waldboden, Waldwegen, bes. von Kieferwäldern, bis in die Alpen, nicht selten. (Fig. 383.) R. iiiflata (Schaeff.) 198 Eumycetes. 2. Gattung: Sphaerosoma Klotzscli. Fk. kuglig, innen + hohl, stiellos, außen von dem Hymenium überzogen (also gleichsam eine zurückgeschlagene, kuglig gewordene Scheibe darstellend). Schläuche meist 6 (5 — 8) sporig. Sporen kuglig, warzig, hyalin bis bräunlich. Fk. + kuglig, außen höckerig od. etwas grubig. hell violettbraun, zuletzt dunkelbraun, innen weißlich, am Grunde mit feinen weißen Hyphen, 5 — 1 cm im Durchm. Sporen 17 — 20 /< im Durchm. Zwi- schen Heidekraut u. Nadeln in Ndwäldern, nicht häufig. (Fig. 384.) S. Cuscescens KI, 2. Familie: Geoglossaceae. Fk. mit Stiel, oberer fertiler Teil keulen- od. kopff. außen vom Hymenium überzogen, glatt od. wenig verbogen od. faltig. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Fertiler Teil des Fk. keulig, also nur eine Anschwellung des Stieles bildend. a) Sporen farblos, einzellig, selten zuletzt zweizeilig. I. Sporen spindelf. od. länglich ellip- soidisch. 1. Fk. gelb od. braun. 1. Mitrula. 2. Fk. grün od. schwärzlich. 2. Microglossiim. II. Sporen nadelf. od. fädig, mit Schleimhof. 4. Spathularia. b) Sporen gefärbt, lang stabf., mehr- zellig. 3. Geoglossum. B. Fertiler Teil des Fk. gewölbt scheibig od. kopfig, scharf vom Stiel gesondert. a) Sporen länglich ellipsoidisch. I. Fk. gallertig knorpelig. 5. Leotia. II. Fk. wachsartig. 6. Cudoniella. b) Sporen faden- od. nadelf. I. Fk. fleischig, oben hutf. u. am Rande umgerollt. 7. Cudoiiia. IT. Fk. wachsartig, oben scheibig, Rand gerade. 8. Vibrissea. 1. Gattung: Mitrula Persoon. Fk. mit gelber od. braunen, bisweilen zusammengedrückter Keule. Sporen zu 8, spindelf. od. verlängert ellipsoidisch, gerade od. etwas gebogen, einz Uig, selten zuletzt zweizeilig, hyalin. Schlauchporus J +. Ascomycetes. 199 1. Fk. über 1 cm hoch. 2. Fk. einzeln, 5 — 6 mm hoch, Keule rundlich eif., blaß dotter- od. rotgelb, 0,5 — 1 mm lg., Stiel gelb. Sporen r.adelf., 12 — 14 x 2,5 .". Auf faulenden Kiefern nadeln, selten. M. pusilla (Xees) 2. Fk. einzeln od. gesellig, 1,5 — 6 cm hoch, Keule eif. bis kopff., orangefarben od. gelb. Stiel blaßgelb od. weißlich. Sporen spindelf., kaum spitz, 12 — 18 x 3 — 4 ,". Auf Nd., auch Blättern u. Ästchen an feuchten Waldstellen, nicht selten. M. phalloides (Bull.) Fk. einzeln, 1 — 2 cm hoch, Keule eif. od. länglich, orangegelb bis rostfarbig, 2 — 4 mm lg.. Stiel fädig, gelbbraun. Sporen schmal spindelf., spitz, 14 — 17 X 2 — 3 ,«. Auf faulenden Nd. im Walde, nicht selten. (Fig. 385.) 31. eueullata (Batsch) 2. Gattung: Microglossum Gillet. Fk. wie bei vor. Gattung, grün od. schwärzlich. Sporen hyalin, einzellig, selten zuletzt 2 od. 4 zellig. Schlauchporus J -f. Fk. meist büschelig, bis 4cm hoch, Keule 3 — 8mmlg., olivengrün, innen fast spangrün, Stiel heller, klebrig-schuppig. Sporen spindelf., einzellig, zuletzt auch 4 zellig, 15 — 18 X 4 — 5 fi, hyalin. Auf feuch- tem Waldboden, zerstreut. (Fig. 386.) M. viride (Pers.) Fk. gesellig od. büschlig, 3 — 4 cm hoch, olivengraugrün, oft flach, Stiel gelbbräunlich. Sporen länglich ellipsoidisch, einzellig, 12 — 15 X 5 — 6 ,". Auf Waldboden, selten. M. olivaceum (Pers.) 3. Gattung: Geoglossum Persoon. Fk. schwarz od. schwarzbraun, Keule flach, undeutlich vom Stiel abgegrenzt. Sporen zu 8, stäbchenf., abgerundet, gerade od. etwas gebogen, quer 4 — 16 zellig, zuletzt braun. Schlauchporus J +. 1. Keule glatt. 2. Fk. 3 — 8 cm lg., schwarz, Keule braunbehaart, 1 — 2 cm lg., flach. Stiel rund, rauhhaarig. Sporen 14 — 16 zellig, 100 — 120 X 5 — 6 /«. Auf Sumpfstellen von Wiesen u. Wäldern, bis in die Hoch- alpen. S. H. (Fig. 387.) G. hirsutum Pers. 2. Fk. frisch außen klebrig od. schleimig. 3. Fk. gesellig, 2 — 6 cm hoch, schwärzlich od. schwarzbraun, Keule 1 — 3 cm lg., flach. Stiel glatt od. etwas schuppig. Sporen zylin- drisch, meist an einem Ende etwas verjüngt, 8 zellig, Paraphysen oben rosenkranzf., bräunlich. An grasigen Stellen in Wäldern u. auf Wiesen, zerstreut. G. ophioglossoides (L.) 3. Fk. schwarz, schleimig, 3 — 5 cm hoch, Keule zylindrisch. Sporen 4 zellig, 60 X 4 — 5 C. Paraphysen oben kopff., braun. Auf Erde, selten. G. viscosum Pers. Fk. 3 — 6 cm hoch, schwärzlich, klebrig, Keule zungenf. od. lan- zettlich, Sporen 4 zellig, 60 — 80 X 5 — 6 i^i. Paraphysen oben birnf. Auf waldigen Hügeln, sehr zerstreut. G. glutinosum Pers. 200 Eumycetes. 4, Gattung: Spathularia Persoon. Fk. wie vor. Keule ei- od. spatelf., zusammengedrückt u. beider- seits am Stiel etwas herablaufend. Sporen zu 8, fädig od. nadelf., von einem Schleimliof umgeben, einzellig, hyalin. Paraphysen fädig, oben hakig od. korkzieherartig gebogen, hyalin. Fk. 4 — 6 cm hoch, Keule gold- od. orangegelb, meist spatelf., flach, kämm- od. wulstartig beiderseits herablaufend. Stiel weißlich od. gebllich. Sporen oben etwas breiter, 45 — 70 x 2 — 3 /*. Auf dem Boden in Ndwäldern bis ins Hochgebirge, zerstreut. S. H. (Fig. 388.) S. clavata (Schaeff.) 5. Gattung: Leotia Hiller. Fk. gallertartig, klebrig, f ertiler Teil hutf., rundlich gewölbt, am Kand eingerollt, unten frei. Sporen zu 8, spindelf., zuletzt 2 — 4 zellig, hyalin bis grünlich. Paraphysen oben keulig, grün. Fk. gesellig bis büschelig, 3 — 10 cm lg. Hut grünlichgelb bis dunkelbraungrün, Stiel 2 — 8 cm lg., gelb, kleinschuppig. Sporen 18 — 25 X 5 — 6 i^t. Auf feuchtem, lehmigem Waldboden, zerstreut. (Fig. 389.) ~ L. gelatinosa Hill. 6. Gattung: Cudoniella Saccardo. Fk. wachsartig fleischig, nicht klebrig, Hut zuerst scheibig, dann am Eand eingerollt u. verbogen. Sporen zu 8, spindelf., spitz, einzellig, zuletzt 2 — 4zellig, hyalin. Paraphysen oben etwas ver- breitert, hyalin. Fk. gesellig, 0,5 — 1 cm hoch, Hut weiß bis bräunlich. Stiel weiß. Sporen 15 — 20 X 4 — 5 ^. In hohlen Eichenstämmen, Edelkastanien, auf faulem Ndholz, zerstreut. (Fig. 390.) C. aeicularis (Bull.) 7. Gattung: Cudonia Fries. Fk. fleischig, Hut hutf., oben flach gewölbt, am Eand eingerollt u. etwas gefaltet, frei. Sporen zu 8, nadelf., zuletzt vielzellig, hyalin. Paraphysen fädig, oben meist gebogen. Fk. gesellig, 3 — 6 cm hoch, Hut zuerst glatt, dann faltig, blaß- gelblich od. rötlich, 1 — 3 cm br., Stiel weißgelblich. Sporen 35 — 45 x 2 fi. Auf schattigem Waldboden, bes. im Gebirge, ziemlich selten. (Fig. 391.) C. circinans (Pers.) 8. Gattung: Vibrissea Fries. Fk. wachsartig. Hut scheibenf., frei, am Eande etwas umge- schlagen. Sporen zu 8, fadenf., zuletzt vielzellig, hyalin. Paraphysen wenig verbreitert, fast farblos. Fk. gesellig, bis 1,5 cm hoch, Hutscheibe linsenf., etwas umge- schlagen, gelb od. orangerot, 2 — 5 mm br., Stiel weißlich bis grünlich od. schwärzlich. Sporen bis 200 x 1 z^. Auf faulem Holz u. Zweigen in fießendem Wasser, selten. (Fig. 392.) V. truncorum (Alb. et Schw.) Ascomycetes. 201 3. Familie Helvellaceae. Fk. fleischig, Stiel scharf abgesetzt, meist hohl, zerbrechlich. Hut fast glatt u. verbogen od. mit Falten od. Vertiefungen versehen. Schläuche mit einem Deckel aufspringend. Sporen ellipsoidisch, hyalin einzellig. Bestimmungstabelle der Gattungen. A. Hut ganz od. oben hohl, in der Eegel mit der ganzen Fläche innen dem Stiel gleich- sam aufsitzend u. mit ihm verwachsen. a) Hut durch Längs- u. Querleisten in vertiefte Zellen geteilt. 1. Moreliella. b) Hut mit gewundenen Falten über- zogen. 2. Gyromitra. B. Hut nur in der Mitte mit dem Stiel ver- bunden, also nur aufsitzend. a) Hut glockig. 3. Verpa. b) Hut gelappt, nach dem Stiel zu umge- schlagen. 4. Helvella. 1. Gattung: Morchella Dillenius. Fk. fleiscliig, zerbrechlich, Stiel zylindrisch, hohl. Hut scharf abgesetzt, dem Stiel meist ganz aufgewachsen, innen ganz od. nur oben hohl. Hymenium durch Leisten in netzf. Gruben geteilt. Sporen zu 8, ellipsoidisch, einzellig, hyalin od. gelblich. Paraphysen keulig. Eßbar. Alle im F. (Morchel). 1. Hut nur oben hohl, unterer Eand frei vom Stiel abstehend. 2. Hut ganz hohl, völlig dem Stiel aufgewachsen. 4. 2. Stiel glatt, nicht längsfurchig. 3. Stiel nach unten oft verbreitert, mit gewundenen Längsfalten, weiß od. gelblich, 6 — 12 m lg., 1,5 — 2 cm br. Hut oben ziemlich scharf zugespitzt, unten bis Vs od. darüber frei, gelb- od. oliven- braun, 2 — 3 cm lg., 2 cm br. Sporen 20 — 25 x 12 — 15 ^^ hell- gelblich. In lichten Waldwegen, zerstreut. M. rimosipes DC. 3. Stiel bisweilen am Grunde schwach verdickt, weißlich od. gelblich, kleiig bestäubt, 2 — 3 mal so lg. wie der Hut, 1,5 — 2 cm br., hohl. Hut bis zur Hälfte frei, glockig kegelf., 2 — 3 cm lg., 1,5 — 3 cm br., braun. Sporen hyalin od. schwach gelblich, 22 — 25 X 12 — 14 f^. In Gebüschen, selten (Fig 393.) M. hybrida (Sow.) Stiel nach unten knollig verbreitert, kleiig bestäubt, weiß, hohl, ■4 — 10 cm u. mehr lg., bis 4 cm br. Hut kegelf., oft mehr knollig u. unregelmäßig, bis über die Hälfte frei, 4 — 7 cm lg. u br., hell- braun od. olivenbraun. Sporen etwas gelblich, 21 — 24 x 12 ^t. An schattigen Stellen, selten. 31. gigas (Batsch) 4. Hut mehr kegelf., nach oben also deutlich verjüngt. 5. Hut ellipsoidisch od. eif., den Stiel kaum wulstig überragend, durch Längs- u. Querleisten in tiefe, unregelmäßig rechteckige 202 Eumycetes. Felder außen geteilt, ockeifarbig bis hell braun, 3 — 6 cmlg.,3 — 5 cm br. Stiel am Grunde verdickt u. faltig, weißlich od. hellgelblich, fein- kleiig, hohl, 3 — 9cm lg., 2 — 3cm br. Sporen hyalin 18-24 xlO-12//. In lichten Wäldern, auf schattigen Grasplätzen bis in die Hochalpen, * häufig. (Speisemorchel, Edelmorchel ) M. esculenta (L. ) 5. Hut zylindrisch kegelf., von Längsrippen durchzogen u. durch schmale Querrippen in rechteckige, wabenf. Zellen geteilt, braun od. schwarzbraun, 2 — 7 cm lg., 1,5 — 3 cm br. Stiel zylindrisch, weißlich od. gelblich, feinkleiig, 2 — 4 cm lg., 1 — 1,5 cm br. Sporen hyalin, 18 — 21 X 12 — 15/^. Auf feuchten Grasplätzen, nicht selten. (Spitzmorchel.) (Fig. 394.) M. coiiica Pers. Hut kegelf., nach oben zugespitzt, durch starke Längs- u. wellige Querleisten in längliche Zellen geteilt, 4 — 7 cm lg. u. br., braun od. olivenbraun. Stiel zylindrisch, am Grunde oft verbreitert, faltig, kleiig, hohl, so lg. wie der Hut, 1,5 — 2 cm br. Sporen 20 — 25 X 13 — 15/*. Auf Grasplätzen im Gebüsch, selten. M. elata Pers. 2. Gattung: Gyromitra Fries. Fk. fleischig, zerbrechlich. Stiel hohl, Hut gewölbt, hohl u. lappig, Lappen vielfach mit dem Stiel verwachsen, außen mit gewun- denen Falten u. Kippen. Sporen zu 8, ellipsoidisch, einzellig, hyalin. Paraphysen oben verbreitert, gefärbt. Eßbar. F. 1. Sporen an den Enden nicht warzig verdickt. 2. Sporen an den Enden warzig verdickt. 3. 2. Hut rundlich, knoUenf., eckig, seltner spitz, aufgeblasen, mit dem Stiel verwachsen u. lappig davon abstehend, aber die Lappen unten wieder mit dem Stiel verwachsen, durch gewundene, stumpfe, Falten u. Runzeln wellig verbogen, 2 — 8 cm lg. u. br., dunke] schwarzbraun. Stiel unregelmäßig zylindrisch od. zusammen- Ascomycetes. 203 gedrückt, oft grubig, weißlich, gelblich od. rötlich, schwach filzig, 3 — 9 cm lg., 1,5 — 3 cm br. Sporen ellipsoidisch, 18 — 24 X 8 — 11 /«. In Kiefernwäldern auf sandigem Boden bis ins Gebirge, nicht selten (Stockmorchel, Faltenmorchel, Lorchel). (Fig. 395.) G. esculenta (Pers.) Hut meist 2 spitzig, mit (2 — 4) heruntergeschlagenen, am Eande + mit dem Stiel verwachsen, wellig od. faltig verbogenen Lappen, 5 — 12 cm lg. u. br., zimmet- bis kastanienbraun. Stiel zylindrisch, am Grunde meist grubig, w^eißlich bis rötlich, feinfilzig, 4 — 10 cm lg., 1,5 — 3 cm br. Sporen ellipsoidisch, 18 — 24 x 8 — 9 ,". In Ndwäldern, zerstreut bis ins Gebirge. G. iiifiila (Schaeff.) Hut sehr unregelmäßig, rundlich od. knollig, kraus, fast ganz dem Stiel angewachsen, mit breiten, stumpfen Falten, 6 — 12 cm lg., bis 30cm br., hellolivenbraun od. ockergelb. Stiel unregelmäßig,, grubig, weißlich, feinfilzig, 3 — 6 cm lg. u. br. Sporen spindelf., zugespitzt, beidendig mit kurzem warzigen Knopf, 30 — 40 X 12 bis 14 /^. In Wäldern, selten. (Fig. 396.) G. gigas (Krombh.) Hut unregelmäßig, aufgebläht, zellig-eckig, unregelmäßig wellig gelappt u. zurückgeschlagen, von stumpfen Eippen u. tiefen, schmalen, geschlossenen Feldern durchzogen, 2 — 5 cm lg., 3 — 8 cm br., rot- bis dunkelbraun, an den Eippen kastanienbraun. Stiel etwas flach, oben meist breiter, grubig-furchig, bräunlich bis dunkel violett, 2 — 2,5 cm lg. u. br. Sporen ellipsoidisch, an den Enden mit warzenf. Knopf, 30 x 15/^. In Fichtenwäldern des Vorgebirges, selten. G. siispecta (Krombh.) 3. Gattung: Verpa Swartz. Fk. gestielt, fleischig, zerbrechlich. Hut kugel-, glocken- od. kegelf., nur mit der Spitze dem Stiel angewachsen, unten frei, glatt od. schwach gefaltet od. längsrunzlig. Stiel zylindrisch, oft ver- breitert, zuletzt hohl, glatt od. schuppig. Sporen ellipsoidisch, ein- zellig, hyalin od. gelblich. Paraphysen oben etwas verbreitert u. ge- färbt. Eßbar. F. Hut glockig, außen mit dichtstehenden, parallelen, gewundenen, oft verzweigten u. durch Querleisten verbundenen Eunzeln bedeckt, 2 — 4 cm lg., 2 — 3cm br., braun od. ockerfarbig. Stiel zylindrisch, oben etwas verjüngt., weißlich, filzig, oft kleiig schuppig, 7 — 14 cm lg., 1,5 — 2 cm br. Sporen 60 — 80 x 17 — 22 /<. In lichten Wäldern, selten. (Fig. 397.) V. bohemica (Krombh.) Hut glockig, fingerhut- od. eif., oben oft eingedrückt, frei herab- hängend, glatt od. schwach faltig, 1 — 3 cm lg., halb so br., hellbraun. Stiel zylindrisch, unten oft etwas verdickt, glatt, mit einzelnen feinen queren Flocken, weißlich, hellgelblich od. rötlich, 5 — 10 cm lg., 1 — 1,5 cm br. Sporen 20 — 25 x 12 — IH i^c. In Lbwäldern, selten. V. conica (Mill.) 204 Eumycetes. 4. Gattung: Helvella L. Hut nur am Scheitel am Stiel befestigt, zuerst meist rundlich schüsself., dann 2 od. mehrlappig herabgeschlagen, oft verbogen u. wellig berandet, oben sattelf. eingedrückt Stiel + zylindrisch, oft flaumig, oft buchtig u tief gefurcht, bisweilen hohl. Sporen ellip- soidisch, einzellig, hyalin. Paraphysen oben meist verbreitert u. oft farbig. Eßbar. Meist F. 1. Stiel nicht gefurcht, nur bisweilen etwas grubig am Grunde. 2. Stiel stets längsfurchig. 6. 2. Hut u. Stiel behaart od. flaumig. 3. Hut u. Stiel glatt. 4. 3. Hut zuletzt sattelf., meist zweilappig Lurückgeschlagen, rauchgrau, mit bräunlichen Haaren besetzt, 1 — 1,5 cm lg. u. br . Stiel hell- grau, zottig behaart, 1 cm lg., 1,5 mm br. Sporen 15 — 18 x 9 — 10 i^c In lichten Wäldern, auf Grasplätzen, zerstreut (Fig. 398.) H. ephippiiim Lev. Hut sattelf., zweilappig, feinbehaart, 1,5 — 4 cm lg u. br., rauch- braun, trocken schwarz. Stiel oft etwas zusammengedrückt, grau od. schwärzlich, dicht feinflaumig, 3 — 5 cm lg., 2 — 7 mm br. Sporen 15 — 20 x 9 — 12 ^. In lichten Lbwäldern, bes. an Brand- stellen, zerstreut. S. H. atra König 4. Stiel ganz glatt, nicht mehlig bestäubt. 5. Hut sattelf., zweilappig, wellig berandet, 1 — 2,5 cm lg. u. br., rußbraun. Stiel meist glatt, seltner grubig, gelblich, mehlig be- stäubt, 1,5 — 3 cm lg., 1,5 — 3 mm br. Sporen 15 — 18 x 10 — 13^«. Auf lehmigem Boden, selten. H. piilla Holmsk. 5. Hut zweilappig herabgebogen, seltner rundlich, 1,5 — 3 cm lg. u. br., hellgelblich od grau bräunlich. Stiel weiß, bisweilen etwas grubig, 2 — 6 cm lg., 2 — 4 mm br. Sporen 18 — 20 x 10 — 12 |W. In lichten Wäldern, selten. (Fig. 399.) H. elastiea Bull. Hut zweilappig her abgebogen, unten oft etwas angewachsen, zuletzt M^ellig verbogen. 5 — 7 cm lg., 5 — 6 cm br., kastanienbraun, selten violett bis schwärzlich. Sporen 18 X 10 i^i. Auf lehmigem Boden in Wäldern, selten. H. monachella Fries. 6. Hut zuerst fast schüsself., dann 2 od. 3 lappig herabgeschlagen, oft verborgen u. dick berandet, aufgeblasen, bisweilen sattelf. ein- gedrückt, 2 — 5 cm lg. u. br., grau od. schwarzgrau Stiel röhrig - zellig, mit parallelen, stark hervortretenden Kippen u. tiefen, manchmal durchbrochenen Furchen, grau, zuletzt oft schwärzlich, 2 — 5 cm lg., 1 — 2 cm br. Sporen 15 — 17 X 10 — 12 /«. In Wäldern bis ins Hochgebirge, nicht selten. (Fig. 400.) H. lacuiiosa Afz. Hut 2 bis 4 lappig zurückgeschlagen, wellig berandet u. kraus verborgen, unten stellenweise mit dem Stiel verwachsen, 1,5 — 4 cm lg. u. br., weiß od. hellgelb, trocken bräunlich. Stiel wie bei vor. Art, weißlich, 2 — 7 cm lg., 1,5 — 2,5 cm br. Sporen 17 — 20 X 10 — 12 f^t Auf fettem Boden grasiger Plätze bis ins Hochgebirge, zerstreut. H. crispa (Scop.). Verzeichnis der Gattungen. Arten und Abbildungen des systematischen Teiles. « Die in Klammem stehenden Ziffern bezeichnen die Figurennummern. Die Ab- bildungen sind den Werken von Lister, Eelim, Winter, den natürlichen Pflanzenlamilien, der Kryptogamenflora der Mark Brandenburg und einigen anderen wichtigeren Arbeiten entnommen. abietis (Cenang.) 157. - (Vals.) 125. Abrothallus 159. Absidia 60. absinthii (Pvrenop.) 164. acerinum (Rhyt.) (291) 152. aceris (Otth.) (208) 112. - (Unc.) (145) 77. Acetabula 188. Achlya 47. Achlyogeton 44. acicola (Cenang.) 157. - (Desmaz.) 174. acicularis (Cudoniella) (390) 200. Acrospermi m 141. acuforme (Rhizoph.) 36. acuminatus (Ophiob.) 118. acuta (Leptosph.) 117. acuum (Hymenosc.) 178. aeruginascens (Chlorospl. ) 170. aeiuginosum (Chlorospl.) (329) 170. aestivum (Tub.) (381) 196. affinis (Pernosp. ) 55. - (Trieb.) 12. aggregata (Sclerod.) 147. agile (Rhizoph.) 37. agnita (Leptosph.) 117. agrostidis (Mycosph.) 113. - (Scirr.) = agrostidis (Mycosph.). Agyrium 156. alba (Begg.) 3. - (Spum.) (34) 21. albidum (Ascocort.) (126) 68. Albugo 52. albus (Erem.) (124) 66. alchimillae (Coler.) 106. Aleuria 190. alfalfae (Urophl.) 44. aUii (Physod.) 42. aUicina (Mycosph.) 113. alnea (Tymp.) 155. alni (Melanc.) 131. — (Microsph.) 77. — (Sclerot.) 172. alni incanae (Taph.) 69. alpinum (Synchytr.) 32. alsinearum (Peronosp.) 55. alutacea (Hypoc.) 85. Amauroascus 71. Amaurochaete 24. ambiens (Vals.) 126. amentaceae (Cibor. ) 171. amenti (Hymenosc.) 178. Amoebochytrium 41. ampelina (Vals.) 123. amphibola (Pragmop.) (313) 161. Amphisphaeria 108. ampullaceum (Rhizoph.) 36. AmylocarjDus 73. ancilis (Disc.) 189. Ancylistes 45. andromedae (Rhyt.) 152. — (Sphaerop. ) 151. anemones (Synchytr.) 32. anguillulae (Caten.) 42. anguillulae aceti (Phyth.) 52. angustatum (Hyst.) 140. Anixia 77. anomala (Pilair.) (108) 61. anomalum (Synchytr.) 32. 206 Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. Anthostomi 126. Anthostomella 120. antirrliini (Peronosp.) 56. Aphanomyces 49. aphanomycis (Pseiidolp.) 27. apliidis (Entomophth.) 63. apiculata (Achl. ) 48. - (Entophl.) 35. apiculatum (Rhynch.) 130. Aplanes 49. Apodachlya 49. appendiculatum (Lophiost.) 111. - (Rhizoph.) 36. appendiculosa (Anthostomella) 118. applanata (Amphisph.) (200) 110. aquatica (Psiloj).) 191. aquila (Rosell.) (190) 106. aquilina (Mycosph.) 113. aquilinum (Schizoth.) 151. Arachniotus 71. Arachnopeziza 172. araiosf)orae (Pleolj).) 30. araneosa (Rosell.) 106. arborescens (Peronosp.) 55. arctii (Diap.) 127. Arcyria 14. arcyrioides (Lamprod.) 23. arenariae (Peronosp.) 55. argillacea (Cribr. ) (8) 9. argillaceum (Hypox.) 136. argus (Mass.) 119. ariae (Dermat.) 155. aridula (Gorg.) (350) 180. artemisiae (Pyrenop.) 164. arthonioides (Melasp. ) 161. arundinacea (Leptosph.) 116. - (Moll.) 166. - (Stict.) 145. arundinaceum (Lophod.) 139. Ascobolus 183. Ascocorticium 68. Ascoidea 65. Ascophanvis 181. asparagi (Clypeosph.) 121. aspera (Diatrypella) 133. Aspergillus 72. aspergillus (Sporod.) (102) 60. asperuginis (Peronosp.) 55. aspidiicola (Hymenosc.) 178. aspidiorum (Scirrh.) (174) 88. Asterina 78. asteroma (Mycosph.) 113. asterophora (Pyxid.) 83. asterophora (Saprol.) 46. astragali (Erys.) 76. astrantiae (Fabr.) (320) 165. atra (Amauroch.) (42) 24. - (Helv.) 204. atrata (Moll.) 166. - (Patellar.) (312) 162. atrofuscus (Ascob.) 183. aucupariae (Sclerot.) 172. Auerswaldii (Delitsch.) (185) 104. - (Vals.) 124. aulicae ( t mp. ) 63, Aulographum 140. aurantia (Aleur.) (371) 190. aurantiaca (Cribr.) (9) 9. — (Sphaerst.) 85. aurantius (Hypom.) 83. aurea (Cryptosporella) 131. - (Taph.) (127) 68. aurelia (Araclinop.) (334) 172. aureum (Synchytr.) 31. aureus (Arachn.) 71. baccarum (Seierot.) (332) 172. bacillariacearum (Ectrog.) 28. Bacillus 2. Bacterium 2. Bactrospora 160. Badhamia 16. badia (Plic.) 188. Bäumleri (Erys.) 76. - (Ombr.) 170. Balsamia 193. barbata (Lachnell. ) 175. Barya 86. basicola (Thiel.) (132) 72. Basidiobolus 64. Bjckhausii (Diap.) 128. B:'ggiatca 2. Beflynkii (Metasph.) 116. Belonidiim 167. Boloniella 165. Biloniof-x-ypha 179. B.^onium 179. benesuada (Moll.) 166. berberidis (Cucurb.) (210) 112. — (Dothidella) 88. — ( Micro sph.) (144) 77. — (Plowr.) — berberidis (Dothi- della) B3rkeleyanum (Schizox.) 145. Bsrkeleyi (Diap.) 127. — (Phomat.) 120. Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. 207 Bertia 107. betulae (Cryptosp.) 131. — (Pseudov.) (-245) 132. — (Taph.) 69. betuli (Diap.) 130. betulicola (Moll.) (323) 166. betulina (Eurvach.) (172) 89. — (Taph.) 68. Biatorella 160. bicolor (Lachn.) (339) 175. bifrons (Hyposp. ) 121. bistortae (Pseudorh.) (290) 151 bliti (Alb.) 52. bohemipa (Verp.) (397) 203. bolaris (Rutstr.) 171. Bombardia 106. botrydioides (Macroch.) (65) 40. B otryosphaeria 1 33. botrys (Hypox.) 135. botrytis (Trich.) (17) 12. Boudiera 182. brassicae (01p.) (49) 29. — (Plasniod.) 6. — (Sord.) 103. brassicicola (Mvcosph.) 113. Braimii (AplanO (80) 49. — (Rhizophl.) (63) 38. Brefeldia 24. Breieldii (Chaetocl.) 62. Bremia 54. brevipila (Beloniella) 165. brevipes (Miic.) 59. Briardia 143. brumale (Tub.) (380) 196. brunea (Lachnea) 186. bruneola (Didymosph.) 116. bryoniae (Didymella) 115. bufonia (Phorc.) 119. Bulgaiia 154. bullata (Dia-ir.) 132. — (Taph.) 69. Biilliardi (Melogr.) 134. — (Niimm.) (253) 134. balligera (Enlophl.) 35. butomi (Physod.) 42. buxi (Hvponectr. ) 82. — (LisO 83. cactorum (Phytophth.) (85) 54. caesia (Eriop.) (333) 172. — (MoU.) 166. caesium (Agyr. ) 156. calami (Physod.) 42. caliciformis (Dasysc.) 174. caliciiforme (Trybl.) (280) 146. Calloria 163. Calonectria 86. Calosphaeria 132. Calospora 132. calotheca (Peronosp.) 55. cancellatum (Dict.) (10) 10. candelabrum (Mort.) 62. Candida (Alb.) (84) 52. — (Peronosp.) 55. candidus (Arachn.) 71. canescens (Leptosp.) 105. caniniis (Rhyp.) 182 capillata (Abs.) (104) 60. capitata (Cordic.) 87. Capnodium 78. capreae (Linosp.) (233) 121. caraganae (Erys.) 76. carbonaria (Geop. ) 188. carduorum (Xipt.) 166. carneoalbus (Oom.) (165) 86. carneus (Ascoph.) (352) 182. carniolica (Microp.) 78. carpinea (Dermat.) 155. — (Guign.) 114. carpini (Taph.) 69. carpoi^hila (Xyl.) (258) 136. carpophiliim (Rhizoph.) 36. carthusiana (Melanc.) 131. Catenaria 41. catiniis (Geop.) 188. caucus (Cibor.) 171. caudata (Leptol. ) 49. — (Leptosp.) 105 cauliiim (Lophiost.) (206) 111. Celidium 156. Cenangium 157. cenisia (Vals.) 125. Cephalotheca 72. cerasi (Dermat.) (293) 155. - (Sclerot.) 172. - (Taph.) 69. - (Vent.) 115. cerastiorum (Fabr.) 165. cerastis (Gnom.) 120. Ceratiomyxa 8. ceratophora (Vals.) (237) 125. Ceratosphaeria 108. Ceratostoma 108. Ceratostomella 108. cerebri ormis (Hydnob.) (138) 74. cerevisiae (Sacch.) (123) 66. 208 Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. cerina (Dasysc.) 174. Cesatianus (Ophiob.) 118. Cesatii (Poe.) 180. cervinus (Elaph.) (137) 73. - (Hypom.) 83. Chaetoc'adium 62. Chaetomium 102. chaetomium (Co'.er.) (192) 106. Chaetosphaeria 107. Chaetostyli m 61. chamacmori (Gnom.) 120. chartarum (Chaetom.) (179) 103. - (Myxot.) (130) 71. charticola (Nect.) 84. Chateri (Lachnea) 186. chionea (Melanosp.) (152) 81. Chlamydothrix 2. clilorae (Peronosp.) 55. Chlorospleniiim 170. Choiromyces 74. Chondrioderma 18. Chondromyces 4. chrysophthalma (Lachnellula) (335) 174. chrysospermus (Hypom.) (157) 83. chrysosplenii (Peronosp.) 55. chrysospora (Pyren.) 118. Chytridium 38. Ciboria 171. ciborioides (Sclerot.) 172. cichoriacearum (Erys.) 76. Cienkowskia 17. Cienkowskiana (Entoph.) (53) 35. ciliare (Lachn.) (340) 176. cincta (Vals.) 124. cinerea (Are.) 15. - (Cordic.) 87. - (Moll.) (322) 166. - (Ostrop.) (262) 139. cinereum (Phys.) (29) 18. cinnabarina (Nect.) (159) 85. cinnamomea (Dermat.) 155. circinans (Cudon.) (391) 200. Circinella 60. circinelloides (Muc.) 59. circumvaga (Mycosph.) 114. citrina (Hypoc.) 85. citrinum (Hei.) (347) 179. Cladochytrium 42. Cladothrix 2. clandestina (Unc.) 77. clandestinum (Lachn.) 176. clavariae (Rosell.) 106. clavata (Hemitr.) 13. - (Spathiil.) (388) 200. clavatum (Podoch.) (59) 38 Claviceps 87. clavus (Didym.) 21. - (Ombr.) (326) 169. clematidis (Pleosp.) 119. Clemens (Conida) 156. Clithris 148. closterii (Ancyl.) (73) 45. clypeata (Anthostomella) (231) 121. Olypeosphaeria 121. coccinea (Sarcosc.) (328) 170. coccinella (Orb.) (315) 163. coccineum (Hypox.) (255) 135. Coccomyces 151. Coccophacidium 148. cochleata (Otin.) 191. coerulescens (Taph.) 68. cohaerens (Hypox.) 135. Coleroa 106. Comatricha 23. comatum (Chaetom.) 103. commune (Hypod.) 138. commutata (Patellea) (306) 160. complanatum (Didym.) (35) 21. complens (Compl.) (117) 64. Completoria 64. compressa (Dur.) 161. compressula (Pyrenop.) 164. compressum (Acrosp. ) (269) 141. - (Phvs.) 18. - (Platyst.) 111. - (Platyst.) 111. comprimens (Latrost.) 37. concentrica (Dald.) (254) 134. conglomerata (Peronosp.) 55. ccnica (Entomophth.) 63. - (Morch.) (394) 202. - (Verpa) 203. Conida 156. Conidiobolus 64. conjuncta (Diap.) 130. connivens (Dur.) (311) 161. conoidea (Didymosph.) 114. conorum (Curr.) (177) 90. conspersa (Tymp.) 156. constellatio (Plicariella) 185. contextum (Phys.) 18. contorta (Hvpoc.) 85. - (Trich.)'(16) 12. controversum (Lachn.) 176. Cookeana (Guign.) 114. Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. 209 coprophila (Sord.) 104. cordata (Synceph.) (113) 62. Cordiceps 87. corni (Diap. ) 130. - (Physal.) 115. corniformis (Xyl.) 137. cornu (Synceph.) (114) 63. corniitum (Rhizoph.) 37. Cornu via 13. coronaria (Sacrospli.) (363) 187. coronata (Cyath.) (343) 177. - (Pyren.) 118. - (Vals.) 125. coronatus (Coccom.) (289) 151. corticalis (Perich.) (21) 14. - (Lachneil.) (338) 175. corvina (Onyg.) 73. corvdalis (Peronosp.) 55. corvlea (Phvllact.) (143) 76. coiVli (Mam.) 120. - (Nect.) 84. corylina (Cryptosp. ) 131. Coryne 170. cosmariospora (Nect.) 84. crassicollis (Diap.) 128. crataegi (Diap.) 130. - (Mycosph,) 114. - (Otth.) 112. - (Taph.) 69. - (Vent.) 115. Craterium 17. craterium (Geop.) 188. - (Troch.) 150. Crenothrix 2. Cribaria 9. erispa (Clithr.) 150. - (Helv.) 204. cristallinum (Lachn.) 175. cristallinus (Philob.) (109) 61. cristata (Lophiella) 110. crocatus (Chondrom.) (2) 4. crnciferarum (Mycosph.) 113. Crumenula 157. crnstaceum (Penic.) (134) 72, crustaceus (Rhyp.) (355) 182. Cryptodiscus 144. Cryptomyces 150. Cryptospora 131. Cryptosporella 131. Ctenomyces 71. ciibiculare (Anth.) 126. ciicullata (Mitr.) (385) 199. Cncurbitaria 112. cucurbitula (Nect.) 84. Cudonia 200. Cudoniella 200. culmicola (Hymenosc.) 178. cuhnifraga (Leptosph.) 117. culmorum (Leptosph.) 116. cupularis (Geop.) (367) 188. - (Xitschk.) (207) 111. Curreva 90. Currevi (Phorc.) 119. - (Vals.) 126. curvatum (Hysterogr.) 140. curvula (Sord.) 104. cj^anogena (Gibberell.) 85. Cyalhieula 177. cyathoidea (Hymenosc.) (345) 178. cyclotellae (Rhizoph.) 37, cyti'i (Microth.) 78. Daldinia 134. Dangeardia 38. Dasvscypha 174. de Baryanum (Pliyth.) (83) 52. decipl ns (Endom.) (125) 66. - (Sord.) 103. decora (Calonect.) (161) 86. decoruicans (Vals.) 125. deerrata (Hum.) 190. deformans (Hvpom.) 83. - (Taph.) 69, Delitschia 104. dentatum (Phlyctoch.) 37. densa (Piasmop.) 54. depauperatus (Saccob.) 183. depazeilormis (Mycosph.) 113. depressa (Perich.) 14. depressum (Chondriod.) 20, Dermatea 154, Desmazierella 174, destruens (Conida) 156. detrusa (Diap.) 130. Diachea 20. dianihi (Peronosp.) 55. Diaporthe 127. diatrypa (Vals.) 124. Diatrype 132. Diatrypella 133. Dichaena 139. Dictydium 10. Dictyostelium 5. Dictyuchus 48. diderma (Phys.) 18, Didvmella 115. Lindau, Kryptogamenflora II, 1. 2. Aufl. 14 210 Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. Didymiiim 21. Didymosphaeria 116. difforme (Didvm.) 21. digitata (Xyl.) 137. Dilophia 116. diliitella (Xipt.) 166. Dimerosporium 77. dioica (Saprol.) 47. Diplophlyctis 35. dipsaci (Peronosp. ) 56. disciformis (Diatr.) (247) 132. Discina 189. discors (Pleosp.) 117. discospora (Sord.) 103. dissepta (Quatern.) 133. ditissima (Xect.) 85. Ditopella 120. ditricha (Vent.) (216) 115. dolabriforme (Loph.) 141. dolioloides (Leptosph.) (219) 117. doliolum (Leptosph.) 117. domesticum (Pyron.) 192. Dothidea 87. Dothidella 88. Dothiora 90. dryina (Bactr.) (305) 160. dryophilum (Tub.) 197. Durella 161. Durieuana (Sclerot.) 172. eburnea (Massarina) 119. echinulatum (Lachn.) 176. Ectrogella 28. effusa (Lindbl.) (7) 9. — (Peronosp.) 55. Elaphomj'ces 73. elata (Morch.) 202. elastica (Helv.) (399) 204. elatina (Pseudogr.) 150. — (Rutstr.) 171. elegans (Helicost.) (107) 61. — (Novakowskiella) (67) 41. — (Rhiz.) 60. — (Thamn.) (105) 61. Eleutheromyces 82. ellipsoideus (Sacch.) 66. elongata (Cucurb.) 112. emergens (Phragmon.) (274) 144. empetri (Rhyt.) 152. — (Sphaerop.) (287) 151. Empusa 63. encephaloides (Amyl.) (135) 73. Enchnoa 119. endobioticum (Synchytr.) 30. Endodothella 89. endogena (Sphaerit.) 28. endogenum (Olj).) 29. Endogone 64. Endomyces 66. enecans (Lagen.) 45. Enerthenema 23. Enteridium 11. Entomophthora 63. entomorrhiza (Cordic.) 87. Entophlyctis 35. entophytum (Achlyog.) (71) 44. — (Lagen.) 45. - (01p.) 29. ephippium (Helv.) (398) 204. epiblastematica (Scut.) 159. epibolum (Theloc.) 82. Epichloe 86. epicymatia (Pharc.) (213) 114. epidendrum (Lycog.) (23) 11. epidermidis (Didymosph.) 116. epilobii (Guign.) 114. — (Piasmop.) 54. epiphylla (Taph.) 69. epiphytica (Chlamydothr.) 3. episphaeria (Nect.) 84. epithemiae (Chytr.) 38. equina (Onyg.) (136) 73. equinus (Lasiob.) (351) 179. equiseti (Stamn.) (325) 169. equorum (Hypoc.) 104. eranthidis (Peronosp.) 55. Eremascus 66. eres (Diap.) 128. ericae (Godr.) 158. ericetorum (Celid.) 156. Erinella 177. Eriopeziza 172, eryngii (Mycosph.) 113. — (Pyrenop.) 164. Erysiphe 76. erythrosporus (Ophiob.) 118. ervthrostoma (Gnom.) (229) 120. esculenta (Gyrom.) (395) 203. - (Morch.) 202. euglenae (Phlyctoch.) 37. - (Polyph.) (64) 40. eunomia (Vals.) 122. euphorbiae (Peronosp.) (93) 55. Euryachora 89. eutypa (Vals.) (235) 123. evonymi (Erys.) 76. Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen, 211 exasperans (Diap.) 130. excavatiim (Tub.) (382) 196. exigua (Vals.) 125. exosporioides (Niessl) 106. Fabraea 164, faginea (Dich.) (261) 139. - (Prop.) (273) 144. fallax (Trieb.) 12. farinaceum (Didvm.) 21. fasciculata (Bomb.) (191) 106. - (Diap.) 128. favacea (Diatrypella) 133. favogint^a (Trieb.) 12. Fenestella 130. fenestrans (Did\Tnella) 115. ferax (Pyth.) 52 ferruginea (Are.) 14. - (Gallion.) 3. ferrugineuin (Melogr.) 134. fertilis (Vals.) 123. festucae (Physal.) (215) 115. fibrosa (Diap.) 130. ficariae (PeronosjD. ) 55. filicina (Taph.) 68. filiciniis (Rhopogr.) (175) 89. filicum (Mvcosph.) 113. filiformis (Xvl.) 137. fimbriata (Mam.) (226) 120. fimetaria (Spor.) 104. fimeti (Hvpoc.) 104. - (Plic.) 187. fimicoJa (Sord.) (182) 103. fimiseda (Sord.) 104. firma (Rutstr.) (330) 171. flaccida (Stern.) 23. flammea (Lacbnell.) (337) 174. flammulae (Physod.) 43. flavofuligineum (Lachn.) 176. flavofuscum. (Lycog.) 11. flavogenita (Stern.) 23. flavovirescens (Vals.) 123. flexella (Patin.) 160. flexuosa (Licea) (12) 10. floriforme (Chondriod.) 20. foedans (Mass.) 119. foliicola (Badh.) 17. forabilis (Diap.) 128. fragariae (Mycosph.) 113. fragiformis (Bals.) 193. - (Tubul.) (11) 10. fragilis (Leoc.) (27) 17. frangulae (Dermat.) (294) 155. fraxini (Hysterogr.) (267) 140. — (Tymp.) 156. — (Vent.) 115. Freseniana (Piptoc.) (112) 62. Fresenii (Chaetost.) (106) 61. — (Emp.) 63. Friesii (Vals.) 126. fnictigena (Sclerot.) 172. Fuckeliana (Sclerot.) 172. Fuckelii (Lophiosph.) 111. — (Xect.) 84. fulgens (Pleotrach.) (48) 28. — (Plicariella) 185. — (Synchytr.) 31. fuliginea (Plicariella) 185. Fuligo 16. fulvus (Myxoc.) 4. fungicola (Hypoc.) 85. furfuraceum (Cenang. ) 157. fusarioides (Call.) (316) 163. fusca (Stern.) (41) 23. — (Tap.) (321) 165. fuscescens (Lachn.) 176. — (Sphaeros.) (384) 198. fuscuni (Hypox.) 136. — (Polyang.) 4. fusiforme (Pseudolp.) 27. fusiger (Spin.) 60. fusispora (Ditop.) (228) 120. — (Hum.) 189. Galactinia 190. galanthi (Sclerot.) 172. galeopsidis (Ervs.) 76. galii (Mazz.) (168) 82. galii veri (Beloniella) 165. GallioneEa 2. gallica (Pirott.) (319) 164. galligena (Xectr.) 85. gastrinum (Anth.) 126. gelatinosa (Hvpoc.) 85. — (Leot.) (389) 200. gemmiferiim (Tichoth.) 114. gemmigenum (Mytil.) 141. Genea 193. Geoglossum 199. geophana (Biator.) 160. Geopyxis 188. geranii (Euryach.) =^ geranii (Stig- mat.). — (Stigmat.) 112. Gerhardtii (Physod.) 42. germanica (Vals.) 125. 14* 212 Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. Gibbera 112. Gibberella 86. Gibberidea 112. gibbosum (Rhitopli..) 37. gigas (Gyrom.) (396) 203. - (Morch.) 201. glaber (Ascob.) 183. glaucus (Asp.) (133) 72. globosum (Rhizoph.) 36. - (Sarcos.) 154. - (Synchytr.) 32. glomerata (Wor.) 27. Glonium 140. glutinosum (Geogl.) 199. Gnomonia 120. Gnomoniella 120. Godronia 157. Gorgoniceps 180. gracile (Nematosp. ) 51. gracilipes (Achl.) 48. graminicola (Nect.) 84. - (Sclerosp.) (87) 54. graminis (Beloniella) 165. - (Diloph.) (218) 116. - (Erys.) 75. - (Phyllact.) (169) 89. - (Physod.) 42. granulata (Hum.) 190. graphicum (Glon.) 140. gregaria (Lacbnea) 186. gregarium (01p.) 29. grisea (Peronosp.) 56. grossulariae (Microsph.) 77. Guignardia 114. Guttulina 5. Guttulinopsis 5. Gymnoascus 71. G\Tomitra 202. hapalocystis (Pseudov.) 132. Harpochytrium 35. Hedenii (Harpoch.) (55) 35. hedericola (Mycosph.) 114. heleocharidis (Physod.) 42. helicicola (Metasph.) 116. Helicostylum 61. Helotium 179. Helvella 204. hemisphaerica (Lachnea) (361) 186. hemisphaericum (Odont.) (281) 146. Hemitrichia 13. herbarum (Hei.) (348) 179. - (Pleosp.) (222) 118. herpotricha (Opliioch.) 117. Herpotrichia 107. herpotrichoides (Leptosph.) 117. Heterosphaeria 146. hirsuta (Lasiosph.) (197) 107. hirsutum (Geogl.) (387) 199. hispida (Lasioph.) 107. hispidula (Gen.) 193. Hoffmanni (Vals.) 125. Holmskjoldii (Ascoph.) 181. holostei (Peronosp.) 55. Homostegia 89. humana (Sord.) 103. Humaria 189. humuli (Hei.) 180. - (Sphaer.) (140) 75. hyalina (Badh.) (25) 16. - (Hvmenosc.) (344) 178. hybrida (Morch.) (393) 201. Hydnobolites 74. hydnosporum (Pytli.) 51. Hydnotria 194. hydrodictyi (Plilyctoch.) 37. hydrophila (Tap. ) 165. Hymenoscypha 177. H\^ocopra 104. Hypocrea 85. Hypoderma 138. Hypodermella 138. hypodermia (Crvptosporella) (241) 131. hypogyna (Saprol.) 47. Hypomyces 83. Hyponectria 82. Hypospila 121. Hypoxvlon 134. hypoxylon (Xyl.) (257) 136. hysterioides (Lophod.) 139. - (Phragmon.) 144. Hysterium 140. Hysterographium 140. Hysteropatella 161. jassi (Emp. ) 63. idaei (Physal.) 115. ignavis (Strick.) 110. ilicis (Troch.) (286) 148. immersus (Ascob.) (358) 183. inaequalis (Diap.) 128. - (Vent.) 115. incarnata (Are.) 14. incarnatus (Lachnob.) (20) 14. infernalis (Enchn.) (223) 119. Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. 213 infestans (Phvtophth.) 54. inflata (Rhizin.) (383) 197. infula (Gyrom.) 203. inquilina (Diap. ) 127. inquinans (Mass.) (224) 119. insidiosum (Lophiost.) 111. insignis (Diap.) 128. insititiae (Taph.) 69. insitivum (Mynn.) 133. inspersa (Leciogr.) 160. insularis (Diap.) 130. intennedia (Spor.) (186) 104. intennedium (Phyth.) 52. intermixta (Sphaerul.) (214) 115. intestina (Diplophl.) (54) 35, Johansoni (Taph.) 68. Jonesii (Chaetocl.) (111) 62. iridis (Physod.) 42. irregularis (Pseudov) 132.. isariphora (Mycosph.) 113. junci (Endodoth.) 89. — (Scirr.) = junci (Endodoth.). juncicola (Erin.) (341) 177. juniperinum (Lophod.) 139. Karschia 160. Kerverni (Saccob.) 185. Kleinii (Pilob.) 61. Klotzschii (Gen.) 194. Kochii (Strick.) 110. Kriegeriana (Urophl.) (70) 43. Kunzei (Lahm.) (314) 162. laburni (Cucurb.) 112. lacerum (Phac.) 150. Lachnea 186. Lachnella 175. Lachnellula 174. Lachnobolus 13. Lachnum 175. lacteus (Leptom.) (81) 48. lactucae (Brem.) (90) 55. lacunosa (Helv.) (400) 204. lacustre (Belonid.) 166. lacustris (Metasph.) 116. laetum (Synchytr.) 31. laevis (Aphan.) 49. lagenaria (Melanosp. ) 81. lagenariae (Chytr.) 38. Lagenidium 45. lagenula (Rhizoph.) 36. Lahmia 162. lamii (Peronosp.) 55. Lamprodenna 22. Lamyi (Pleonect.) (163) 86. laricis (Hvpodermella) 138. Laschii (Diap.) 130. - (Vals.) 123. Lasiobolus 181. Lasiobotrys 77. Lasiosphaeria 107. lata (Vals.) 123. laterale (Phlyct.) 35. lateritius (Hypom.) 83. Latrostium 37. Laureri (Theloc.) 82. Leciographa 159. ledi (Pseudoph.) 148. leguminis cytisi (Mycosph.) 113. leioplaca (Vals.) 123. leiphaemia (Diap.) (239) 130. lemnae (01p.) 29. Leocarpus 17. Leotia 200. Lepidoderma 21. lepigoni (Alb.) 52. leporina (Otid.) 191. leporum (Hum.) 190. - (Pleoplir.) (187) 104. leproidea (Urophl.) 43. leptoasca (Mycosph.) 114. Leptolegnia 48. Leptomitus 49. leptomitiformis (Begg.) 3. leptosperma (Peronosp.) (95) 56. Leptosphaeria 116. Leptospora 105. leptostyla (Gnom.) 120. leucanthemi (Protomycop. ) 65. leucocephalum (Crat.) 17. leucoloma (Hum.) 189. leucolomoides (Hum.) 190. leucophaeum (Lachn.) 176. leucopoda (Diach.) (33) 20. leucostoma (Vals.) 124. leucotricha (Melanosp.) 81. j - (Podos.) 76. ' Libertiana (Sclerot.) 172. Licea 10. lichenicola (Bert.) 107. - (Xect.) 84. ligniaria (Rosell.) 106. lignicola (Moll.) 166. lignyota (Karschia) (308) 161. ligustri (Mycosph.) 114. lilacina (Badh.) 16. 214 Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. lilacina (Ombr.) 170. linariae (Peronosp.) (94) 56. Lindbladia 9. lineare (Glon.) (265) 140. linearis (Diap. ) 127. lini (Peronosp.) 55, Linkii (Hypom.) 83. Linospora 121. lirella (Diap.) 128. . Lisea 83. litigiosum (Microth.) 78. lividofnsca (Tap. ) 165. longipes (Xyl.) 137. lonicerae (Lasiob.) (147) 77. Lophiella 110. Lopliiosphaeria 111. Lophiostonia 111. Lophiotrema 111. Lophium 141. Lophodermium 139. luridum (Hypox.) 136. lutescens (Taph.) 68. luteum (Penic.) 72. luxurians (01p.) 29. Lycogala 11. lycoperdon (Retic.) (14) 11. macrandra (Monobl.) 45. macrocarpa (Badh.) 16. - (Cribr.) 9. - (Endog.) (122) 64. Macrocbytrium 40. Macropodia 189. macropus (Macrop.) (369) 189. maerospora (Metasph.) 116. - (Sord.) 103. macrosporum (01p.) 29. - (Tub.) 196. macrosporus (Monogr.) 88. - (Protom.) (121) 65. macrostomum (Lophiost.) 111. maculans (Leptosph.) 117. maculare (Physod.) (69) 92. macularis (Mycosph.) 114. maculiformis (Mycosph.) (212) 114. - (Vent.) 115. maeandriformis (Choirom.) (139) 74. Magnusianum (Physod.) 43. Magnusiella 70. Magnusii (Endom.) 68. major (Urophl.) 43. Mamiania 120. mammiformis (Rosell.) 105. mamillata (Dang.) (60) 38. mamillatum (Rhizoph.) 36. Massaria 119. Massarina 119. mastigotrichis (Rhyophl.) 40. mastoidea (Melom.) (202) 110. maxima (Bref.) (43) 24. - (Ust.) (252) 134. maximus (Cryptom.) 151. Mazzantia 82. medusaea (Diap.) 128. megalacanthum (Pyth.) 51. megalospora (Sclerot.) 172. - (Spor.) 104. melaena (Pseudopl.) 185. melaloma (Lachnea) 186. Melanconiella 132. Melanconis 131. Melanomma 108. melanops (Botryosph.) (250) 133. Melanopsamma 107. Melanospora 81. melanotes (Anth.) (238) 126. melanoxanthus (Pachyphl.) (379) 194. Melaspilea 161. melastoma (Lachnea) 186. Melogramma 134. Melomastia 110. menthae (Physod.) 43. menyanthis (Physod.) 43. mercurialis (Synchytr.) 32. merdaria (Hypoc.) (184) 104. mesocarpi (Chytr.) 38. Metasphaeria 116. mezerei (Dothidella) 88. — (Plowr.) = m:zerei (Dothidella) microcarpa (Cribr.) 10. microcephala (Clavic.) 87. Micrococcus 1. Microglossum 199. Micropeltis 78. microscopica (Boud.) 182. microscopicum (Microth.) (151) 78. Microsphaera 76. Microspira 2. microspora (Didym.) 115. — (Scirr. ) = microspora (Didym.). microstoma (Vals.) 124. Microthyrium 78. militaris (Cordic.) 87. milliaria (Vals.) 123. miniata (Plicariella) 185. Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. 215 minima (Spor.) 104. — (Trichosph.) 105. minor (Olpidiops.) (44) 27. minuta (Deutsch.) 104. - (Sord.) 103. miniitissima (Naev.) (270) 143. miniitula (Xaev.) 143. minutum (Crat.) (28) 18. Mitrnla 198. modesta (Leptosph.) 117, mollis (Stict.) 146. Mollisia 166. mollissimum (Lachn.) 175. monachella (Helv.) 204. monilifera (Saprol.) (75) 47. monoblepharidis (Pleolp.) (51) 30. Monoblepharis 45. monoica (Saprol.) 47. monospermum (Xematosp.) 51. monosporus (Dict^^lch.) (78) 48. Morchella 201. moriformis (Bert.) (195) 107. mors iivae (Sphaer.) 75. Mortierella 62. Mougeotii (Microsph.) 77. miicedo (Muc.) (97) 59. miicida (Ceratiom.) (6) 8. mucilagineus (Muc.) 59. Mucor 59. mucoroides (Dictyost.) 5. mucronatum (Obel.) (58) 37. multiforme (H^^ox.) 135. muralis (Plic.) 187. murorum (Chaetom.) (180) 103. muscae (Emp.) (115) 63. mycoderma (Sacch.) 66. mycophilum (Rhizid.) (62) 38. Mycosphaerella 113. mvosotidis (Peronosp.) 55. — (Synchytr.) 32. myriadea (Sphaerul.) 115. myriocarpa (Vals.) 122. myriosporus (Rhyp.) 182. Mvrmaecium 133. Mvtilidium 140. mytilinum (Loph.) (268) 141. Myxococcus 4. Myxotrichum 71. Myzocytium 44. Xaemacyclus 144. Xaevia 143. napelli (Mazz.) 82. natans (Doth.) = natans (Systr.). - (Sphaerot.) (1) 3. - (Systr.) 88. necator (Unc.) 77. Xectria 84. Xectriella 82. Xematosporangium 51. Xeesii (Pseudotrybl.) (301) 157. nervisequium (Lophod.) 139. Xesolechia 159. nidulans (Asp.) 72. - (Diap.) 130. nidulus (Lachn.) 176. Xiesslia 106. Xiesslii (Synchytr.) 32. nigra (CWatr.) (40) 23. niger (Amauroasc.) 71. nigrella (Pseudopl.) (360) 185. nigricans (Clavic.) 87. - (Rhiz.) (103) 60. nigricolor (Diap.) 128. nigripes (Did\an.) 21. Xiptera 167. nitens (Oligon.) 13. - (Phycom.) (101) 60. Xitschkia 111. nivea (Piasmop.) 54. - (Vals.) (236) 124. niveum (Lachn.) 176. niveus (Xaemac.) (277) 145. Xotarisii (ChT)eosph.) (234) 121. Xowakowskiella 41. nucula (Lophiot.) (205) 110. Xummularia 134. nutans (Are.) 15. - (Phys.) (30) 18. Obducens (Ohler.) (201) 110. - (Piasmop.) 54. - (Strick.) (204) 110. Obelidium 37. obovata (Peronosp.) 55. OceUaria 143. ocellata (Ocell.) 143. ochracea (Chlamydothr.) 2. ochraceum (Polyst.) 82. ochraceus (Hypom.) (156) 83. Odontotrema 146. oedipus (Pilob.) 61. ogilviensis (Leptosph.) 117. Ohleria 110. oligacantha (Achl.) 48. 216 Verzeichnis der Gattungen, Alien und Abbildungen. Oligonema 13. olivaceum (Enterid.) (13) 11. - (Microgl.) 199. olla (Chytr.) (61) 38. Olpidiopsis 26. Olpidium 29. Ombrophila 169. omphalodes (Pyron.) (374) 192. oncostoma (Diap.) 130. onotica (Otid.) (372) 191. Onvgena 73. oocardii (Psilop.) (373) 192. Oomyces 86. operculata (Vals.) 122. Ophiobolus 117. Ophiochaeta 117. ophioglossoides (Cordic.) (166) 87. - (Geogl.) 199. orbicularis (Pleosp.) 118. Orbilia 163. orthoceras (Diap.) 127. Ostropa 139. Otidea 191. Otthia 112. ovina (Leptosp.) 105. ovoidea (Zign.) 107. oxyacanthae (Podos.) (141) 76. oxycocci (Sclerot.) 171. oxyspora (Nesol.) (303) 59. oxysporella (Nesol.) 159. pachydermus (Protom.) 65. Pachyphloeus 194. padi (Sclerot.) 172. - (Vals.) 124. pallidus (Cryptod.) (275) 144. pandani (Nect.) 84. jmnicea (Badh.) 17. pannosa (Sphaer.) 75. papillata (Enerth.) (39) 23. - (Zing.) 108. parallela (Vals.) 122. parasitica (Bar.) 86. - (Peronosp.) (91) 55. - (Tetram.) 6. pardalota (Diap.) 128. parietina (Anix.) (146) 77. parmeliarum (Abroth.) 159. patella (Heterosph.) (282) 146. PateUaria 161. Patellea 160. patens (Lachn.) 177. Patinella 160. Pelletieri (Rhyp.) (354) 182. peltigerae (Phragmon.) 144. pendulum (01p.) (50) 29. Penicillium 72. Perichaena 14. Perisporium 78. Peronospora 55. persimilis (Trieb.) 12. pertusa (Tremat.) (203) 110. petiolaris (Troch.) 150. peziza (Nect.) 84. Phacidium 150. Phacopsis 156. phaea (Tremat.) 110, phaeocomes (Pyren.) 118. phalloides (Mitr.) 199. Pharcidia 114. Phlyctidiiim 35. Phlyctochytrium 37. Phomatospora 120. Phorcys 119. Phragmonaevia 144. Phycomyces 60. phycophilus (Aphan.) 49. Phyllachora 89. Phyllactinia 76. phyllophilum (Hei.) 180. Physalospora 114. pbysaroides (Lamprod.) (38) 22. Physarum 17. Physoderma 42. phyteiimatis (Peronosp.) 56. Phytophthora 52. Piggotii (Homost.) (178) 89. Pilaira 61. pilifera (Ceratostomella) (199) 107. pilificum (Synchytr.) 31. Pilobolus 61. pilosa (Trichosph.) (188) 105. pinastri (Lophod.) (260) 139. - (Microth.) 78. - (Tryblidiops.) (279) 146. - (Tymp.) (295) 155. pineti (Belon.) 179. pinetorum (Herpotr.) (196) 105. pini (Coccoph.) (284) 148. - (Vals.) 125. pinicola (Biator.) 160, - (Crum.) (300) 157. Piptocephalis 62. pirifera (Apodachl.) (82) 49. piriformis (Cribr.) 9. pirina (Vent.) 115, Vei-zeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. 217 Pirottaea 164. pisiformis (Endog.) 64. Pitya. 177. pityophila (Cucurb.) 112. Plasmodioj^hora 6. Plasmopara 54. platanoides (Calosp.) 132. Platystomum 111. pleiospora (Sord.) 103, Pleolpidium 30. Pleomassaria 119. Pleonectria 86. Pleophragmia 104. Pleos.pora 118. Pleotrachelus 28. Plicaria 187 Plicariella 185. poae (Xipt.) 167. Pocillum 180. Podochytrium 38. Podosphaera 75. pollinis (Rhizoph.) (56) 36. polyandra (Achl.) 48. Polyangium 4. polvcephala (Mort.) 62. polvcvstis (Wor.) (46) 26. polvgoni (Ervs.) (142) 76. - (Moll.) 166. polvmorpha (Bulg.) (292) 154. - (Monobl.) (74) 45. - (Xyl.) (256) 136. Polyphagus 40. Polysphondylium 5. polyspora (Crenothr.) 3. Polystigma 82. pomiformis (Melanops.) (194) 107. populina (Crj^tosporella) 131. - (Linosp.) 121. - (Vals.) 122. populneum (Cenang.) 157. Poronia 137. porphyrogenus (Ophiob. (220) 117. portulacae (Alb.) 52. potentillae (Coler.) 106. - (Magnusiell.) 70. - (Peronosp.) 55. - (Synchvtr.) 32. - (Taph.) 69. praeniorsum (Lophiot.) 111. Pragmopora 162. princeps (Fenest.) 131. prolifera (Achl.) 48. proliferum (Myzoc.) 44. proliferum (Pyth.) 51. Propolis 144. Prostii (Hysterop.) (310) 161. Protomyces 65. Protomycopsis 65. protracta (Diap.) 128. - (Sarcosc.) 170. - (Vals.) 123. proxima (Patellar.) 162. proximella (Didvmella) 115. - (Melasp.) (309) 161. prunastri (Dermat.) 155. - (Unc.) 77. - (Val-.) 124. pruni (Taph.) 69. Pseudographis 150. Pseudolpidiopsis 28. Pseudolpidium 27. Pseudomonas 2. Pseudopeziza 164. Pseudophacidium 148. Pseudoplectania 185. pseudoplatani (Vals.) 126. Pseudorhytisma 151. Pseudotrybhdium 157. pseudotuberosa (Sclerot.) 172. Pseudovalsa 131. pseudotuberosa (Sclerot.) 172. Pseudovalsa 131. Psilopezia 191. psittacinum (Phys.) 18. ptarmicae (Schizoth.) (288) 151. pteridis (Crj^ptom.) 151. - (Dasysc.) 174. - (Rhopogr.) = filicinus (Rho- pogr.). puberulum (Tub.) 197. puccinioides (Doth.) = puccinioides (Systr.). - (Systr.) (171) 89. pulchella (Calosph.) 132. pulcherrimus (Lasiob.) 181. pulchra (Selin.) 82. pulchrum (Dimerosp.) (148) 77. pulicare (Hyst.) (266) 140. pulicaris (Gibberell.) (162) 86. f)ulla (Diap.) 128. - (Helv.) 204. pulposa (Urophl.) 43. pulveracea (Rosell.) 105. pulverulenta (Dasysc.) 174. pulvinata (Diatrj^pella) 133. pulvis pyrius (Melanom.) (198) 108. 218 Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. pimctata (Poron.) (259) 137. pimctatum (Synchytr.) 32. punctiformis (Hymenosc.) 178. — (Mycosph.) 'll4. piinctoidea (Guign.) 114 — (Hynienosc.) 178. pimicea (Asc.) (22) 14. pupula (Mass.) 119. piirpurascens (Briard.) (272) 143. purpurea (Clavic.) (167) 87. purpureum (Hypox.) 135. pusilla (Calosph.) 132. — (Ceratosph.) 108. — (Licea) 10. — (Mitr.) 199. — (Naev.) 143. — (Niessl.) (193) 107. — (Piasmop.) 54. pusillus (Muc.) 59. Pustula (Hyposp.) (232) 121. pustulata (Diap.) 130. — (Plic.) (365) 188. — (Vals.) 126. putator (Diap.) 130. pygmaea (Piasmop.) (88) 54. pygmaeum (Lagen.) 45. Pyrenopeziza 164. Pyrenophora 118. Pyronema 192. Pythium 51. Pyxidiophora 83. quadricorne (Phlyctoch.) (57) 37. Quaternaria 133. quaternata (Quatern.) (248) 133. quercina (Clith.) (285) 148. - (Diatr^iDella) (249) 133. - (Dich.) 139. Rabenhorstii (Lagen.) (72) 45. racemosa (Aclil.) (77) 48. racemosus (Muc.) 59. radiata (Stict.) (278) 145. radiatum (Chondriod.) (32) 20. radii (Peronosp.) (96) 57. Pamannianus (Muc.) (98) 59. ramealis (Xipt.) (324) 167. ramigera (Zoogl.) 3. ranarum (Basidiob.) (119) 64. ranunculi (Fabr.) 165. rapulum (Tarz.) (364) 187. Reessii (Gymn.) (129) 71. relicina (Pyren.) 118. repanda (Plic.) 187. repandum (Phac.) 150 resecans (Diap.) 128. resinae (Biator.) (307) 160. Reticularia 11. reticulata (Cienk.) (26) 17. revellens (Diap.) 130. rhacodium (Lasiosph.) 107. rhenana (Ceratosph.) 108. rhizidioides (Amoeboch.) (66) 41. Rhizidium 38. Rhizina 197. rhizina (Entophl.) 35. rhizinoides (Psilop.) 192. Rhizophidium 35. rhizophila (Zopf.) (149) 77. Rhizoplilyctis 38. rhizophora (Taph.) 68. Rhizopus 60. rhododendri (Melanom.) 108. - (Pseudoph.) 148. - (Sclerot.) 172. rhodostoma (Pleomass.) (225) 119. Rhopographus 89. Rhynchostoma 130. Rhyparobius 182. Rhytisma 152. rhytismoides (Hyposp.) 121. ribesia (Dothidella) (170) 88. - (Plowr.) = ribesia (Dothid.). - (Sclerod.) (283) 147. rimosa (Scirr.) (173) 89. rimosipes (Morch.) 201. riparia (Gnom.) 120. Robergea 139. robertiani (Stigm.) (211) 112. rosae (Otth.) 112. - (Tap.) 166. rosea (Guttul.) 5. - (Rhizophl.) 40. Rosellinia 105. rosellus (Hypom.) 83. Rostafinskii (Mort.) (110) 62. roste llata (Diap.) 130. rostrata (Ceratostomella) 108. Rostrupiana (Taph.) 69. Rousseliana (Nectriella) (153) 82. Rozella 27. rubescens (Ascoid.) (120) 65. rubi (Herj)otr.) 105. - (Pyrenop.) (318) 164. Verzeichnis der Gattungen, Arten und Abbildungen. 219 rubiformis (Hemitr.) (18) 13. rubiginosum (Hypox.) 135. rubricosum (Myrm.) (251) 133. rubrocinctum (Synchytr.) 32. rubrum (Polyst.) (155) 82. rudis (Diap.) 128. - (Ophiob.) 118. Rübsaameni (Urophl.) 43. rufa (Cribr.) 9. - (Hypoc.) (160) 85. rufofusca (Cibor.) 171. rufum (Agyr.) (298) 156. - (Tub.M96. rumicis (Vent.) 115. rusci (Leptosph.) 117. rutilans (Hum.) (370) 189. rutilum (Hypox.) 135. Rutstroemia 171. Saccharomyces 66. Saccobolus 183. Sadebeckii (Taph.) 69. salicella (Diap.) 130. salicina (Vals.) 126. salicinum (Capn.) (250) 78. - (Rhyt.) 152. Salicis (Unc.) 77. saligna (Tymp.) 155. sanguinea (Patellea) 160. saniosa (Galact.) 190. Saprolegnia 46. saprolegniae (Olpidiops.) 26. - (Pseudolp.) (45) 27. sarcoides (Coryne) (327) 170. Sarcina 1. Sarcoscypha 170. Sarcosoma 154. Sarcosphaera 187. sarothamni (Diap.) 128. Saubinelii (Gibberell.) 86. scaber (Aphan.) 49. scabra (Trieb.) 12. scabrosa (Vals.) 123. Schachtii (Peronops.) (92) 55. Schenkiana (Pseudolpidiops.) 28. Schenkii (Phlyctoch.) 37. Schizostoma 111. Schizothyrium 151. Schizoxylon 145. Schleideni (Peronosp.) 55. Schroeteri (Physod.) 42. Schweinitzii (Vals.) 125. scintillans (Lamprod.) 22. scirpi lacustris (Mycosph.) 113. Scirrliia 89. Sclerroderris 146. Sclerospora 54. Sclerotinia 171. Scutula 159. scutula (Hei.) (349) 180. scutellata (Lachnea) (362) 186. Selinia 82. semiimmersum (H\^ox.) 135. sepincola (Vals.) 125. septica (Ful.) (24) 16. septi